Diskussion:Jüdischer Parasit

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Fairytale Trash No.svg Die Löschung der Seite „Jüdischer Parasit“ wurde ab dem 6. März 2016 diskutiert und abgelehnt. Für einen erneuten Löschantrag müssen gemäß den Löschregeln neue Argumente vorgebracht werden.
Qsicon Fokus2 grey.svg Der Artikel „Jüdischer Parasit“ wurde im März 2016 für die Präsentation auf der Wikipedia-Hauptseite in der Rubrik „Schon gewusst?vorgeschlagen. Die Diskussion ist hier archiviert. So lautete der Teaser auf der damaligen Hauptseite vom 16.04.2016; die Abrufstatistik zeigt die täglichen Abrufzahlen dieses Artikels.

Stereotyp[Quelltext bearbeiten]

Meines Erachtens ist der Begriff Stereotyp für den antisemitischen Begriff und die Vorstellung "jüdischer Parasit" nicht ganz treffend, weil diese Fiktion keine wirklich beobachtbare Grundlage hat, sondern auf Verschwörungstheorien und Vorurteilen aufbaut. Die im Artikel verwendeten Belege sind im Augenblick leider nur in der Minderheit für mich einsehbar, diese Kurzrecherche ([1], [2], [3]) widerlegt aber zumindest diese Überlegung nicht. - Okin (Diskussion) 19:56, 6. Mär. 2016 (CET)

Wer sagt denn, dass alle Stereotype beobachtbare Grundlagen haben müssen?
Siehe zum Beispiel Paula Wojcik: Das Stereotyp als Metapher. Zur Demontage des Antisemitismus in der Gegenwartsliteratur. transcript, Bielefeld 2014, S. 96 u.ö. MfG, --Φ (Diskussion) 22:24, 6. Mär. 2016 (CET)
Naja, zumindest wir der Begriff Stereotyp inzwischen oft so definiert, daß Stereotype (im Unterschied zu Vorurteilen) eine kognitive Grundlage haben. Das ist freilich etwas anderes als "beobachtbare Grundlage" und wenn Du die Klassifizierung als Stereotyp gut belegt hast, dann will ich da auch gar nix weiter sagen. Vielleicht check ich das ja nochmal gegen. - Okin (Diskussion) 00:07, 7. Mär. 2016 (CET)
ich empfehle einen schüchternen Blick auf Henryk Broder. Gruß --Khatschaturjan (Diskussion) 11:05, 7. Mär. 2016 (CET)
Was genau hat Broders Unterscheidung zwischen Vorurteil und Ressentiment mit der hier diskutierten Frage zu tun? Seite 96 von Paula Wojcik: Das Stereotyp als Metapher. Zur Demontage des Antisemitismus in der Gegenwartsliteratur. legt eine Klassifizierung als Stereotyp zwar nahe, ein eindeutiger Beleg ist das aber nicht. - Okin (Diskussion) 11:57, 7. Mär. 2016 (CET)
Was möchtest du hier gerne belegt haben? --Khatschaturjan (Diskussion) 14:49, 7. Mär. 2016 (CET)
Siehe oben: Die Klassifizierung als Stereotyp. Im Artikel steht gleich zu Anfang: "Der „jüdische Parasit“ ist ein antisemitisches Stereotyp." Solange die Einordnung als Stereotyp nicht klar belegt ist, käme aber auch die Klassifizierung als antisemitisches Vorurteil, antisemitische Vorstellung, antisemitische Fiktion oder ähnliches in Betracht. Darum halte ich es für angemessen, über diese Einordnung (laut) nachzudenken. - Okin (Diskussion) 17:29, 7. Mär. 2016 (CET)
Ich habe den Einleitungssatz abgeändert, er scheint mir so weniger erklärungs- bzw. belegbedürftig. Wer aber will, kann die Änderung gerne wieder rückgängig machen. --Khatschaturjan (Diskussion) 18:33, 7. Mär. 2016 (CET)
Wie kommst Du auf Schlagwort? Ich mache die Änderung selbst rückgängig. Die Einordnung als Stereotyp findet sich ja auch keineswegs nur im ersten Satz und die Frage, ob Stereotyp wirklich besser zu belegen ist als andere in Frage kommende Einordnungen (beispielsw. Vorurteil, Vorstellung, Fiktion o.ä.), ist immernoch offen. - Okin (Diskussion) 18:44, 7. Mär. 2016 (CET)

