Diskussion:Immanuel Kant

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Literaturverzeichnis bearbeiten[Quelltext bearbeiten]

Mit der Bitte um Aufnahme ins Literaturverzeichnis, unter "Einführendes":

Heiner F. Klemme, Ansgar Lorenz. Immanuel Kant. Philosophie für Einsteiger. Paderborn: Wilhelm Fink 2017. ISBN 978-3-7705-6044-8

--LektFink (Diskussion) 10:15, 19. Jan. 2018 (CET)

Briefe an Kant in Deutsche Menschen[Quelltext bearbeiten]

Ein Brief des Bruders Johann Heinrich Kant (1735–1800) aus dem Jahr 1789 an Kant wurde von Walter Benjamin in die Sammlung Deutsche Menschen aufgenommen - das sollte man ergänzen. Ich füge in 14 Tagen einen oder zwei Sätze ein, wenn es keinen Widerspruch gibt. Das gleiche gilt auch für einen Brief von Samuel Collenbusch an Kant der möglicherweise (sehe ich gerade) noch wichtiger ist als der Brief des Bruders. --Cholo Aleman (Diskussion) 07:37, 1. Dez. 2018 (CET)

Zwei Quellen der Erkenntnis[Quelltext bearbeiten]

Die zwei Quellen der Erkenntnis sind bei Kant doch die Vernunft und die Sinnlichkeit? Und nicht der Verstand und die Sinnlichkeit - wie im Artikel im Teil zur Erkenntnistheorie.

