Diskussion:Inzidenz (Epidemiologie)

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Überarbeiten/Ergänzen - da Begriffe erwähnt werden, die nicht näher erläutert werden bzw. auf die nicht verwiesen wird. "Rohe Inzidenz" usw. -- Robodoc 16:16, 27. Aug 2006 (CEST)

Die Begriffe Prävalenz und Inzidenz Inzidenz (Medizin) sind einerseits als eigene Lemmas konzipiert und kommen auch als Unterpunkte zu Epidemiologie vor - teilweise doppelt und teilweise widersprüchlich. Ich finde das sollte zusammengefasst werden, entweder im Lemma Epidemiologie mit Sprung auf die Unterpunkte - oder als eigene Lemmas, auf die in Epidemiologie verwiesen wird.--Auhl 10:47, 3. Okt. 2007 (CEST)

Gliederung am Anfang des Artikels[Quelltext bearbeiten]

Wäre es nicht schöner, die Gliederung aufzuheben und einen ganzen Satz daraus zu machen? --Faulenzius Seltenda 11:00, 16. Dez. 2008 (CET)

Verschiebung[Quelltext bearbeiten]

Die Verschiebung von Inzidenz (Medizin) auf Inzidenz (Epidemiologie) halte ich für nicht glücklich. Der Verweis, dass die Epidemiologie nicht nur Teilgebiet der Medizin ist, wäre in diesem Zusammenhang schon deswegen nicht angebracht, da gleich im ersten Satz von Krankheiten die Rede ist. Die überwältigende Masse der Links auf Inzidenz (Medizin) ist zudem ein unerwünschtes Klammerlemma als WL. Wenn kein substantieller Protest kommt, würde ich die Verschiebung rückgängig machen und die wenigen dann noch bestehenden Links auf Inzidenz (Epidemiologie) umbiegen. --Gleiberg (Diskussion) 01:42, 21. Sep. 2016 (CEST)

Nicht jede Beschäftigung mit Krankheit ist Medizin, das Verhältnis der Epidemiologie zur Medizin wird im verlinkten Artikel wie ich finde schön dargestellt. Selbst wenn mit „Medizin“ die Tiermedizin mitgemeint ist, bleibt die Inzidenz mehr eine statistische als eine medizinische Größe, und das sollte auch im Titel zum Ausdruck kommen (in den meisten anderssprachigen Wikipedias lautet der Klammerzusatz übrigens genauso). Was bleibt, ist das Argument mit den Links auf die Weiterleitungen, wobei ich nicht recht erkennen kann, worin dabei das Problem besteht. -- Nescimus (Diskussion) 17:30, 21. Sep. 2016 (CEST)
Die Kategorisierung der Epidemiologie unter Kat:Medizin und Kat:Medizinisches Fachgebiet ist aber so falsch nicht. Es ist keine klinische Medizin, aber das ist sind viele medizinische Fachgebiete auch nicht. Eine sinnvolle Alternative fällt mir nicht ein. --Gleiberg (Diskussion) 17:35, 21. Sep. 2016 (CEST)
Dass sich die Epidemiologie zumindest teilweise unter Medizin subsumieren lässt, habe ich nicht bestritten. Im Ganzen würde ich die Epidemiologie eher als Teilgebiet von Public Health ansehen. So oder so ist „Epidemiologie“ der präzisere Klammerzusatz. -- Nescimus (Diskussion) 18:08, 21. Sep. 2016 (CEST)
Wie begründest du deine Ansicht, es handle sich eher um Public Health als um Medizin? Was sagen denn dann Veterinärinfektiologen dazu? --Gleiberg (Diskussion) 18:12, 21. Sep. 2016 (CEST)
Es handelt sich jedenfalls eher um Public Health als um Humanmedizin. Im unter Literatur angegebenen Werk liest man in der Einleitung: „Insgesamt stellt sich die Epidemiologie als eine interdisziplinäre Wissenschaft dar, in der u.a. Medizin und Tiermedizin, Statistik, Biologie, Soziologie, Psychologie und Informatik vereinigt sind.“ Die Frage, worunter man die Epidemiologie einordnen kann, wenn nicht unter Medizin, brauchen wir nicht zu erörtern; entscheidend ist, dass Medizin es nicht trifft. -- Nescimus (Diskussion) 19:05, 21. Sep. 2016 (CEST)

Inzidenzrate vs. Inzidenzdichte vs. Erkrankungsrate[Quelltext bearbeiten]

Manche Autoren scheinen Inzidenzrate und Inzidenzdichte synonym zu benutzen. Andere scheinen Inzidenzrate und Inzidenzdichte klarer zu unterscheiden, wie z. B. hier [1] und das RKI [1]. Inzidenzrate und Inzidenzdichte sollten evtl. im Artikel klarer abgegrenzt werden. Wieder andere scheinen auch Inzidenzrate und Erkrankungsrate zu unterscheiden [2]. Vllt weiß @Nescimus: da mehr?--Jonski (Diskussion) 20:22, 23. Mär. 2020 (CET)

