Diskussion:Martin Heidegger und der Nationalsozialismus

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Provisorische Seite zur Bibliographie[Quelltext bearbeiten]

Hier habe ich den Entwurf zur Seite einer Bibliographie zur allgemeinen Bearbeitung angelegt.--BaneshN. (Diskussion) 01:04, 30. Mär. 2017 (CEST)

Das ist, weil offenbar wohldurchdacht, viel besser, als ich es mir vorgestellt hatte. Respekt! --Machtjan X 10:15, 30. Mär. 2017 (CEST)
Gleichfalls, mir wäre der Gedanke einer bibliographischen Seite gar nicht eingefallen.--BaneshN. (Diskussion) 11:21, 30. Mär. 2017 (CEST)
Zum Kommentar von Machtjan X auch jener von Anima (Diskussion) 22:03, 25. Mär. 2017 (CET) „P.S.: Die Idee hinsichtlich der zusätzlichen Bibliographie finde ich ausgezeichnet.“
Natürlich können wir auch über die Seite Deskriptive Bibliographie zur Seite Martin Heidegger und der Nationalsozialismus und ihrer redaktionellen Verbindung mit dieser nochmal formal abstimmen. Es wäre aber sinnvoll, die Vorteile dieser bibliographischen Seite vorher in Ruhe zu bedenken.--BaneshN. (Diskussion) 13:28, 31. Mär. 2017 (CEST)
Ich habe der bibliographischen Seite das Schlagwort „Levinas, E., Verhältnis zu H.“ hinzugefügt, das noch mit dem dazu gehörigen Quellenmaterial ausgestattet werden muss. Wenn es dort in der Übersicht lexikalisch gelistet ist, können wir auch leicht einen Konsens für die adäquate(n) Formulierung(en) dazu finden.--BaneshN. (Diskussion) 14:32, 31. Mär. 2017 (CEST)
Dank dir, BaneshN., für dein außerordentlich großes Engagement. Dadurch wird die vorhandene Philosophie-Bibliographie Heideggers sehr viel substantieller. Aus meiner Sicht kannst du das Erarbeitete unter dem Gliederungspunkt: Heidegger + noch heute veröffentlichen. Mein Dank gilt auch Filinthe, der vieles zu dieser Bibliographie beigesteuert hat. --Anima (Diskussion) 17:56, 31. Mär. 2017 (CEST)

Zusammenfassung der Resteposten aus den Threads oben (ggf. erweitern)[Quelltext bearbeiten]

1. Reste der Kürzungen

Aus den bisherigen Kürzungen ergeben sich Reste, die wir ggf. im Kapitel 2 unterbringen können:

  • Brief an Fritz, 28. Oktober 1932 (Dass den Juden ein solches Manöver wie die Papenepisode gelungen ist, zeigt eben, wie schwer es auf jeden Fall sein wird, gegen alles, was Großkapital und dergleichen Groß- ist, anzukommen.)
  • Doch habe er Jaspers im Mai 1933 gesagt: „Es gibt aber eine gefährliche internationale Verbindung der Juden“[76]
  • Das Zitat zu den Stein-Vorträgen: Doch im Oktober 1933 organisierte er in der Hütte in Todtnauberg „sein erstes Lager zur Indoktrination (mit einem Marsch von Freiburg in SA- oder SS-Uniformen)“, wo er „Kurse der Rassenlehre halten lässt und er sich selbst zur Auswahl der Geeignetsten anschickt“. (Faye; wurde oben mit weiteren Quellen diskutiert, siehe hier Punkt 2)
  • Hans Jonas, ein ehemaliger Student Heideggers – er musste nach der Machtübernahme wegen seiner jüdischen Herkunft emigrieren – bestätigt zwar das Interesse vieler jüdischer Studenten, bei Heidegger zu hören, meint aber, dieses sei einseitig gewesen: „Ich weiß nicht, ob es Heidegger so ganz behaglich war, daß gerade junge Juden zu ihm strömten, aber er war an sich ganz und gar apolitisch.“[66]
  • Zum Kapitel 1.1.2, Schluss wird von Lutz bearbeitet: Restposten ist das Hüttenargument: „Im Wintersemester 1932/33 hatte Heidegger ein Urlaubssemester und verbrachte es meist auf seiner Hütte in Todtnauberg. Dort habe er keine Post bekommen.“ etc.[1] Demnach soll er die damaligen politischen Ereignisse kaum verfolgt haben.[2] Er schickte der liberal-demokratisch gesinnten Freundin Elisabeth Blochmann am 19. Dezember 1932 Platons „Politeia“ zur „geistigpolitischen Belebung“.[3]--
Der Schluss ist inzwischen von Lutz umgesezt - die Lit. zum Hüttenargument könnte ich nachher auf die Biblio setzen.--BaneshN. (Diskussion) 09:56, 16. Apr. 2017 (CEST)

Alles andere, was herausgenommen wurde, sind Forschermeinungen, die ich auf die Bibliographie-Seite setzen werde.

2. Offene Diskussionen

  • Die Frage, wie Heideggers philosophischer Gedanke und seine Beziehung zum NS dargestellt werden soll, wurde oben im Thread: Zu 1.2.1. „Hitlers Mein Kampf“ von Lutz und von Machtjan X aufgeworfen - und dass z. B. Anders und Givsan als Autoren fehlen.
  • Im Thread „Rassenlehre iin Todtnauberg“ ist noch in Diskussion, wie Heidegger dazu stand, dass in seinem Wissenschaftslager ein Vortrag zur Rassenlehre gehalten wurde - das lässt sich in einem neuen Kapitel (oder Unterkapitel) in 2 zum Wissenschaftslager wieder aufnehmen.
  • Thema: Hannah Arendts Zitat bezüglich Heidegger und den Futuristen. Filinthe: „Das komplette Zitat aus dem Brief ist hier zu lesen. Könnte nicht dieses Thema im Abschnitt „Verhältnis zu Hannah Arendt“ erwähnt werden? Es geht um die Frage einer möglichen „Korrelation“ („interrelationship“) zwischen H., Jünger und den Futuristen.“ Filinthe (Diskussion) 14:42, 2. Apr. 2017 (CEST) Quellenrepertorium zu Hannah Arendts Zitat über Heidegger und den Futurismus

3. Vorschläge für noch zu bearbeitende Abschnitte

  • Im Kapitel 5: Zu Emmanuel Faye - Vorschlag von KarlV:

„Thomas Meyer warf Faye vor, sich des fragwürdigen Konstrukts der Rückprojektion zu bedienen. Seine „Hypothese“, Heidegger habe 1932 für Hitler ein Memorandum geschrieben könne er nicht belegen, sondern führe nur eine sprachliche Ähnlichkeit und Ungewissheit über die Autorschaft des Textes als Indizien an“ Das ist die deskriptive Darstellung anhand des Artikels von Thomas Meyer.“ Faye antwortet Meyer KarlV 11:57, 23. Mai 2017 (CEST)

Dieser Thread soll nur ein Memo sein, damit wir die obigen langen Abschnitte bald archivieren können - für die Fortsetzung der Diskussion dann besser einen neuen Thread öffnen.--BaneshN. (Diskussion) 13:12, 11. Apr. 2017 (CEST)

  1. Joachim W. Storck (Hrsg.): Martin Heidegger, Elisabeth Blochmann: Briefwechsel 1918–1969. Marbach 1989, S. 53.
  2. Silvio Vietta: Heideggers Kritik am Nationalsozialismus und der Technik. Tübingen 1989, S. 17.
  3. Joachim W. Storck (Hrsg.): Martin Heidegger, Elisabeth Blochmann: Briefwechsel 1918–1969. Marbach 1989, S. 55.

Wolf[Quelltext bearbeiten]

Brie ist verzichtbar. Meier zitiert Bernd Grün, dessen Buch von Google nicht gescannt wurde. Der Fall Wolf könnte im ersten Absatz des Kapitels „Verhältnis zu jüdischen Kollegen und Schülern“ erwähnt werden:
...aufgehoben wurde. Privatdozenten und Assistenten konnten sich aber kaum auf seine Unterstützung verlassen.[1] Für den 67-jährigen Historiker Paul Theodor Gustav Wolf,[2] den 60-jährigen und fast vollständig erblindeten Mathematiker Alfred Loewy (bei ihm hatte Heidegger 1911 bis 1913 studiert, er wurde am 1. Dezember 1933 vorzeitig emeritiert), den Pharmakologen Paul Noether, den Romanisten Otto Lenel (beide begingen einige Jahre später Selbstmord)[3] und den Rechtswissenschaftler Andreas Bertalan Schwarz[4] setzte er sich nicht ein.[5]
  1. Hugo Ott: Martin Heidegger als Rektor der Universität Freiburg i. Br. 1933/34. Teil II, in: Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins 103 (1984), S. 107-130, hier 123.
  2. Bernd Grün: Der Rektor als Führer? Die Universität Freiburg i. Br. von 1933 bis 1945. Karl Alber, Freiburg/München 2010, S. 211.
  3. Marlis Meckel, Den Opfern ihre Namen zurückgeben: Stolpersteine in Freiburg, Freiburg 2006, S. 46, 144 u. 209.
  4. Leonie Breunung, Manfred Walther: Die Emigration deutschsprachiger Rechtswissenschaftler ab 1933. Ein bio-bibliographisches Handbuch. Band 1: Westeuropäische Staaten, Türkei, Palästina/Israel, lateinamerikanische Staaten, Südafrikanische Union. Berlin 2012, S. 464.
  5. Friedrich Heer: Das Wagnis der Schöpferischen Vernunft, Stgt. u.a. 1977. Neuausg. Wien u.a. 2003, S. 311.