Ich teile Okins Intuition, dass ein "Stereotyp" eher als beispielsweise ein "Ressentiment" typischerweise im Kontakt zu einer Erfahrungsbasis steht. Genau dieses Abkapseln von jedweder empirischen Basis wird beim Judenhass (im Gegensatz zum Rassismus) üblicherweise als zentral herausgestellt. Was spricht gegen die Verwendung von "Ressentiment"? Grüße, --Berichtbestatter (Diskussion) 00:06, 8. Mär. 2016 (CET)

Laut Duden ist ein Ressentiment eine "gefühlsmäßige, oft unbewusste Abneigung" ([4]) - ganz treffend finde ich das nicht (auch wenn es freilich Ressentiment-Definitionen gibt, die etwas eher passen). Auch sollten wir, meine ich, sehen, was am besten zu belegen ist. Klar zu belegen ist jedenfalls, daß es sich um einen antisemitischen Begriff handelt. Daß es sich um eine verbreitete (und fiktive) antisemitische Vorstellung handelt, ist meines Erachtens ebenfalls klar. Dafür, dass das als Stereotyp richtig eingeordnet ist, hätte ich (von Phi) gerne einen klaren Beleg - dann ist es ja gut. Ansonsten ist das halt abzuklopfen und über Alternativen nachzudenken. Dank & Grüße - Okin (Diskussion) 13:02, 8. Mär. 2016 (CET)
Die vorgeschlagenenen Alternativen scheinen mir allesamt Theofiefindung zu sein. Benötigt wird in jedem Fall ein Beleg. Hier ist immerhin schon mal von dem „sterotype about Jewish women […] as parasites“ die Rede. --Φ (Diskussion) 13:23, 8. Mär. 2016 (CET)
Und Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2007, schreibt auf S. 462 s.v. Parasit
Goebbels faßt 1937 in seiner Rede „Die Wahrheit über Spanien“ die Stereotypen über die Juden in einem Satz zusammen: „Sehet, das ist der Feind der Welt, der Vernichter der Kulturen, der Parasit unter den Völkern, der Sohn des Chaos, die Inkarnation des Bösen, das Ferment der Dekomposition, der plastische Dämon des Verfalles der Menschheit!“
Damit werden also Kulturvernichtung, Dämonie, Dekadenz und eben auch Parasitentum als Stereotype bezeichnet. Qed, sag ich doch. Freundliche Grüße in die Runde, ich fahr jetzt nach Paris. --Φ (Diskussion) 13:40, 8. Mär. 2016 (CET)
Okay, dank Dir! Viel Freude in Paris! - Okin (Diskussion) 15:58, 8. Mär. 2016 (CET)
Ok, lassen wirs so. Danke und eine schöne Zeit in Paris! --Berichtbestatter (Diskussion) 23:43, 8. Mär. 2016 (CET)

"Legitimierung des Holocaust"[Quelltext bearbeiten]

Natürlich gab es keine Legitimierung (oder gar Legitimität) des Holocaust, sondern lediglich den Versuch der Nazis, den Holocaust zu legitimieren. Daher schlage ich vor, den letzten Satz der Einleitung in "In der Zeit des Nationalsozialismus diente es Versuchen der Rechtfertigung des Holocaust." oder "In der Zeit des Nationalsozialismus und in der nationalsozialistischen Propaganda diente es Versuchen, den Holocaust zu legitimieren." oder ähnliches zu ändern. Beste Grüße - Okin (Diskussion) 19:56, 6. Mär. 2016 (CET)