Hallo Jonski, vielen Dank für deine umfangreichen Ergänzungen! Wenn ich in den nächsten Tagen Zeit habe, werde ich sie korrekturlesen. Zu deiner Frage: Mathematisch ist es äquivalent, ob du durch die Personenzeit unter Risiko teilst oder durch die durchschnittliche Größe der gesunden Population und die Länge des Beobachtungszeitraums. Das Produkt aus durchschnittlicher Größe der gesunden Population und Länge des Beobachtungszeitraums ist ja genau die Personenzeit unter Risiko. Ich finde es richtig, beide Berechnungen zu erwähnen, würde der gleichen Sache aber keine zwei unterschiedlichen Namen geben. -- Nescimus (Diskussion) 20:07, 25. Mär. 2020 (CET)
Hmm ich habe eigentlich in allen relevanten Büchern und auch beim RKI diese Unterscheidung gefunden, daher sollte man m. E. die Unterschiede hier im Artikel klar darstellen. Die Inzidenzdichte ist eigentlich ein Spezialfall der Inzidenzrate. Ich denke aber nicht, dass es mathematisch äquivalent ist, da zensierte Daten nicht bei der mittleren Bevölkerung berücksichtigt werden. Beste Grüße.--Jonski (Diskussion) 20:28, 25. Mär. 2020 (CET)
Umgekehrt: Die Inzidenzrate ist eine spezielle Art die Inzidenzdichte zu berechnen. Stell dir vor, du schließt ein ganzes Land für ein Jahr in eine Studie ein. Der Wegzug (der Tod) oder der Zuzug (die Geburt) von Menschen wäre dann ebenfalls eine Zensierung, da du nicht wissen kannst, wie oft diese Personen zusätzlich im Land erkrankt wären, wären sie über die gesamte Zeit im Land gewesen. Wie berechnest du denn die mittlere Bevölkerung? Du integrierst die Einwohnerzahl nach der Zeit und teilst das Ergebnis durch die Länge des Beobachtungszeitraums. Die Integration der Einwohnerzahl nach der Zeit ist die Personenzeit im Land! -- Nescimus (Diskussion) 21:55, 25. Mär. 2020 (CET)

Ereigniszeitanalyse[Quelltext bearbeiten]

Der Kaplan-Meier-Schätzer dient zum Schätzen der Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Versuchsobjekt ein bestimmtes Ereignis innerhalb eines Zeitintervalls nicht eintritt. Eins minus Kaplan-Meier-Schätzer ist somit die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Versuchsobjekt ein bestimmtes Ereignis innerhalb eines Zeitintervalls eintritt. Dies ist natürlich nichts anderes als das Risiko bzw. die kumulative Inzidenz. Allgemein werden Inzidenzen in der klinischen Forschung (dort meist als Risiko bezeichnet) oft mit den Methoden der Ereigniszeitanalyse bearbeitet. -- Nescimus (Diskussion) 20:18, 25. Mär. 2020 (CET)

Standardfehler[Quelltext bearbeiten]

@Nescimus: Ich frage mich beim Standardfehler, auf welche Größe bzw. welchen Punktschätzer er sich bezieht. Standardfehler von was? Das wird m. E. nicht ganz deutlich. Außerdem Frage ich mich, was die Tilde bei "Differenz zweier ~" bedeutet. Die anderen Größen a, n_1 , T_1 etc. sind auch nicht definiert. Grüße.--Jonski (Diskussion) 20:35, 25. Mär. 2020 (CET)

Es handelt sich um den Standardfehler der kumulativen Inzidenz bzw. der Inzidenzrate, um den Standardfehler der Differenz zweier kumulativer Inzidenzen bzw. Inzidenzraten und schließlich um den Standardfehler des Quotienten zweier kumulativer Inzidenzen bzw. Inzidenzraten. Die Tilden werden hier verwendet wie in einem Lexikon. Groß T ist durchaus definiert, die anderen Symbole sollten mit dem Rest des Artikels harmonisiert werden; mit Blick auf die Titelzeile der Tabelle wirst du sie zuordnen können. Quelle der Standardfehler ist übrigens das unter Literatur angegebene Buch von Kreienbrock, Pigeot, Ahrens. -- Nescimus (Diskussion) 21:45, 25. Mär. 2020 (CET)
Ah okay, habe diese Zeile irwie übersehen. Habe ich jetzt angepasst. Kannst ja nochmal drüber schauen, ob so stimmig. Das Buch liegt mir nicht vor. Ich muss daher auf die Google-Books Vorschau zugreifen. Auf welcher Seitenzahl ist der Standardfehler denn angegeben? Dann kann man einen Beleg anführen. Bzgl. Verwendung der Tilde in Lexika kenne ich mich nicht aus...in meiner Jugend gabs nicht mehr wirklich Lexika. Kann mir jetzt aber denken was es bedeutet. Grüße.--Jonski (Diskussion) 23:38, 25. Mär. 2020 (CET)
Da N_I als Anzahl von Personen definiert wurde, habe ich für die Anzahl der Ereignisse den Buchstaben n eingeführt. -- Nescimus (Diskussion) 22:23, 26. Mär. 2020 (CET)