Filinthe (Diskussion) 14:21, 21. Apr. 2017 (CEST)

Das könnten wir so machen - das Zitat von Grün hatte ich auch schon auf die Biblio gesetzt. Mehr ist aber offenbar über Paul Wolf nicht Erfahrung zu bringen - woher kam er, wohin ging er, nachdem Heidegger nichts getan hatte - wer war das überhaupt? Ich finde, bevor wir es verwenden, sollten wir irgendetwas über diese Person wissen.--BaneshN. (Diskussion) 14:56, 21. Apr. 2017 (CEST)
Klaus Schwabe, Rolf Reichardt (Hrsg.): Gerhard Ritter, ein politischer Historiker in seinen Briefen. Unter Mitwirkung von Reinhard Hauf. Harald Boldt-Verlag, Boppard am Rhein 1984 (Schriften des Bundesarchivs 33) S. 244: „An neueren Historikern haben wir Michael, Wolf, Berney und Stadelmann - bereits einen zuviel für eine mittelgroße Universität.“ Fn 2: „Wolfgang Michael (1862-1945), Paul Wolf (1865-1940), Arnold Berney (1897- 1943), Historiker an der Univ. Freiburg, nach 1933 zwangspensioniert bzw. entlassen.“ Filinthe (Diskussion) 16:58, 21. Apr. 2017 (CEST)
Kompliment für die Recherche. Es ist zwar nicht viel, aber eine zweite oder dritte Quelle für die Entlassung und diesmal mit den Lebensdaten. Auf der Seite Familienname Wolf gibt es neun Paul Wolf, aber keiner ist Historiker. Dagegen gibt es einen Historiker Gustav Wolf mit denselben Lebensdaten (1865-1940). Seltsamer Zufall, aber sie werden sich ja nicht alle mit dem Vornamen geirrt haben. Also können wir den Satz im Kasten mit reinnehmen.--BaneshN. (Diskussion) 17:23, 21. Apr. 2017 (CEST)
Grün: Paul Theodor Gustav Wolf, „der 1933 bereits 67 alt war, arbeitete nach seiner Promotion in Geschichte in Archiven in Karlsruhe, Dresden, Berlin und Wien, habilitierte sich 1899 für neuere Geschichte in Freiburg und erhielt im Juli 1916 den Titel eines außerordentlichen Professors. Die Ausnameregel des Berufsbeamtengeseztes griff nicht, da er kein Frontkämpfer und auch nicht bereits 1914 verbeamtet war. Nur bei Bewährung auf hervorragender Weise hätte eine Ausnahme gemacht werden können. Heidegger stellte dazu trocken fest: „[Es] sei unmöglich, bei Dr Wolf davon zu reden, dass er sich während seiner Tätigkeit als Beamter in hervorragender Weise bewährt habe.“ Wolfs Lebenslauf war aus akademischer Sicht alles andere als geradlinig verlaufen, und er hatte nie einen Ruf auf ein Ordinariat erhalten. Letztlich brach nur Staatsrat Paul Schmitthenner einen Lanze für Wolf und empfahl, ihm aufgrund seiner „14jährigen Zugehörigkeit zur DNVP“ die Lehrbefugnis nicht zu entziehen oder ihm „zum mindesten eine fortlaufende angemessene Vergütung“ zu bewilligen. Das badische Kultusministerium schloss sich schließlich Heideggers Meinung an und hob den Lehrauftrag von §3 des Berufsbeamtengeseztes auf.“ Filinthe (Diskussion) 17:45, 21. Apr. 2017 (CEST)
Damit es wohl hinreichend belegt. Ich setze das mal in einen eigenen Abschnitt, weil es erst später drankommt und ich den Fall Wolf etwas zu früh angesprochen hatte. Demnach müsste aber die Wolf-Familienseite etwas präzisiert werden, wenn er Paul Theodor Gustav hieß und nicht nur Gustav. Sehr interessant auch, dass er 1933 schon 76 Jahre alt war.--BaneshN. (Diskussion) 18:42, 21. Apr. 2017 (CEST) Mir fiel gerade auf, dass Wolf 1933 nicht 76 Jahre alt gewesen sein kann, wenn er 1865 geboren wurde. Er war dann doch acht Jahre jünger.--BaneshN. (Diskussion) 20:33, 21. Apr. 2017 (CEST)
Häufiger benutzter Vorname scheint tatsächlich "Gustav" zu sein, s. Bibliografie auf Diskussionsseite von Gustav Wolf. --Thoken (Diskussion) 20:46, 21. Apr. 2017 (CEST)
Grün schreibt „67“, nicht 76, mein Fehler. Filinthe (Diskussion) 20:50, 21. Apr. 2017 (CEST)
Auch die Wikisource-Seite zu Gustav Wolf nebst Disk liefert gutes Hintergrundmaterial. Um es auf die Biblio zu setzen, bräuchte ich aber noch die Seitenzahl des zweiten Grün-Zitates. DIeselbe Publikation? Es ist bedauerlich, dass Grüns Der Rektor als Führer nicht auf google zu lesen ist. Ich bitte Filinthe, einschlägige Zitate aus dem Kapiteln „ Martin Heidegger - 'Fehlbarkeit auf fremdem Felde'“, 2.1. f. hierher oder auf die Biblio zu setzen, wenn das Buch denn zugänglich ist - wie es scheint. VIelen Dank.--BaneshN. (Diskussion) 15:21, 22. Apr. 2017 (CEST)
S. 211. Gerne, wenn ich Zeit habe. Filinthe (Diskussion) 22:06, 24. Apr. 2017 (CEST)

Quellenrepertorium zur Entlassung von Paul Gustav Wolf--BaneshN. (Diskussion) 10:52, 25. Apr. 2017 (CEST)

Zu Gustav Wolf folgende wichtige Quellen-Ergänzungen: Dargleff Jahnke: Eine Volksgemeinschaft im Kleinen. Der Breisgau-Geschichtsverein "Schau-ins-Land" in der Zeit des Nationalsozialismus., in: „Schau-ins-Land“, Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins. 133. Jahrbuch 2014, Freiburg (2015), S. 109–158. ISSN 1434-2766:

Hier das Kapitel über den "Umgang mit Verfolgten oder Benachteiligten des nationalsozialistischen Regimes" unter den Mitgliedern des Geschichtsvereins; zu Gustav Wolf (1865-1940), hier S. 143: "In der Liste der entlassenen Hochschulangestellten der Universität Freiburg ist ein Mitglied des Hist. Vereins vermerkt: Prof. Gustaf Wolf, außerordentlicher Professor für Neuere Geschichte. Wegen seiner jüdischen Abstammung wurde er aufgrund des 'Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums' in den Ruhestand versetzt. (Anmerkung 212: Vgl. GLA, 235/5007, Liste der entlassenen Hochschullehrer in Freiburg; abgedruckt auch bei Bernd Martin: Die Entlassung der jüdischen Lehrkräfte an der Freiburger Universität und die Bemühungen um ihre Wiedereingliederung nach 1945, in: Freiburger Universitätsblätter 129 (1999), S. 7-46, hier S. 36.) Wolf ist in der Zeitschriftenabgabenliste des HV vom Mai 1939 unter den Mitgliedern vermerkt und war demnach bis zu seinem Tod 1940 im Verein."-- Er scheint in Freiburg(?) eines natürlichen Todes gestorben zu sein; die Oktoberdeportation der Freiburger Juden am 22. Oktober 1940 nach Gurs hat er jedenfalls nicht mehr erleben müssen. Markus Wolter (Diskussion) 14:13, 26. Apr. 2017 (CEST)

Sehr informativ, danke, ich habe es gleich auf die Biblio gesetzt. Da die dortige Seite als Gemeinschaftsprojekt angelegt wurde, kann sie von jedem, der das möchte, bearbeitet werden. (Ich bin es aber gewohnt, alle validen Recherchen von der Disk dorthin zu setzen). -- Ich hatte daran gedacht, Gurs im Zusammenhang mit Wagner zu erwähnen - dem Heidegger sehr herzlich gratuliert hat (s.u.) -, auch, weil Hannah Arendt zu den dort Inhaftierten gehörte - aber es scheint doch nicht angemessen zu sein, weil es zu sehr Wagner selbst betrifft und Arendt nicht als Opfer der Wagner-Bürckel-Aktion dorthin deportiert wurde, sonst wäre es doch auch auf dieser Seite erwähnenwert gewesen.--BaneshN. (Diskussion) 14:34, 26. Apr. 2017 (CEST)
Hinzugefügt (s.o.): Der Pharmakologe Paul Noether und der Romanist Otto Lenel wurden auch 1933 „vom damaligen Rektor Martin Heidegger entlassen“ bzw. „zwangsemeritiert“. (Marlis Meckel, Den Opfern ihre Namen zurückgeben: Stolpersteine in Freiburg, Freiburg 2006, S. 46 u. 144.) Andreas Bertalan Schwarz habe er auch nicht unterstützt (Leonie Breunung, Manfred Walther: Die Emigration deutschsprachiger Rechtswissenschaftler ab 1933. Ein bio-bibliographisches Handbuch. Band 1: Westeuropäische Staaten, Türkei, Palästina/Israel, lateinamerikanische Staaten, Südafrikanische Union. Berlin 2012, S. 464.) Friedrich Heer kommentiert: „Kalamitäten dieser Art haben Heidegger und seine im Amt bleibenden Kollegen nie interessiert. Mit Entschließung vom 21. August 1933 versetzt der Reichsstatthalter Robert Wagner Heideggers Kollegen an der Universität Freiburg, die Professoren Alfred Loewy, Jonas Cohn und Andreas Bertalan Schwarz, »aus rassischen Gründen« in den Ruhestand. Es wäre wenig sinnvoll, das »Übersehen« dieser Kalamitäten Martin Heidegger als Sündenbock anzulasten.“(Friedrich Heer: Das Wagnis der Schöpferischen Vernunft, 2003 (1977), S. 311) Filinthe (Diskussion) 13:31, 28. Apr. 2017 (CEST)
Der Name von Paul Noether steht nicht auf der Namensliste der Opfer des Nationalsozialismus unter Freiburger Universitätsangehörigen--BaneshN. (Diskussion) 13:44, 28. Apr. 2017 (CEST)
Der Mann seiner Enkelin behauptet es. Filinthe (Diskussion) 14:27, 28. Apr. 2017 (CEST)

Foto[Quelltext bearbeiten]

Oben auf der Seite ist das Bild von Heidegger ja etwas unpassend, weil es den Heidegger aus den Jahren nach dem Nationalsozialismus zeigt. Alfred Denker, in seiner Eigenschaft als Direktor des Martin-Heidegger-Archivs Meßkirch, hat uns aber ein Foto zur Verfügung gestellt. Doch um von ihm Foto und Grunddaten zu erhalten, vergingen Wochen, und in der Redaktion Bilder hier gab es wenig Kooperation. Deswegen habe ich die Sache gelassen, als es um den Namen des Urhebers ging. Jetzt habe ich das Foto aber in der google-Version von Zaborowskis Buch gesehen, um 1928, dort ohne Hinweis auf den Verfasser, der aber am Ende des Buches im Bildnachweis angegeben sein sollte. Lässt sich der Name des Fotografen in Eerfahrung bringen?--BaneshN. (Diskussion) 11:10, 21. Apr. 2017 (CEST)

Versetzung des Absatzes zur Bücherverbrennung[Quelltext bearbeiten]

Leicht gekürzt - auch Heideggers Zitat

Die Bücherverbrennung in der Freiburger Universität, da sie tatsächlich stattfand, als Heidegger schon Rektor war, sollte m. E. in einem der dortigen Kapitel („Revolution der deutschen Universität“) untergebracht werden.

