Diskussion:Montagsdemonstrationen 1989/1990 in der DDR

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Die neuen Montagsdemonstrationen 2014[Quelltext bearbeiten]

https://www.facebook.com/photo.php?v=679763285403468&stream_ref=10 (nicht signierter Beitrag von 2A02:908:F650:A880:AD9C:251C:B4C3:BE56 (Diskussion | Beiträge) 19:32, 2. Apr. 2014 (CEST))

Dieser Link ist völlig irrelevant. Sowohl historisch nicht zu vergleichen als auch von der Bedeutung her ein riesen Unterschied. 178.25.74.229 17:21, 4. Sep. 2014 (CEST)

Erste Demo?[Quelltext bearbeiten]

Stimmt es wirklich, daß die erste Montagsdemo in Leipzig am 4.9.89 stattfand? Ich war im Januar 89 mehrmals in Leipzig, und erinnere mich, daß es auch damals schon Demonstrationen (und entsprechende Präsenz der Bereitschaftspolizei) gab. Gibt es denn hier keine Leipziger, die es genauer wissen? --Sundowner 18:18, 14. Dez 2005 (CET)

Die montäglichen Friedensandachten gab es schon viel länger (wohl seit Anfang der 1980er Jahre). Und dazu kamen bei bestimmten Anlässen immer wieder sehr viele Menschen - dann war natürlich Bereitschaftspolizei da. Die sich daraus entwickelnden regelmäßigen Montagsdemonstrationen begannen aber meiner Meinung nach tatsächlich im Herbst 1989. -- lley 00:17, 15. Dez 2005 (CET)
Die erste Andacht, die in einer Demonstration endete, fand schon am 06. Februar 1989 statt. Seit diesem Zeitpunkt hatte die Wach- und Sicherungs-Einheit (WSE) "Heinz Gronau" in Leipzig Urlaubs- und Ausgangssperre. (nicht signierter Beitrag von 178.25.17.221 (Diskussion | Beiträge) 21:28, 8. Mai 2010 (CEST))
Also ich find es auch schade, dass die Montagsdemonstrationen "offiziell" im September begonnen haben sollen. Es gab definitiv vorher schon welche, und zwar Montags, nur wurden sie noch nicht so genannt. Ich bin ab Anfang August mitgelaufen, als die Demos noch so aussahen, dass etwa 200 Leute sichtbar demonstrierten, und 2 oder 3000 Leute in sicherem Abstand folgten, um im Notfall behaupten zu koennen, sie waeren nur zufaellig dort gewesen (Und ja, ich gehoerte zur weniger mutigen Menge.) --Pgallert (Diskussion) 16:16, 29. Apr. 2013 (CEST)
Habe gerade "Die Tagesschau vor 25 Jahren" vom 13.03. gesehen. Dort ist erstmals in der Tagesschau über eine Demonstration an einem Montag ausgehend von der Nicolaikirche berichtet worden, auch wenn es dort (noch) nicht "Montagsdemo" genannt wurde. Ich denke auch, dass jemand, der sich damit genauer auskennt, das mal genauer ausführen sollte, die Information so wie sie hier steht, muss man schlicht als falsch ansehen. Peter (Diskussion) 07:48, 29. Mär. 2014 (CET)
Die Informationen im Artikel sind zunächst mal belegt (insbesondere, dass die Montagsdemos am 4.9.89 begonnen haben). Daran ändert auch nichts, wenn es vorher schon gelegentlich Demonstrationen gegeben hat. Wenn man das seriös belegen kann (und das meint keine einzelne Tagesschau und erst recht keine persönlichen Erinnerungen), wäre es sicher sinnvoll, das zu ergänzen. Das wäre dann wohl sowas wie die Vorgeschichte der Montagsdemonstrationen. Was aber als Montagsdemonstrationen bezeichnet wird, hängt nicht von Erinnerungen oder Meinungen einzelner ab, sondern von der öffentlichen, im besten Falle geschichtswissenschaftlichen Rezeption - und sowas lässt sich durch Literatur belegen. -- lley (Diskussion) 15:41, 9. Mai 2014 (CEST)
Ich hatte auch gar nicht vorgeschlagen, meine persoenliche Erinnerung zum Ausbau des Artikels zu verwenden. Inwieweit allerdings www.jugendopposition.de bzw das "Kontraste" Magazin bessere Quellen als die Tagesschau sind, darueber koennte man sicherlich diskutieren. Weiss ja nicht, wie es hier gehandhabt wird, und will mich da auch nicht einmischen, aber die Bundeszentrale für politische Bildung, auf die sich die ach so serioese Quelle bezieht, waere anderswo keine nuetzliche (weil: keine unabhaengige) Quelle. Gruss, Pgallert (Diskussion) 16:37, 26. Jun. 2014 (CEST)
Der eigentliche/bessere Beleg für den strittigen Sachverhalt ist eher der Artikel auf jugendopposition.de, weniger der Kontraste-Bericht. Ich habe den entsprechenden ref mal verschoben. Aber ja, das gemeinsam von der Bundeszentrale für politische Bildung und der Havemann-Gesellschaft verantwortete Webangebot würde ich als seriös ansehen, und ich glaube, das sehen auch andere hier so. Aber wenn es bessere Quellen/Belege gibt, immer her damit. Nur von Diskutanten hier kommen eben meistens nur persönliche Erinnerungen oder Betrachtungen. Und zur Tagesschau: Deren Seriosität will ich nicht in Frage stellen. Nur ist die Tagesschau, weil sie eben ein tagesaktuelles Medium ist, sicher nicht geeignet als Beleg oder Widerlegung von Aussagen wie die hier bestrittene. -- lley (Diskussion) 16:02, 1. Jul. 2014 (CEST)

Es kam zu gewaltsamen Angriffen nicht nur auf die Polizei, sondern auch auf ausländische Personen und auf kritische Linke, die gegen die Teilnahme teilweise offen agierender Rechtsradikaler protestierten. Auch kam es zur Protestbeteiligung von aus der BRD zugereisten Rechtsextremisten.