Der Verstand ist das Vermögen vermittels sinnlicher Erfahrung (a priori) oder durch intelligible Schlüsse (a posteriori) zu Erkenntnis zu gelangen.
Die Vernunft ist das Vermögen völlig a priori vorhersagen zu machen, die durch den Verstand erkennbar sind (auch ohne zuvor jemals erkannt worden sein zu müssen).
Quelle von Erkenntnis ist also die Sinnlichkeit bezüglich der Sinnenwelt (Phänomene) und der Intellekt bezüglich der intelligiblen Welt (Noumene).
Gruß! GS63 (Diskussion) 12:20, 3. Jan. 2019 (CET)
Dass die Vernunft eine positive Erkenntnis von Noumena ermöglichen würde, ist für Kants kritische m.E. Periode nicht korrekt.-- Leif Czerny
Eine solche Erkenntnis bezeichnet Kant als "leer", korrekt schließbar, aber ohne Korrelation zur allem Sinnlichen und von daher eine Erkenntnis ohne Bedeutung die über sich hinausginge. Bitte auch nicht mit KpV verwechseln, wonach solche Schlüsse der praktischen Erfahrung nach naheliegen können und daher in rein negativistischer Weise auf die Sinnenwelt anzuwenden zulässig wären, auf dass jene sich durch diese (erst noch) beglaubigen mögen. Gruß! GS63 (Diskussion) 13:01, 3. Jan. 2019 (CET):
In der KpV bezieht Kant diese Rede doch ausschließlich auf Begriffe wie Freiheit und Gott als Bedingungen der Möglichkeit einer handelnden Vernunft überhaupt. Es sind leere Begriffe, die sich durch unser Verhalten und dessen reflektiertes Begreifen zwar bestätigen lassen, aber eben nicht direkt erkennen. Eine theorteische Erkenntnis von noumena ist in der theoretischen Philosophie der Kritischen Periode ausdrücklich ausgeschlossen und kine eigene Quelle der Erkenntnis. Selbst die "ursprüglich erworbenen" Vorstellungen (vgl. Immanuel Kant: AA VIII, 222[1]) aus der Erberhard-Schrift sind uns nur anlässlich der Erfahrung zugänglich. Die Vernunft ist demnach keine unabhängige Quelle der Erkenntnis.-- Leif Czerny 13:32, 3. Jan. 2019 (CET)
Laut der Vorrede zur KrV B gibt es allein Erkenntnisse aus der Erfahrung, die gleichermaßen durch Sinnlichkeit und Verstand bestimmt sind, und Erkenntnisse apriori, die aber wiederum an die Bedingungen der Möglichkeit der Erfahrung geknüpft sind. Die Vernunft im engeren Sinne, als Vermögen des Aufsuchens von Bedingungen und Folgen (logische Schlüsse) ist damit kein eigenes Erkenntnisvermögen, da sie sich entweder auf konkrete Erfahrungen oder die Bedingungen der Erfahrung beziehen und beschränken muss, um nicht rein spekulativ zu werden. Daher gibt es zur Vernunft in der KrV nur eine Dialektik, keine Analytik. Erfahrungserkenntnis ist aber allein dort möglich, wo verstand und Sinnlichkeit zusammenarbeiten (der Verstandesgebrauch wird auf die Bedingungen der Sinnlichkeit beschränkt und die sinnlichen Mannigfaltigkeiten durch Akte des Begreifens ins Bewusstsein gebracht). In einem weiteren Sinne von Vernunft werden Begriffs- und Schlussvermögen aber gemeinsam darunter gefasst.-- Leif Czerny 12:21, 3. Jan. 2019 (CET)
Mit der Einschränkung, dass die Vernunft mit der Erfahrung unmittelbar nichts zu tun hat, da sie nur die Erkenntnisse des Verstandes zu Schlüssen verarbeitet, stimme ich Leif natürlich zu. Der Kollege GS63 haut im Eingangsbeitrag akkurat alles durcheinander, schon bewundernswert. Der Synopsis von Leif könnte noch hinzugefügt werden, dass die Vernunft zu transzendenten, d.i. jede Erfahrung übersteigenden Schlüssen kommt (Gott, Seele, kosmologische Einheit), den transzendentalen Ideen, umseitig alles schön dargelegt.--BaneshN. (Diskussion) 20:08, 20. Jun. 2019 (CEST)
Der Eingangsbeitrag war gar nicht von mir, ich hatte erst drauf geantwortet. Gruß! GS63 (Diskussion) 21:09, 25. Jun. 2019 (CEST)
Was, wenn die menschliche Vernunft doch etwas zu tun hat mit der Erfahrung? Mittelbar über die Geschichte/Vererbung. Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut, warum sich also hetzen? Vielleicht ist dies die tiefere Bedeutung der menschlichen Sexualität. − Oskar Heinroth (1871-1945):„Was wir denken ist falsch, was wir wissen ist wahr.“ --93.215.151.103 16:51, 25. Jun. 2019 (CEST)
Ich weiß nicht ob dieser Beitrag ernst gemeint war, in beiden Fällen ist er, aus freilich unterschiedlichen Gründen, hier aber fehl am Platze. Gruß! GS63 (Diskussion) 21:13, 25. Jun. 2019 (CEST)