Bücherverbrennung - Kapitel 2. 4. (?)

Die Bücherverbrennung in Freiburg

Im Spiegel-Gespräch 1966 sagte Heidegger, er habe „die geplante Bücherverbrennung, die vor dem Universitätsgelände stattfinden sollte“ verboten, wofür es keinen Beleg gibt.[133] Die für den 10. Mai von der Deutschen Studentenschaft dort vorgesehene Verbrennung indizierter Bücher fand an diesem Tag zwar tatsächlich nicht statt, wurde aber nur verschoben. Der Verbrennungsakt, mit dem die von der „Kommission zum Kampf gegen Schmutz und Schund in der Literatur“ unter Freiburgs Oberbürgermeister Franz Kerber aus den öffentlichen Bibliotheken und Büchereien ausgesonderten Bücher vernichtet wurden, sollte dann am 17. Juni unter Beteiligung der städtischen Schulen stattfinden, was erneut, wegen der Wetterverhältnisse, auf einen anderen Tag verlegt wurde. Am 24. Juni hielt Heidegger im Universitätsstadion vor dem „Sonnwendfeuer“ eine kurze Ansprache. Am Rande brannte ein zweites, „merkwürdig kleines Feuer aus den Büchern eines Leiterwagens“, so Käthe Vordtriede.[136] Zitat aus Heideggers Feuerspruch:

„Feuer! Sage uns: Ihr dürft nicht blind werden im Kampf, sondern Ihr müsst hell bleiben für das Handeln. / Flamme! Dein Lodern künde uns: Die deutsche Revolution schläft nicht, sie zündet neu umher und erleuchtet uns den Weg, auf dem es kein Zurück mehr gibt. / Die Tage fallen – unser Mut steigt. / Flammen zündet! Herzen brennt![137]“

--BaneshN. (Diskussion) 15:25, 23. Apr. 2017 (CEST)
Die Formulierung: „fand zwar tatsächlich nicht statt, wurde aber nur verschoben“ ist problematisch. 1) Dass die geplante Bücherverbrennung am 10. Mai nicht stattfand, ist bei Ott (S. 182) nicht zu lesen (er zitiert Ernesto Grassi): „Auch in Freiburg loderte an diesem Abend das Feuer auf dem Platz vor der Universitätsbibliothek, ohne daß der Rektor Heidegger diese Aktion des Ungeistes verhindert hatte oder verhindern konnte.“ Bei Fischer aber schon (S. 288): „Daß das Feuer der Vernichtung nicht loderte, verdankt sich allein dem heftigen Regen.“ 2) Die Frage ist nicht, ob sie „verschoben“ wurde (dies ist selbstverständlich), sondern: warum. Regen oder Verbot? Es hat in fast ganz Deutschland geregnet, in Berlin fand die Bücherverbrennung trotz anhaltendem Regen statt. Diese Formulierung wäre deshalb besser: „wurde aber vielleicht nur wegen des Regens verschoben.“ Faye spricht von 2 Bücherverbrennungen, einer am 10. Mai und einer „symbolischen Bücherverbrennung“ im Universitätsstadion am 24. Juni. Sind aber nicht alle Bücherverbrennungen mehr oder weniger „symbolisch“ (Autodafé)? Filinthe (Diskussion) 09:07, 29. Apr. 2017 (CEST)
Seidler sagt auch, S. 308, die Bücherverbrennung habe in Freiburg am Abend des 10. Mai vor dem Universitätsgelände stattgefunden. Es muss also präzisiert werden, dass Heidegger an dem Tag nicht dabei war, aber eine zweite Bücherverbrennung am 24. stattfand, zu der er gesprochen hat. Deswegen trifft „wurde aber vielleicht nur wegen des Regens verschoben“ offenbar auch nicht so ganz zu, denn vor der Universität scheint es ja doch stattgefunden zu haben. Bisher hatte ich die Details dieser Sache noch nicht recherchiert, weil der Abschnitt chronologisch der Rektoratsrede folgt, der ursprüngliche Text ist hier somit nur gekürzt. - Symbolisch: seit Gutenberg ist das wohl jede Bücherverbrennung, zur Zeit der frühmittelalterlichen Bibliothekenstürme war das anders, weshalb die heute von Altphilologen gerne benutzte Formel, der Rest der Werke von Sophokles, Aischylos oder Heraklit und Parmenides sei „verloren gegangen“ ein Euphemismus ist: die Vernichtung der schriftlichen Erzeugnisse der ersten Phase des abendländischen Denkens gehört zur - sagen wir: okzidentalen Entelechie, ebenso wie das fast zweitausendjährige Denkverbot, und ohne diese prägenden Ereignisse wären aufgeblasene Jungs in NS-Uniformen vielleicht nicht sofort auf den Gedanken gekommen, Bücher zu verbrennen.--BaneshN. (Diskussion) 10:18, 29. Apr. 2017 (CEST)
Was ist die Quelle Seidlers? Zaborowski (S. 272) schreibt hingegen, „dass im Mai 1933 in Freiburg – vermutlich aufgrund des schlechten Wetters – keine Bücherverbrennung stattgefunden hat und dass es in Freiburg auch – anders als in anderen Universitätsstädten – »nahezu halkyonisch« geblieben sei, d.h., dass der »Sitz im Leben« der Freiburger Rektoratsrede Heideggers nicht von den Exzessen und Radikalisierungen gekennzeichnet ist, die sich andernorts beobachten lassen (vgl. hierzu Helmut Heiber, Universität unterm Hakenkreuz. Teil II . Band 1 : Die Kapitulation der Hohen Schulen. Das Jahr 1933 und seine Themen , München 1992 , 74 ; Heiber geht sogar so weit, die Universität Freiburg als »anti-nationalsozialistische Musteruniversität« zu beschreiben [79]).“ Filinthe (Diskussion) 17:33, 29. Apr. 2017 (CEST)
Ich weiß nicht, woher Seidler das hat, aber er sagt, dass es ein Foto davon gibt, S. 308. Faye sagt ähnliches, mit Referenz Grassi. Gängige Meinung ist aber, dass Freiburg am 10. Mai nicht dabei war: J. Meier, S. 6: „In Heidelberg und Karlsruhe organisierte die Studentenschaft diese, in Freiburg hingegen fand keine Bücherverbrennung statt.39, 39 = Schoeps/Werner 2008, im Vorsatz des Buches, vorne. Vgl. Ott 1984, S. 109.Heideggers Rede vom 24. Juni--BaneshN. (Diskussion) 18:59, 29. Apr. 2017 (CEST)
Die Frage, ob es am 10. Mai eine Bücherverbrennung in Freiburg gab, ist ungeklärt, deshalb hier die Präzisierung. Im obigen Kasten: „Die für den 10. Mai ...

auf einen anderen Tag verlegt wurde“ ersetzen durch:

Ob die für den 10. Mai von der Deutschen Studentenschaft auch in Freiburg vorgesehene Verbrennung indizierter Bücher an diesem Tag stattfand, ist ungeklärt. Während die gängige Forschermeinung zugrundelegt, dass das nicht der Fall war[1][2] – weil, wie auch an anderen Orten in Deutschland, heftige Regenfälle das Vorhaben störten – gibt es Zeitzeugen, die ausgesagt haben, dass auf dem Platz vor der Universitätsbibliothek an diesem Tag doch Bücher verbrannt wurden.[3] In Anwesenheit von Freiburgs Oberbürgermeister Franz Kerber sollte der Verbrennungsakt, mit dem die von der „Kommission zum Kampf gegen Schmutz und Schund in der Literatur“ aus den öffentlichen Bibliotheken und Büchereien ausgesonderten Bücher vernichtet wurden, dann am 17. Juni unter Beteiligung der städtischen Schulen stattfinden, was, erneut wegen der Wetterverhältnisse, auf einen anderen Tag verlegt wurde.

  1. Margrid Bircken, Helmut Peitsch (Hg.), Wolfgang Benz, Brennende Bücher. Erinnerungen an den 10. Mai 1933, Brandenburgische Landeszentrale für Politische Bildung, Potsdam, 2003, Der Kulturskandal: Mythos, Tradition und Wirkung der Bücherverbrennung. Ansprüche auf kulturelle Hegemonie und ihre Durchsetzung, pdf., S. 30
  2. vgl. dazu auch den Zeitzeugen Gerhard Ritter, Selbstzeugnis 3, Die Universität Freiburg im Hitlerreich. Persönliche Eindrücke und Erfahrungen, S. 802, bezüglich der Bücherverbrennung in Freiburg am 10. Mai: „Ich weiß nichts davon.“
  3. nach dem Zeugnis des italienischen Philosophen und Zeitzeugen Ernesto Grassi, vgl. H. Ott, Martin Heidegger. Unterwegs zu seiner Biographie, S.182: „Vor der Universitätsbibliothek loderte das Feuer“; H. Ott, ebd: „Ich habe mit Zeitzeugen gesprochen, die diese Darstellung bestätigen. Dagegen steht Heideggers (...) Aussage, die Bücherverbrennung verboten zu haben.“

--BaneshN. (Diskussion) 13:37, 23. Mai 2017 (CEST)