Gibt es für diesen Abschnitt irgendwelche Quellen? Dies kommt mir, besonders der zweite Satz etwas sehr unglaubwürdig vor. 2.juni 18:34, 18. Jan 2006 (CET)

Ich weiß auch nicht so recht, was dieser Satz hier bedeuten soll: ""Asoziale Elemente" forderten naive sympatisierende Jugendliche auf, sich nicht zu beteiligen und nach Hause zu gehen." FHB, 07.02.2006

Löschung folgenden Absatzes unter Leipzig, 9. Oktober:

Immer stärker verlagerte sich die Thematik der Demonstrationen von Forderungen nach politischen Reformen hin zu nationalistischen Forderungen nach "Wiedervereinigung" und antikommunistischen Parolen gegen die Regierung. Es kam zu gewaltsamen Angriffen nicht nur auf die Polizei, sondern auch auf ausländische Personen und auf kritische Linke, die gegen die Teilnahme teilweise offen agierender Rechtsradikaler protestierten. Auch kam es zur Protestbeteiligung von aus der BRD zugereisten Rechtsextremisten. Aus der Parole "Wir sind das Volk" wurde ziemlich schnell "Wir sind ein Volk", immerhin eine frühere Wahlparole der NPD in der BRD. Nach anderer Ansicht meinte "Wir sind ein Volk!" ursprünglich die Aufhebung der Konfrontation Demonstranten ./. Polizisten, da beide Seiten an einem Wandel in der DDR interessiert sein sollten.

Das ist m.E. klar politisch eingefärbt. Davon abgesehen müssen die Behauptungen hinsichtlich gewaltsamer Angriffe von Demonstranten auf die Polizei (!) und den angeblichen Auseinandersetzungen zwischen den angeblich anwesenden Radikalen stark bezweifelt werden. Wo ist das belegt? Für meine Begriffe ist das frei erfunden oder es war eine minimale Randerscheinung. Drittens wurde der Spruch "Wir sind ein Volk" während der Demonstrationen geboren (und nicht von der NPD lanciert) - aber erst nach dem 09.10.1989 (Vorreiter hier womöglich Plauen, wo bereits Anfang November die Wiedervereinigung gefordert wurde.)FHB 06. Feb 2006 (CET)

Deine Löschung des bemängelten Abschnittes ist vollkommen richtig! Gewaltsame Angriffe auf Polizisten gab es definitiv nicht, was auch absurd gewesen wäre, da die allgemeine Angst vor einer Eskalation sehr groß war, trotz der großen Masse an Unterstützern. Bei den Angriffen auf Linke, würde ich aber dennoch einmal nachforschen. Es ist mir zwar überliefert das es solche Streitigkeiten zwischen Gruppen gab, aber inwieweit das in Gewalt ausgetragen wurde, ist schwer zu sagen, bzw. unwahrscheinlich. 2.juni 16:02, 7. Feb 2006 (CET)
Die oben angegebene Meinung, daß es keine gewaltsamen Angriffe von Seiten der Demonstranten gab, ist sachlich nicht richtig. Allerdings wurden diese in Mehrheit auf die Soldaten der Wach- und Sicherungseinheit an der "Runden Ecke" ausgeführt. (Zeitraum Feb. bis ca. Sep.) Danach wurde die Parole "Keine Gewalt" auch auf Seiten der Demonstranten durchgesetzt, u.a. auch mit eigenen Ordnern und Aufpassern. (nicht signierter Beitrag von 178.25.17.221 (Diskussion | Beiträge) 21:28, 8. Mai 2010 (CEST))

Die Mär von der ersten Großdemonstration im Wendeherbst in Plauen wird gar von der sächsischen Staatsregierung verbreitet. http://www.l-iz.de/Politik/Sachsen/2009/10/Verdienstorden-f%C3%BCr-Leipzig-Staatsregierung-bleibt-beim-Plauen-M%C3%A4rchen.html -- Trainspotter 08:28, 14. Okt. 2009 (CEST)

welch objektive und unabhängige Quelle... --n8eule78 11:36, 16. Okt. 2009 (CEST)

Kirchen in Leipzigs Innenstadt[Quelltext bearbeiten]

Hallo, im Einleitungstext steht [...] Nikolaikirche und drei anderen Kirchen in der Leipziger Innenstadt [...], ich wollte mal frge, welche Kirchen das sind bzw. wie weit im Sinne des Artikels die Innenstadt Leipzigs gefasst ist? Soweit ich mich im Zentrum auskenne, gibt es da nur noch die Thomaskirche, weitere Kirchen liegen außerhalb der Innenstadt--Patrick 00:22, 13. Aug. 2007 (CEST).

Stadtnamen[Quelltext bearbeiten]

Hallo, im Bereich Weiterentwicklung der Demos findet sich der Name Karl-Marx-Stadt. Ich weiß nicht, ob jeder, besonders die Jüngeren, Deutsche weiß, dass damit Chemnitz gemeint ist. Könnte das evtl. noch hinzugefügt werden (zur Not in Klammern)? --Bastihitzi 20:49, 20. Sep. 2007 (CEST)

Hab entsprechenden Link auf Chemnitz gesetzt, ebenso wie zu den andern dort aufgeführten Städten--ˈpɛt.ʀɪk red mit mir! 00:02, 21. Sep. 2007 (CEST).

"Beamte"[Quelltext bearbeiten]

Hallo, ich möchte folgenden Hinweis geben. In der DDR gab es keine BEAMTE.


Denkmal[Quelltext bearbeiten]

Ich wollte nur melden dass bei dem Bild der Nikoleikirche ein Fehler ist: was man im vordergrund sieht ist kein denkmal für die Demos sondern gehört zur Kirche. Meiner Meinung nach wird noch über ein denkmal debatiert.(nicht signierter Beitrag von Panther04 (Diskussion | Beiträge) ˈpɛt.ʀɪk red mit mir! 17:42, 7. Okt. 2007 (CEST))

Das steht auf der Website der Nikolaikirche aber anders. -- lley 21:33, 7. Okt. 2007 (CEST)

Wende in Magdeburg[Quelltext bearbeiten]

Kann jemand Aussagen zu den Ereignissen während der Wende in Magdeburg treffen?