Angewandte Philosophie ist aufgrund des Aha-Erlebnisses immer lustig. Allerdings hat mein Beitrag den ernsten Hintergrund, dass Kant trotz Aufbietung aller Phantasie sich nicht vorstellen konnte, dass erworbene/gelernte Erfahrungen vererbt werden können, d. h. a posteriori sind. --93.215.151.103 12:06, 29. Jun. 2019 (CEST)
Hallo Leif Czerny, Bitte lies noch mal nach zu ..
- Verstands- und Vernunftschlüssen
- a priori und a posteriori
Rein spekulativ bzw. "leer" sind nach KrV, sofern korrekt geschlossen, nur Vernunftschlüsse a posteriori.
Gruß! GS63 (Diskussion) 12:30, 3. Jan. 2019 (CET)
Vielen Dank, aber zu solch vagen Hausaufgaben habe ich wenig Lust. Wir können uns gerne darauf einigen, das das Fortschreiten zu den Bedingungen, dass die Vernunft vornimmt, durchaus hypothetischen empirischen Wert haben kann (Stichwort "focus imaginiarius" Immanuel Kant: AA III, 428[2]). Das ist dann aber eben keine neue Erkenntnis, und auch keine eigene Erkenntnisquelle, da diese ihren wert nur dann haben, wenn sie die empirische Erkenntnis strukturieren und verknüpfen und keine darüber hinausgehenden Annahmen getroffen werden (Newtons "hypotheses non fingo"). -- Leif Czerny 13:32, 3. Jan. 2019 (CET)
  1. Immanuel Kant, Gesammelte Schriften. Hrsg.: Bd. 1-22 Preussische Akademie der Wissenschaften, Bd. 23 Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, ab Bd. 24 Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Berlin 1900ff., AA VIII, 222.
  2. Immanuel Kant, Gesammelte Schriften. Hrsg.: Bd. 1-22 Preussische Akademie der Wissenschaften, Bd. 23 Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, ab Bd. 24 Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Berlin 1900ff., AA III, 428.
Das sind Hypothesen, ja und keine Erkenntnisse. Man könnte diese zum reinen Denksport, widerspruchsfrei fantasieren, man kann aber auch welche auf gezielte Weise zum Behufe der Bewahrheitung formulieren. Man vermutet also gewissermaßen die Nadel in einem bestimmten Teil des Heuhaufens, den man für aussichtsreich hält. Wie bei einem Higgs-Teilchen, das so vieles bereits Bekanntes erklären könnte, aber reine Hypothese bleiben muss, solange es nicht, etwa mit einem LHC, in empirischer Erkenntnis nachgewiesen wurde. Würde dabei aber zutage treten, dass das Higgs-Teilchen keine Entsprechung in der Natur habe, da die Beobachtungen dem notwendig widersprächen (und evtl. andere Hypothesen entwickelt werden mussten und bestätigt werden konnten), so bleibt es aber dennoch gültig, obgleich es ohne Naturentsprechung als "leer" zu bezeichnen wäre, wie Kant es ausdrückt. Dem Äther etwa, erging es einst so. Gruß! GS63 (Diskussion) 02:56, 19. Jan. 2019 (CET)
Das ist etwas anderes. Für experimentelle Widerlegung ist doch die Erfahrung zuständig, und die Operationaliserung zum Design eines Kritschen Experiments ist doch gerade wieder die Rückbindung des Konzepts an erkennbare Größen. Ohne auf Sinnlichkeit angewandten Verstand wird da keine Erkenntnis gewonnen.-- Leif Czerny 12:08, 21. Jan. 2019 (CET)
Du meinst es sein nur Vernunftschlüsse a posteriori? Gruß! GS63 (Diskussion) 20:41, 22. Jan. 2019 (CET)
Die Frage verstehe ich nicht ganz. Die Vernunft kann hinter verschiedenen beobachteten Regeln per Schluss auf das Bedingende eine gemeinsame Kraft oder ein bestimmtest Objekt annehmen. Das wäre dann ein "Vernunftschluss aposteriori" sofern die Regeln nicht bereits in den für die Beobachtung verwendeten Begriffen implizit ist und diese Begriffe keinen Bezug auf unser sinnliches Vermögen haben (Sonst könnten wir keine reine Logik betrachten). Da es sich aber um ein Fortgehen vom Bedingten auf die Bedingung handelt, ist es aber kein logisch zwingender Schluss, sd. Induktion oder Abduktion. Dieses von der Vernunft angenommene Objekt (das also hypothetisch ist) ist in der Erfahrung noch nicht bekannt - entweder kann es nun direkt dort aufgesucht oder Begriffen, oder sein Dasein kann durch bestimmte Experimente, die sich ebenfalls mögliche und konkrete Erfahrung beziehen, falsifiziert werden.-- Leif Czerny 09:38, 23. Jan. 2019 (CET)
Nein a posteriori, nicht a priori. Aber OK, ich glaube, Du hattest recht, mit dem vom 21.01.. Gruß! GS63 (Diskussion) 22:56, 23. Jan. 2019 (CET)
Gruß, ich weiß leider garnicht, worauf sich dein "Nein" bezieht...-- Leif Czerny 09:38, 24. Jan. 2019 (CET)

