Diskussion:Globale Erwärmung

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Abwärme[Quelltext bearbeiten]

Ist dieser lange Absatz zu Abwärme anstelle von Treibhausgasen hier angebracht? Bisher nahm die Abwärmedebatte 2/3 des Abschnittes "Langfristige Betrachtung und daraus resultierende Konsequenzen" ein, was eine völlig falsche Gewichtung war. Ich habe daher alles bis auf einen Satz zu Abwärme verschoben. Meiner Meinung nach ist die zukünftige Entwicklung der Abwärme aber auch dort in dieser Menge unangebracht, weswegen ich für deutliches Kürzen wäre. Da ich mich hiermit aber nicht auskenne, würde ich mich freuen, wenn das jemand tun würde, der tiefer in dieser speziellen Thematik drinsteckt als ich. Viele Grüße, Andol (Diskussion) 15:37, 7. Apr. 2017 (CEST)

Wieso war der Absatz überhaupt im Artikel? Das hatten wir vor einiger Zeit doch schon diskutiert. --mfb (Diskussion) 03:59, 8. Apr. 2017 (CEST)
Ich bin auch nicht der große Spezialist für diesen Themenbereich, aber ich finde, dass der Abschnitt im Hinblick auf seine Relevanz zuviel Raum einnimmt. Hier könnte man guten Gewissens etwas komprimieren und dann vielleicht in dem Zusammenhang die "Abwärme" des Planeten Erde erwähnen. Diese beträgt zwar nur (wenn ich mich recht entsinne) 0,1 bis 0,2 W pro Quadratmeter, seltsamerweise wird dieser ziemlich nachrangige Effekt relativ häufig von gewissen Kreisen als Erklärungsansatz für die globale Erwärmung benutzt. --Berossos (Diskussion) 15:48, 9. Apr. 2017 (CEST)

Big Fail[Quelltext bearbeiten]

Der spezielle, horrende Beitrag der "Chemtrails" zur Erderwärmung wenn man dem hier glaubt scheint völlig unerwähnt. Das wäre schon eine eigentlich unglaubliche Lückenhaftigkeit für so ein Brennpunktthema. Aber schockierend ist schon dass der Begriff Flugverkehr offenbar mit keiner einzigen Silbe vertreten ist. Wirklich unglaublich!! (oder klemmt meine Suchfunktion?). --Quetsch mich aus, ... itu (Disk) 15:58, 14. Apr. 2017 (CEST) PS: Ach, und exzellent ist er auch noch, Hilfe!

Mich würde interessieren, wieviel Erwärmung diese Streifen und Wolken zusammen verursachen. Es gibt sicher Tausende (Millionen?) von verschiedenen Sachen, die die Erde erwärmen, aber jedes ist nicht per se nennenswert.
Erwähnungen hier in Wikipedia: Kondensstreifen#Auswirkungen auf das Klima. Engl. Wikipedia: Environmental impact of aviation#Water vapor (H2O), and contrails --Distelfinck (Diskussion) 17:20, 14. Apr. 2017 (CEST)

Hm, laut Strahlungsantrieb ist der Kondensstreifenanteil nichtig, also voller Widerspruch zur Behauptung vom Upi-Institut(?). Aber das dürfte eben kaum für den CO2-bedingten Anteil des Flugverkehrs gelten. --Quetsch mich aus, ... itu (Disk) 18:10, 14. Apr. 2017 (CEST)