Ich weiß von Friedensgebeten und Kundgebungen im Dom, von der gewaltsamen Auflösung einer Demo am 07.10.1989 und eher friedlich verlaufenden ab dem 09.10.1989. Gab es bereits Ereignisse davor? Stimmt es, dass es anfänglich eine Zweiteilung der Prodeste gab: die der Ausreisewilligen ("Donnerstags-Demo"??) - und die derjenigen, die Veränderungen in der DDR anstrebten?--Rögner 22:01, 9. Nov. 2007 (CET)

Vielleicht lohnt es sich, ein Bild vom Denkmal für die friedliche Revolution, das an der Westseite des Domes steht, einzufügen.--Zarbi 22:12, 9. Nov. 2007 (CET)
Gibt es wirklich niemanden, der etwas über die Wende-Ereignisse in Magdeburg verfassen kann? Gibt es gar keine Quellen / Info-Material ??--Zarbi 18:04, 9. Dez. 2008 (CET)


Lemma[Quelltext bearbeiten]

Da ja kaum Verwechslungsgefahr mit anderen Ereignissen besteht, könnte man doch eigentlich auf die Jahreszahlen im Lemma ganz verzichten. Anton-Josef 09:07, 24. Jan. 2008 (CET)

Würde ich nicht so sehen bzw. sollte eingehender diskutiert werden: 1. Nach meiner Kenntnis gab es bereits vor 1989 Protestaktionen (bzw. Friedensgebete u. ä.) regelmäßig an bestimmten Wochentagen. 2. Der Begriff Montagsdemonstrationen wurde später im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Einführung von Hartz IV wiederbelebt.--Zarbi 11:28, 24. Jan. 2008 (CET)
Montagsdemonstrationen in der DDR oder Montagsdemonstrationen (DDR) finde ich als Lemma ok. Die Abgrenzung zu späteren Demonstrationen ist durch den Zusatz DDR gegeben, und Montagsdemonstrationen hat es vorher in der DDR nicht gegeben. Die Friedensgebete sind älter und fanden auch montags statt, das ist richtig. Aber die regelmäßigen Demonstrationen, erst recht mit dieser Bezeichnung, gab es erst während der Wende. -- lley 11:33, 24. Jan. 2008 (CET)
Montagsdemonstrationen in der DDR bitte auf jeden Fall dem Klammer-Lemma Montagsdemonstrationen (DDR) vorziehen. Allerdings denke ich nicht, die hier beschriebenen Demonstrationen mit denen gegen Hatz IV. verwechselt werden könnten. Gibts da überhaupt einen Artikel? Gruß --Anton-Josef 11:54, 24. Jan. 2008 (CET)
siehe Montagsdemonstrationen gegen Sozialabbau 2004 -- lley 12:02, 24. Jan. 2008 (CET)
Ich wiederum würde auf keinen Fall "Montagsdemonstrationen in der DDR" als Stichwort nehmen. Das klingt so, als wenn es auch Dienstags- und Mittwochsdemonstrationen gegeben hat. DDR in Klammern ist wesentlich eindeutiger und besser geeignet, spätere Montagsdemonstrationen ähnlich, aber doch deutlich getrennt zu benennen, z. B. eben Montagsdemonstrationen (Hartz IV). Vor allem wären sie dann auch leichter in der Wikipedia auffindbar. Saxo 18:49, 4. Mär. 2008 (CET)

Bei der Artikelstruktur steht am Anfang (was der unbedarfte als erster fragt) Montagsdemonstration, was ist das. Dann kommt die Umleitung auf den Plural, der wiederum eien BKL für beide Lemmata ist. Ein anderer Punkt: Der Schrägstrich erstellt in der Wikisyntax einen Unterartikel zu "Montagsdemonstrationen 1989", Montagsdemonstrationen 1989–1990 in der DDR war syntaktisch richtiger, was Catrin wohl nicht wusste. Kann das rückgängig gemacht werden, bzw. Einspruch?--FlammingoMoin 10:54, 7. Apr. 2008 (CEST)

Dresden, Plauen: Montagsdemonstrationen?[Quelltext bearbeiten]

Die Demos in diesen beiden Städten sind eindeutig nicht an Montagen erfolgt, m.E. stehen sie auch in anderen Zusammenhängen als die Montags-Demos (vorwiegend in Leipzig), wo sich m.E. der im Hinblick auf die Wende (DDR) bedeutsame Wandel von den "Wir wollen raus"- zu den "Wir bleiben hier"- und "Wir sind das Volk"-Demos ergeben hat. Ich plädiere dafür, die Abschnitte zu diesen beiden Städten hier rauszunehmen. Soweit jemand einen Hinweis gibt, wo sie womöglich besser aufgehoben sind, würde ich sie dorthin verlegen. --Rustikus 10:38, 10. Sep. 2008 (CEST)

Außerdem widerspricht ihre Nennung vor den Leipziger Demo-Terminen dem Satz, dass die Montags-Demos zuerst in Leipzig entwickelt wurden. M.E. sollte es zumindest noch einen Unterabsatz zur Demo am 2.10.1989 geben, um die Reihenfolge korrekt darzustellen.--Rustikus 10:57, 10. Sep. 2008 (CEST)

