Diskussion:Krimkrise

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Diese Diskussionsseite dient dazu, Verbesserungen am Artikel „Krimkrise“ zu besprechen.

Persönliche Betrachtungen zum Thema gehören nicht hierher. Für allgemeine Wissensfragen gibt es die Auskunft.

Füge neue Diskussionsthemen unten an:

Klicke auf Abschnitt hinzufügen, um ein neues Diskussionsthema zu beginnen, und unterschreibe deinen Beitrag bitte mit Signatur und Zeitstempel oder --~~~~.

Hinweise

Automatische Archivierung
Auf dieser Seite werden Abschnitte automatisch archiviert, deren jüngster Beitrag mehr als 15 Tage zurückliegt und die mindestens 2 signierte Beiträge enthalten. Um die Diskussionsseite nicht komplett zu leeren, verbleiben mindestens 2 Abschnitte.
Automatische Archivierung
Auf dieser Seite werden Abschnitte automatisch archiviert, die seit 7 Tagen mit dem Baustein {{Erledigt|1=~~~~}} versehen sind.
Archivübersicht Archiv

Wie wird ein Archiv angelegt?
Eine mögliche Redundanz der Artikel Krimkrise und Liste von Sanktionen in der Krimkrise wurde im März 2014 diskutiert (zugehörige Redundanzdiskussion). Bitte beachte dies vor der Anlage einer neuen Redundanzdiskussion.

Literatursammlung[Quelltext bearbeiten]

Dieser Baustein verhindert die automatische Archivierung dieses Abschnitts und seiner Unterabschnitte. Grund: Literatursammlung zur laufenden Erweiterung und Benutzung
Fakt ist - wie schon 2015 im Bezug auf die Lemmaänderung und relevante Aussagen formuliert

Wissenschaftler aller Disziplinen sagen Annexion der Krim (Die Behauptung eines punktuellen Vorganges ist wenig plausibel).
Regierungen sagen seit 2014 Annexion der Krim
Sprachgebrauch der relevanten Medien ist eindeutig.
Caumasee (Diskussion) 08:15, 19. Apr. 2015 (CEST) und--Caumasee (Diskussion) 11:22, 6. Nov. 2017 (CET)

Wir schreiben anderen keine "Fakten" vor, sondern diese können einzig und allein der Forschungsliteratur entnommen werden. Deine Schlussfolgerungen sind einseitig. Benatrevqre …?! 12:21, 6. Nov. 2017 (CET)
nach Wikipedia:Namenskonventionen müssen wir WP-Autoren jedoch zur Festlegung des Lemmas feststellen, was die gebräuchlichste Bezeichnung ist, also einen Fakt festhalten: Allgemein sollte als Artikeltitel (Lemma) die Bezeichnung verwendet werden, die für den im Artikel behandelten Sachverhalt im deutschen Sprachraum am gebräuchlichsten ist. [Satz der Regeln] --Designtheoretiker (Diskussion) 19:18, 6. Nov. 2017 (CET)
Und das ist hier unter verschiedenen Gesichtspunkten diskutiert worden. Neue Fakten wurden keine vorgebracht. Benatrevqre …?! 10:23, 8. Nov. 2017 (CET)
Dem*r geneigten Mitleser*in der Diskussion sei zur Beurteilung der Aussage "keine neue Fakten" anheim gestellt: die Literatursammlung hat sich die letzten 3 Jahre massiv erweitert, der Sprachgebrauch verfestigt, die herrschende Meinung herausgebildet, der Artikel hat sich daher verändert … --Designtheoretiker (Diskussion) 12:16, 8. Nov. 2017 (CET)
Von einer Herausbildung der herrschenden Meinung ist es immer noch zu früh. Zu dieser Bewertung des Diskurses liegt fürwahr noch zuwenig Forschungsliteratur vor, die davon spricht. Benatrevqre …?! 13:40, 9. Nov. 2017 (CET)

Wissenschaft[Quelltext bearbeiten]

i Info: Es werden hier nur Wissenschaftler genannt, die sich inhaltlich direkt zu den Vorgängen auf der Krim geäussert hatten. Wo nicht direkt Annexion formuliert worden war sondern nur "völkerrechtlich illegal" und ähnlich, ist die Aussage vermerkt.

Zusammenfassung der wissenschaftlichen Sichtweise
Lehrbuch für Völkerrecht
Fachartikel (Völkerrecht)
Fachbuch (Völkerrecht)
  • Marko Milanović and Michael Wood (Hrsg.): The Law and Politics of the Kosovo Advisory Opinion: Einleitung
Geschichtswissenschaft
Politologie
Rechtswissenschaft (Annexion/Anschluss (das ist wohl juristisch gleichwertig gemäß; Schöbener (Hrsg.), Völkerrecht. Lexikon zentraler Begriffe und Themen, C.F. Müller, 2014, S. 413):)
Slawistik
Literaten
  • Swetlana Alexijewitsch Literaturnobelpreisträgerin: Die Annexion der Krim dagegen hat sie als "verbrecherisch" verurteilt: "Wie konnte man nur diesen zerbrechlichen Nachkriegsfrieden zerstören?" [9]
andere
Bewertung durch Accounts

Den Zitaten nach ist aber einige Male nicht deren Auffassung wiedergegeben, sondern deren Wiedergabe fremder politischer Auffassungen bzw. anderer Medien. (z.B. Veronika Bílková) (nicht signierter Beitrag von Histor22 (Diskussion | Beiträge) 13:25, 16. Nov. 2016 (CET))

Staaten und internationale Organisationen[Quelltext bearbeiten]

Stellungnahmen von Organen (Organe sind Regierungen, OSZE u. ä-.)

Die relevanten, deutsch sprechende Staaten
weitere Staatsführer
Organisationen

Sprachgebrauch in den Leitmedien[Quelltext bearbeiten]

Zeitraum

In meinem Tagesanzeiger fand sich die Bezeichnung Krimkrise nicht mehr nach April 2014. Alle späteren Fundstellen im Tagi bitte hier verlinken. Auch in der linken WOZ war es [10] schon im April 2014 eine Annexion [11][12] und [13] von allen möglichen Autoren [14][15][16][17][18][19][20] so genannt. In der Schweiz komme ich mir mit dem falschen weil veralteten Artikellemma sehr blöd vor.

ab Herbst 2015

Zur Absicherung noch etwas OR, anders lässt sich Sprachgebrauch nun mal nicht belegen: Ich nehme dazu die NZZ, weil sie weniger Treffer hatte als der Tagi. Das macht die einzelne Überprüfung jedes Artikels einfacher:

  • Weiter wurde wenn schon verwendet wenn der Beginn der Annexion gemeint war: "Ukraine-Krise" [231][232][233] insgesamt viele Fundstellen (und hier nicht konsequent gesucht) insbesondere in Wirtschaftsartikeln aber es ist im Zusammenhang mit Sanktionen offensichtlich damit eben nicht nur die Krim gemeint sowie einmal das russische Vorgehen auf der Krim, also auch nicht wirklich eine Krise sondern ein aktives Vorgehen.
  • die gerade mal 6 Artikel mit "Krimkrise" in den letzten 32 Monaten:
  1. im Kulturteil mit "Griechenland -Krise" zusammen gefasst. Keine Aussage zur Sache.
  2. der Artikel im Sportteil über einen schwedischen Eishockeyspieler - also auch nicht zur Sache. (und falsch: Der Transfer nach Lugano war für ihn eine Erlösung, und das nicht nur, weil "im Juni 2014 die Donbass-Arena im Zuge der Krim-Krise niederbrannte". Seit wann liegt denn der Donbass auf der Krim? Ein Fehler in der NZZ :-)
  3. Ein politischer Artikel mit Krim-Krise im 2015 ist der Artikel über Tim Guldimann, der in der Krimkrise vermittelt hatte; er tat dies Ende Februar-Anfang März 2014, darum geht es. Also korrekte Benennung, zu diesem Zeitpunkt war dies noch keine vollendete Annexion.
  4. Der andere Artikel in dem Krimkrise vorkam ist Ukraine-Konflikt - Rhetorik als Waffe, von Professor Schmid, in dem Schmid die Bezeichnung "Krimkrise" in der Erklärung Putins einmal vorkommen lässt (also den russischen Sprachgebrauch benennt), dies aber neben 2 Mal "Annexion" seiner eigenen Erklärung des Vorgangs. Genau dasselbe; Krimkrise ist die Darstellung Putins:[234] (newsticker reuters)
  5. Ein technischer Artikel Das Auge der Nato blickt nach Osten - Ein Artikel über die NATO-Aufklärung; "begann mit der Krim-Krise", ist gemeint ganz konkret einen Zeitpunkt vor der Annexion.
  6. Eine Nennung in einem Artikel, in welchem aber viermal mehr Annexion gesagt wird. Im Zusammenhang mit der Schliessung der McDonalds auf der Krim - war der dritte April 2014 (Artikel darum in der oberen Liste).
  7. Ein Artikel, in dem über einen Zeitraum und Russland geschrieben wird, ohne eine inhaltliche Aussage zu machen.[235]

Wer einen weiteren Artikel fände, bitte hier ergänzen (bitte ohne Nennungen in Leser-Kommentaren - wir wollen ja in Wikipedia nicht die Wortregelungen der Troll-Armee übernehmen).--Caumasee (Diskussion) 13:24, 3. Jan. 2016 (CET) -- 10:50, 10. Aug. 2016 (CEST) -- 09:36, 13. Jul. 2016 (CEST) und --Caumasee (Diskussion) 14:16, 21. Feb. 2017 (CET)

Hintergrundberichte zur Strategie Russlands[Quelltext bearbeiten]

  • Putin und der geheime Ukraine-Plan: Ein russisches Strategiepapier vom Februar 2014 belegt, dass Moskau schon vor mehr als einem Jahr die Spaltung der Ukraine plante. Wer aber steckt dahinter? zeitonline
  • Russlands Strategiepapier im Wortlaut: Ein russisches Strategiepapier vom Februar 2014 zeigt, dass Krim-Annexion und Separatismus in der Ostukraine geplant waren. Das Dokument in deutscher Übersetzung zeitonline

Umbenennung des Artikels[Quelltext bearbeiten]

Dieser Baustein verhindert die automatische Archivierung dieses Abschnitts und seiner Unterabschnitte. Grund: laufende Disk

Der Titel "Annexion der Krim" (am Vorbild des englisch-sprachigen Artikels) würde den Inhalt besser beschreiben. --Genio (Diskussion) 14:58, 31. Jan. 2017 (CET)

Nein, darüber wurde bereits diskutiert und aus den in der Diskussion genannten Gründen wäre dieses Lemma strittig. Benatrevqre …?! 15:18, 31. Jan. 2017 (CET)
Die Umbenennung wurde verhindert, mit der Behauptung, die Zuschreibung "Annexion" sei völkerrechtlich umstritten. Mittlerweile ist diese Behauptung mit keinerlei Argument mehr zu halten, die Literaturlage hat sich eindeutig verändert (keine wissenschaftliche Veröffentlichung mehr, die die Zuschreibung Annexion ablehnt) und die Artikelarbeit versucht dies abzubilden. In der Einleitung steht bereits eindeutig "Annexion" und der Abschnitt "Völkerrecht" ist grade (vor allem dank der Diskussionsarbeit von Eulenspiegel1 und SanFran Farmer) in der Neuschreibung. Es braucht trotzdem noch ein wenig, bis sich hier die Umbenennung durchführen lässt.--Designtheoretiker (Diskussion) 14:02, 1. Feb. 2017 (CET)
Wer der Meinung ist, es gäbe zu den heutigen internationalen Konflikten um die postsowjetischen Staaten eine einzige völkerrechtliche Sichtweise, zeigt nur, dass ihm die kontroversen Diskussionen zum Selbstbestimmungsrecht der Völker unbekannt sind. Diese Kontroversen sind auch nicht etwa am Abflauen. Solange fremde Staaten einen "regime change" in einem anderen Land erzwingen wollen, solange wird es auch Konflikte und unterschiedliche völkerrechtliche Sichtweisen geben. WIr lagen vor Madagaskar (Diskussion) 22:22, 1. Feb. 2017 (CET)
Von den Völkerrechtlern war in der Ausgangsfrage gar nicht die Rede, die ringen doch nur noch ihrer Gilde willen um einen letzten Rest Glaubwürdigkeit als Wissenschaft. In allen wirklich wichtigen lemmarelevanten Aspekten ist klar, dass das Lemma falsch ist. Deine Propagnada von wegen Regime Change glaubt dir hier niemand. Aber mit dem Wort "erzwingen" und der Region hast du den Nagel auf den Kopf getroffen; es geht nur um den postsowjetischen, also Grossrussischen (T)Raum, in dem das Völkerrecht dank russischer Soldaten nicht gilt. DASIST --185.12.129.227 11:56, 4. Feb. 2017 (CET)
Was hat es denn an "regime changes" unter ausländischer Initiierung und Unterstützung tatsächlich gegeben? Ich denke da in erster Linie an den Putsch 2010 in Kirgisistan, viel mehr ist da nicht. MBxd1 (Diskussion) 14:40, 4. Feb. 2017 (CET)
Oh, den Putsch auf der Krim durch einen Russländer als Marionette, ermöglicht durch russische Truppen nicht vergessen!--Designtheoretiker (Diskussion) 15:24, 4. Feb. 2017 (CET)
Und nicht den Regime Change durch den Euromaidan vergessen: Ein Scharfschütze feuert auf Demonstranten und Sicherheitskräfte und heizt so die Stimmung erst auf.
Zum Lemma-Namen: Dieser Artikel behandelt nicht nur die Annexion, sondern auch die Okkupation, Unabhängigkeitserklärung sowie das Referendum. --Eulenspiegel1 (Diskussion) 15:52, 4. Feb. 2017 (CET)
Es gibt zu den Scharfschützen bisher keine Hinweise auf eine ausländische Teilnahme, das waren ukrainische Sicherheitskräfte. Selbst die "Ärztin", die angeblich alle Schusswunden gesehen hat, und der kanadisch-ukrainische "Politikwissenschaftler" stellen zwar absurde Thesen zu den Scharfschützen auf, behaupten aber auch keine ausländische Teilnahme. MBxd1 (Diskussion) 15:08, 5. Feb. 2017 (CET)
obskur: kein Regime Change (i.S. der Diskussion hier) ohne externe Einmischung: welcher Staat hat beim Euromaidan belegt (per Scharfschütze) eingegriffen?
Zum Lemma: Okkupation, Unabhängigkeitserklärung und Referendum sind Bestandteile der von Russland geplanten und durchgeführten Annexion.--Designtheoretiker (Diskussion) 17:05, 4. Feb. 2017 (CET)
Das ist strittig. Benatrevqre …?! 12:44, 7. Feb. 2017 (CET)
Es gibt kein Bekennerschreiben von irgendjemanden für den Scharfschützen.
Nein, die Okkupation, Unabhängigkeitserklärung und das Referendum sind Bestandteil der Krimkrise. Sie sind nicht Bestandteil der Annexion. Lese dir die Literatursammlung, die ganz oben verlinkt ist, durch: Die Eingliederung ist die Annexion. --Eulenspiegel1 (Diskussion) 18:09, 4. Feb. 2017 (CET)
Das behauptest Du nun seit längerem, bleibst aber den Beweis schuldig: sicher denkst Du die Literatur gelesen zu haben … sicher aber hast Du sie nur mit deinem Spin rezipiert. Ohne die Vorgänge, welche Russlands Gewalteinsatz markierten, wäre die Annexion keine Annexion, ergo sind der Putsch mittels russischen Soldaten, die Okkupation und das Fake-Referendum als Coverstory unverzichtbare Bestandteile der Annexion. Du brauchst nicht zu antworten, denn Deine Antworten kennen wir schon. Ich habe das auch nicht für Dich geschrieben, sondern für die anderen Mitleser.--Designtheoretiker (Diskussion) 12:33, 5. Feb. 2017 (CET)
Den Vorwurf der Rezeption unter Berücksichutng eines "Spins" kann man ebenso an dich richten. Das ist gewiss kein Sachargument, das du hier anführst. --Benatrevqre …?! 12:48, 7. Feb. 2017 (CET)