Ah okay in der Grafik. Anthrop. Erwärmung ist 0,6-2,4 W/m2. Davon 0,003-0,03 W/m2 durch Kondensstreifen --Distelfinck (Diskussion) 19:55, 14. Apr. 2017 (CEST)
Ich habe mal in meiner Literatur nachgesehen. Mojib Latif 2007 nennt in "Bringen wir das Klima aus dem Takt" einen leichte Erhöhung des Treibhauseffektes um ca. 0,05 °C, also weitgehend irrelevant. Bei einer Vervielfachung des Luftverkehrs, beispielsweise einer Verzehnfachung könnte aber nennenswerte Beiträge zusammenkommen. Die direkten Effekten durch den CO2-Ausstoß sind laut Latif ebenfalls gering. Angesichts des geringen Anteils an den menschengemachten CO2-Emissionen (ca. 2,5 % der Gesamtemissionen [1]) aber auch kaum verwunderlich.
Was nun das Upi-Institut angeht, dessen Namen ich gerade zum ersten Mal höre: Wenn ich mir die Aufmachung der Internetseite ansehe, dann kommt mir dieses "Institut" hochgradig dubios vor. So sehen keine Websiten von wissenschaftlichen Institutionen aus. Bei den Beteiligten scheint auch keiner einen Dr. zu haben [2]. Da sollte man mal genauer recherchieren, wer die eigentlich sind. Andol (Diskussion) 21:01, 14. Apr. 2017 (CEST)
Hm, muss ich jetzt zurückrudern? War es nur Einbildung dass in den Medien ein bedeutender Beitrag von Flugverkehr zum Klimawandel dargestellt wurde?.
Immerhin der BUND sieht es absolut so
Und in diesem Artikel (Kap.28, S.181) wird bestätigt dass es eine Vielzahl von Forschungsprojekten und speziellen Publikationen gibt. --Quetsch mich aus, ... itu (Disk) 23:06, 14. Apr. 2017 (CEST)
Natürlich gibt es viele Forschungsprojekte und Studien, das ist ja völlig klar. Das widerspricht dem oben gesagten ja auch nicht. Auch die Position des BUND ist ja nicht falsch. Die Reise per Flugzeug ist pro km gerechnet die mit Abstand klimaschädlichste Art zu reisen, evtl. mit Ausnahme einer Reise per Kreuzfahrtschiff. Du musst ja die Emissionen des Flugverkehrs in Relation setzen. Absolut mögen die Werte recht gering sein, relativ produziert das Fliegen aber die höchsten Emissionen. Davon abgesehen sind Emissionen des Verkehrs ja nur Teilbereich der Verkehrsemissionen, und die wiederum nur ein Teilbereich der anthropogenen Gesamtemissionen. Da kommen ja noch Strom, Wärme, Industrie, Landnutzung usw. dazu. Andol (Diskussion) 00:51, 15. Apr. 2017 (CEST)

Die CO2-Quellen werden generell in diesem Artikel nicht einzeln besprochen. Wieso sollten wir eine bestimmte, kleine, einzeln besprechen? --mfb (Diskussion) 23:20, 18. Mai 2017 (CEST)

Kurze Ergänzung: In dem eingangs erwähnten Artikel des upi-Instituts geht es nicht um das CO2 sondern um die Effekte von Kondensstreifen. Ebenfalls ist anzumerken, dass sich die Aussagen der Website auf eine Publikation in Nature stützen, was dort auch nachzulesen ist; grobe Fehler im deutschen Text sind mir nicht aufgefallen. Der Einfluss der Kondensstreifen auf den Strahlungshaushalt der Erde konnte übrigens nach den Attentaten vom 11.September 2001 prima analysiert werden, da danach der Flugverkehr über den USA für ein paar Tage ruhte. Dies brachte interessante quantitative Erkenntnisse. --hg6996 (Diskussion) 08:52, 13. Sep. 2017 (CEST)

Kleine Korrektur[Quelltext bearbeiten]

Im Abschnitt "Einfluss der Vegetation und des Bodens" hat sich ein kleiner, aber offensichtlicher Fehler eingeschlichen. In der dortigen Tabelle wird bei der Albedo für "Laubwald" folgendes angegeben: "15 bis 12" Ich bitte um Korrektur. Beste Grüße die IP --79.201.130.136 22:33, 18. Mai 2017 (CEST)

Danke und erledigt. --Berossos (Diskussion) 22:42, 18. Mai 2017 (CEST)

Umfrage zur Verwendbarkeit einer aktuellen Studie[Quelltext bearbeiten]

Hallo an alle Interessierten! Ich bin kürzlich auf diese neue Studie gestoßen. Das Paper trägt den Titel Future climate forcing potentially without precedent in the last 420 million years, wurde letzten April in Nature Communications veröffentlicht und stammt von einigen in Fachkreisen bekannten WissenschaftlerInnen. Kurz gesagt geht es darin um eine Fortschreibung des Business as usual-Szenarios im Hinblick auf die weitere Zunahme der anthropogenen Treibhausgase. Dies würde in letzter Konsequenz dazu führen, dass die weitgehende Verbrennung aller greifbaren natürlichen Ressourcen zu einer CO2-Konzentration von mindestens 2.000 ppm führen würde. Das wäre ungefähr identisch mit einem atmosphärischen Kohlenstoffdioxid-Anteil, wie es ihn über geologische Zeiträume zuletzt im Devon vor mehr als 400 Millionen Jahren gab.