Du verwechselst Legitimation mit Legitimität. Legitimation (Politikwissenschaft) bedeutet ganz wertfrei „die Rechtfertigung eines Staates für sein hoheitliches oder nichthoheitliches Handeln bzw. dessen Ergebnis.“ Ob das Ergebnis dann legitim ist oder nicht, darüber gehen oft genug die Meinungen auseinander. Auch ein klar illegitimes staatliches Handeln kann in diesem Sinne legitimiert worden sein. Insofern stellt jede Legimitation einen Versuch dar, die von dir vorgeschlagene Ergänzung wäre redundant. Beste Grüße zurück, --Φ (Diskussion) 22:33, 6. Mär. 2016 (CET)
Ist ja gut Phi, ich verstehe das schon richtig und möchte Dir auch gar keinen Vorwurf, das falsch ausgedrückt zu haben, machen. Allerdings bezieht sich Legitimierung nicht zwingend auf den (auch nicht immer ganz) wertneutralen politikwissenschaftlichen (!) Fachbegriff - dafür habe ich ja oben die BKL verlinkt. Bei meinem Einwand habe ich da eher an etwas unbedarftere Leserinnen und Leser (und nicht an mein eigenes (durchaus einschlägig vorgebildetes) Verständnis) gedacht und frage mich immer noch, ob da nicht eine bessere Formulierung gefunden werden sollte. - Okin (Diskussion) 00:07, 7. Mär. 2016 (CET) PS: Auch nach Deiner Argumentation sollte der Satz ja etwas geändert werden: "In der Zeit des Nationalsozialismus diente es der Legitimation des Holocaust." - Das hätte wohl auch keinen Protest meinerseits hervorgerufen. Ob das allerdings eine auch mit Blick auf die Allgemeinverständlichkeit - ist ja immerhin die Einleitung - wirklich gute Formulierung wäre, da bin ich mir nicht sicher. Grüße - Okin (Diskussion) 00:51, 7. Mär. 2016 (CET)
Ich hab den Link eingebaut. Siehst du wirklich einen Unterschied zwischen zur und der? MfG, --Φ (Diskussion) 09:51, 7. Mär. 2016 (CET)
"Zur" und "der"? Nee nicht wirklich, klang für mich nur besser. Einen Unterschied sehe ich allerdings zwischen Legitimierung und Legitimation. Ich ändere das mal grad. Warum soll man von Legitimierung auf Legitimation verlinken, wenn man (richtigererer Weise) auch von Legitimation auf Legitimation verlinken kann? - Okin (Diskussion) 11:06, 7. Mär. 2016 (CET)

Anführungszeichen[Quelltext bearbeiten]

Arisierung ist ein NS-Propagandabegriff der übelsten Sorte, schon klar. Warum man ihn dann aber in Anführungszeichen schreiben und somit ein Zitat suggerieren muss, wo gar keines ist, leuchtet mir nicht ein. Jeder, der sich auskennt, weiß, was der Begriff bedeutet: Enteignung von Juden aus antisemitischen Gründen. Missverständnisse (etwa der Art, es würde wirklich sowas gegen wie eine arische Rasse, was diese Enteignungen rechtfertige) sind meines Erachtens ausgeschlossen. Im Artikel Arisierung wird er Begriff auch nicht in Anführungszeichen geschrieben. Also möchte ich die Anführunsgzeichen gern wieder entfernen. Einen schönen Sonntag allerseits, --Φ (Diskussion) 16:24, 17. Apr. 2016 (CEST)

Da eine ganze Woche keine Antwort auf meine Argumentation erfolgte, nehme ich die Anführungszeichen jetzt wieder raus. Einen schönen Sonntag wünscht --Φ (Diskussion) 09:34, 24. Apr. 2016 (CEST)

Wenn es Freude bereitet, dann ohne Anführungszeichen... Es stellt sich für mich aber die Frage, warum der Begriff an dieser Stelle überhaupt verwendet wird, wenn er im Originaltext aus dem 19. Jahhrundert, auf den sich der Anschnitt bezieht, gar nicht vorkommt. Wäre es dann nicht sinnvoller, schlicht und einfach von "Enteignungen" zu sprechen anstatt einen NS-Begriff aus der Mottenkiste zu holen, um diese zu umschreiben? Stefanbw (Diskussion) 19:24, 24. Apr. 2016 (CEST)
Arisierung macht den verbrecherischen Charakter des Vorschlags deutlich. Enteignungen können ja auch sachlich und rechtlich vollkommen OK sein. --Φ (Diskussion) 19:26, 24. Apr. 2016 (CEST)

Abschnitt "Linker Antisemitismus" ?[Quelltext bearbeiten]