Der Kommentar von WlvM ist bezeichnend für sein Argumentationsmuster: Weil es einen eingebildeten „regime change“ der CIA/EU/Echsenmenschenarmee gab, darf Putin einen nackten Agriffskrieg im Nachbarland führen und WlvM darf den Angriff auf die Ukraine rechtfertigen. Um den Feind CIA/Deutschland/Echsenmenschen zu treffen, müssen Ukrainer sterben. Eine Art „coup“ mag es wirklich von russischer Seite gegeben haben: "Germany would undoubtedly have continued to conduct a ‘partnership in modernization’ policy vis-a-vis Russia provided that Vladimir Putin and the Russian leadership did not resort to open violence in response to the failure of their coup, which was the integration of Ukraine into the Russian-led Eurasian Customs Union announced in November 2013. It was clear from the very outset that Ukrainian President Yanukovych had, as Swedish Foreign Minister Carl Bildt put it at the time, ‘bowed deeply to the Kremlin’ under Russia’s ‘politics of brutal pressure’." Außer unbelegtem Geschwurbel hat WlvMs Kommentar – leider immer – nichts beigetragen.
Annexion der Krim ist offensichtlich die im deutschsprachigen Raum gebräuchlichste Formulierung für die im Artikel beschriebenen Vorgänge. Drei User - Benatrevqre, WlvM und Eulenspiegel – bestreiten das, können jedoch nicht begründen und belegen, weshalb „Krimkrise“ vorzuziehen ist. Konsens bedeutet nicht Einstimmigkeit. Die Mehrheit der Diskunanten und die Quellenlage zeigen, dass Annexion der Krim durch die Russische Föderation das korrekte Lemma ist. --SanFran Farmer (Diskussion) 18:15, 5. Feb. 2017 (CET)