Wie bereits im Artikel beschrieben, fanden Montagsdemonstrationen o.ä. nicht nur in Leipzig sondern auch in anderen Städten im Herbst 1989 statt. Die Demonstrationenen in Leipzig waren dabei die von den Teilnehmerzahlen größten und medienwirksamsten. Eine Schlüsselstellung nihmt dabei sicherlich der friedliche Verlauf der Demo am 09.10.1989 in Leipzig ein, der viele Bürger in der DDR zu weiteren Aktionen ermutigte. Wann - zu welchen Zeitpunkt in der jeweiligen Stadt sich der Wandel von "Wir wollen raus"-Protesten (bereits vor dem Herbst '89)zu "Wir bleiben hier"- und "Wir sind das Volk"-Demos vollzogen hat, ist sicherlich nicht so einfach und pauschal zu beurteilen.--Zarbi 11:30, 10. Sep. 2008 (CEST)
Es mag ja sein, dass die Demonstrationen z.B. in Plauen nicht montags stattfanden und deshalb theoretisch nicht bei "Montagsdemonstrationen" sondern bei "Sonnabendsdemonstrationen" behandelt werden müssten, doch haben sie eindeutig den gleichen Inhalt wie die in Leipzig. Die Aussage, dass die ersten Massendemonstrationen in Leipzig stattfanden ist so ohnehin nicht richtig. Es mag sein, dass die ersten Demos mit einigen Hundert Teilnehmern in Leipzig waren. Die erste Großdemonstration mit mehreren Tausend Teilnehmern fand jedoch in Plauen am 07.10.1989 (dem 40. "Tag der Republik") statt, auch wenn das nicht so verbreitet wurde, wie die Leipziger Demonstrationen. Die haben halt einfach die bessere Medienarbeit geleistet ;-) Wer sagt denn, dass die Demo am 9.10.89 in Leipzig, ohne die in Plauen friedlich verlaufene Großdemonstration überhaupt stattgefunden hätte ?
Den missverständlichen bzw. falschen Satz, dass die ersten Demos in Leipzig stattfanden hatte ich hier schon mal bearbeitet, doch diese Tatsache wollte damals schon keiner wahr haben . --n8eule78 11:52, 10. Sep. 2008 (CEST)
Ich bin auch der Meinung, dass sich dieser Artikel auf die Leipziger Demonstrationen konzentrieren sollte. Dabei geht es mir gar nicht um die Bedeutung der Demos in verschiedenen Orten. Fakt ist aber doch, dass der Begriff "Montagsdemonstrationen" eben tatsächlich die Leipziger Demonstrationen meint. Selbst wenn es an anderen Orten auch montags Demonstrationen gegeben haben sollte (was ich nicht weiß), bezeichnet dieser Begriff im öffentlichen Diskurs speziell die Leipziger Demonstrationen.
Selbstverständlich sollen die Demonstrationen in vielen anderen Städten der DDR im Herbst 89 auch erwähnt/beschrieben werden, nur sind sie nicht das Thema dieses Artikels. In Wende (DDR) ist der Abschnitt zu den Herbstdemonstrationen praktisch noch nicht existent, dort ist also noch reichlich Platz für fehlende Informationen.
Schließlich nochmal zu der Behauptung, die erste Großdemonstration mit mehreren Tausend Teilnehmern hätte am 7. Oktober in Plauen stattgefunden. Diese Aussage habe ich bereits vor einem knappen Jahr wieder aus dem Artikel entfernt, weil sie meiner Kenntnis nach falsch ist: Bereits am 15. September demonstrierten in Leipzig mehr als 5000 Menschen (Hertle: Chronik des Mauerfalls), am 2. Oktober waren es 20.000 in Leipzig (Hermann Weber: DDR. Grundriß der Geschichte. 1945–1990), am 4. Oktober demonstrierten in Dresden laut Artikel 5000, laut Hertle (der einen Stasi-Bericht zitiert) bis zu 20.000, und auch am 7. Oktober demonstrierten in Leipzig 10.000 Menschen (Charles S. Maier: Das Verschwinden der DDR und der Untergang des Kommunismus). Die Aussage Plauen betreffend steht also auf recht tönernen Füßen. -- lley 20:52, 11. Sep. 2008 (CEST)
Bzgl. des Fokuses auf Leipzig könnte ich Dir folgen, wenn der Artikel Leipziger Montagsdemonstrationen 1989/1990 heißen würde. Das tut er im Moment ja nicht, sondern: Montagsdemonstrationen 1989/1990 in der DDR. Der These, dass der Begriff Montagsdemo automatisch Leipzig bedeutet oder dass dies weitesgehend assosiert wird, muss ich widersprechen.
Vielmehr finde ich, dass die Einleitung zu lang geraten ist. Die letzten 2 Drittel, die speziell die Situation in Leipzig beschreiben, sollten einen eigenen Absatz erhalten.--Zarbi 18:52, 4. Dez. 2008 (CET)
Ich hab den Vorschlag mit dem Absatz mal umgesetzt...--n8eule78 17:15, 9. Dez. 2008 (CET)

Die Vorfälle in Dresden am 4. Oktober haben überhaupt nichts mit den Montagsdemonstrationen zu tun. Nicht nur, daß sie nicht am Montag stattfanden, sie waren nicht organisiert, es waren nicht einmal Demonstrationen, hatten auch kein politisches Ziel. Der Absatzz sollte ersatzlos gestrichen werden. Saxo 10:01, 15. Jan. 2009 (CET)

Ohne in einen Rangfolgekampf, welche Stadt nun zuerst die grösste oder bedeutsamste Demonstration zu verzeichnen hatte, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass zum 7.Oktober 1989 in Leipzig, im Vorfeld der ersten grossen ( Leipziger ) Montagsdemonstration, erhebliche Unruhen, Verhaftungen und massiver Gewalteinsatz erfolgt sind. Schon am frühen Nachmittag wurde das Umfeld der Nikolaikirche durch Sonderkräfte der Polizei und Zivileinheiten des MfS abgesperrt und im Laufe des weiteren Tages füllte sich die umgebende Innenstadt nahezu vollständig mit Menschen. Diese waren freilich weder organisiert, zum grossten Teil wohl auch zufällig anwesend, doch bildete sich auch Angesichts vereinzelter Verhaftungen so etwas wie kollektiver, ziviler Widerstand - geäussert durch Sprechchöre, passiven Widerstand wie Nichtbefolgen von Platzverweisen, Niederlegung von Blumen vor Einsatzkräften usw. Im Laufe des Abends wurden Massenverhaftungen durchgeführt, nachdem es nicht gelang, durch den Einsatz auch von Schlagstöcken die anwesende Menschenmenge aufzulösen. Zum späteren Abend eskalierten diese Auseinandersetzungen deutlich. Es wurden Wasserwerfer eingesetzt, Hundeführer sowie zusammengezogene Polizeikräfte. Diese fast "Menschenjagden" zu nennenden Auseinandersetzugnen durchzogen die gesamte Innenstadt, den Ring als auch die nähere Umgebung. Es herrschte quais Ausnahemzustand. Mit den Massenverhaftungen wurden seit Jahren bereit liegende Internierungspläne umgesetzt, wonach bestimmte Anlagen wie Schulen, Fabriken, Ferienheime usw. als Internierungslager für einen Bürgerkrieg vorbestimmt waren. Im konkreten Fall haben Pferdestallungen auf dem AGRA - Gelände ( Landwirtschaftsausstellung ) als Interimsgefängnis gedient. Dort wurden je zehn Personen, nach Aufenthalt im Polizeigewahrsam Beethovenstrasse und Vernehmung durch die Kriminalpolizei, in eine Pferdebox gesperrt. Bewacht von schwerbewaffneten Bereitschaftspolizisten ( Handfeuerwaffen, Kalaschnikow, Schlagstock ) und Hundeführern. Allein in einem mir persönlich bekannten Fall wurden in einem Stallgebäude ca. 200 Personen bis zum Vormittag des 8.9.1989 ohne Angabe von Gründen festgehalten und dann, nach Unterzeichnung einer Verschwiegenheitserklärung, per LKW einzeln und verteilt im Stadtgebiet Leipzig abgesetzt. Geheime Videoaufnahmen von den abendlichen Auseinandersetzugnen, insbesondere vom Einsatz der Wasserwerfer, wurden dem ZDF zugespielt und im unmittelbaren Nachgang gesendet.