Nun ist unter normalen Umständen nicht davon auszugehen, dass die gegenwärtigen Kohlenstoff-Emissionen von jährlich rund 10 Gigatonnen noch jahrhundertelang auf dem gegenwärtigen Niveau weiterlaufen. Das Paper ist also vor allem unter dem Aspekt Was wäre, wenn ... zu betrachten und schildert völlig berechtigt die sich aus dem "Wenn-Fall"-Potential ergebenden Folgen. Womit ich allerdings Schwierigkeiten habe, ist der folgende Passus: If CO2 continues to rise further into the twenty-third century, then the associated large increase in radiative forcing, and how the Earth system would respond, would likely be without geological precedent in the last half a billion years. Das ist sozusagen der Knackpunkt, weil es innerhalb des genannten Zeitraums durchaus einige Ereignisse gab, bei denen der CO2-Gehalt sehr wahrscheinlich die 2.000-ppm-Marke locker überbot: Perm-Trias-Grenze, Trias-Jura-Grenze sowie vermutlich auch Kreide-Paläogen-Grenze und Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum. So postulieren einzelne Studien für die Perm-Trias-Grenze einen CO2-Äquivalentwert von 7.000 ppm in gefährlicher Nähe zu einem run-away-Effekt. All diesen Events ist gemeinsam, dass sie nach mehreren 100.000 Jahren abflauten und sich die CO2-Konzentration dann annähernd wieder bei den charakteristischen Ausgangswerten des jeweiligen geologischen Zeitraums einpendelte.

Die Studie von Foster et al. benutzt nicht (wie vielfach gebräuchlich) z. B. das auf 200.000 Jahre begrenzte PETM als Vergleichsmaßstab für eine starke, anthropogen bedingte Erwärmungsphase, sondern eine ganze geologische Epoche von 60 Millionen Jahren Dauer. Meine Frage deshalb in die Runde: Kann die Studie guten Gewissens als Referenz empfohlen und als Einzelnachweis verwendet werden? Oder bin ich zu kritisch? Was meint ihr? --Berossos (Diskussion) 17:31, 14. Aug. 2017 (CEST)