Warum die Lemmawahl auf "Krimkrise" vorzuziehen ist, wurde schon öfters auf dieser Diskussionsseite belegt und vor allem auch begründet. Nur weil du die zugrundeliegenden Argumente aus unverständlichen Gründen nicht akzeptieren willst, bedeutet das nicht, dass man deiner Logik folgen müsste. Benatrevqre …?! 12:52, 7. Feb. 2017 (CET)
Designtheoretiker, du behauptest schon länger, dass diese Sachen alle Teil der Annexion sind, bleibst uns aber einen Beweis schuldig. Du bist derjenige, der die Literatur mit einem Spin liest. Wenn man die Literatur neutral und ohne Spin liest, dann wird deutlich, dass diese Sachen vor der Annexion stattgefunden haben.
Du schreibst: "Ohne die Vorgänge, welche Russlands Gewalteinsatz markierten, wäre die Annexion keine Annexion". Richtig, aber das macht diese Sachen noch lange nicht zum Teil der Annexion.
  • Ohne Befruchtung der Eizelle gäbe es keine Geburt. Trotzdem ist die Befruchtung der Eizelle nicht Teil der Geburt.
  • Ohne Geburt gäbe es kein Sterben. Trotzdem ist die Geburt nicht Teil des Sterbens.
Es ist normal, dass es Vorbedingungen für eine Sache gibt, diese Vorbedingungen aber nicht Teil der Sache sind.
Du brauchst auch nicht zu antworten. Ich schreibe dies nicht für dich, sondern für die anderen Mitleser.
Zur Literaturauswertung:
  • Hans-Joachim Heintze in Völkerrecht und Sezession – Ist die Annexion der Krim eine zulässige Wiedergutmachung sowjetischen Unrechts?: "Die Okkupation ging aber über in eine auf Dauer angelegte Annexion." Das heißt, am Anfang der Krimkrise hatten wir eine Okkupation und am Ende der Krimkrise haben wir eine Annexion. Das heißt, zwei verschiedene Sachen, die aber ineinander übergehen.
  • Theodore Christakis in Self-Determination, Territorial Integrity and Fait Accompli in the Case of Crimea: "On the other hand, how can it be ignored that Crimea is now annexed de facto by Russia and that this annexation, unlawful as it is, but achieved without bloodshed, was very probably what the majority of its population wanted (the crude irregularities of the referendum notwithstanding)?" Interessant hierbei ist, dass er nicht schreibt, dass die Annexion ohne Blutvergießen ablief. Stattdessen schreibt er, dass die Annexion ohne Blutvergießen erreicht wurde. (Der Unterschied wird vielleicht auch durch folgende zwei Beispiel-Sätze deutlich "Das Referendum wurde ohne Blutvergießen erreicht." vs. "Das Referendum lief ohne Blutvergießen ab." Der erste Satz sagt aus, dass kein Blutvergießen notwendig war, damit es zum Referendum kommt. Der zweite Satz sagt aus, dass es während des Referendums kein Blutvergießen gab. Das Analoge gilt auch für die Annexion.)
  • Jerzy Kranz in Imperialism, the Highest Stage of Sovereign Democracy: Some Remarks on the Annexation of Crimea by Russia: "Consideration of the Crimean case in the context of self-determination is a guise of Russian aggression leading to annexation of Crimea." Kranz sagt hier nicht, dass die russische Aggression Teil der Annexion ist. Kranz sagt stattdessen, dass sie zur Annexion führt.
  • Anne Peters in Das Völkerrecht der Gebietsreferenden: Das Beispiel der Ukraine 1991-2014 (The International Law of Territorial Referendums: The Example of Ukraine 1991-2014): "Daher ist das Referendum völkerrechtlich irrelevant. Es handelte sich um eine „comédie plébiscitaire“ zur Verbrämung der militärischen Besetzung und der anschließenden Annexion der Halbinsel durch Russland." Hier sei auf das Wort "anschließend" verwiesen. Peters sagt, dass die Annexion nach der militärischen Besetzung kam (anschließend!).
  • Thomas D. Grant in Annexation of Crimea: "The Russian Federation, by a municipal law act dated March 21, 2014, annexed Crimea, an area of Ukraine. This act followed armed intervention by forces of the Russian Federation, a referendum, and a declaration of independence in Crimea." Sehr interessant ist hierbei, dass Grant die Annexion als einen Gesetzesakt sieht. Außerdem sagt er weiter, dass die Annexion nach der russischen Intervention, der Unabhängigkeitserklärung und dem Referendum kommt. Sie sind also kein Teil der Annexion.
  • Marko Milanović and Michael Wood in The Law and Politics of the Kosovo Advisory Opinion: "The most critical such difference is that Crimea’s secession and subsequent annexation was the direct result of Russia's unlawful military intervention against Ukraine[...]" (subsequent wird mit später/nachfolgend übersetzt). Die beiden erklären also, dass die Annexion nach der Sezession erfolgte. Sie sagen außerdem, dass die Sezession eine direktes Resultat der russischen Intervention war. (Genau so wie die Annexion, die ebenfalls ein direktes Resultat der russischen Intervention war.)
Zusammenfassung: Am deutlichsten wird die Bedeutung von Annexion bei Grant, der explizit schreibt, was die Annexion ist: Ein Gesetzesakt. Auch noch relativ deutlich wird die Bedeutung von Annexion bei Heintze, Peters und Milanović & Wood. --Eulenspiegel1 (Diskussion) 00:20, 6. Feb. 2017 (CET)
Eulenspiegel1's Spin: Annexion sei wie eine Geburt. Uns so liest er alle Literatur, als Transition, Übergang der Staatshoheit zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wir hatten die Diskussion bereits mehrfach: für ihn benennt Annexion einen Zeitpunkt und zwar den Zeitpunkt der rechtlichen Umsetzung. Der rechtliche Abschluss (früher sprach man vom Besitzergreifungspatent) ist aber eben nur der Abschluss. Die Annexion ist jedoch ein Prozess.
"Unter Annexion versteht man den gewaltsamen Gebietserwerb eines Staates auf Kosten eines anderen. (Wörterbuch des Völkerrechts) Hans-Jürgen Schlochauer/Herbert Krüger/Hermann Mosler/Ulrich Scheuner: Wörterbuch des Völkerrechts, Bd. 1, 2. Auflage, Berlin 1960, ISBN 978-3-11-001030-5, Stichwort „Annexion“, S. 68 ff.
Der Gebietserwerb begann im Falle der Annexion der Krim selbstverständlich nicht erst mit dem Abschluss, auch wenn man das so lesen kann, wenn man denn will: alle aufgeführten Zitate beziehen sich also auf den Abschluss.
Richtig wäre jedoch, wenn man im Bild bliebe, die Annexion als vollendete Schwangerschaft zu verstehen: zu dieser gehört die Empfängnis ebenso, wie die Geburt. Am besten bildet das solche Literatur ab: Wann die Krim-Annexion wirklich begann Was wir über den Ablauf der Krim-Annexion wissen. Anne Peters schrieb über die Annexion der Krim: "Der Gebietswechsel ist in den Kategorien des Völkerrechts am ehesten als Annexion einzuordnen, als gewaltsame Ergreifung und Einverleibung von Gebiet." [236] An diesem Zitat wird die Verwirrung von Eulenspiegel1 klar: legalistisch ist der "Gebietswechsel" am 20. März mit der Zustimmung des russischen Parlaments zu dem Eingliederungsvertrag erfolgt. Tatsächlich hat der Gebietswechsel mit dem gewaltsamen Ergreifen des Gebietes (wie Peters schrieb) begonnen. Eulenspiegels Auslegung der Literatur, erst der Abschluss der Annexion sei als solche zu bezeichnen, ist enzyklopädisch irreführend, weil in der Erklärung dann der gewaltsame Gebietserwerb per Etablierung der militärischen Macht von der Annexion abgetrennt würde, obwohl er ein integraler Bestandteil dieser Annexion war.--Designtheoretiker (Diskussion) 13:17, 6. Feb. 2017 (CET)
Woraus folgerst du, dass eine "Annexion ein Prozess" sei? Aus dem von dir angeführten Wörterbuch des Völkerrechts geht das nicht hervor. Diese Ansicht nur auf eine mehrdeutige Formulierung Anne Peters’ zurückführen zu wollen, greift zu kurz, denn Peters’ Aussage läßt sich nicht unbedingt entnehmen, dass sie zur "Ergreifung" auch Referendum und Unabhängigkeitserklärung zählen würde. Vielmehr versteht man unter Annexion in erster Linie nur mal einen Akt (vgl. Graf Vitzthum, Völkerrecht, 5. Aufl., Rn. 137). Eine weitergehende Begriffsdefinition wird nicht allgemein vertreten, ist nicht opinio iuris. Denn bei allen Meinungsverschiedenheiten im Detail ist nur dieser einseitige Akt – die reine "Einverleibung eines Staatsgebietes oder Gebietsteils in einen anderen Staat" – der kleinste gemeinsame Nenner und nicht mehr. --Benatrevqre …?! 13:08, 7. Feb. 2017 (CET)
"gewaltsamen Gebietserwerb"=Prozess: Gewaltanwendung ist kein zeitlich eingrenzbarer Punkt, sondern eine Tat mit zeitlichem Verlauf. Gebietserwerb kann ein zeitlich eingrenzbarer Akt sein (Vertrag, Unterschrift, Gesetzesveröffentlichung etc.pp.) aber ebenso ein Prozess (Machtentfaltung, Besetzung etc.pp.). Ein gewaltsamer Gebietserwerb kann also kein territorialer Gebietsübergang im Rahmen eines Verwaltungsaktes sein, sondern nur ein Prozess in dessen Rahmen Gewalt angewendet wird, wobei eine Anwendung immer einen zeitliche Komponente hat und somit Grundlage eines Prozesses ist.
Deine angegebene Literatur, jene: bei allen Meinungsverschiedenheiten im Detail, ist wahrlich exakt zu lesen und nicht Dir zu glauben: es handelt sich um die Exegese im Bezug auf die Regierungsübernahme der Alliierten in D am Ende des 2. Weltkrieges. Dort steht nichts von "Akt" sondern ebenso: Annexion ist die Einverleibung eines Staatsgebietes oder Gebietsteils in einen anderen Staat. Dort steht nichts davon, dass die Interpretation von "Einverleibung" als Akt der kleinste gemeinsame Nenner sei, dieser Punkt wird dort gar nicht diskutiert. Und auch die Frage was ein Akt sei ist strittig: Vitzthum (Deine erste Quelle) schreibt Unter Annexionn versteht man den einseitigen Akt eines Staates, durch den dieser fremdes Staatsgebiet gegen den Willen des betroffenen Staates zu seinem eigenen macht. Annexionen verstoßen heute gegen das Gewaltverbot. Nun ist aber jedem klar, das der reine Gesetzesakt der RF am 20. März mitnichten der ganze Akt im Sinne des Völkerrechts sein kann, da erstens dieser Gesetzesakt alleine nicht gegen das Gewaltverbot verstösst und er zweitens alleine nicht wirksam ist: nur durch Proklamation oder Gesetze macht kein Staat ein Gebiet zu seinem eigenen: er muss das Gebiet schließlich auch real und wirksam nach innen und aussen beherrschen. Wie ihr es auch dreht und wendet: die Reduktion der Annexion auf einen kurzen Zeitraum um den 20. März und die thematische Abspaltung der vorausgegangenen Gewaltanwendung (Verstoss gegen Völkerrecht und Grundlage der Annexion) ist nicht durch Literatur begründbar. Nicht das man mich missversteht: ich schlage nicht vor derartige Interpretationen im Artikel zu haben. Aber eine Artikelgliederung, die nur einen kleinen, zeitlich kurzen Abschnitt am Ende des Prozesses als Annexion benennt wird es nicht geben.