Quelle: Eigenes Erleben (nicht signierter Beitrag von 212.122.40.35 (Diskussion | Beiträge) 19:47, 5. Jun. 2009 (CEST))

Montagsdemos fanden auch in Potsdam anfang September , auf dem Weberplatz statt. Am 07.10. auf dem Platz der Nationen und als Marsch die Klement-Gottwald-Strasße ( Brandenburger Straße ). Dort wurde Diese mittels W50 LKW`s , frontseitig bestückt mit Zaunfeldern gestoppt und von den Veranstaltern für beendet erklärt. Einzelne Gruppen wurden dann verhaftet (insbesondere Umgebung Cafe Heider)und in die Bauhofstraße, U-Haft der VP, auch in Turnhallen verbracht und festgehalten.

Tommy111 22:17, 1. Apr. 2010 (CEST)

Einleitung[Quelltext bearbeiten]

Hallo lley, ist das eine gängige Auffassung, dass die Montagsdemonstrationen am 4.9.1989 in Leipzig und sich die anderen Proteste in der DDR erst danach und als Folge der Leipziger Demos ergaben? Kann man diese Kausalität wirklich so ziehen? Und wie definiert man eine Montagsdemo dann(?): a) Demonstrieren im öffentlichen Raum und nicht z.B. in Kirchenräumen? Eine regelmäßige Veranstaltung und keine einzelne Protestaktion? Ein Massenprotest? Nur Proteste die im Herbst'89, die politische Wende einfordern - aber keine Proteste von Ausreisewilligen (die es schon davor gab)?--Zarbi 00:52, 2. Feb. 2009 (CET)

Dass die Montagsdemonstrationen in Leipzig am 4.9.89 begannen, findet man in verschiedener Literatur. Dass regelmäßige Massendemonstrationen in anderen Städten zum gleichen Zeitpunkt oder früher stattfanden, habe ich noch nicht gehört. Dass die Demonstrationen in anderen Städten "unter dem Eindruck" der Leipziger Demos stattfanden, habe ich nicht in den Artikel geschrieben, ich habe das lediglich aus einer vorherigen Version übernommen. Wenn das bezweifelt wird, kann es entfernt werden - habe ich getan.
Dass aber Demonstrationen in anderen Städten an anderen Wochentagen in der historischen Forschung Montagsdemonstrationen genannt werden, ist nach wie vor unbelegt. Also lasst bitte entsprechende Änderungen im Artikel, solange es dafür keine relevanten Belege gibt.
In der ersten Webquelle zu dem Thema, die mir einfällt (Chronik der Wende) steht übrigens: Montagsdemonstrationen in Leipzig, in anderen Städten nach diesem "Modell" Protestdemonstrationen - das wäre sogar ein Beleg für das jetzt entfernte "unter dem Eindruck" der Leipziger Demos. -- lley 10:51, 2. Feb. 2009 (CET)
In der Tagesschau vom 13.03.89 (ein Montag) wurde über eine Demonstration in Leipzig von ca. 500 Personen ausgehend von der Andacht in der Nicolaikirche u.a. gegen Indoktrination und für Reisefreiheit berichtet. Reicht das als Beleg? Peter (Diskussion) 07:52, 29. Mär. 2014 (CET)
Als Beleg wofür? Dass am 13.3.89 eine Demonstration in Leipzig stattgefunden hat? Das wohl ja. Sicher aber nicht dafür, dass die Montagsdemonstrationen schon eher begonnen haben. -- lley (Diskussion) 15:30, 9. Mai 2014 (CEST)

Entwicklung der Forderungen/Sprechchöre bei (Montags-)Demonstrationen[Quelltext bearbeiten]

"Bei den späteren Kundgebungen wurden auch Forderungen für eine Wiedervereinigung Deutschlands und mehr Wohlstand laut."
Meiner Meinung nach wird der "weiteren Entwicklung der Montagsdemonstrationen" (Unterpunkt des Artikels) zu wenig Bedeutung beigemessen. Dieser Abschnitt ist eindeutig (noch) zu kurz geraten; die Entwicklung hin zu Forderungen nach Wiedervereinigung - im Gegensatz zu den Forderungen nach einer Reformierung der DDR - markiert eines der wesentlichen Elemente der Wiedervereinigung /Wende in der DDR, spiegeln die Montagsdemonstrationen doch wie kein anderes Symbol den (wechselhaften) Willen des Volkes in der DDR wieder.

Hierzu zunächst ein Zitat aus dem Wiki-Artikel Wende (DDR):
"Im Januar 1990 änderte sich der Ton der immer noch stattfindenden Montagsdemonstrationen von „Wir sind das Volk“ zu „Wir sind ein Volk“ und „Deutschland einig Vaterland“ (ein Zitat aus der Hymne der DDR)."

Dem möchte ich entgegenhalten, dass "bei den Montagsdemonstrationen in Leipzig [bereits] am 06. November erstmals Sprechchöre mit dem Ruf "Deutschland, einig Vaterland" zu hören gewesen waren." (aus: bpb-Heft Informationen zur politischen Bildung Nr. 250 "Der Weg zur Einheit", sowie diversen Büchern des Autors Manfred Görtemaker).