Hier kann man auch nicht von enzyklopädischer Arbeit sprechen. Die Behauptung Heideggers wird gelöscht und nur noch in einer Fußnote erwähnt, ohne Ref. sogar, als ob das Thema des Artikels egal geworden wäre. Die Herausgeber („Margrid Bircken, Helmut Peitsch“) werden statt Wolfgang Benz als Quelle gennant. Ritter wird dann (irrtümlich oder absichtlich?) als Forscher statt als Zeitzeuge zitiert, außerdem lückenhaft (Ritter sagte noch: „Bücherverbrennungen? Ja, die haben hier nicht stattgefunden.“ In seinem Gutachten schrieb er, Heidegger habe „das Hineintragen der groben Judenhetze des April 1933 in die Räume der Universität“ verhindert.)
Wozu dann der Satz: „wie auch an anderen Orten in Deutschland“? Wo ist der Beleg? Ott? Man könnte genauso gut schreiben, dass Bücherverbrennungen an anderen Orten in Deutschland trotz anhaltendem Regen stattgefunden haben. Die Zeitzeugen von Hugo Ott werden als Tatsache dargestellt, obwohl wir die Zeugnisse nicht haben. Ritter wird einfach ignoriert und Zaborowski nicht zitiert, weil vorsichtige Forscher anscheinend zu vermeiden sind. Der Grund für die Verschiebung ist in der Sek.Lit. doch unklar:
Heiko Haumann: „Aus ungeklärten Gründen wurde die Veranstaltung abgesagt und im Juni von der Hitlerjugend nachgeholt. Wegen schlechten Wetters konnte jedoch der geplante „feierliche" Rahmen wiederum nicht eingehalten werden. Auf jeden Fall teilte Oberbürgermeister Kerber, um die Einheitsfront im „Kampf gegen Schmutz und Schund" zu demonstrieren, am 22. Juni 1933 Erzbischof Gröber mit, die „Säuberung" sei erfolgreich abgeschlossen.“ (Haumann u. a., Hakenkreuz über dem Rathaus. Von der Auflösung der Weimarer Republik bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs (1930-1945), in: Haumann, Heiko/ Schadek, Hans (Hrsg.): Geschichte der Stadt Freiburg im Breisgau. Bd. 3: Von der badischen Herrschaft bis zur Gegenwart, Stuttgart 1992, S. 309.)
Toussaint, Ingo: „in Freiburg blieb es beim Aufruf zur öffentlichen Verbrennung. Angeblich hat Martin Heidegger als Rektor die Veranstaltung verboten.“ ( Die Universitätsbibliothek Freiburg im Dritten Reich. München 1984, S. 162)
Heinz Duchhardt: „In Freiburg blieb es zwar zunächst beim bloßen Aufruf zur öffentlichen Verbrennung, möglicherweise weil Rektor Heidegger intervenierte, aber einen Monat nach dem geplanten Termin folgte dann doch noch - freilich in kleinerem Kreis - die organisierte Bücherverbrennung.“ (Arnold Berney (1897-1943). Das Schicksal eines jüdischen Historikers, Köln u.a. 1993, S. 67)
Nicolas Berg spricht von einer dreimaligen Verschiebung wegen Regens. Filinthe (Diskussion) 13:46, 28. Mai 2017 (CEST)
Das Repetitorium ist nicht Aufgabe eines Redakteurs, sondern eines Repetitors. Aber nochmal für jene, die es brauchen, Zitat oben: „Im obigen Kasten: 'Die für den 10. Mai ... auf einen anderen Tag verlegt wurde' ersetzen durch: ...“ Dann kommt der Kasten. Vielleicht kann es jemand anders erklären, wenn einer es nicht kapiert. Im zweiten Kasten Fußnote 2 an Fußnote 3 versetzt, Name von Benz hinzugefügt. @He3nry:, ich sehe hier keinen Textvorschlag, die Einwände sind konstruiert und leer, die übliche Kopisterei der zusammengegoogelten Texte schafft auch hier keinen Erkenntniszuwachs.--BaneshN. (Diskussion) 10:06, 29. Mai 2017 (CEST)
Ach so, was bleibt denn, was wird gelöscht? Dieser Thread ist genauso klar wie oben die „Zusammenfassung“ der Rektoratsrede. Jetzt wird Ritters Zeugnis als Beleg dafür zitiert, dass Bücher verbrannt wurden, obwohl er das Gegenteil meint. Der Titel des Artikels Benz' fehlt noch und die anderen Einwände werden nicht (richtig) beantwortet. Sonst brauche ich nur BaneshN selbst zu zitieren: „Ich wollte hier zunächst die Dokumente, die dazu benutzt werden, und die Kritik an der jetzigen Fassung darlegen, damit der Textvorschlag dann in seinen Gründen transparent ist.“ Filinthe (Diskussion) 18:09, 29. Mai 2017 (CEST)
Fn rep. Wenn @Luha: und @Anima: die Zeit finden, hier noch einmal draufzusehen, dann können wir auch dieses zu Ende bringen. Danke Euch. Machtjan X scheint ja wirklich unpässlich zu sein. Hoffentlich muss man sich nicht sorgen.--BaneshN. (Diskussion) 20:41, 29. Mai 2017 (CEST)

Unterthema des nächsten Kapitels: „Gutachten, Entlassungen, Fürsprachen“: Der Fall Staudinger[Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt zu Staudinger beginnt umseitig so: „Am 29. September 1933 beschrieb Heidegger den bekannten Chemiker Hermann Staudinger beim badischen Hochschulreferenten Eugen Fehrle als politisch unzuverlässig, nachdem er im Juli wegen Gerüchten den Physiker Alfons Bühl zur Nachforschung nach Zürich geschickt hatte. Im Ersten Weltkrieg Pazifist, sollte Staudinger Chemikalien für den Einsatz gegen Deutschland entwickelt haben und wurde daher von der Gestapo unter dem Tarnnamen „Aktion Sternheim“ überwacht. Doch im Januar 1934 erklärte er „auf Befragen, er habe den Anbruch der nationalen Revolution mit großer Freude begrüßt“. Vor allem durch diesen, in Freiburg wahrscheinlich schon bekannten radikalen Gesinnungswandel irritiert, habe Heidegger Stellung genommen.“

Bühl lehrte in Zürich und wurde nicht dorthin „geschickt“ aber das nur am Rand. Der letzte Satz ist falsch (s.u.). Der zweite Satz ist im ersten Teil falsch und impliziert dann, dass Staudinger schon von der Gestapo überwacht worden wäre. Es war aber so: Im Juli 1933 bat Heidegger den in Zürich lehrenden Physikprofessor Alfons Bühl (einen Vertreter der „arisch-deutschen Physik“) inoffiziell und im Verborgenen, Gerüchten bezüglich Staudinger - der in Zürich von 1912 bis 1926 tätig war - über politische Unzuverlässigkeit aufgrund seines Verhaltens im WK I nachzugehen. (§ 4 GWB, politische Unzuverlässigkeit sah Entlassung vor).

Am 29. September 1933 übergab Heidegger dem badischen Hochschulreferenten Fehrle das seines Erachtens belastende Material zu Staudinger, woraufhin Fehrle am Tag darauf Anzeige gegen Staudinger erhob. Es war dieser „Initiative Heideggers zu verdanken“ (Ott, S. 207), dass die Gestapo im Fall Staudinger überhaupt tätig wurde. Das ist durch einen Akteneintrag im Karlsuher Kultusministerium belegt, heute im Staatsarchiv Freiburg. (Staatsarchiv Freiburg, A5 Kunstakademie, Musikhochschule, Universität Freiburg Nr. 180, zit. n. Ott, Zeitschrift des Breisgau- Geschichtsvereins (1984), S. 124, Anm. 57)

Ott: „Aufgrund dieser Anzeige übernahm das Geheime Staatspolizeiamt Karlsruhe die Ermittlungen und teilte dem Ministerium schon am 4. Oktober 1933 mit: 'Um Verwechslungen vorzubeugen, gestatte ich mir darauf hinzuweisen, daß für Profossor Staudinger in Freiburg der Deckname 'Sternheim' Verwendung findet.“

Vetter, 414: „Damit hat Heidegger einen Kollegen in große Schwierigkeiten gebracht. Doch gerade Staudingers radikaler Gesinnungswandel mag den Rektor irritiert haben.“ Damit meint Vetter, dass Staudinger im WK I sozialistischer Pazifist war, sich nun aber als Nationalist gab. Hier wird das zur Referenz für den letzten der obigen Sätze - in Bezug auf Heideggers Gutachten von 1934! Da war er schon lange aktiv. Das sagt Vetter also sicher nicht. Die Gestapo übernahm die Ermittlungen und kam 1934 wieder auf Heidegger zu. Er antwortete, weil er der Gestapo natürlich antworten musste, und er hatte die ganze Aktion gegen Staudinger ohnehin angezettelt!

Und woher hier der Vorwurf, Staudinger habe “Chemikalien für den Einsatz gegen Deutschand entwickelt“? Ott, 203: „wonach Hermann Staudinger für das feindliche Ausland beratend tätig sei für die Herstellung kriegswichtiger Chemikalien.“

Im gesamten Abschnitt wird auch nicht erwähnt, dass selbst die Gestapo den Vorwurf fallen gelassen hat, Staudinger habe dabei also „beraten“. Die aktuelle Seite von Wikipedia geht damit in zweifacher Hinsicht über die Vorwürfe der Gestapo hinaus.

Im zweiten Absatz wird der nachweisliche Anlass für die Gestapo, in dem Fall zu ermitteln, als Otts Meinung dargestellt, ohne dass ein Beleg oder auch nur eine Forschermeinung zitiert wird, nach der die Gestapo auch vor Heideggers und Fehrles Anzeige schon gegen Staudinger ermittelte. Das behauptet auch niemand. Nur „Eduard Langwald“ hat fadenscheinig versucht, Heideggers Denunziation bei Fehrle zu widerlegen und dazu dummdreist die Existenz der Aktennotiz Nr. 180 bezweifelt. Das tut aber nur „Eduard Langwald“, kein bekannter Forscher folgt ihm darin.

Hier wird ein bemerkenswert verkürztes Zitat von Pöggeler in zwei Sätzen angeführt („Max Müller ... Jugend sein“), beide nicht als Zitate gekennzeichnet, so dass die reduziert wiedergegebene Meinung als lexikalisches Faktum erscheint: Solche schwankenden Gestalten konnten für Heidegger keine Vorbilder der Jugend sein - stellt Wikipedia fest. Pöggeler dagegen, mit ironisierender Zwischenbemerkung: „Solche schwankenden Gestalten konnten für Heidegger auf dem Weg in das nun anbrechende 'Gottesreich' keine Vorbilder der Jugend sein." Das ironische „auf dem Weg in das nun anbrechende 'Gottesreich'“ als Paraphrase für Heideggers NS-Euphorie einfach zu streichen und die Denunziation so als eine Maßnahme zum Wohl der Jugend darzustellen, noch dazu als ein enzyklopädisch-objektives Resümee ohne die nötige Markierung als Zitat, ist nicht anders als Quellenverzerrung zu nennen.