Ich hatte über das Paper mal diese Zusammenfassung gelesen. Ohne das Paper im Detail verstanden zu haben, so auf den ersten Blick, würde ich die Aussage zu „was würde passieren, wenn wir alles verbrennen" in den Kernartikeln zum Thema eher als Randnotiz sehen, die Einordnung der RCP 6 und 8.5 dagegen kommen mir schon sehr relevant vor. Gruß, --man (Diskussion) 21:21, 14. Aug. 2017 (CEST)
Ich glaube, es wäre merkwürdig, wenn ich mich jetzt gegen die Zitierfähigkeit der Studie aussprechen würde... [3]. Ich finde, die physikalisch möglichen Szenarien sollten als potentielles Extremszenario im Artikel stehen, einfach um einen Vergleichsmaßstab zu den wahrscheinlichen Szenarien zu haben. Das sind die RCPs, und RCP6 wäre schon fatal genug, von 8.5 ganz zu schweigen. Wichtig ist aber eben auch, dass eben 2100 kein Endpunkt der Erwärmung darstellt (darstellen muss, ja nach Klimapolitik), sondern sich die Erwärmung je nach Verhalten der Menschheit auch über das 21. oder gar 22. Jahrhundert weiter fortsetzen kann. Ich habe den Eindruck, dass die Kommunikation der wahrscheinlichen Szenarien, die ja alle auf 2100 ausgelegt sind, dazu führen, dass viele Menschen meinen, die dort gennannten Werte von gut 4 °C wären das Ende der Fahnenstange. Sind sie aber ja leider nicht. Deswegen sollten die denkbaren Extremata erwähnt werden, mehr aber auch nicht. Andol (Diskussion) 22:11, 14. Aug. 2017 (CEST)
Ich halte das, was in der Studie thematisiert wird, für gar nicht so abwegig. Der Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre verlief und verläuft aktuell drastisch schneller als das System Erde reagieren kann. Das Tauen von Permafrost und die Freisetzung von Treibhausgasen daraus wird wohl noch einige Jahrhunderte anhalten, selbst wenn es die Menschheit schaffen sollte, auf alle fossilen Brennstoffe zu verzichten. Wenn man bedenkt, dass durch die Verwitterung von Gestein nur weniger als 0,001 pppm pro Jahr aus dem Kohlenstoffkreislauf (bestehend aus Luft, Wasser, Biomasse und Böden) entfernt werden kann, so müsste die Menschheit faktisch vollständig auf jegliche Freisetzung fossilen Kohlenstoffs verzichten, wenn eine weitere Erwärmung daraus gestoppt werden sollte. Das wird aber m.E. nach niemals geschehen. Selbst eine Emissionssenkung um 95% halte ich für völlig utopisch (und das würde ja nicht reichen). --hg6996 (Diskussion) 07:07, 15. Aug. 2017 (CEST)
Ich habe mir noch den Originalartikel zu Gemüte geführt, so gut ich konnte. Ich teile deine Bedenken, Berossos. Nirgendwo werden kürzere Konzentrationsanstiege (Größenordnung bis 100 kyrs / 1 Myrs) thematisiert, abgesehen von einer Bemerkung, dass deren Signal sich möglicherweise nicht in der neuen CO2-Reihe zeigen könnte. Als einzige mögliche Erklärung, warum der gegenwärtige Konzentrationsanstieg, anders als eventuelle frühere, diesmal über „geologische Zeiträume“ Wirkung zeigen sollte, lese ich einen Hinweis auf seine extreme Geschwindigkeit am Ende des Artikels. Sonst stehen in der Diskussion die Faktoren, die langfristig zu einer Abnahme der CO2-Konzentrationen geführt haben, ja sogar ausdrücklich („regardless of the ultimate cause for the relative stability“) zusammenhanglos neben der möglichen einzigartigen Wirkungsdauer des jetzigen Anstiegs. Bei Faktoren wie der Silikatverwitterung („supply-limited“), die zum Ende des PETM wohl eine wichtige Rolle gespielt hat [4], oder der relativ höheren solaren Intensität bleibt es dem Leser überlassen zu mutmaßen, dass diese veränderten Ausgangsbedingungen vielleicht jetzt den CO2-Anstieg über viele Mio. Jahre wirksam sein lassen könnten („Potential“, „Risk“ schreiben die Autoren vorsichtig) .
Überdies gibt es noch keine erkennbare Rezeption. Und Nature Communications als relativ junge interdisziplinäre Zeitschrift, die zwar „high-quality“ aber nicht „landmark“ Paper bringen will, wie die anderen Nature Journals, ist vielleicht auch nicht als gleich hochwertig anzusehen. Auffällig ist auch, dass das Paper schon 2015 eingereicht wurde, aber erst zwei Jahre später veröffentlicht wurde – dabei will Nature Communications sich doch durch seine besonders schnellen Reviews und Veröffentlichungen hervortun.
Dementsprechend würde ich jetzt, gerade mit meinem beschränkten Verständnis, das Paper allenfalls mit sehr vorsichtigen Formulierungen, Zuschreibung und keinesfalls als gesichertes Wissen verwenden.
Gruß, --man (Diskussion) 22:44, 15. Aug. 2017 (CEST)