Von welcher linken Organisation wurde die Bezeichnung denn je verwendet? Statt "Linker Antisemitismus" wäre bei dieser Quellenlage allenfalls ein Abschnitt "Vereinzelte Andeutung im Frühsozialimus" möglich. Mittels der Überschrift wird nur wieder versucht, Links und Rechts gleichzusetzen. --Nuuk 11:31, 24. Apr. 2016 (CEST)

Lies: [5]. Nichts da von „Frühsozialismus“ (davon abgesehen, dass Dein Dummstellen kaum glaubhaft ist). Man kann den Abschnitt natürlich durch moderne Inkarnationen des linken Antisemitismus ergänzen. Nur zu. --Hardenacke (Diskussion) 11:35, 24. Apr. 2016 (CEST)

Dieser Artikel heißt nicht Linker Antisemitismus, sondern Jüdischer Parasit. Also bitte beim Thema bleiben, und nicht Dummstellen. --Nuuk 11:39, 24. Apr. 2016 (CEST)
Der von Dir attackierte Abschnitt heißt „Linker Antisemitismus“. Er gibt wieder, was zum Thema „Jüdischer Parasit“ von seiten des linken politischen Spektrums kommt. Vielleicht kannst Du ja etwas zur Heuschreckendebatte und ähnlichem Zeug ergänzen? Oder: [6], [7] ... --Hardenacke (Diskussion) 11:46, 24. Apr. 2016 (CEST)
Hier gehts nicht um die Heuschreckendebatte, sondern um einen ganz bestimmten Begriff, der in keinem linken Parteiprogramm nachgewiesen wurde. Fouriers und Proudhons verwirrte Äußerungen wurden da völlig unverhältnismäßig herausgepickt. --Nuuk 11:53, 24. Apr. 2016 (CEST)
„Heuschrecken“ wird ganz sicher als Synonym für „Parasit“ gebraucht. --Hardenacke (Diskussion) 11:59, 24. Apr. 2016 (CEST)
Lieber Nuuk, dass das antsemitische Stereotyp des jüdischen Parasiten auch von Linken benutzt wurde, bestreitest du nicht, da haben wir schon einmal Konsens. Wenn du den Artikel noch einmal aufmerksam liest, wirst du merken, dass dort auch die Unterschiede zwischen dem linken und dem rechten Antisemitismus herausgearbeitet werden. Von einer Gleichsetzung kann also gar keine Rede sein. Freundliche Grüße, --Φ (Diskussion) 11:51, 24. Apr. 2016 (CEST)
Von Gleichsetzung per Überschrift durchaus. Die Unverhältnismäßigkeit ist offensichtlich. --Nuuk 11:58, 24. Apr. 2016 (CEST)
Schlichter Hinweis auf den folgenden Inhalt - oder wie es im Artikel Überschrift steht: „In Büchern deuten Überschriften mit einem Satz oder einem Wort auf den folgenden Inhalt eines Kapitels hin.“ --Gustav (Diskussion) 12:01, 24. Apr. 2016 (CEST)
Sie können aber auch zum POVen verwendet werden, so wie hier. --Nuuk 12:04, 24. Apr. 2016 (CEST)

Wie resümiert Philipp Gessler in der taz? „An dieser Stelle taucht das auf, was neu am heutigen Antisemitismus genannt werden kann, ohne dass man dies "Neuer Antisemitismus" nennen muss: Es ist, vor allem seit den Anschlägen vom 11. 9. 2001, eine ideologische Angleichung des Judenhasses über ursprünglich weit entfernte Ideologien und Milieus hinweg, wie der Antisemitismus-Experte Klaus Holz erklärte. Im Kern ist es ein antisemitischer Antizionismus, auf den sich radikale Islamisten, Neonazis und zum Teil auch Linksextremisten einigen können. Sie alle sehen die Welt und sich selbst als Opfer einer irgendwie gearteten jüdisch-zionistisch-kapitalistischen Verschwörung in Politik, Wirtschaft und Medien, die sich stark mit antiamerikanischen, globalisierungskritischen und antimodernen Ideen mischt. "Die Juden" werden dabei als die treibenden Kräfte hinter den Kulissen imaginiert, die zusammen mit der US-Regierung und Israel eine Weltherrschaft etablieren möchten, die die Völker zerstört.“ Ich denke, das beschreibt ganz gut einen Aspekt. [8] --Hardenacke (Diskussion) 12:09, 24. Apr. 2016 (CEST)

