Diskussion:Kaspar Hauser

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Defekte Weblinks[Quelltext bearbeiten]

GiftBot (Diskussion) 22:24, 26. Nov. 2015 (CET)

Links sind erneuert --Imbarock (Diskussion) 14:35, 23. Jan. 2016 (CET)

Hesse[Quelltext bearbeiten]

Gibt ja seit diesem Jahr ein neues Werk des mittlerweile 97-jährigen Neurologen u. Kaspar Hauser-Forschers Günter Hesse [1], in dem er für sich in Anspruch nimmt, das Rätsel jetzt gelöst zu haben. Wenn man sich über die Person Hesse informiert, scheint er ein bißchen exotisch, zumindest hat er schon einige Personen der Weltgeschichte krankheitsmäßig „analysiert“. Der Verlag, in dem er jetzt publiziert hat, ist geschäftsmäßig auch nicht völlig unumstritten [2]. Unabhängig davon: Gibt es irgendwelche WP-erforderliche Rezeption zu seinem neuesten Werk, sodaß es in den Artikel mitaufgenommen werden könnte ? --62.204.165.222 20:43, 8. Nov. 2017 (CET)

Der erste Link geht auf Annette Borchardt-Wenzel, die einzige mir bekannte "Rezension". Im Grunde pure Kritik, die aber ob des Alterswerks Hesses rhetorisch zurückhaltend ist. Das Buch Hesses besitze ich, nichts weiter als eine Zusammenfassung seiner ergrauten Theorien ohne neuen Nährwert, pardon, Mehrwert. Der Verlag? Bauernfängerei unter arglosen Autoren. Hat Herrn Hesse wahrscheinlich erstmal bluten lassen. Frau Borchardt-Wenzel hat sich schon in der Vergangenheit mehrfach dem Thema Kaspar Hauser zugewandt, sie wird schon wissen, warum sie sich so vornehm zurückhielt, obwohl der Titel ihres Beitrags sarkastisch gemeint ist. Ich sehe keine Veranlassung dieses Vermächtnis Hesses aufzunehmen. Was bislang im Artikel über Hesse zu lesen ist, wird dadurch in keinster Weise "überboten". Hesses Literaturverzeichnis ist vollkommend ungenügend, außerdem verlässt er sich zu einseitig auf Hermann Pies.
Der medizinhistorischen Aufsatz von Philipp Portwich steht jetzt allerdings im Literaturverzeichns. Er bietet insgesamt bemerkenswerte Einblicke in die ärztliche Perzeption des Patienten Kaspar Hauser zu seinen Lebzeiten, indem sie in zeitgenössische medizinhistorische Zusammenhänge gestellt wird, d.h. genauer, in die (romantisch-) naturphilosophischen. Diese herausgearbeitete "Binnenverortung" der Hauser-Behandler Dr. Karl Preu und Georg Friedrich Daumer, nebst deren Abweichungen, Fehlinterpretationen und eigenwilliger, ja unergründlicher Methoden im Vergleich zu dem von ihnen verehrten, aber teils missverstandenen Samuel Hahnemann ist m. E. gelungen. Aber auch dieser Aufsatz ist bezogen auf die Kernfrage Kaspar Hauser / Daumer und Co. letztlich Stückwerk. So offenbart z.B. folgendes Zitat ein grundlegendes Defizit: Bereits zwei Tage, nachdem Kaspar Hauser in Nürnberg aufgetaucht war, wurde Preu in seiner offiziellen Funktion als Stadtgerichtsarzt beauftragt, ihn zu untersuchen. In den folgenden Jahren schlossen sich wiederholte Begutachtungen an. Die gedruckte Literatur zur Geschichte des "Falls" KH wurde vernachlässigt, denn es ist nicht unerheblich zu wissen, von welchen Gerüchten Dr. Preu bei seinem ersten Besuch KH's in Begleitung von Bürgermeister Binder bereits umgeben war, er zwei Tage später eine erste Einschätzung formulierte und wieder zwei Tage darauf für 5 Wochen zur Kur verschwand. Was sich inzwischen ereignete, welche "Strukturen" sich gebildet hatten und wann genau die sehr viel späteren Begutachtungen stattfanden, das hätte man genauer gewusst. Auch scheint für Portwich KH ein medizinisches Phänomen gewesen zu sein, ein für seine Zeitgenossen beobachtenswertes "Objekt", statt in Erwägung zu ziehen, dass KH durchaus ein agierendes und reagierendes "Subjekt" war. Trotzdem, weitaus besser, als das, was Hesse schon vor Jahrzehnten vermutete und jetzt nur neu gebunden daherkommt.--Imbarock (Diskussion) 23:09, 8. Nov. 2017 (CET)

Dr. Preu und Dr. Reuter[Quelltext bearbeiten]

Eine "Ankündigung" von Dr. Preu und Dr. Reuter vom Dezember 1825, damals die einzigen homöopathisch praktizierenden Ärzte Nürnbergs: [3]. Der Inhalt ist aufschlussreich und weder bei Portwich oder Michael Stolberg zu finden, auch nicht in der 'KH-Forschung'. Unbemittelte und dürftige Kranke der Stadt Nürnberg und ihrer Umgebungen werden laut Ankündigung quasi als Versuchspersonen unter bestimmten Bedingungen ab 1826 völlig kostenfrei behandelt. Zwei Jahre vor dem Auftauchen Hausers. Biographisch ist man über Dr. Preu teilweise informiert (eine Ärztedynastie), über seine Rolle im Falle KH ohnehin. Über Dr. Reuter ("Nürnberger Kochsalzversuch") ist nur wenig bekannt, vielleicht sogar mehr über seinen Sohn Dr. Hermann Reuter. Ich reiche an dieser Stelle nach, was belegt, dass auch er tief in der Nürnberger Gesellschaft verwurzelt war.

Johann Jakob Reuter, geb. in Nürnberg am 5.10.1799 , gest. ebd. am 3. Juni 1864, war der Sohn eines Nürnberger Obstmarktpächters (gest. 1834) mit denselben Vornamen. Als hervorragender Schüler der Real-Studienanstalt kam er in den Genuss Nürnberger Lokalstipendien. Reuter promovierte im Sept. 1820 in Erlangen und reichte seiner Diss.1823 eine weitere Schrift nach, über die sogenannte ägyptische Augenkrankheit, siehe Trachom. Einer seiner Brüder war der spätere Nürnberger Kirchenrat, Stadtpfarrer und Dekan Christian Heinrich Ehrenfried Reuter (1808 - 1880), ein anderer der Nürnberger Kartenfabrikant Christian Heinrich Reuter. Dr. Reuter wird im Falle KH's nur am Rande erwähnt, nämlich von Hahnemann und gewissermaßen als Adlatus von Dr. Preu. Aber verglichen mit dem homöopathischen Laien Georg Fr. Daumer und dem viel älteren Dr. Preu wahrte Reuter eine große Zurückhaltung, selbst 1835, als er mit im Zentrum des Disputes um den Kochsalzversuch stand: [4]. Letzterer Link mit seinem Vorbehalt hat sich erledigt, publiziert in 2012, siehe [5]. Reuter hat sich als homöopathischer Arzt nie zum Falle Kaspar Hauser geäußert oder sich auf Preu oder Daumer berufen. --Imbarock (Diskussion) 18:31, 14. Dez. 2017 (CET)