Zu etwas konstruktiverem: das Lemma "Krimkrise" weist ja trotzdem über die Annexion hinaus, da die Krimkrise als Lemma die Gesamtlage, die durch die Annexion ausgelöst wurde, stärker betrachtet. Dann wären aber deutlicher die politischen Verwerfungen und Auswirkungen zu benennen, die zur Krimkrise gehören. Auch solche Änderungen [[237]] wären dann nicht im Sinne des Lemmas. Bisher enthält das Lemma aber nahezu ausschließlich die Annexion und nur wenig der Auswirkungen.--Designtheoretiker (Diskussion) 15:39, 7. Feb. 2017 (CET)
Das ist Theoriefindung in Reinform, die du hier anstellst. Denn du machst den Fehler, dich auf eine einzelne Formulierung zu versteifen, sie in deinem Sinne zu interpretieren, aber dabei die einschlägige Literatur abseits des Tellerrands aus den Augen verlierst. Unter einem Akt im hier besprochenen Sinne versteht man den Erwerb durch Rechtsakt des Staates (vgl. statt aller Kimminich, Einführung in das Völkerrecht, 2. Aufl., S. 157). Es geht also mitnichten um den russ. Gesetzesakt – das genaue Datum des Eingliederungsgesetzes, der Gesetzesakt als solcher, ist hier völlig unerheblich –, sondern um einen (einseitigen) Rechtsakt. Um der Ansicht, auch das "Vorgeplänkel" der eigentlichen Ergreifung des Gebietes gehöre zum Tatbestand der Annexion, vollends zu widersprechen, verweise ich auf Schätzel, Gebietserwerb, Wb. d. VR I, S. 366, 367: "In erster Linie ist erforderlich der tatsächliche Besitz des zu erwerbenden Gebietes." Es dürfte davon auszugehen sein, dass diese allg.A. über für Gebietserwerbe "gemeinsame Erfordernisse" nicht nur der russischen Administration, sondern wohl auch Peters bekannt ist, sodass es keinen Grund zu der Annahme gibt, unter Annexion würde ein Prozess statt einer Handlung bzw. Tat verstanden werden. Dieser allgemeinen Begriffsdefinition, insbesondere dass eine Annexion als einseitiger Rechtsakt qualifiziert wird, steht nicht entgegen, dass "als Folge des grundlegenden Wandels im 20. Jh." die Annexion "als Gebietserwerbstitel beseitigt worden ist" (Kimminich, S. 158). --Benatrevqre …?! 16:31, 7. Feb. 2017 (CET)
Tja, so ist das mit Exegese von Texten: Du sammelst Deine Argumente und ich meine. Nenn' es Theoriefindung in Reinform, ich nenn' es dem Diskussionsklima zuliebe Austausch von Meinungen. Nun gucken wir mal, wo wir uns einig sind: wenn Du das Wort Prozess nicht magst, können wir uns auf Handlung / Tat einigen. Wie wir beide also der Meinung sind, gehört zu einem Gebietserwerb die tatsächliche Besitznahme als Handlung. Von einem Vorgeplänkel kann also nicht die Rede sein, wenn die eine erfolgte gewaltsame Besitznahme als Bestandteil der Annexion bezeichnet wird. Die von Dir benannte Quelle Schätzel, Gebietserwerb, Wb. d. VR I, S. 366 schreibt daher (und benennt Beispiele in Klammern) B. Erwerb durch Rechtsakt des Staates: (…) II. Von fremdem Staatsgebiet (…) b) durch einseitigen Aneignungsakt: Annexion 1. eines ganzen Staates a) im Kriege: Eroberung (Burenstaaten) (…) 2. von Gebietsteilen a) im Kriege: teilweise Eroberung (Tripolis) Man sieht also an Hand der Einteilung und Erläuterung, die Schätzel vornimmt, dass die Eroberung qualifizierender Teil der Annexion ist. Weiter schreibt die Quelle: Von diesen Erwerbsarten (er führt ausser Annexion noch weitere auf Anm. DT) kann als wirklicher Titel die Annexion jeder Art nicht anerkannt werden, da sie stets eine Verletzung eines souveränen Staatswillen enthält und insofern rechtswidrig ist. Die reale Verletzung des gegnerischen Staatswillen ist demnach Bestandteil der Annexion: es ist die Handlung bzw. Tat, welche ich als Prozess im Gegensatz zu einem Akt benannte. Wir sind uns also einig, dass die Handlung / Tat, welche den tatsächlichen Besitz herbeiführt, Bestandteil der Annexion ist. Für unseren Fall existiert jedoch Literatur, die uns die Einsortierung abnimmt. Aktuell wird die aktuelle Literaturlage am treffendsten durch die Formulierung von Hans-Joachim Heintze abgebildet: Die Okkupation ging aber über in eine auf Dauer angelegte Annexion. [238]. Für unseren Artikel bedeutet dies, dass wir aktuell keine Literaturlage haben, die es uns ermöglichen würde Teile des Geschehens als Bestandteil der Annexion ein- oder auszuschließen.--Designtheoretiker (Diskussion) 19:15, 7. Feb. 2017 (CET)
Nein, die Quellen sprechen von tatsächlichem Besitz. Das Erfordernis, um von Annexion sprechen zu können, ist nach der einschlägigen Literatur also nicht der Besetzungsvorgang. Sondern der annektierende Staat muss das Gebiet, das er beabsichtigt, zu annektieren, bereits besitzen. Wenn man von "Besitznahme" sprechen möchte (bzw. Eroberung – aus Schätzels Auflistung geht aber nicht hervor, dass die Eroberung Teil der Annexion sei, sondern nur, dass sie während eines Krieges erfolgen kann), so kann man dies nur in den Fällen tun, in denen sich eine Annexion an eine militärische Eroberung anschließt (die Eroberung ist also ein vorrangiger Vorgang – eben ein Erfordernis – und wird nicht als Bestandteil der eigentlichen Annexion betrachtet). Daher heißt es bei Dahm/Delbrück/Wolfrum ausdrücklich "nach vollzogener Eroberung" (die dem Vollzug der Annexion vorangeht). "Aber wie immer erworben, der Besitz muss vollständig und endgültig sein" (Dahm/Delbrück/Wolfrum, Völkerrecht, Bd. I/1, 2. Aufl., S. 356): Die Besitznahme (militärische Eroberung) muss in einem Zug in eine Annexion übergehen, sodass der Rechtsakt der Annexion sich unmittelbar daran anschließt. Andernfalls muss der annektierende Staat durch militärische Besetzung oder durch eine Zivilverwaltung die Kontrolle über das außerhalb seiner Grenzen gelegene Gebiet bereits ausüben. Die Besatzungsmacht hat das Gebiet hiernach also unlängst in ihrem Besitz, bevor überhaupt erst der eigentliche Gebietserwerb durch Annexion vonstatten gehen könnte; nach der territorialen Souveränität des besetzten Staates muss sie erst noch greifen. Wie man es aber dreht und wendet: Die erfolgte gewaltsame Besitznahme ist auch nach Dahm/Delbrück/Wolfrum nicht Bestandteil der Annexion und wird von Peters auch nicht so bezeichnet; Peters schreibt nicht näher bestimmt von "gewaltsamer Ergreifung", was aber nicht die Besitznahme bedeuten muss, sondern den Souveränitätsübergang. Besitz und Eigentum (!) sind streng voneinander zu unterscheiden (vgl. Dahm/Delbrück/Wolfrum, Bd. I/1, S. 332; zum Vergleich mit den Begriffen aus dem BGB s. hier und hier). Besitzen kann ein Staat somit auch Ausland, dann nämlich übt der Staat lediglich eine Gebietshoheit ("Herrschaft im Raum") aus. Er ist aber weiterhin nicht Inhaber der territorialen Souveränität ("Verfügungsbefugnis über den Raum"). Annexion meint dementsprechend in jedem Fall den Übergang von Besitz in Eigentum. --Benatrevqre …?! 20:22, 7. Feb. 2017 (CET)
Wir wissen, dass diese letzte Verteidigungslinie Eulenspiegels und Benatrevqres Steckenpferd ist. Nach dieser Logik besteht der Artikel zum Bombenanschlag auf Hitler aus 4 Buchstaben: BUMM. Schliesslich haben die Vorbereitungen dazu weder am 20. Juli noch davor irgendetwas zu tun mit der Bombe. In anderen (kriminellen) Fällen wären dazu noch alle Vorbereitungshandlungen straffrei. Toll. DASIST--185.12.129.231 16:13, 11. Feb. 2017 (CET)
Das Attentat vom 20. Juli 1944 besteht aus mehr als nur der Explosion. Und die Krimkrise besteht aus mehr als nur der Annexion. Deswegen bin ich auch dagegen, die Artikel in "Explosion" bzw. "Annexion" umzubenennen. --Eulenspiegel1 (Diskussion) 20:53, 11. Feb. 2017 (CET)
Eine wunderbare Verdrehung, gratuliere, echt drollig. Im einen Fall belegst du mit Änderung des Titels das Gegenteil vom nicht geänderten Titel hier. Richtig ist aber die Analogie "Anschlag ist mehr als eine Explosion und Annexion ist mehr als eine Unterschrift auf einem Papier". DASIST--185.12.131.106 10:31, 12. Feb. 2017 (CET)
Das tut nichts zur Sache, denn dieses seltsame Gleichnis liefert insbesondere kein schlagendes Argument für eine Lemmaumbenennung. Der Artikel umfasst, wie aufgezeigt, mittels richtigen Verständnisses und einer angemessenen Lesart der in Fachliteratur dargestellten wissenschaftl. Betrachtungsweise, die hier einem einseitigen Journalismus gegenübergestellt werden kann, mehr als nur den bloßen Einverleibungsakt fremden Staatsgebietes. Daher wäre es nicht gerechtfertigt, diesen Artikel lediglich mit Annexion zu überschreiben. --Benatrevqre …?! 12:42, 12. Feb. 2017 (CET)
Was mehr? genau! das ist doch genau das was ich sagte! Einverstanden! Dein etwas geziertes "Einverleibungsakt" ist doch meine "Unterschrift". Ja, es gibt einfach niemanden, der behauptet, die russischen Handlungen zur Annexion umfassten nur diese Unterschrift. DASIST--185.12.131.108 19:29, 13. Feb. 2017 (CET)
Weder ist der Einverleibungsakt die Unterschrift noch ist die Annexion die Krimkrise. Der Einverleibungsakt umfasst mehr als die Unterschrift. Und die Krimkrise umfasst mehr als die Annexion. --Eulenspiegel1 (Diskussion) 20:30, 13. Feb. 2017 (CET)