Solipsismus vs Hypothetischer Realismus[Quelltext bearbeiten]

Wenn es eine Realität gibt und sie sich im menschlichen Verstand widerspiegelt: Sei's drum! - Wenn es um moralische Werte geht, warum war Kant dann so streng? (Schiller: „Wie gerne würde ich meinen Freund liebhaben, aber ach, ich muss ihn liebhaben, damit ich als moralisch gelten darf.“) --37.138.91.213 15:36, 22. Jan. 2019 (CET)

Kant geht es darum, dass sich der moralische Wert einer Handlung aus der Selbstbestimmung der Vernunft ergibt, wenn diese universalistischen Gesetzen folgt. Eine Zuneigung ist nach Kant ein "empirisch" bedingtes Gefühl, das man zwar kultivieren oder unterdrücken kann, dass aber die Vernunft fremdbestimmen würde. Die Neigung "überdeckt" sozusagen die eigentlich moralische Motivation. Das macht die Neigung selbst oder die Handlungen, die ihr entspringen, nicht verwerflich, aber eben auch nicht moralisch gut. Seinen Neigungen zu folgen, wo es keinem anderen schadet, könnte sogar als moralisch sein, da es eine Pflicht gegen sich selbst sein könnte. In einer moralisch Kritischen Situation die Freunde per se besser zu behandeln als andere, so dass diese einen Nachteil oder Schaden erleiden und in den regeln, an die man sich hält, für seine Freunde ausnahmen zu machen, das wäre verwerflich. Man kann darauf auch die Konsequenz eines Meistbegünstigungsprinzip ziehen.-- Leif Czerny 09:44, 23. Jan. 2019 (CET)

Immanuel Kant als Artikel des Tages 22.4. 2024 vorgeschlagen[Quelltext bearbeiten]

Hallo zusammen, wie oben erwähnt habe ich den Artikel Immanuel Kant als Artikel des Tages für den 22.4. 2024 vorgeschlagen, weil dieses Datum bekanntermaßen sein 300. Geburtstag ist. Der Artikel ist momentan als lesenswert ausgezeichnet, es sollte bis dahin aber möglich sein, ihn auf die Auszeichnung exzellent zu bringen, zumal ein Philosoph von seinem Rang sicher einen solchen Status verdient. Da mir sowohl Zeit als auch (wichtiger!) die Expertise fehlt den Artikel dorthin zu bringen, möchte ich hier anregen, dass geeignete und geneigte Nutzer sich dieser Aufgabe annehmen. --Elrond (Diskussion) 13:39, 16. Jul. 2019 (CEST)

Gibt es denn konkrete Verbesserungsvorschläge?2001:16B8:F7:8000:4D4C:11C6:1D24:409C 18:19, 1. Nov. 2019 (CET)
Hier geht es mehr um ein fünfjähriges Projekt zur Artikelverbesserung. Wir wollen wissen, wer Kant war. Der Mann mit dem „Apriori“? Oder der Mann mit dem Gesetz, bei dem man sich schämen oder gar reuen muss, wenn man es denn bricht? Sebastian Haffner schrieb einmal, dass treffende Biographien nur schwer zu schreiben sind. Er muss es wissen, denn er hat zwei verfasst (Hitler, Churchill). --93.215.146.49 18:40, 5. Nov. 2019 (CET)
Nachtrag: „Es gibt eine spezifisch preußische Abart des Puritanismus, die vor 1933 eine der beherrschendsten Geistesmächte im deutschen Leben war und noch heute [1939] unter der Oberfläche eine gewisse Rolle spielt. ... Ihr Prophet ist Kant, ...; ihr großes Beispiel ist Fridericus, ...“ (S. Haffner (1907-1999), Geschichte eines Deutschen, 2002, S. 98) --93.215.148.156 17:01, 7. Nov. 2019 (CET)
Das ist... sicher interessant, identifiziert aber keine klaren Verbesserungschritte. Eine echt treffende Biografie darf und sollte hier nicht erwartet werden.-- Leif Czerny 17:13, 15. Nov. 2019 (CET)
Muss es doch aber auch nicht. Wenn das Buch dennoch einen wertvollen Blick auf Kant wirft, ist es vielleicht sogar besser dieses, als eine zweite oder dritte Biographie zu benennen. Ist es das aber? Der Autor lässt das erst einmal vermuten. Gruß! GS63 (Diskussion) 11:06, 16. Nov. 2019 (CET)
Missverständnis. Sebastian Haffner schreibt mitnichten irgendetwas über Kant in dem von mir genannten Buch. Es ist seine Biografie (Geschichte eines Deutschen (von Haffner)). --87.140.92.46 17:14, 16. Nov. 2019 (CET)
Seine Autobiografie also? Gruß! GS63 (Diskussion) 04:11, 17. Nov. 2019 (CET)