Nun kann ich mit meinem begrenzten Fachwissen (noch) nicht beurteilen, wie anerkannt die Recherchen Görtemakers in der Fachwelt sind. Zumindest spricht es für ihn, dass die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ihre o.g. Publikation zur deutschen Einheit auf Görtemakers Recherchen basieren lässt. Andererseits ist aus dem bpb-Heft nicht zu entnehmen, woher diese Information stammt. Eine Primärquelle liegt mir also nicht vor.

Nun denn - meine Sichtweise:
Bei der Entwicklung der Montagsdemonstrationen wurde gemäß dem "Schlachtruf" "Wir sind das Volk" gewiss zunächst "nur" das (Menschen-)Recht auf politische Mitsprache eingefordert. Gleichzeitig stellte man zeitweise konkrete Forderungen (nach mehr Wohlstand), wie "Kommt die D-Mark nicht zu uns, kommen wir zu ihr" (o.ä. - Zeitraum?) oder Reisefreiheit.
Mit der sympathisierenden Politik der BRD (so z.b. der Einsatz Genschers für die Botschaftsbesetzer), sowie der generell toleranten Haltung Gorbatschows schien sich aber ein wachsender Teil der Demonstranten auch Hoffnungen auf eine baldige Wiedervereinigung zu machen. Erste dahin gehende Sprechchöre waren (laut Görtemaker) auf der Leipziger Montagsdemonstration vom 06. November zu vernehmen. Mit der Zeit nahmen die Rufe nach Wiedervereinigung zu - geleitet von konkreten Annäherungsversuchen der BRD (10-Punkte-Programm Kohls / Besuch in Dresden) und Zusagen Gorbatschows ("Wiedervereinigung ist Sache der Deutschen"), sowie angesichts der zunehmenden politischen Öffnung (Mauerfall / Reisefreiheit / Öffnung des Brandenburger Tores / Modrow: "Vertragsgemeinschaft") und des wirtschaftlichen Zerfalls des eigenen Staates. Zudem versuchte auch westliche Kräfte, allen voran die westdeutsche CDU - vornehmlich aus inennpolitischer Motivation -, diesen Prozess zu forcieren.
Bleibt die Frage, wann der "Wiedervereinigungs-Ton" den "Reform-Ton" übertönte!? - Fakt ist ja, dass während der Wahlen zur Volkskammer der überwiegende Teil der Bevölkerung (über 70% (48%(AfD) + 22%(SPD) + x)) für eine baldige Wiedervereinigung, noch vor weiteren innenpolitischen Reformen stimmte. -- ² iiE ² 17:40, 11. Mär. 2009 (CET)

Sprüche[Quelltext bearbeiten]

Es wäre doch sinnvoll, wenn wir hier in der WIkipedia auch noch einen Untermenüpunkt erstellen würden, unter dem die bekanntesten Sprüche und Parolen (mit ungefährer zeitlicher Eingrenzung) aufgeführt werden.
Spontan fallen mir da jetzt ein:
"Wir sind das Volk."
"Wir sind ein Volk."
"Kommt die D-Mark nicht zu uns, kommen wir zu ihr."
...und da gibt`s bestimmt noch ein paar mehr - wo sind denn hier die Zeitzeugen^^??

PS: @ lley: Habe nun schon auf einigen Diskussionsseiten rund ums Thema Wende in der DDR hochwertige Beiträge von dir gelesen - Kompliment & Respekt! -- ² iiE ² 18:20, 11. Mär. 2009 (CET)

die meisten sprüche stammten von den bürgern der ddr und richteten sich auf eine freiheitliche demokratische ddr und erst später; nach einsatz der PSV im westen, entstanden sprüche wie wir sind ein volk oder freiheit in frieden, alle sprüche aus dem bereich der wiedervereinigung stammen aus der waffengattung der bundeswehr.

Archivetruppleiter 4. psv 850 (nicht signierter Beitrag von 82.113.103.164 (Diskussion) 23:12, 28. Sep. 2011 (CEST))

gänzlich oder nicht?[Quelltext bearbeiten]

schon als es in den Medien noch recht erfolgreich gänzlich verschwiegen wurde ☞ hier scheint nicht konsequent. was nun? 94.223.151.67 16:08, 23. Feb. 2010 (CET)

Teilnehmerzahlen[Quelltext bearbeiten]

Ich finde schon die Angabe 120 000 kritisch, aber 320 000 einfach unglaubwürdig. Fast jeder erwachsene Einwohner von Leipzig (die Stadt hat damals etwa 500 000 Einwohner gehabt)? Wer hat das gezählt? Es waren Demonstrationszüge, die waren in der Bewegung! Es kann sich doch nur um grobe Schätzungen handeln oder hat die Angst die Stasi zu zu hohen Zahlen verleitet, um nicht eingreifen zu brauchen? Saxo 13:01, 21. Jun. 2008 (CEST)

Was du findest, spielt nicht so eine Rolle. Natürlich sind die Zahlen Schätzungen, die auch schwanken. Es gibt aber genug Belege in der einschlägigen Literatur für diese Größenordnungen. Wenn du das anzweifelst, müsstest du schon nach anderslautenden Belegen suchen. -- lley 20:04, 21. Jun. 2008 (CEST)

Es gibt neue Erkenntnisse zu den Teilnehmerzahlen, insbesondere am 9.10.89, wäre vielleicht gut, diese einzuarbeiten: http://www.l-iz.de/Bildung/Zeitreise/2012/04/Montagsdemo-1989-Es-waren-nicht-70000-sondern-130000-auf-dem-Ring-41518.html (nicht signierter Beitrag von 194.145.146.129 (Diskussion) 11:29, 14. Mai 2012 (CEST))

70.000 für die Demo vom 09.10. ist m.W.n. eine allgemein in den Medien verwendete Zahl. Auch in den einschlägigen Fernsehdokumentationen wird diese Zahl regelmäßig genannt. Peter (Diskussion) 07:58, 29. Mär. 2014 (CET)