Vielen Dank für Euer Feedback. Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass die Studie im Hinblick auf das "Selbstverbrennungs-Potential" (um Schellnhubers Buch zu zitieren) gute und brauchbare Inhalte bietet, auch wenn das Thema schon vielfach in anderen Arbeiten behandelt wurde. Hingegen finde ich die Darstellung der erdgeschichtlichen Aspekte nicht ganz optimal. Unter anderem vergleichen die Autoren die mögliche Entwicklung der gegenwärtigen Erwärmungsphase mit dem Devon vor 420 Millionen Jahren, wobei im weiteren Verlauf großzügig aufgerundet wird ("... in the last half a billion years"). Allerdings waren die wahrscheinlich 2.000 ppm CO2-Konzentration zu jener Zeit der Normalzustand und kein außergewöhnliches Klimaereignis - zumal der Vergleich aufgrund der um etwa 3 bis 4 Prozent verminderten Sonneneinstrahlung sowie der sehr unterschiedlichen Ökosphären mit Vorsicht zu genießen ist. Dafür werden jene erdgeschichtlichen Events, die sich durch eine rapide Temperaturerhöhung auszeichneten und die am ehesten als Blaupause für die anthropogene Erwärmung dienen könnten, bestenfalls am Rande erwähnt.
Ich schließe mich der Meinung von Benutzer DeWikiMan an, dass eine endgültige Bewertung der Studie kaum möglich ist, solange keine aussagekräftige Rezeption dazu vorliegt. Deshalb werde ich die Arbeit von Foster et al. im paläoklimatologischen Kontext vorerst nicht als Quelle verwenden. Mit besten Grüßen! --Berossos (Diskussion) 09:44, 16. Aug. 2017 (CEST)
Nachtrag zur Entwicklung des CO2-Gehalts während der letzten 541 Millionen Jahre (ein paar eigene Gedanken und deshalb Theoriefindung, wäre aber durchaus als Grundlage für eine Studie geeignet): Es besteht ein wissenschaftlicher Konsens, dass die Kohlenstoffdioxid-Konzentration im Laufe des oben genannten Zeitraums sukzessive abgenommen hat. Besonders deutlich wird dies bei Betrachtung des Erdaltertums mit einer CO2-Reduzierung von 6.000 ppm im Kambrium auf 300 ppm während der Permokarbonen Vereisung im frühen Perm. Die Gründe für diese Abnahme sind hauptsächlich in der zunehmenden Ausbreitung der Landvegetation zu suchen: Cyanobakterien, frühe Pilzformen und moosartige Pflanzen traten bereits im Ordovizium auf und nahmen am Größe, Vielfalt und Vegetationsdichte in den folgenden Epochen beständig zu. Der Höhepunkt wurde im Karbon erreicht, mit der Ausbreitung tiefwurzelnder und sehr großer Gewächse, die nicht nur CO2 in umfangreichen Inkohlungsprozessen speicherten, sondern auch eine beschleunigte chemische Verwitterung der Erdoberfläche mit erhöhter Kohlenstoffbindung in Gang setzten.
Interessanterweise blieb nach der vollständigen Etablierung einer global auftretenden Flora der CO2-Gehalt über 200 Millionen Jahre im Wesentlichen stabil, ungeachtet kurzfristiger Konzentrationsschwankungen durch plattentektonische Prozesse und das wiederholte Auftreten eines Extremvulkanismus. Im Unteren Eozän vor 50 Millionen Jahren, nach Abflauen der vorhergehenden Wärmeanomalien, lag der Wert nach der derzeit besten Messung bei 1.400 ppm, und erst danach begann der Abschwung in Richtung des Känozoischen Eiszeitalters. Ohne dieses "50-Millionen-Jahre-Anhängsel" am Schluss der Zeitreihe würde die CO2-Kurve ein völlig anderes Bild ergeben, nämlich zuerst einen starken Rückgang über rund 260 Millionen Jahre und anschließend eine fast ebenso lange Phase stabiler CO2-Verhältnisse. --Berossos (Diskussion) 14:24, 16. Aug. 2017 (CEST)
Ok. Also wenn ihr mit meiner Formulierung nicht einverstanden sei, nur zu! Andol (Diskussion) 22:11, 16. Aug. 2017 (CEST)
Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich bin an völlig anderer Stelle (außerhalb von Wikipedia) auf die Studie gestoßen, ohne zu ahnen, dass sie bereits im umseitigen Artikel verlinkt ist. Die Platzierung meiner Umfrage auf dieser Disk geschah aus dem einfachen Grund, weil ich annahm, dass hier vom Thema her der günstigste Platz wäre. Dass das in der Studie erwähnte Emissionsszenario im Artikel Globale Erwärmung erwähnt wird, ist völlig in Ordnung. Lediglich der Passus Ein solches Szenario würde zu einer Temperaturerhöhung auf Werte führen, wie sie seit mindesten 420 Millionen Jahren nicht mehr aufgetreten sind bereitet mir (und soweit ich sehe auch DeWikiMan) leichtes Unbehagen, da er mit den Aussagen anderer Untersuchungen kollidiert (siehe dort Seite 1321). --Berossos (Diskussion) 23:05, 16. Aug. 2017 (CEST)
Ich habe den Satz mal entfernt und nur allgemein von einer "enormen Temperaturerhöhung" gesprochen, ohne sie genauer zu quantifizieren. Diese dürfte ja unstrittig sein. Passt das in euren Augen so? Andol (Diskussion) 20:46, 17. Aug. 2017 (CEST)
Danke! Es passt alles. --Berossos (Diskussion) 20:53, 17. Aug. 2017 (CEST)