Und Max Müller wird so zitiert, als wäre er hier unabhängig von Pöggeler gelesen worden (es müsste sonst heißen: zit. n. und das Zitat wäre als eines von Pöggeler zu kennzeichnen, der nicht mal genannt wird.) Alles, was von dem Müller-Zitat bleibt ist: „ein unglaublich guter Mensch“, der Rest ist drumherum gebastelt. Wie lautet das Zitat von Müller denn? Wenn das nicht geklärt werden kann, streiche ich das.

Im letzten Absatz wird Otts Urteil „Denunziation“ sofort von ausgesuchten Zitaten und solchen, die es nur sein sollen, zermalmt, „Eduard Langwald“ ist dabei - und darf sogar das heroisierende Schlusswort sprechen - wiedergegeben im Nominativ statt im Akkusativ, als Fingerabdruck des Benutzers. „Langwald“ ja, aber verschwiegen wird, dass nicht nur Ott hier von einer Denunziation spricht, sondern auch Rüdiger Safranski, Helmut Hildebrandt, Peter Matussek, Victor Farias, Siegfried Müller, Dieter Wyss, Dermot Moran und das Center for Holocaust and Genocide Studies. Selbst Zaborowski spricht von einer „Diffamierung“, was hier ebenfalls verschwiegen wird.

Dafür aber wird Egon Vietta (Heideggers Kritik am Nationalsozialismus und an der Technik, Tübingen, 1989) mit Silvio Vietta verwechselt, die Fn nennt Ott, S. 204 statt S. 350 und übergeht seine Kritik an - Egon - Viettas Deutung. Das Hildebrandt-Zitat im Nominativ wird in einen Satz im Akkusativ gesetzt, das geht hier auf der Seite eben nicht anders. Es heißt umseitig also: „was Helmut Hildebrandt als 'dubioser Hinweis' bezeichnet“. Der Satz geht aber in nicht unwesentlicher Weise weiter: „... ein dubioser Hinweis, der beinahe eine erneute Denunziation Staudingers darstellt“, womit auch auch gesagt ist, dass Helmut Hildebrandt den Fall Staudinger als Denunziation wertet, S. 112. Dieser Teil des Satzes wurde hier herausgeschnitten. Zur Bekräftigung des falschen Silvio-Vietta-Zitats wird Safranski als Zeuge angeführt: „Für Heidegger war vermutlich Staudinger, so schreibt auch Safranski, einer dieser Wissenschaftler, die allen Zwecken dienstbar sind, wenn es sich nur für sie persönlich lohnt.“ Und warum wird der dann folgende Zusatz gestrichen: „Aber er gesteht nicht, dass er Staudinger vorher denunziert hatte." Auch dieses Urteil wurde relegiert.

Es gibt aber gleich zwei Zitate von Safranski in Folge, das zweite wird mit der Seite 424 angegeben, auf der es nicht zu finden ist - es wird auch nicht als Zitat von Safranski markiert, sondern erneut als eine faktische Feststellung von Wikipedia zu Heideggers Urteil über Staudinger mitgeteilt: Er betrachtete ihn als Opportunisten, der seinen Fachbereich aus Karrieregründen staatlichen Zwecken dienstbar machen wollte. Wo bei Safranski soll das stehen? Warum wird es nicht als Zitat gegeben? Safranski, 320: „Wie schon im Fall von Baumgarten geschehen, macht es sich Heidegger auch jetzt vor allem zur Aufgabe, sogenannte Opportunisten aufzuspüren." (Aus dem Spanischen übersetzt, die deutsche Ausgabe liegt mir leider nicht vor.)

Zieht man weiter in Betracht, dass vor einer ersten Kritik von mir auch Heideggers zweite Meinung dazu korrigiert wurde, nebst einigen anderen Dingen, so kann man über eine solche Behandlung des Themas nur noch den Kopf schütteln. Der eine Absatz zum Fall Staudinger in der Version vom 21. Dezember 2016 ist in nahezu jedem Satz falsch, verzerrt oder mutiliert.

Der Fall Staudinger, umseitig im Jahr 2014, verzichtete noch darauf, Ott, der den Vorfall in den Akten entdeckt hat, zu erwähnen, nennt aber 2 x Langwald und 1 x Fédier. Wenn das Paradigma, nach dem oben gesucht wird („Eduard Langwald“) das der „Verschleierung“ ist, sollte dieser Abschnitt als der wiki-historische Prototyp dafür in Betracht gezogen werden.--BaneshN. (Diskussion) 11:22, 20. Mai 2017 (CEST)