BK: Es ist Dein (seit Jahren bekannter) POV, die Überschrift als POV zu bezeichnen. Dieses Missverständnis (bzw. die Fehleinschätzung) war übrigens auch für den unangemessenen Löschantrag verantwortlich. --Gustav (Diskussion) 12:11, 24. Apr. 2016 (CEST)
Ich sehe nicht, dass die Überschrift irgendwie zum POVen verwendet wird und auch nicht, dass es weiterhilft, sich gegenseitig POV zu unterstellen. Wenn ich Nuuk richtig verstehe, dann hält er die Abschnittsüberschrift für unpassend und argumentiert, dass keine Verwendung des Stereotyps durch linke Organisationen aufgezeigt wird. Dem mag man entgegenhalten, dass die Verwendung nicht auf Organisationsebene nachweisbar sein braucht, sondern es für die Überschrift reicht, wenn das Stereotyp von bedeutenden Einzelnen (Proudhon, Bakunin ...) genutzt bzw. mitkonstruiert wurde. Meines Erachtens kann es aber nicht schaden, diese Abschnittsüberschrift hier zu überdenken - wenn dann am Ende rauskommen sollte, dass alles beim Alten bleibt, hätte der Artikel zumindest an Rechtfertigung gewonnen... es ist natürlich denkbar, dass sich eine (noch) passendere Abschnittsüberschrift findet... - Okin (Diskussion) 12:16, 24. Apr. 2016 (CEST)
Man könnte es dann vielleicht "Verwendungen bei Frühsozialisten" nennen, da der Abschnitt sich direkt auf einige Personen bezieht. --77.186.51.24 00:17, 25. Apr. 2016 (CEST)
Bakunin war kein Frühsozialist. Auch der Abschnitt zum rechten Antiosemitimsus bezieht sich dirket auif Personen. Ich würde es gerne so lassen, wie es ist. --Φ (Diskussion) 07:54, 25. Apr. 2016 (CEST)
In "Verwendung bei Frühsozialisten" würde ich ebenfalls keine Verbesserung (sondern eine Verschlechterung) sehen. Auch Regnard und Proudhon waren keine Frühsozialisten... eigentlich ist Charles Fourier von den dort genannten der einzige echte Frühsozialist. - Okin (Diskussion) 12:46, 25. Apr. 2016 (CEST)

Antisemitismus nach 45[Quelltext bearbeiten]

Das Stereotyp ist mit dem Ende des NS in D 1945 nicht überwunden und auch im gegenwärtigen Antisemitismus zuweilen nachweisbar. Eine Schwäche des Artikels ist es, dass er das gar nicht erwähnt und bei '45 einen cut macht. Eine erste meines Erachtens brauchbare Quelle für einen entsprechenden Ausbau des Artikels fisich hier: Albert Scherr, Barbara Schäuble: »Ich habe nichts gegen Juden, aber...«. Ausgangsbedingungen und Perspektiven gesellschaftspolitischer Bildungsarbeit gegen Antisemitismus. Amadeu Antonio Stiftung 2007, S. 13: „In politischen und medialen Diskursen sowie in den Erzählungen und Argumentationen gegenwärtiger Jugendlicher werden insbesondere die folgenden, im Repertoire der historischen Antisemitismen verfügbaren Topoi aufgegriffen:

  • »Juden sind anders und passen nicht zu uns« (Rasse- und Kulturtopos inklusive der abfälligen Verwendung des Wortes Jude)
  • »Juden sind gefährlich, parasitär und nutzen uns aus«  (Parasiten-, Verunreinigungs- und Bluts-Topos, inklusive des Christus- und Kinder-Mord-Vorwurfs) [...]“

Vlt. hier erstmal weitere mögliche Belege/ Quellen sammeln? Grüße allerseits - Okin (Diskussion) 14:18, 25. Apr. 2016 (CEST)