Framing (Kommunikationswissenschaft)[Quelltext bearbeiten]

Moin! Elisabeth Wehling merkt an, dass ""erwärmung" ein zu positiver begriff ist – man erwärmt sich... Ist es hier schon mal diskutiert worden (ich habe im archiv nix gefunden), einen abschnitt dazu zu schreiben? Wehlinhg schreibt, dass die Sache schon ganz anders aussehen würde, wenn "wir von ›globaler Erhitzung‹, ›Klimaerhitzung‹ oder ›Erderhitzung‹ sprechen" (S. 185) würden. Gruß --ot (Diskussion) 14:19, 12. Sep. 2017 (CEST)

Schwierig, weil in der gesamten Fachliteratur (eine sechsstellige Anzahl von Büchern und Studien) nahezu ausschließlich von Global Warming die Rede ist. Bei Verwendung von Erhitzung würden wir eine Begriffsetablierung betreiben, die real nicht gegeben ist. --Berossos (Diskussion) 15:43, 12. Sep. 2017 (CEST)
Inhaltlich hat die Autoren durchaus Recht. Ich habe derartige Überlegungen auch schon von Klimaforschern gelesen, aber eher in Medien oder in sozialen Medien. Ich kann mich aber nicht daran erinnern, dass ich den Begriff schon in der Fachliteratur gelesen hätte. Dort wird fast ausschließlich von "global warming" oder "(anthropogenic) climate change" geschrieben. Andol (Diskussion) 15:57, 12. Sep. 2017 (CEST)
Nein, nicht verschieben o.ä. Nur einen abschnitt im artikel der das framing erläutert. Interessant wäre noch ein historischer rückblick, wie es überhaupt zum namen Globale Erwärmung kam. Das leistet sie nicht. 4,5€ kostet es übrigens hier - und es werden auch noch andere begriffe "entframt". Gruß --ot (Diskussion) 18:47, 12. Sep. 2017 (CEST)
Es mag ja sein, dass es Sprachwissenschaftler gibt, die sich Gedanken zur Bezeichnung gemacht haben. So lange das nicht von vielen anderen aufgegriffen und übernommen wird, sehe ich keinen Anlass, dass wir hier die Bezeichnung in Frage stellen sollten. Inhaltlich könnte man sogar einwenden, dass "erhitzen" unangemessen ist. Denn es sind nicht direkt höhere Temperaturen die uns die größten Probleme machen, sondern indirekte Wirkungen etwa in Form des durch schmelzendes Eis ansteigendem Meeresspiegel.---<)kmk(>- (Diskussion) 19:40, 12. Sep. 2017 (CEST)
Beim Begriff "Erhitzung" ist Vorsicht geboten, zumal es in der Wissenschaft eine klare Definition gibt, was hothouse conditions sind, siehe hier. Der Begriff Global Warming geht auf Stephen Schneider zurück, die zugrundeliegende Geschichte könnte man natürlich hier im umseitigen Lemma einbauen. --Berossos (Diskussion) 19:53, 12. Sep. 2017 (CEST)
Hmm. War das nicht Wallace Broecker? (nicht signierter Beitrag von [[Benutzer:hg6996 (Diskussion) 07:13, 13. Sep. 2017 (CEST)|hg6996 (Diskussion) 07:13, 13. Sep. 2017 (CEST)]] ([[Benutzer Diskussion:hg6996 (Diskussion) 07:13, 13. Sep. 2017 (CEST)|Diskussion]] | [[Spezial:Beiträge/hg6996 (Diskussion) 07:13, 13. Sep. 2017 (CEST)|Beiträge]]))
Stimmt. Da habe ich die Namen verwechselt. An allem war der Stephen Schneider auch nicht "schuld". :-) --Berossos (Diskussion) 22:54, 12. Sep. 2017 (CEST)