Gut dokumentiert. Lösung: Neufassung unter den hier angesprochenen Aspekten (Weglassen Langwald etc.) Dürfte ein eher wenig problematischer Fall werden. Lutz Hartmann (Diskussion) 20:19, 20. Mai 2017 (CEST)
  • „nach Zürich geschickt zu haben“ schreibt eigentlich Zaborowski. Keine Ahnung, ob er Ott falsch gelesen hat. Nach Payen habe Bühl Heidegger komischerweise beeinflußt bzw. „manipuliert“.
  • „Im Ersten Weltkrieg Pazifist, soll Staudinger Chemikalien für den Einsatz gegen Deutschland entwickelt haben und wird daher von der Gestapo überwacht. Doch im Januar 1934 erklärte er... Als Rektor nahm Heidegger Stellung... Doch gerade Staudingers radikaler Gesinnungswechsel mag den Rektor irritiert haben.“ = Zitat Vetters, der nicht impliziert, dass Staudinger schon von der Gestapo überwacht worden wäre. Dank des ersten Satzes des Abschnittes gibt es sowieso keine Ambiguität.
  • „Solche schwankenden Gestalten konnten für Heidegger keine Vorbilder der Jugend sein“ ist an sich lächerlich oder gruselig, wie man will, und braucht keinen Kommentar. Dass Pöggeler der Autor des Satzes ist, kann man zwar präzisieren, es handelt sich aber nicht um eine „Quellenverzerrung“.
  • Das hier etwas „verschwiegen“ wird, stimmt auch nicht. Man muss nicht alle Autoren zitieren, die das gleiche schreiben. Grün S. 199 spricht auch von einer „echten Denunziation“. S. 202 (nicht 201): „Es erstaunt, dass Heidegger etwa zur gleichen Zeit Maßnamen gegen den Geophysiker Georg Königsberger wegen seiner marxistischen Vergangenheit ablehnte. Vielleicht waren es gerade die offenen Bekenntnisse Staudinger zum neuen Staat, die Heidegger vor dem Hintergrund seiner pazifistischen Vergangenheit provozierten. Oder.. [Zitat Viettas]?“
  • Was das Langwald-Zitat betrifft, war BaneshN selbst damit ausdrücklich einverstanden (Difflink: „- Sollte Langwalds Apologetik jedoch nicht erwähnt werden? - Doch, doch, warum nicht?“). Hier geht es also um eine Selbstkritik, was nicht schaden kann.
  • Safranski wird irrtümlich 2 mal zitiert: „Vermutlich hat Heidegger seine Denunziationen nicht nur verschwiegen, weil er sich nicht belasten wollte. Wahrscheinlich ist ihm das, was er getan hat, gar nicht als Denunziation vorgekommen. Er fühlte sich zugehörig zur revolutionären Bewegung, und es war sein Bestreben, die Opportunisten vom revolutionären Aufbruch fernzuhalten. Es sollte ihnen nicht erlaubt sein, sich in die Bewegung einzuschleichen und sie zu ihrem Vorteil zu nutzen. Für Heidegger war Staudinger einer dieser Wissenschaftler, die allen Zwecken dienstbar sind, wenn es sich nur für sie persönlich lohnt, die nichts weiter suchen als das beruhigte Behagen einer gefahrlosen Beschäftigung.“
  • Dass Heidegger Staudinger als Opportunisten betrachtet hat, ist eine Tatsache.
  • Das mit Egon Vietta habe ich nicht verstanden.
  • Die Kritik Hildebrandts an Vietta kann von mir aus vollständig zitiert werden.
  • Was vor 3 Jahren geschrieben wurde, wurde umgeschrieben und ist also irrelevant. Filinthe (Diskussion) 23:32, 20. Mai 2017 (CEST)
„Daher, wenn man schon den Dogmatiker mit zehn Beweisen auftreten sieht, da kann man sicher glauben, daß er gar keinen habe.“ Kant, KrV, A 789 --BaneshN. (Diskussion) 11:07, 21. Mai 2017 (CEST) In einem Punkt muss ich mich korrigieren, da ich Hugo Ott zitiert habe, S. 350: “Geradezu rührend ist das Bemühen Egon Viettas, Heidegger aus der Schußlinie zu nehmen, indem der weltberühmte Chemiker Hermann Staudinger zum Repräsentanten einer technizistischen Wissenschaft stilisiert wird...“ m. Anm. 4, Heideggers Kritik am Nationalsozialismus und an der Technik, Tübingen 1989“.--BaneshN. (Diskussion) 12:53, 21. Mai 2017 (CEST)
Vetter: „Doch gerade Staudingers radikaler Gesinnungswandel mag den Rektor irritiert haben, zumal jener in seinem Antrag nicht weniger als die Auflösung seiner Ehe als Begründung angibt.“ - Schon möglich, dass Heidegger deshalb irritiert war!
Wikipedia: „Vor allem durch diesen, in Freiburg wahrscheinlich schon bekannten radikalen Gesinnungswandel irritiert, habe Heidegger Stellung genommen.“ - Unsinn! Nicht Vetter und nicht mal Heideggers Sohn Hermann, der ihm da folgt, sagen, dass Heidegger aufgrund von Staudingers Gesinnungswandel auf die Anfrage der Gestapo geantwortet - “Stellung genommen“ - hätte. Niemand, außer Wikipedia, behauptet eine solche absurde Motivation dafür, dass Heidegger das Gutachten von 1934 verfasste. Und das wird hier noch nach Kritik - „=Zitat Vetters“ genannt - immerhin finde ich Filinthes leere Behaupterei inzwischen aufgrund des Grotesken darin unterhaltsam.--BaneshN. (Diskussion) 13:30, 21. Mai 2017 (CEST)
Um Staudinger hier noch am Schluss als antisemitisch zu bezeichnen, genügt eine einzige Forschermeinung - ein Dutzend davon sollen für Heideggers Antisemitismus aber nicht genügen. Nehmen wir doch (irgendwann und irgendwo) den Staudinger-Satz besser für Heidegger: Er gab sich als betont national und antisemitisch. Da es hier nicht um Staudingers geistigen Werdegang geht, ist der Satz hier eh fehl am Platz. Sieht ganz so aus, als sollte er Heideggers Denunziation nachträglich rechtfertigen. --BaneshN. (Diskussion) 14:00, 21. Mai 2017 (CEST) Zudem verschweigt dieser Satz über Staudingers Antisemitismus - was Grün wahrscheinlich nicht verschweigt, jedenfalls Ott nicht - dass Staudinger vorher vom Kultusministerium ja regelrecht erpresst wurde, indem er seine eigene Entlassung unterschreiben musste, die wirksam geworden wäre, hätte er sich nicht als braver Nazi gegeben (Ott, 208) - Man müsste die Geschichte dieser Seite mal einem Doktoranden antragen, Arbeitstitel: Methoden revistionistischer Darstellungen bei Wikipedia.--BaneshN. (Diskussion) 14:37, 21. Mai 2017 (CEST)
Was also mit Egon Vietta? Wird er zitiert oder nicht? Der Vorwurf, Staudinger habe Chemikalien für den Einsatz gegen Deutschand weitergegeben, findet sich übrigens in GA 16, S. 248. Grün wird auch zitiert, nicht nur Vietta. Wenn man von etwas nicht nur „irritiert“ sondern auch „provoziert“ (Grün) wird, geht es um eine Motivation. Fédier behauptet, dass Staudinger sich schon 1933 als Nazi gegeben hätte. Die Ref. ist verschwunden, ich muß sie wieder finden. Aber Staudinger sagte es selbst: „Seit Beginn seiner Freiburger Tätigkeit [1926] könne ihn der Vorwurf ‚antinationaler Gesinnung‘ nicht mehr treffen, sondern er habe den ‚Ausbruch der nationalen Revolution mit Freude‘ begrüßt.“ (Deichmann) Taktisches Manöver? Grün schreibt gar nicht, dass Staudinger antisemitisch war, sondern: „Er gab sich als betont national und antisemitisch.“ Nicht: „Er erwies sich als...“ Es war vielleicht Theater. Wer die Rektoratsrede der Zensur unterworfen hat, sollte lieber nicht von „revistionistischer Darstellung“ sprechen. Filinthe (Diskussion) 10:53, 26. Mai 2017 (CEST)
Johnson: „This is a problem whose implications I am still investigating, but it certainly appears that organic chemists, e.g., Hermann Staudinger, perceived as early as 1933 the likely direction of Nazi policies and offered their support in the time-honored pattern of creating synthetic substitutes for products that would otherwise have been imported.“
Ringsdorf: „Hermann Staudinger was no friend of the Nazi regime, but he was not an opponent either. His attitude in the Third Reich was for the sake of his research and to retain his research group. Thus, to be able to travel to conferences abroad, he made offers to the university management to represent German science abroad, to defend his “German macromolecules”.“ (in Virgil Percec: Hierarchical Macromolecular Structures: 60 Years after the Staudinger Nobel, S. 14.)
Claudia Krüll stellt Staudinger ohne sein Zutun als Profiteur der Naziherrschaft und der Rassenideologie hin: „Nach 1933 kam Staudinger unversehens die Tatsache zur Hilfe, daß Mark und Meyer Juden waren. Im Sinne einer ‚deutschen Naturwissenschaft‘ hatte Staudinger somit selbstverständlich a priori recht, zumindest innerhalb des Machtbereiches der NSDAP“. Auch wenn Staudinger alles daran setzt, den Eindruck zu erwecken, er stehe politisch mit beiden Beinen im braunen Lager, attestiert Krüll ihm, „kein Nazi“ gewesen zu sein. (Krüll, Claudia: Hermann Staudinger — Aufbruch ins Zeitalter der Makromoleküle, in: Kultur & Technik. 2, 1978, H. 3, S. 44—49, hier 48. Zitiert nach Weber und Deussing.)
Weber und Deussing: „Politisch ein Janusgesicht: Staudingers Verhalten in politisch aufgeladenen Kontexten lässt sich nach all dem nur als schillernd bezeichnen. Mal Konformist, mal Querulant, bleibt er prinzipiell unberechenbar, vermag sowohl penetrant mit den Wölfen zu heulen als auch subversiv aus der Reihe zu tanzen. Damit taugt er ebenso wenig als Vorzeigenazi wie als Identifikationsfigur für Antifaschisten (...) Staudinger stellt sich schützend vor Ernst Trommsdorff (1905-1996), „eine(n) meiner besten Assistenten und Mitarbeiter“ (zitiert nach Minssen/Walgenbach 1985-I, 176), der 1932 bei ihm promoviert hat und dem nun aufgrund „jüdischer Abstammung“ die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis droht. (...) In einem Brief vom 9. Juni 1941 an den Kölner Unternehmer Helmut Wolfgang Klever (1881-1970), einen Duzfreund und früheren Schüler, fabuliert Staudinger von „einer vollkommen geschlossenen Clique […], die sich früher vor 1933 herausgebildet hat und die heute noch zusammenhält. Gegen diese Juden im Ausland und diese Judengenossen im Inland, ist sehr schwer aufzukommen.“ (zitiert nach Priesner 1980, 329) Auch bei den Nationalsozialisten macht sich Staudinger mit seiner antisemitischen Pose nicht unbedingt Freunde. I.G.-Direktor Georg Kränzlein, späterer „Gauamtsleiter des Amtes für Technik der NSDAP in Hessen-Nassau und SS-Hauptsturmführer“ (Deichmann 2001, 406), kanzelt ihn ab: „Sie begehen m. E. den Fehler, daß Sie sich dauernd mit Juden herumstreiten. [...] Sie haben es nicht nötig, sich mit Juden in Polemiken einzulassen, denn dadurch erweisen Sie ihnen viel zu viel Ehre. Staudinger gibt sich trotzdem auch weiterhin alle Mühe, für einen Antisemiten zu gelten: Er „hatte sich schon 1936 darum gesorgt, daß zu viele ‚Nichtarier‘ an seinem Institut studieren könnten; und im Mai 1942 äußerte er erneut schriftlich beim Rektor Bedenken – nunmehr, als es keine Juden an deutschen Hochschulen mehr gab – über zu viele ‚Mischlinge‘ unter den Studierenden der Chemie“ (Martin 1994, 11, Fn. 32).“
Vgl. François Fédier: Heidegger – anatomie d'un scandale, Laffont 1988 p.98 Filinthe (Diskussion) 14:31, 26. Mai 2017 (CEST)

Zum Gutachten II - über Eduard Baumgarten („Personalpolitik“)[Quelltext bearbeiten]

Aus Heideggers Gutachten über Baumgarten vom 16. Dezember 1933 gibt es umseitig genau zwei Zitatfetzen: "alles andere als Nationalsozialist" und "Juden Fraenkel". Das war's. Obwohl das Gutachten 1945 im Bereinigungsausschuss relevant wurde (Ott, 184), wird es dort nicht erwähnt. (Dort geht es aber einen Absatz lang um die Frage, ob Heidegger in Rom nun das NS-Hoheitszeichen oder doch eher das NS-Parteiabzeichen trug. Dagegen: z. B. L. Tamayo, Die Rolle des Zusammenbruchs Heideggers, 1945-1946, in dem Bau der Erfahrung des Denkens Heideggers, Vortrag gehalten beim Kongreß der Heidegger-Stiftung Meßkirch „Heidegger und die Dichtung“, Meßkirch, 2006, S. 5: „In dem Gutachten berichtete Jaspers, wie Heidegger Baumgarten denunzierte. Das zog Heidegger den Boden unter den Füßen weg.“)

Umseitig: Baumgarten händigte Jaspers den Brief aus - was für einen „Brief“? Und nochmal: „Da der Brief nur als Kopie Baumgartens bekannt ist ...“ (mit dem im Deutschen eher unbeholfenen, dem Substantiv nachgestellten Genitiv, den hier nur einer benutzt) - jetzt ist das Gutachten ein „Brief“, eine Umdeutung, die in der Literatur einzigartig ist.

Also: Baumgarten händigte Jaspers „den Brief“ aus - wo ist die Quelle dafür?

Soweit ich das recherchieren konnte, wurde der Fall Baumgarten nach 1945 im Vorwort zu Karl Jaspers' Notizen erstmals wieder thematisiert:

Hans Saner (Hrsg.), Karl Jaspers, Notizen zu Heidegger, 1978, S. 14f.: „Und so begann jener für Jaspers selber schmerzliche Prozeß der Ent-Deckung Heideggers, den er doch, bis ins Alter, gerne rückgäng gemacht hätte. Der Umschwung war vermutlich 1935 erfolgt. Jaspers bekam damals von Marianne Weber die Abschrift eines Gutachtens über Eduard Baumgarten zu lesen, das Heidegger 1933 an den Göttinger Dozentenbund gerichtet hatte. In dieser Abschrift - Baumgarten selbst hatte sie im Büro des Dozentenbundsführers vorgenommen - standen die Sätze:

'Dr. Baumgarten kommt verwandschaftlich und seiner geistigen Haltung nach aus dem liberal-demokratischen Heidelberger Intellektuellenkreis um Max Weber. Während seines hiesigen Aufenthaltes war er alles andere als Nationalsozialist ... Nachdem Baumgarten bei mir gescheitert war, verkehrte er sehr lebhaft mit dem früher in Göttingen tätig gewesenen und nunmehr hier entlassenen Juden Fränkel. (...) Ich halte zur Zeit seine Aufnahme in die SA für ebenso unmöglich wie die in die Dozententschaft.'