Die Zahlen können durchaus stimmen, ich war in meinen jungen Jahren dabei. Und habe Leute aus der ganzen DDR auf den Montagsdemos getroffen. Die kamen teilweise sogar extra von der Küste oder aus dem Berliner raum um bei den Demos mitzumachen. Schätzen ist natürlich immer schwierig, und gerade in diesem fall; da es ja keine Möglichkeit gab den DEmonstrationszug im ganzen zu sehen. Ich habe es aber selbst erlebt das die Spitze des Demonstrationszuges wieder auf dem Karl-Marx-Platz ( Dort " startete" die Demo immer)eintraf , und das ende des zuges gerade erst losmarschierte. Und das sind schon ein paar Kilometer die mit Menschen gefüllt waren. (nicht signierter Beitrag von 31.17.111.234 (Diskussion) 17:02, 5. Mär. 2014 (CET))

Defekter Weblink[Quelltext bearbeiten]

GiftBot (Diskussion) 19:43, 28. Sep. 2012 (CEST)

Ist behoben. -- lley (Diskussion) 13:18, 30. Sep. 2012 (CEST)
  • Tabelle: Entwicklung der Teilnehmerzahlen in Leipzig die Links des Hamburger Abendblattes sind allesamt offline. Gibt es evtl. andere quellen? 08:10, 04. Sep. 2014 (CEST) (ohne Benutzername signierter Beitrag von 92.76.135.68 (Diskussion))

grobe Fehleinschätzung - Rückzug der Sicherheitskräfte[Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt Leipzig, 9. Oktober 1989 schließt mit dem Satz Diese Entscheidung fiel offenbar in grober Fehleinschätzung der Dynamik, welche die Ereignisse in den vergangenen Wochen entwickelt hatten.

Auf welche Entscheidung bezieht sich diese Wertung? Ist tatsächlich der ... Rückzug der Sicherheitskräfte ..., den der direkt vorausgehende Textabschnitt behandelt, gemeint? War also der Rückzug der Sicherheitskräfte falsch? (nicht signierter Beitrag von Berf (Diskussion | Beiträge) 12:32, 4. Sep. 2014 (CEST))

IMHO muss dieser Satz erheblich verändert oder gestrichen werden. In der vorliegenden Form wird nicht deutlich, welche Entscheidung gemeint ist, worin die Fehleinschätzung gelegen hat und was bei einer richtigen Einschätzung die richtige Entscheidung gewesen wäre? Die heutige Form lässt die Interpretation zu, der Verfasser hielte die Entscheidung zum Rückzug der Sicherheitskräfte für einen Fehler, bei einer objektiv richtigen Einschätzung der Dynamik hätten sich die Sicherheitskräfte anders entscheiden müssen. Dies kann hier doch wirklich nicht gemeint sein! --Berf (Diskussion) 10:13, 2. Okt. 2014 (CEST)

Neuerliche Änderung der Einleitung[Quelltext bearbeiten]

Ich bitte darum, vor einer erneuten Änderung der Einleitung hier in der Diskussion einen Konsens zu suchen. Bei der Erstellung der als Beleg einfügten Unterrichtssequenz auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung wurde ganz offensichtlich dieser Wikipedia-Artikel benutzt, d.h., zur Einschätzung in der Unterrichtssequenz, Montagsdemonstration hätte sich auch als Bezeichnung für andere Demonstrationen durchgesetzt, hat möglicherweise genau dieser Artikel beigetragen - etwas, wozu Wikipedia definitiv nicht da ist. Heute abend äußere ich mich ausführlicher. -- lley (Diskussion) 13:19, 4. Sep. 2014 (CEST)