So, ich habe mir jetzt Zeit gelassen, die Literatur nochmals anzuschauen und sacken zu lasse. Ich versuche hier eine Zusammenfassung, nicht gleich TF schreien, sondern bei Differenzen nachfragen: nun, wir sind uns einig, dass der Kern der Annexion in jedem Fall den Übergang von Land das vorher einem anderen Staat gehörte in Eigentum bedeutet. Leider hat die Literatur in einer Frage aber keine eindeutige Antwort gegeben (auch nicht die Zitate, die hier bisher angeführt wurden): nämlich die Frage, ob die vorangegangene, gewaltsame Inbesitzname in jedem Fall kein Bestandteil oder doch der Annexion ist. Einerseits wird in jeder Literatur die Gewaltanwendung als konstituierendes Element einer Annexion benannt. Andererseits kann aber der rechtliche Übergang von Besitz in Eigentum keine Gewalt beinhalten: Wenn ein Staat das Gebiet eines anderen Staates bereits in Besitz hat, ist die Gewaltanwendung (ob direkt oder nur angedroht) bereits erfolgt. Das völkerrechtliche Verbot von Annexionen baut aber auf dem Gewaltverbot auf. Sehen wir uns die Beschreibungen bisheriger Annexionen an, so fällt auf: die gewaltbegleitete Inbesitzname wird immer dann als Bestandteil der Annexion beschrieben, wenn die Inbesitzname bereits mit dem Ziel einer Annexion erfolgte (Beispiel: Tibet 1951, Osttimor 1976, Kuwait 1990 trotz einer 6-tägigen Marionettenregierung zwischen Besetzung und Annexion). Entwickelte sich jedoch aus einem kriegerischen Konflikt heraus eine Besetzung / Okkupation, welche dann später zu einer Annexion führte, so wird die Inbesitzname nicht als Bestandteil der Annexion beschrieben (Beispiel: Westsahara 1976+79, Ost-Jerusalem 1980, Golan-Höhen 1981: beide seit 1967 okkupiert). Bei manchen Annexionen (im weiteren Sinne) wie 1871 Elsaß-Lothringen war das Gebiet vorher nichtmal mehr vollständig im Besitz Deutschlands. Auch in den Meinungen der Annexion Tibets durch China wird (wenn es als Annexion betrachtet wird) die Besetzung und Anschluss an das Staatsgebiet nicht getrennt, sondern gesamt als Annexion beschrieben. (z.B. als "gewaltsame Einverleibung in den chinesischen Staatsverband"). Nun gibt e sin der neueren Zeit (nach WWII) und dem völkerrechtlichen Verbot von Annexionen (zum Glück) kaum noch Annexionen und daher kaum Beispiele.
Was folgt daraus für unseren Fall und zwar ausschließlich für die Benennung des Lemmas:
1. Sollte die Annexion sich erst aus der Entwicklung der Krise ergeben haben, so sollte das Lemma aus völkerrechtlicher Sicht so bleiben.
2. Sollte Russland von Anfang an den Übergang in das Eigentum des Staates geplant haben, so sollte das Lemma aus völkerrechtlicher Sicht auf "Annexion" geädert werden.
3. Unbeachtet davon ist die Lemmawahl aber keine Sache der völkerrechtlichen Betrachtungsweise, sondern eine Sache der WP-Regeln. Und die sind eindeutig: ein Lemma hat so zu heissen, wie der Sprachgebrauch ist.
4. Keine WP-Regel von der nicht abgewichen wird: würde die Lemmawahl TF forcieren, so sollte sie unterbleiben. Das ist das Argument seit langem, gegen die Verschiebung auf "Annexion". Keine völkerrechtliche Quelle schließt jedoch die gewaltsame Inbesitzname als nicht zur Annexion gehörend aus. Die Lemmawahl "Annexion" widerspricht daher nicht der völkerrechtlichen Literatur und betreibt somit keine TF.
So, nun meine Meinung: es ist mir wurscht, wie das Lemma heisst, solange es die WL Annexion auf das Lemma gibt, klar aus der Einleitung hervorgeht, dass es eine Annexion war und vor allem, das in der Darstellung die aktive Rolle Russlands, beim Anlass der Annexion und Krise hervorgeht: Russland wollte die Krim "heimholen", hat die Chance im Kontext des Euromaidan gesehen und hat dies unter Einsatz von Gewalt, eines Staatsstreiches (Krimregierung) und einer inszenierten Sezession durchgezogen, das ist mittlerweile Stand des Wissens.--Designtheoretiker (Diskussion) 16:16, 26. Feb. 2017 (CET)
Der Staatsstreich war in Kiew. --2A02:1206:45B4:BF00:3038:2BE:B81:A2CC 16:21, 26. Feb. 2017 (CET)
Niemand bestreitet die Regierungskrise und verfassungskritische Regierungsübernahme im Kontext des Euromaidan.
Im Gegenzug sollten die ganzen Putinisten und Russlandversteher den Staatsstreich gegen die Regierung und das Parlament der Krim akzeptieren.--Designtheoretiker (Diskussion) 16:58, 26. Feb. 2017 (CET)
Es kann keinen von dir herbeigeredeten Staatsstreich auf der Krim gegeben haben, weil zu diesem Zeitpunkt die Ukraine keine gesetzmäßige Regierung hatte. --2A02:1206:45B4:BF00:3038:2BE:B81:A2CC 18:38, 26. Feb. 2017 (CET)
Leider falsch. Parlament und damit auch die Regierung waren durchgängig voll legitimiert, lediglich beim Präsidenten gehen die Meinungen auseinander. Alles andere ist russische Propaganda. MBxd1 (Diskussion) 21:00, 26. Feb. 2017 (CET)
Bitte die Fernrohr-Socke melden und seine Kommentare entfernen, anstatt darauf zu antworten. Liebe Grüße, --SanFran Farmer (Diskussion) 13:02, 27. Feb. 2017 (CET)
Der rechtliche Übergang von Besitz zu Eigentum kann durchaus ein Gewaltakt sein, selbst wenn die Besitzergreifung nicht gewaltsam ist. Man schaue sich zum Beispiel die Annexion Zyperns 1914 an: Die Insel wurde bereits 1878 vollkommen gewaltfrei vom British Empire gepachtet. Seitdem lag der Besitz an der Insel legal beim British Empire, während das Eigentum an der Insel legal beim Osmanischen Reich lag. Es gab keine Gewalt. 1914 erklärte das British Empire Zypern zu seinem Eigentum. Diese Erklärung wird als Gewaltakt und damit als Annexion verstanden. Als Gewaltakt reicht es bereits aus, wenn man dem Gegenüber gegen seinen Willen das Eigentum entreißt. Dafür ist es nicht notwendig, dass man militärische Gewalt verwendet. Es ist nichtmal notwendig, dass man den Besitz gewaltsam erhalten hat. Zypern ist ein Beispiel dafür, dass ein Gebiet gewaltlos den Besitzer gewechselt hat, der anschließende Eigentumswechsel aber als Gewaltakt angesehen wird.
Auch bei den von dir genannten Beispielen, wird zwischen dem Besitzwechsel und der Annexion unterschieden. So heißt es bei Emmanuel Brunet-Jailly zu Tibet 1951: "(...)China's invasion and annexation of Tibet 1950-1951." (Border Disputes: A Global Encyclopedia, S. 542) Wir haben hier also einmal den Gewaltakt der Invasion und zum anderen den Gewaltakt der Annexion. Daran ändert auch nichts, dass die Invasion bereits als Ziel die Annexion hatte.
Auch bei deinem 2. Beispiel Osttimor 1976 schreibt zum Beispiel Sharon Korman: "Indonesia's annexation of (Portuguese) East Timor in July 1976, following its invasion of the territory in December 1975, is a case of annexation in violation of self-determination (...)" (The Right of Conquest: The Acquisition of Territory by Force in International Law and Practice, S. 281) Auch hier wird zwischen der Invasion im Dezember 1975 und der Annexion im Juli 1976 unterschieden. --Eulenspiegel1 (Diskussion) 17:16, 26. Feb. 2017 (CET)
Deine Schlussfolgerung, Designth., ist jedoch unbegründet. Von einem Grund für deine Behauptung "Keine völkerrechtliche Quelle schließt jedoch die gewaltsame Inbesitzname als nicht zur Annexion gehörend aus." kann nach der überwiegenden Auffassung nicht ausgegangen werden, denn du baust deine Theorie auf Grundlage dieser Hypothese auf. Es wurde allerdings anhand von Standardliteratur nachgewiesen, dass eine Annexion nicht die Besitznahme beinhaltet, sondern der Akt der Annexion knüpft an sie an. Erobert wird vom inkorporierenden Staat ein auswärtiges Staatsgebiet, das später annektiert wird. Dass dabei in einigen Fällen, also bereits während der Besetzung, die Absicht verfolgt wurde, das Gebiet im Anschluss eingliedern zu wollen, ist für die Definition unerheblich; denn bloße Überlegungen spielen bekanntlich keine maßgebliche Rolle, es wird auf die Tatsachen abgestellt. Zum Vergleich und insbesondere den Hinweis auf die überwiegende Auffassung im Schrifttum, wonach die Eroberung Voraussetzung für eine Annexion ist, vgl. Oliver Dörr, Die Inkorporation als Tatbestand der Staatensukzession, 1995, S. 82. Es gibt insofern keinen wirklich plausiblen Grund, diese "terminologische Zweideutigkeit" hinsichtlich dessen, was den Begriff Annexion erklärt, ohne auf die Krim abstellende Fachliteratur in Frage zu stellen. --Benatrevqre …?! 14:05, 27. Feb. 2017 (CET)
A) Welche meiner Schlussfolgerungen? Es waren 4. Oder meine persönliche Meinung?
B) Oliver Dörr schreibt in dem von Dir zitierten Werk selber auf S. 52: Der Annexionstatbestand wird definiert als der gewaltsame Gebietserwerb zu Lasten eines anderen Staates mit dem Willen, das betreffende Gebiet endgültig in das eigene Staatsgebiet einzugliedern. (…) Unverzichtbare Tatbestandsmerkmale sind demnach die Anwendung oder Androhung von Gewalt, daraus resultierende Gebietsveränderungen sowie der Einverleibungswille des annektierenden Staates. und S. 119: Da aber auch Einverleibungshandlungen zur Beurteilung (ob eine völkerrechtswidrige Annexion vorliegt, Anm. DT) anstehen (auf S. 82 geht es übrigens um "Die Annexion als Gebietserwerwerbstitel bis 1945") So und da ich Bs Argumentationsweise kenne: bevor Du wider was von "unbegründet" und "Hypothese" schreibst. Ich habe mir recht lang Zeit gelassen um die Lit zu studieren. Auch Du hast bisher keine Lit beigebracht, die Deine Behauptung stützt, die Inbesitznahme sei aus dem Begriff Annexion explizit ausgeschlossen. In keiner der genannten Quellen, wird die Annexion (heute) so definiert, dass die Inbesitznahme eines Gebietes nicht zur Annexion gehörig definiert wird. Dörr schließt die Besitznahme als "aus der Gewalt(androhung) resultierende Gebietsveränderung" und "gewaltsame Gebietserwerb (…) mit dem Willen, das betreffende Gebiet in das eigene Staatsgebiet einzugliedern" explizit ein und keiner schließt ihn aus (wenn nicht meine Schlussfolgerung 1 zutrifft).--Designtheoretiker (Diskussion) 14:51, 27. Feb. 2017 (CET)
zu A) Ich beziehe mich auf die Behauptung, die ich aus deinem Diskussionsbeitrag zitiert habe.
zu B) Ja, "Gebietserwerb" schreibt er. Das bedeutet nach der einschlägigen Literatur – siehe insbesondere das Standardwerk von Dahm/Delbrück/Wolfrum ! – den Übergang der territorialen Souveränität bzw. den Übergang ins Eigentum. Gebietserwerb ergibt sich nicht bereits aus der Eroberung im Sinne einer militärischen Besatzung.
Falsch, Dahm ist hier recht eindeutig. Die Inbesitznahme geht der Annexion voraus, sie ist nicht Bestandteil der Annexion.
Mir scheint, du hast noch nicht den Bedeutungsunterschied zwischen "bloßem" Besitz und Eigentum verstanden. Bitte nicht unvollständig zitieren! Wenn Dörr von "daraus [aus der Anwendung oder Androhung von Gewalt, Anm. B.] resultierenden Gebietsveränderungen" (!) schreibt, meint er denknotwendig den Gebietserwerb; von "Besitznahme" schreibt er in dem betreffenden Satz gar nichts. Eine Besetzung fremden Gebiets ist kein Gebietserwerb. Besetzung ist lediglich die Voraussetzung, damit eine Annexion überhaupt erfolgen kann. Benatrevqre …?! 15:43, 27. Feb. 2017 (CET)