Sehr gut, vielen Dank, lieber Okin. Ich hatte keine Sekundärbelege für die Verwendung des Stereotyps nach 1945 gefunden, deshalb hab ich's weggelassen, obwohl eine Googlesuche mit jewish parasites erschreckende Primärergebnisse zeitigt. Mit besten Grüßen, --Φ (Diskussion) 14:33, 25. Apr. 2016 (CEST)

Hier noch eine Sekundärquelle:

Abby L. Ferber: Of mongrels and Jews: The deconstruction of racialised identities in white supremacist discourse. In: Social Identities, Juni 97, Jhrg. 3, Ausgabe 2:

„Jews are assumed to be behind all equality movements, whether for racial or gender equality, because it is defined as inherent in Jewish nature to disrupt and threaten difference. The Jew represents the destruction of borders, threatening the very existence of racial identities. As [Zygmunt] Bauman suggests, the conceptual Jew performed a function of prime importance; he visualised the horrifying consequences of boundary-transgression ... The conceptual Jew carried a message; alternative to this order here and now is not another order, but chaos and devastation. (Bauman, 1989, p. 39)
The breakdown of natural racial boundaries is depicted as leading inevitably to interracial sexuality, part of the Jewish plan to exterminate the white race. If interracial sexuality is depicted as a form of genocide, then it must be Jews who are behind it. According to the NSV Report, 'Jewish parasites ... race-mix our people into oblivion' (NSV Report, October/December 1988, p. 2).“ (NSV = National Socialist Vanguard und NSV Report ist der Newsletter dieser Neonazivereinigung)

Viele Grüße - Okin (Diskussion) 18:41, 25. Apr. 2016 (CEST)

Sehr interessant. Kommst du an eine Kopie davon, die du mir ggf. zukommen lassen könntest? Danke im Voraus, --Φ (Diskussion) 19:23, 25. Apr. 2016 (CEST)
Ich hab selbst auch nur eine Html-Version (ohne Seitenangaben) ... aber meine Mailfunktion ist offen und was diese (auch nicht frei abrufbare) Html-Version angeht, bin ich natürlich gerne hilfsbereit ... - Okin (Diskussion) 19:36, 25. Apr. 2016 (CEST)

Bjoern Milbradt: Antisemitic Metaphors and Latent Communication. In: Charles Asher Small (Hrsg): GLOBAL ANTISEMITISM: A CRISIS OF MODERNITY. Volume I Conceptual Approaches. INSTITUTE FOR THE STUDY OF GLOBAL ANTISEMITISM AND POLICY, 2013, S. 47 - 51, S. 47:

„The National Socialists — in their antisemitic propaganda — made substantial use of metaphors with which they dehumanized their victims, including metaphors of plague, cancer, octopuses that encompass the whole world with their tentacles, and different sorts of insects and parasites. In contemporary anti-imperialist and Islamist caricatures, a lot of similarities with “classic” antisemitic illustrations are quite obvious (ADL, 2010).
These similarities are indications of parallels not only in iconography but also at the heart of the underlying ideology. In recent years, something different happened in Germany. Metaphors of parasites appeared in political discourse without being linked to “the Jews” or to antisemitic ideology. What is up for debate is whether those illustrations and metaphors are nonetheless connected to antisemitic ideology or whether—as their advocates assert—they are nowadays completely harmless and in no way problematic.“

- Okin (Diskussion) 10:33, 28. Apr. 2016 (CEST)

Und noch eine Quelle, wenn es um einen Ausbau Artikels zu nach 1945 geht meiner Einschätzung nach vlt. die ergiebigste: Bernhard Pörksen: Die Konstruktion von Feindbildern: Zum Sprachgebrauch in neonazistischen Medien. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2000: [9]. - Okin (Diskussion) 13:13, 28. Apr. 2016 (CEST)

Ich mach mal den Vorschlag, unter der unten einzufügenden Überschrift Antisemitismus nach 1945 die folgenden Sätze zu ergänzen (weitere Ergänzungen zu nach '45 können ja noch folgen):