Broecker hat darauf hingewiesen, dass er nicht zuerst den Begriff verwendet hat: Wallace Broecker: When climate change predictions are right for the wrong reasons. In: Climatic Change. 2017, doi:10.1007/s10584-017-1927-y (Open Access). ).
Zum positiv wirkenden Framing des Begriffs: Das erinnert micht an Wärmeoptimum und Klimapessimum, was ja auch gerne missverstanden wird. Bei einer kurzen Recherche habe ich jetzt zu „Global Warming“ – über das Buch von Wehling hinaus (hier hat sie ihre Thesen diskutiert [5]) – keine weiteren Arbeiten gefunden, die eine verhamlosenden Wirkung des Frames nachweisen. Schuldt hat in der Oxford Research Encyclopedia eine Übersicht zur Wirkung von Labels in der Klimakommunikation geschrieben: [6] (hatte noch keine Zeit, das zu lesen, vielleicht steht da was). Joireman hat z. B. eine von der Umgebungstemperatur abhängige Wirkung gefunden (Anchoring): [7]. --man (Diskussion) 08:23, 13. Sep. 2017 (CEST)
Danke für diese wertvolle Ergänzung. Dann muss das im Artikel Forschungsgeschichte des Klimawandels sowie im Bio-Artikel von Wallace Broecker auch entsprechend angepasst werden. Dort steht aktuell noch drin, dass er es war, der den Begriff prägte. --hg6996 (Diskussion) 08:38, 13. Sep. 2017 (CEST)
Broecker: I am not the father! Das haben allerdings schon viele behauptet. Im Ernst: Wir könnten uns vielleicht darauf einigen, dass Wallace Broecker durch sein damaliges Paper (prominent in Science veröffentlicht, Global warming im Titel) entscheidend zur Popularisierung des Begriffs beitrug. --Berossos (Diskussion) 08:57, 13. Sep. 2017 (CEST)
Ich denke, [8], [9], das passt in den beiden Artikeln? --man (Diskussion) 09:14, 13. Sep. 2017 (CEST)
Sieht jeweils sehr gut aus. Danke! --Berossos (Diskussion) 09:40, 13. Sep. 2017 (CEST)
Auch aus meiner Sicht :-) Prima! --hg6996 (Diskussion) 14:13, 13. Sep. 2017 (CEST)
Ich habe jetzt die Übersicht Jonathon P. Schuldt: “Global Warming” versus “Climate Change” and the Influence of Labeling on Public Perceptions. In: Climate Science (= Oxford Research Encyclopedias). September 2016, doi:10.1093/acrefore/9780190228620.013.309. überflogen. Eine Bestätigung von Wehlings These habe ich darin nicht gefunden. Tendenziell wird das Label „Global Warming“ sogar eher bedrohlich wahrgenommen, abhängig von vielen verschiedenen Faktoren. M. E. passt ein Abschnitt daher hier nicht so richtig in den Artikel. In einen Artikel Klimakommunikation – mittlerweile offensichtlich ein eigener Forschungsbereich –, in dem man ausführlich und differenziert auf die verschiedenen Wirkungen eingehen könnte, würde es gut passen. --man (Diskussion) 22:26, 13. Sep. 2017 (CEST)
Moin. Ich habe den anderen sehr kurz und diesen artikel etwas intensiver quer gelesen. Das problem ist, dass hier die englischen begriffe verglichen werden und empirische studien herangezogen werden, ob unterschiedliche begriffe auswirkungen auf die wahrnehmung der menschen haben, während wehling die deutschen begriffe linguistisch (framistisch?) bewertet. Zwei unterschiedliche ansätze in zwei verschieden sprachräumen. Gruß --ot (Diskussion) 09:06, 14. Sep. 2017 (CEST)