<rausrück>Bau hier keinen Strohmann auf: niemand hat behauptet, dass die Besetzung bereits der Gebietserwerb ist. Und dass die Besetzung (Besitz) Voraussetzung für Annexion sei ist umstritten: in der Regel ja, aber in der Literatur ist man uneinheitlich, ob Gebietsabtretungen unter Gewaltandrohung nicht auch Annexion sei. Also: ja in der Regel erfolgt der Besitz, bevor eine Annexion durchgeführt werden kann. ABER, wie Dörr schreibt: wenn eine Annexion vorliegt, dann sind unverzichtbare Tatbestandsmerkmale demnach die Anwendung oder Androhung von Gewalt und daraus resultierende Gebietsveränderungen. Belege Deine Ansicht, dass (bei erfolgter Annexion) der vorausgehende Gewalteinsatz und daraus resultierende Gebietsveränderungen (Besetzung, Besitz, Einverleibung) NICHT Bestandteil dieser Annexion ist. Ist es so schwer zu kapieren, dass wenn A nach B kommt, durch das spätere Vorhandensein von A B (oder Teile davon) nachträglich zu diesem Teil wird? Alle von Dir gebrachten Quellen, belegen nur, dass A nach B kommt. Nicht das, worum es hier geht. Alleine das Zitat von Dörr reicht aber aus, da (zumindest dieser) eben genau meine Position vertritt. Gerne sehe ich Lit entgegen, die etwas anders sagen, aber bitte nur dazu (Annexion beinhaltet NICHT die Anwendung der Gewalt bei der Inbesitznahme) Lit. Alles andere sind wir einvernehmlicher Meinung.--Designtheoretiker (Diskussion) 16:44, 27. Feb. 2017 (CET)