In der Folge wurde Baumgarten - er war Privatdozent - entlassen, weil er als 'Judengenosse' galt. Nach einer eidesstattlichen Erklärung, daß er Prof. Fränkel nie in seinem Leben gesehen habe, wurde die Entlassung rückgängig gemacht. Dieses Gutachten war einer der Punkte, über den Jaspers nicht hinwegkam.“

H. Ott, S. 183: „Etwa 1934/35 wurde Jaspers, vermittelt durch Marianne Weber der Witwe von Max Weber, die Abschrift eines Gutachtens über Eduard Baumgarten bekannt, das Heidegger am 16. Dezember 1933 zu Händen des NS-Dozentenbundes in Göttingen ausgestellt hatte.“

Ott, 184: „Da Jaspers in seinem 1945er Gutachten bereits ausführlich den Baumgarten-Komplex vorgetragen hatte, Heidegger das Jaspers-Gutachten kannte, in der Bereinigungskommission der Fall diskutiert worden war, ist an der Authentizität nicht zu zweifeln. Hätte eine Fälschung oder auch nur Verfälschung stattgefunden, Heidegger hätte dies richtiggestellt.“

Und auch Jaspers bezeugt die Echtheit des Gutachtens, dadurch, dass er es in seinem Gutachten über Heidegger vom 22. Dezember 1945 zitiert und im Brief von 1949, dem ersten, den er wieder an Heidegger richtet: ...vor allem Ihr Schreiben über Baumgarten, dessen Abschrift ich 1934 sah. Dieser Augenblick gehört zu den einschneidensten Erfahrungen meines Lebens.“

Der Satz zu Fédiers hier ganz unbegründet verkündeter Meinung, man könne die Echtheit des Gutachtens bezweifeln, wird hier mit einer Fn und drei Verweisen versehen. Der erste ist ein Artikel des Journalisten Jürgen Busche, in der FAZ vom 30. April 1930 - da bleibt unerwähnt, dass Prof. Wilhelm Schoeppe - Baumgartens Schwiegersohn - ebenda widersprach: Heidegger und Baumgarten, FAZ, 28. Mai 1983, wie in der Anm. 90 des dritten Literaturverweises dieser Fn auch mitgeteilt wird. Der zweite Verweis ist Fédier selbst, und beim gerade erwähnten dritten wird es interessant: Die Universität Göttingen unter dem Nationalsozialismus, Heinrich Becker, Hans-Joachim Dahms und Cornelia Wegeler (Hrsg.), stellt auf S. 300 fest: „Obwohl die Authentizität des Gutachtens neuerlich sogar in der Tagespresse bestritten wurde, ist daran kaum Zweifel möglich.“ m. Anm. 87. Das ist: „Was das Baumgartengutachten Heideggers betrifft, ist dieser Mangel jedenfalls so empfindlich nicht, daß man an seiner Authentizität vernünftigen Zweifel haben kann.“ Nachdem Baumgarten sich den Text des Gutachtens besorgt hatte, „gab es darüber einen Schriftwechsel zwischen der Fakultät und der Dozentenschaft.“ (dort zitiert)

Dieser dritte Beleg der Echtheit wird umseitig als Quelle für das Gegenteil angegeben, für Fédiers sonst unbelegten Zweifel an dem Gutachten.

Danach folgt umseitig die Aussage, dass Heidegger 1946 selbst das Gutachten als solches anerkannte, indem er die vorliegende Fassung eine Abschrift nannte - was hier bezweifelt wird - Wikipedia selbst bezweifelt es, nicht einmal als Zitat! - mit einem also zitatlosen Verweis auf Zaborowski, so dass die Leser, wie ich, dann raten dürfen, was da wohl gesagt worden sein könnte. Wurde oben eigentlich über Verfälschungen diskutiert? Ohne weitere Worte! --BaneshN. (Diskussion) 17:44, 24. Mai 2017 (CEST)

Gerade solche Beurteilungen einzelner Menschen durch Heidegger, die diesen schweren Schaden zufügen konnten, sind wichtig. Kannst du aus dieser nachvollziehbaren Argumentation einen Kasten mit einem Formulierungsvorschlag basteln? --Anima (Diskussion) 22:25, 24. Mai 2017 (CEST)
Sicher, Anima, wie immer kommt dann also ein Text von mir dazu. Ich wollte hier zunächst die Dokumente, die dazu benutzt werden, und die Kritik an der jetzigen Fassung darlegen, damit der Textvorschlag dann in seinen Gründen transparent ist. ... Hast du schon den plötzlich auf unserer Seite aufgetauchten neuen Benutzer „Ausländer-B“ entdeckt? KarlV sagte, es sei eine Sockenpuppe. Man kann es auch eine Maskierung nennen. Oben, nimm mal die Suchfunktion. Er schreibt wie Benutzer F., er denkt wie Benutzer F.... Kostprobe: „Gibt es etwa im Talmud die Beabsichtigung, christliche Kinder zu vergewaltigen?“ So geht es hier neuerdings zu.--BaneshN. (Diskussion) 23:17, 24. Mai 2017 (CEST)
Nein, die oberen Kapitel hatte ich noch nicht gelesen. Sehr aufschlussreich! Ich glaube, da gibt es keinen Zweifel: Es ist und bleibt Finlinthe, auch wenn er einen anderen Namen wählt. Von sogenannten Sockenpuppen halte ich persönlich Garnichts, und dich - Filinthe - halte ich für eloquent genug, deine Position ohne solche eher für dich schädliche Unterstützung vorzutragen. Ansonsten müssten wir uns an die Vandalismus-Meldung wenden und deinen Zweitaccount, der den Erstaccount argumentativ unterstützen soll, sperren lassen. --Anima (Diskussion) 23:44, 24. Mai 2017 (CEST)
Eine reine Erfindung, wie üblich auf dieser Seite, wo Argumente durch persönliche Angriffe ersetzt werden. Vetter schreibt: „Als Jaspers nach dem Krieg dieses Gutachten zu lesen bekommt...“ Dagegen Safranski. Berel Lang spricht auch von Marianne Weber. Nicht Fédier sondern Heidegger selbst bestreitet die Echtheit des Briefes: Cumming. Zaborowski: „Heidegger stellt in Frage, dass er der Verfasser der uns heute nur zugänglichen Abschrift des Gutachtens über Baumgarten ist. Er vermutet, dass es sich um die »Abschrift eines parteiamtlichen Gutachtens, das auf Grund meines Gutachtens abgefasst wurde und dann nach der bei Parteistellen üblichen nachlässigen Methode als von mir verfasst weitergegeben wurde,« handelt (GA 16, 417 f.). Dagegen spricht nicht nur, dass dieses Verfahren höchst ungewöhnlich gewesen wäre, sondern auch, dass das Gutachten in der ersten Person verfasst ist.“ Was wird hier „verfälscht“? Nichts. Dass die Rektoratsrede zensiert wird, ist dafür keine Erfindung. Filinthe (Diskussion) 15:54, 26. Mai 2017 (CEST)

He3nry: noch ein HILFE ruf[Quelltext bearbeiten]

@He3nry: Offenbar müssen wir jetzt einen Edit-War beginnen, wenn Du ihn nicht verhinderst. Es gibt unkonsentierte Änderungen, und ich bitte Dich, das zu kommentieren. Im Zweifel werde ich sie sonst rückgängig machen. Danke, wie immer.--BaneshN. (Diskussion) 18:05, 26. Mai 2017 (CEST)

Offenbar bist du gerade im Off, dann mache ich die unkonsentierte Änderung jetzt rückgängig. Sie betraf ein Kapitel, das noch nicht dran war - wie bei KarlV vor ein paar Tagen. Inzwischen haben wir ja sogar ein Schild, das vermittelt, so etwas nicht zu tun. Zudem waren es zwei Änderungen: Die erste Änderung des Benutzers F., die ich nicht rückgängig mache, brauchte aufgrund einer dadurch entstehehenden Doppelung (er hatte den Absatz nicht weiter gelesen) und des falsch verwendeten Namens „Möllendorff“ (statt von Möllendorff) eine zweifache Korrektur, was für einen einzigen Satz bemerkenswert ist. Das nächste Mal setze ich so etwas ebenfalls zurück.--BaneshN. (Diskussion) 18:43, 26. Mai 2017 (CEST)


@Filinthe: Jetzt hat das bis jetzt so gut geklappt... Muss das also sein? Ich würde ehrlich gesagt gerne vermeiden, dass ich Benutzer oder Artikel sperren muss (dann muss ich das nämlich alles kopieren). Kannst Du nicht den roten Kasten oben auf der Seite, dessen Entstehung Du mitbekommen hast, beachten? Ich denke, Du bist wie alle anderen ausreichend in Anspruch genommen, am jeweils den in Arbeit befindlichen Abscnnitt zu diskutieren. Mache also bitte keine Zusatzbaustellen auf. Ganz sicher gilt aber folgendes: Wenn Du was ändern willst, schlägst Du das bitte in einen Kasten gemalt auf der Disk vor, dann wird diskutiert - und dann editiert. --He3nry Disk. 19:20, 26. Mai 2017 (CEST)

Hinweis an alle: ich bin am Wochenende offline. Wenn Ihr Euch in die Haare kriegt, muss ich Montagmorgen alles zurücksetzen ;-) --He3nry Disk. 19:23, 26. Mai 2017 (CEST)