Vor- und Nachteile der kumulativen Inzidenz/Inzidenzdichte[Quelltext bearbeiten]

Im Artikel werden einige Vorteiler der Inzidenzdichte behauptet, die so nicht zutreffen:

  1. Bestimmbarkeit bei zensierten Daten: Personen für die die Neuerkrankung nicht festgestellt werden kann (durch Vorliegen von zensierten Daten, weil beispielsweise Patienten versterben oder der Nachbeobachtung verloren gegangen (englisch lost to follow-up) sind), [können] nicht als Krankheitsfälle entdeckt werden. Das gilt für die Bestimmung beider Maßzahlen. Für die Berechnung einer Inzidenzdichte braucht es Daten vom Typ "time to event". Mit diesen Daten würde man in der klinischen Forschungspraxis aber eine Ereigniszeitanalyse rechnen und dann kumulative Inzidenzen und Hazard-Ratios berichten.
  2. Des Weiteren gibt die kumulative Inzidenz keine Auskunft über die Intensität für das Eintreten des Zielereignisses (Neuerkrankung) zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Auch die Inzidenzdichte kann das nicht leisten, da sie nur einen Durchschnitt angibt. -- Nescimus (Diskussion) 12:39, 27. Mär. 2020 (CET)
Für die Inzidenzdichte werden m. E. die zensierten Daten bei der ermittlung der Personenzeit unter Risiko berücksichtigt. Ereigniszeiten sind lediglich Zufallsvariablen mit dem Träger der positiven reellen Zahlen. Die Vor- und Nachteile sind zudem aus dem angegebenen Beleg entnommen. Gruß.--Jonski (Diskussion) 13:00, 27. Mär. 2020 (CET)
Wie ich in meiner letzten Bearbeitung des Artikels klarzustellen versucht habe, wird die kumulative Inzidenz in der Praxis nie so bestimmt, wie sie theoretisch definiert ist. Werden wir mal konkret: Angenommen du untersuchst die Häufigkeiten von Frakturen bei Osteoporose-Patienten. Du planst ein Follow-Up von mindestens 5 Jahren und erfasst, wann Teilnehmer eine Fraktur bekommen oder aus irgendeinem Grund aus der Studie ausscheiden. Mit diesen Daten könntest du eine mittlere Inzidenzdichte ausrechnen, wobei offen bleibt, wann im Zeitverlauf die Frakturen auftreten. Du könntest aber auch eine Überlebenskurve nach Kaplan-Meier zeichnen und die 5-Jahres-Inzidenz berichten. Letztere Analyse ist für den Leser deiner Publikation informativer und leichter verständlich. Worin läge hier der Vorteil, eine Inzidenzdichte auszurechnen? Ich sehen den Nutzen der Inzidenzdichte eher in der Modellierung, wie unter Betrachtungen bei "konstanter Inzidenzdichte" skizziert. Liebe Grüße, Nescimus (Diskussion) 17:33, 27. Mär. 2020 (CET)

Rohe Rate[Quelltext bearbeiten]

Ich frage mich wie man besten den Artikel Rohe Rate hier integrieren könnten. Die Rohe Rate scheint einfach nur eine selten verwendete bzw. veraltete Bezeichnung für eine nicht geschlechtsspezifische Inzidenzrate zu sein.--Jonski (Diskussion) 15:49, 27. Mär. 2020 (CET)

Die rohe Rate meint die Inzidenzrate für die Gesamtbevölkerung so wie sie ist, insofern finde ich die Bezeichnung schon nützlich. Im Abschnitt "Inzidenzrate" hast du doch schon die Vor- und Nachteile der rohen verglichen mit einer standardisierten Rate diskutiert. Optimal fände ich, wenn du die verbliebenen zusätzlichen Informationen aus rohe Rate dort noch einbauen könntest, sodass der Artikel zum Zwecke der Redundanzvermeidung in eine Weiterleitung umgewandelt werden kann. -- Nescimus (Diskussion) 17:19, 27. Mär. 2020 (CET)
Genau das meinte ich eigentlich, dass man die Information hier einbaut und dann eine WL erstellt;)--Jonski (Diskussion) 21:20, 27. Mär. 2020 (CET)
  1. Robert Koch-Institut: GBE-Glossar.