Wenn, dann baust du hier mit der randständigen Meinung, Annexion umfasse auch die Besitznahme, einen Strohmann auf, der jeglicher Substanz durch Standardliteratur ermangelt.
Doch, du hast das Wort "Besitznahme" eingebracht. Und nein, dass Besetzung eine Vorraussetzung ist, ist überhaupt nicht umstritten. Das hättest du wohl lediglich gerne, um deine Argumentationskette aufrecht erhalten zu können. Um Gebietsabtretungen gehts nicht, bitte nicht vom Thema ablenken. Gebietsabtretungen unter Gewaltandrohung sind ein anderer, weiterer Fall, der für die Frage, ob die Besitznahme grundsätzlich als Bestandteil der Annexion betrachet werden kann, völlig belanglos ist.
Du schmeißt mit Begriffen, deren Bedeutungen dabei wild durcheinander gewürfelt werden: So haben Besetzung und Einverleibung terminologisch nichts gemeinsam; die Einverleibung kommt später, sie hat nichts mit Besitz zu tun, sondern gehört zum Thema Souveränitätsübergang. Einverleibt ist ein Gebiet dann, wenn es meinem Hoheitsgebiet zugerechnet werden kann. Ich brauche deinen wirren Satz daher nicht belegen, da er bereits von einer irrigen Annahme ausgeht und er derart nicht von mir behauptet wurde! "Einverleibung" gehört hinsichtlich seiner Wortbedeutung zur Annexion; ich spreche vielmehr davon, dass erst die Besitznahme und dann die Gebietsveränderung erfolgt. Annexion betrifft aber das Letztere; lediglich die Übergänge können fließend sein, was aber nicht bedeutet, dass dies regelmäßig der Fall wäre.
Nichts wird nachträglich zu irgendwas, das wäre eine absurde theoriefindende Logik, der keine belastbare Literatur zugrunde liegt.
Ich berufe mich in erster Linie nicht auf Dörr, sondern auf das Standardwerk von Dahm/Delbrück/Wolfrum. Dörr vertritt nicht deine Position (wie ich finde nicht ansatzweise), denn er schreibt vielmehr distanzierend von einer überwiegenden Auffassung (S. 82), die deiner Position widerspricht. Benatrevqre …?! 18:22, 27. Feb. 2017 (CET)