Auch im Antisemitismus nach 1945 ist das Stereotyp des jüdischen Parasiten nachweisbar. Bei Neonazis sind die Metaphern Parasit und Schmarotzer zur Bezeichnung von Juden und Ausländern weit verbreitet. Nach Bernhard Pörksen dient solche Tiermetaphorik dem Versuch, „Ekel zu erzeugen und Vernichtungshemmungen zu senken.“[1] Entsprechend der Analyse von Albert Scherr und Barbara Schäuble aus dem Jahr 2007 wird das antisemitische „Parasiten-, Verunreinigungs- und Bluts-Topos“, dem das Stereotyp „jüdischer Parasit“ zuzuordnen ist, auch in medialen Diskursen sowie von gegenwärtigen Jugendlichen in Erzählungen und Argumentationen aufgegriffen.[2]

Meinungen dazu?? - Okin (Diskussion) 21:41, 28. Apr. 2016 (CEST)

Wenn Du Einverstanden bist, Phi, würde ich die kleine Ergänzung vornehmen?! - Okin (Diskussion) 14:34, 29. Apr. 2016 (CEST)
Bitte um Entschuldigung, ich bin gerade anderweitig recht eingespannt. Klar einverstanden, wenn ich auch nicht recht sehe, wo in der Gliederung der Passus Platz finden könnte. In einem eigenen Abschnitt 5 Nach 1945? Da könnte dann noch die Verwendung im amerikanischen Rechtsradikalismus erwähnt werden.
Nach dem Wochenende habe ich wieder mehr Muße, hoffe ich jedenfalls. Herzliche Grüße, --Φ (Diskussion) 14:40, 29. Apr. 2016 (CEST)
Ja und Ja: Ich hatte an eine weiteren Abschnitt Antisemitismus nach 1945 gedacht und auch schon eine Erwähnung des amerikanischen Rechtsradikalismus in Betracht gezogen - auf derzeitiger (oben dargestellter) Quellenbasis ist mir dazu aber noch keine mich wirklich zufriedenstellende Formulierung eingefallen, deswegen habe ich das erstmal noch nicht mit eingebaut... aber es ist ja eh nichts in Stein gemeißelt... Beste Grüße - Okin (Diskussion) 14:49, 29. Apr. 2016 (CEST)

  1. Bernhard Pörksen: Die Konstruktion von Feindbildern: Zum Sprachgebrauch in neonazistischen Medien. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2000, S. 187.
  2. Albert Scherr, Barbara Schäuble: »Ich habe nichts gegen Juden, aber...«. Ausgangsbedingungen und Perspektiven gesellschaftspolitischer Bildungsarbeit gegen Antisemitismus. Amadeu Antonio Stiftung 2007, S. 13.

File:Nazi Anti-Semitic Propaganda by David Shankbone.jpg[Quelltext bearbeiten]

Danke für das Bild. aber davon ist eigentlich nur die linke Hälfte lemmaspezifisch, Ahasver kommt ja nur am Rande vor. Gibt es die nicht auch einzeln und dann mit einer nachvollziehbaren Bildlegende? MfG --Φ (Diskussion) 15:09, 21. Okt. 2018 (CEST)

Ich habe das Bild ausgeschnitten. Grüße --Partynia RM 16:50, 21. Okt. 2018 (CEST)
Klasse, vielen Dank! --Φ (Diskussion) 17:29, 21. Okt. 2018 (CEST)

Bild Juden – Läuse – Flecktyphus[Quelltext bearbeiten]

Hier wurde das Bild c:File:German antisemitic poster, 1942.jpg eingefügt, so weit so gut. Leider ist Bild bei Commons nur unzureichend parametrisiert, der Autor steht auf dem Plakat als G. Peiler. Ob es da ein urheberrechtliches Problem gibt, bleibt festzustellen. Das Plakat wurde, so weit ich das auf die Schnelle sehen kann, unter anderem hier abgedruckt (das Buch ist zur Zeit in meiner Bib ausgeliehen)

  • Jürgen Bernatzky: Juden – Läuse – Fleckfieber. Der nationalsozialistische Antisemitismus, in: Günther Bernd Ginzel (Hrsg.): Antisemitismus. Erscheinungsformen der Judenfeindschaft gestern und heute. Verlag Wissenschaft und Politik, Bielefeld 1991. ISBN 3-8046-8772-5, S. 389-417

--Goesseln (Diskussion) 15:52, 21. Okt. 2018 (CEST)