Noch'n Hinweis an alle: Ich gebe am Wochenende ein Bankett unter der Pergola im Garten meines Häuschens auf dem italienischen Land. Erstens: das habe ich mir verdient. Zweitens: Dann werde ich aber hallo im Off sein. In diesem Sinne: Salute.--BaneshN. (Diskussion) 19:39, 26. Mai 2017 (CEST)
Hallo He3nry, mit diesen Änderungen war der Benutzer BaneshN einverstanden: „Wenn das da unbedingt noch mit hinein muss - meinetwegen, ich werde es dann berücksichtigen. Ich würde aber die Formulierung vorschlagen: „trug sich da schon mit Rücktrittsgedanken“, da er ja ein paar Tage später wirklich zurücktrat.--BaneshN. (Diskussion) 11:38, 26. Apr. 2017 (CEST)“ „Zu dem Brief-Zitat: wenn's sein muss - aber wie gesagt, vielleicht sagt noch jemand anders etwas dazu.--BaneshN. (Diskussion) 19:25, 29. Apr. 2017 (CEST)“ Niemand hat etwas dazu gesagt. Filinthe (Diskussion) 19:59, 26. Mai 2017 (CEST) Ach so, geht es nur um das Zaborowski-Zitat? Filinthe (Diskussion) 20:03, 26. Mai 2017 (CEST) Die Korrektur „von Möllendorff“ ist nutzlos. Vgl. zB Zaborowski: „Möllendorff trat sein Amt als Rektor am 15. April 1933 an.“ Die Drohung „Das nächste Mal setze ich so etwas ebenfalls zurück“ ist schwer zu verstehen: konsentierte Änderungen zurücksetzen? Ernsthaft? Filinthe (Diskussion) 20:17, 26. Mai 2017 (CEST)
@He3nry, noch eine Frage: die anderen Benutzer sind zurzeit davon überzeugt, dass „Ausländer-B“ eine Sockenpuppe ist. Angeblich stecke ich dahinter (s.o.). Wie beweist man sowas? Gruß Filinthe (Diskussion) 20:44, 26. Mai 2017 (CEST)
Sie äußerten einen Verdacht, keine Überzeugung.
Ob die selbe Person beide Accounts benutzt, kann nur auf wp:checkuser geklärt werden, auf Antrag und nur wenn einige Voraussetzungen erfüllt sind. Falls ja, werden beide Accounts gesperrt. Es ist ebenso nicht auszuschließen, dass Ausländer-B dies bezweckt. --Thoken (Diskussion) 21:35, 26. Mai 2017 (CEST)
Der Account kommt aus Frankreich - es genügt, die obige ID- Nummer dazu zu googeln. Wenn er gerade in der Heimat bei Freunden oder Verwandten ist, die davon ja auch nichts wissen müssen, ist ein solcher Nachweis nicht möglich. Die Übereinstimmung des Wortschatzes, der Wortwahl, der Syntax und der Fehler - vom Inhalt etc. abgesehen - muss dem aber nicht nachstehen. Wir müssen das ja weder hier beweisen, noch gar in privateren Foren als diesem. Wir müssen es gar nicht beweisen - es könnten ja auch noch AusländerC-Z auftauchen...--BaneshN. (Diskussion) 22:27, 26. Mai 2017 (CEST)
Ihr solltet die Spekulation bitte einstellen. Das ist nicht belegbar und ein Checkuser ohne Missbrauchsverdacht wird es nicht geben. Das Ganze bringt nichts. Ich finde hier ist AGF angemessen: Ihr wollt alle konstruktiv an dem Artikel arbeiten und ihr tut es mit dem Hauptaccount. Es ist klar, dass wir uns die Arbeit hier nicht durch "Neuaccounts" behindern lassen werden. Wenn diese Accounts nicht verschwinden oder konstruktiv mitarbeiten, werden wir sie sperren... --He3nry Disk. 22:38, 26. Mai 2017 (CEST)
If it walks like a duck and it talks like a duck...
Ich weiß zwar nicht, was AGF ist, stimme Dir aber mal auf gut Glück zu. Merken dürfen wir uns das aber mitsamt Inhalt, ja? Gut. Schönes Wochenende--BaneshN. (Diskussion) 22:48, 26. Mai 2017 (CEST)
Bin ich die Ente? Wikipedia:Sockenpuppe: „Einem Benutzer unbegründet zu unterstellen, er sei jemandes missbräuchlich eingesetzte Sockenpuppe, gilt als sehr unhöflich und kann als persönlicher Angriff gesehen werden.“ Filinthe (Diskussion) 22:48, 26. Mai 2017 (CEST)
... than it might be a duck.--BaneshN. (Diskussion) 22:57, 26. Mai 2017 (CEST)
Dies habe ich auf der Vandalismusseite gemeldet. Filinthe (Diskussion) 23:39, 26. Mai 2017 (CEST) Alles gut, die Unterstellung gilt eigentlich als „begründeten Verdacht“ und ein CUA sollte gestellt werden. Filinthe (Diskussion) 12:49, 27. Mai 2017 (CEST)

Ich möchte abschließend noch einmal daraum bitten, jedwedes(!) Geraune zum Thema "Socke von X" eingestellt wird. Das geht einfach nicht. Ansonsten können wir den Abschnitt wohl erledigen, --He3nry Disk. 08:58, 29. Mai 2017 (CEST)

Dieser Abschnitt kann archiviert werden. --He3nry Disk. 08:58, 29. Mai 2017 (CEST)

Hans Jonas, Heidegger and God......[Quelltext bearbeiten]

Was mir im Artikel fehlt ist ein Abschnitt über seinen Schüler Hans Jonas - der kommt soweit ich sehe nicht vor. Der Philosoph Jonas ist sicher einer der größten Schüler von Heidegger - und die Heidegger Kontroverse hat er insbesondere in den USA entfacht, mit einer sehr großen öffentlichen, medialen Wirksamkeit z.B. in der New York Times 1964 auf der Hauptseite ! Siehe auch "Heidegger in America" von Martin Woessner und Jonas Autobiographie "Erinnerungen. Nach Gesprächen mit Rachel Salamander". Hrsg. und Nachwort Christian Wiese, Insel, Frankfurt am Main 2003, die sehr viele Details enthält: und William Richardson "Heidegger and God and Professor Jonas"

Was ist da angedacht ? Besten Gruß--Empiricus (Diskussion) 20:35, 26. Mai 2017 (CEST)

Danke für Deine konstruktive Anfrage. Die Heidegger-Kontroverse wird im Kapitel 5 dargestellt. Auf dieser Disk ganz oben ist erläutert, dass wir von oben nach unten mit der Gesamtredaktion dieser Seite vorgehen, im Moment sind wir im Kapitel 2. Das Kapitel 5 sollte m. E. die starre Form, einzelne Autoren abzuhandeln zugunsten einer thematisch betonten Konzeption aufgeben, worüber hier allerdings erst Einigkeit erzielt werden müsste. Für das Kapitel habe ich Material gesammelt, bin aber auch sehr über Autoren erfreut, die sich beteiligen wollen. Es wird noch eine Weile dauern, bis wir bei dem Kapitel 5 angelangt sind. Soltest Du hier vorher nicht mitwirken wollen oder es zeitlich nicht einrichten können, werde ich Dich dann für dieses Thema anmorsen. Die Rezeption in den USA gehört sicher eher zu den blinden Flecken dieser Seite, Hans Jonas wird bisher nicht genannt. Dein Hinweis ist daher sehr hilfreich. --BaneshN. (Diskussion) 22:01, 26. Mai 2017 (CEST)
Ich bringe mich da gerne ein Stück weit ein - was beizutragen. Ich kenne Hans Jonas Lebensgeschichte gut....(hab ihn auch persönlich kennengelernt)....das Thema Heidegger und NS hat ihn massiv beschäftigt. --Empiricus (Diskussion) 23:16, 26. Mai 2017 (CEST)
Gut, das merke ich mir vor. Ich würde gern mehr darüber erfahren, welchen Eindruck er bei Dir hinterlassen hat, aber das könnten wir dann nur auf einer unserer BS erörtern. Jedenfalls wäre ich erfreut, wenn Du zum Thema der Rezeption der NS-Vergangenheit von Heidegger in den USA etwas - möglichst Konzises - übersichtlich aber lexikalisch dicht - vorbereiten könntest. Dauert hier aber noch eine Weile. Auch sonst ist die Disputation und Mitarbeit hier für Kundige gerne offen. Schöne Grüße --BaneshN. (Diskussion) 23:29, 26. Mai 2017 (CEST)
Danke für die Einladung, der Artikel ist ja fast schon ein ganzes Buch.....und ein klassisches WP Dynamitfass ! Nix für mich.... Zu Jonas kann ich was beitragen, zur USA nur bedingt. Kurz zu Jonas: Hans Jonas ist schon 1933 ausgewandert, seine Mutter wurde im KZ Ausschwitz ermordet, er selbst war Kämpfer gegen den NS in der jüdischen Brigade - und sein Lehrer Heidegger hat dem NS-Regime den intellektuellen Segen bzw. Legitimation erteilt und sich nach 1945 nie davon distanziert, öffentlich ! Jonas hat das nie verstehen können - auch nicht, das Heidegger sich hier nicht schuldig und mitverantwortlich gefühlt hat, sich entschuldigt hat - obwohl Handlanger und Vollstrecker des Regimes ! Nie verstehen können, da defacto unmöglich zu verstehen. Was den Antisemitismus betrifft war Heidegger irgendwie schizophren, wenn er durch und durch Nazis gewesen wäre -hätte er doch keine Liebesbeziehung mit der Jüdin Hanna Arendt (die beste Freundin von Jonas) haben können, dass war faktisch Rassenschande (o.k. war vor 1933), auch nach dem Krieg haben die sich ja irgendwie noch gut verstanden - auch das er jüdische Promovenden wie Jonas akzeptiert hat ist, kurios. Sein Antisemitismus entsprach dem Mainstream im Zeitgeist. Da seinem Denken das "kritische und ethische Moment" im Sinne von Kant fehlte, war die Rektoratsrede defacto die Bankrott-Erklärung seiner eigenen Philosophie ! Heidegger und seinen Freunden (Söhnen, Philosophen, etc.) ging es nach dem Rektorat und in der Nachkriegszeit eigentlich nur darum - seinen Ruf und sein Werk für die Nachwelt zu retten. Dazu durfte er hier sich nicht zu seiner NS-Mitschuld und NS-Mitverantwortung bekennen - darum kreist ja hier der ganze Artikel (Pro und Contra) ! Hans Jonas ganzes Denken kann man heute als "Philosophie nach Ausschwitz" verstehen - als Gegenpool zu Heideggers "Philosophie vor Ausschwitz. Daher bringt Jonas, der sich als Schüler kritisch mit seinem Lehrer auseinandergesetzt hat, einen eigenen Akzent in den Artikel, auch als reduktives Moment.--Empiricus (Diskussion) 11:25, 27. Mai 2017 (CEST)
Ave, Empiricus. Das nehme ich mal als Gastkommentar zum Thema unserer Seite, mit Schwerpunkt Jonas, und ich bin weitgehend Deiner Meinung. Philosophie vor und nach Auschwitz klingt als Etikett gewichtig und kann es auch sein, sagt mir aber als solches wenig. Konkret wäre die Frage dazu: Was konnte Heideggers Gedanke nach 1945 nicht mehr behaupten? Wenn es in diese - oder eine andere - Richtung von Jonas zitierfähige Aussagen zu unserem Thema gibt, würde ich doch dafür plädieren, dass Du einen oder zwei Absätze dazu verfasst, es hat, wie gesagt, Zeit. Hier haben wir, das sei dazu auch noch gesagt, eher ein Dynamitfässchen als ein ganzes Fass, aber wenn Du einen Textbeitrag liefern könntest, sollte Dich auch das nicht davon abhalten - den explosiven Teil nehme ich Dir dann schon ab, keine Sorge. Grüße--BaneshN. (Diskussion) 10:41, 29. Mai 2017 (CEST)