Hallo Lley,
die besagte Änderung ging auf meine Kappe. Und zwar, weil ich überzeugt war, dass der Satz in der Einleitung „Es waren Massendemonstrationen, die seit dem 4. September 1989 in Leipzig stattfanden.“ die irreführende Aussage enthält, dass der Begriff „Montagsdemonstration“ ausschließlich für die Leipziger Proteste Verwendung fand. Dass dies vom Verfasser tatsächlich so beabsichtigt war, verwundert mich jetzt schon. Einmal, weil ich nirgendwo den Literatur-Nachweis für diese Behauptung gefunden hab, zum anderen, weil ich nicht weiß, warum dann in diesem Artikel Demonstrationen in anderen Städten näher erläutert werden. Dass letztere Ereignisse im Kontext des damaligen gesellschaftlichen Umbruchs ebenfalls eine gewisse Vorreiter-Rolle einnehmen und daher erwähnenswert sind, dürfte außer Frage stehen. So gab es offensichtlich in Plauen die ersten „Wir sind EIN Volk“-Rufe, während beispielsweise in Erfurt erstmals eine Stasi-Zentrale blockiert wurde. Von daher sollte man – sofern das Lemma Montagsdemo tatsächlich nur auf die Leipziger Demos begrenzt ist, den gesamten Artikel entsprechend umbenennen. Der gesellschaftliche Umbruch in der DDR, angefangen von den Rufen nach demokratischen Reformen bis zum letztendlichen Anschluss an die Bundesrepublik war ein dynamischer Prozess, dessen Impulse beleibe nicht nur von den Massenprotesten in Leipzig kamen. Und für die Rolle der selbsternannten „Heldenstadt“ gibt es ja bereits mit Friedliche Revolution (Leipzig) einen eigenen Artikel.
Ich bin aber nach wie vor der Meinung, dass hier eine Artikelumbenennung nicht notwendig ist, da besagter Begriff auch auf andere Städte angewandt wurde, auf K.-M.-Stadt traf das nach meiner Erinnerung jedenfalls zu. Da persönliche Erinnerungen aber nicht zählen, hab ich mal sporadisch einige Literatur-Nachweise rausgesucht, etwa hier und hier. Und laut dem ND-Pressearchiv fand damals der Begriff Montagsdemonstration auch für Berlin und Dresden Verwendung (auch wenn, zugegeben, Leipzig in diesem Zusammenhang weitaus häufiger erwähnt wurde).
Gruß, Robert --Sportfreak66 (Diskussion) 17:28, 4. Sep. 2014 (CEST)
Mir scheinen da zwei Dinge vermischt zu sein. Zum einen die Frage, was als Montagsdemonstration bezeichnet wird, und zum anderen die Frage nach dem Inhalt dieses Artikels bzw. der Artikelstruktur im Themenumfeld.
zu 1.) Ich bin nach wie vor der Meinung, dass mit "Montagsdemonstrationen" ganz überwiegend die Leipziger Demonstrationen bezeichnet werden. Die Literatur zu dem Thema, die ich besitze, bestärkt mich darin. Sowohl Charles S. Maier in "Das Verschwinden der DDR und der Untergang des Kommunismus" als auch Hans-Hermann Hertle in "Chronik des Mauerfalls" bezeichnen nur die Leipziger Demonstrationen als Montagsdemonstrationen, andere nicht. Ilko-Sascha Kowalczuk scheint den Terminus in "Endspiel" gar nicht zu benutzen, jedenfalls habe ich ihn bei einem Überfliegen nicht gefunden. Geradezu absurd finde ich die Behauptung, auch Demonstrationen an anderen Wochentagen würden so bezeichnet. Von deinen verschiedenen Belegen spricht einer in der Tat von Dresdner Montagsdemonstrationen, die aber auch an Montagen stattfanden. Bei den anderen beiden habe ich die sehr starke Vermutung, dass sie ihre Aussage aus diesem Artikel entnommen haben. Das scheint mir deutlich, weil beide den Begriff nur knapp summarisch benutzen (d.h. nicht von einzelnen konkreten Demonstrationen außer den Leipzigern sprechen) und dieselbe eher zufällige Auflistung von Orten, in denen es auch Demonstrationen gegeben habe, wiedergeben wie dieser Artikel, das Buch, was du verlinkt hast, aus einer früheren Artikelversion. Das hieße, die jeweiligen Autoren haben ihre Ansicht aus diesem schlechten Artikel übernommen, eine Paradebeispiel dafür, was Wikipedia eigentlich nicht sein soll, und eigentlich ein ziemlich wichtiger Grund, diese Aussage hier zu entfernen.
zu 2.) Dieser Artikel ist schon sehr lange ein Zwitter, weil unterschiedliche Leute mit unterschiedlichen Interessen daran geschrieben haben. "Dass dies vom Verfasser tatsächlich so beabsichtigt war," verwundert dich. Das Problem ist eben, dass es den Verfasser nicht gibt. Auch in der Diskussion taucht die Thematik bereits auf. Ich bin in der Tat der Meinung, hier sollten nur die Leipziger Demonstrationen behandelt werden, weil das dem Begriff am besten gerecht wird, und habe das ja auch früher hier schon geäußert. Dass der Umbruch in der DDR mehr war als die Leipziger Demonstrationen - da hast du natürlich Recht. Und natürlich soll das dargestellt werden, nur ist meiner Meinung nach dies der falsche Artikel dafür. Für eine Gesamtdarstellung, und da gehört dann mehr als nur Demonstrationen rein, gibt es Wende und friedliche Revolution in der DDR. Und es spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, zum Beispiel über die große Demonstration in Plauen einen eigenen Artikel anzulegen, auch Kowalczuk beispielsweise stellt sie als etwas Besonderes heraus. Für die Alexanderplatz-Demonstration in Berlin gibt es ja auch einen eigenen Artikel. Einen Gesamtartikel zu den Demonstrationen in der Wendezeit der DDR halte ich demgegenüber für nicht besonders sinnvoll, weil man da sehr Unterschiedliches zusammenfasst, was nur dann zusammengehört, wenn man es in einen noch größeren Zusammenhang, nämlich den der Wende stellt (und das tut der Wende-Artikel). -- lley (Diskussion) 00:20, 5. Sep. 2014 (CEST)
Nun, ich vermisse weiterhin den Nachweis, dass der Begriff „Montagsdemonstration“ ausschließlich für die Leipziger Demos galt. Dass in der Sekundärliteratur in den allermeisten Fällen Leipzig gemeint ist, stelle ich nicht in Frage. In Leipzig hatte diese Bewegung ihren Anfang genommen, dort gab es in der Regel die größten Teilnehmerzahlen (was vermutlich auch den Ausschlag für die westdeutsche TV-Berichterstattung gegeben haben wird) und angenommen, das Häufchen Unentwegter wäre im Leipziger Spätsommer 89 anstatt am Montag jeden Dienstag auf die Straße gegangen, hätte es überall in der Folgezeit eben die „Dienstagsdemos“ gegeben. So aber hatten viele größere und kleinere Städte am Montagabend ihre eigene „Montagsdemonstration“. Und auch, wenn zum Beispiel in Plauen, wo die Bürger samstags auf die Straße gegangen waren, der Begriff „Montagsdemo“ absolut unüblich gewesen sein mag (vermute ich mal), in den betreffenden Städten stand der Begriff nicht nur für den Wochentag sondern auch für den Charakter der ersten großen Bürgerproteste in der DDR im Angesichts von Gorbatschows Glasnost und Perestroika. Das galt für die Massenproteste in Leipzig genauso wie für die in Dresden oder Karl-Marx-Stadt. So titelte beispielsweise die ND-Dienstagsausgabe vom 30.01.1990 „Wiederum Montagsdemos in vielen Städten der DDR“, wobei hier im Detail auf die Veranstaltungen in Leipzig, Halle, Schwerin und Neubrandenburg eingegangen wurde. In einem Artikel Montagsdemonstrationen 1989/1990 in der DDR gehören somit auch diese Städte erwähnt.
Warum jetzt die Montagsdemonstrationen von Leipzig explizit behandelt werden sollen, verstehe ich nicht so ganz, weil ich dort kein Alleinstellungsmerkmal entdecke. Im Gegenteil, alles, was zum Beispiel im Abschnitt Weitere Entwicklung der Montagsdemonstrationen aufgeführt ist, trifft auch auf die regelmäßigen Demonstrationen in anderen Städten zu, egal bei welchem Wochentag diese letztendlich abgehalten wurden. Von daher favorisiere ich hier eher einen Artikel über alle damaligen Protestkundgebungen in der DDR, weil die Besonderheit eben war, dass hier eine echte und vor allem beständige Massenbewegung von unten, sprich von der Basis/vom Volk ausging. Das verband all diese Veranstaltungen, genauso wie die Tatsache, dass diese in dem halben Jahr ihres Bestehens einem steten Wandel hinsichtlich Erscheinungsbild und Intention unterlagen, was den gesellschaftlichen Umbrüchen in dieser Zeit geschuldet war. Anfangs als Reformbewegung, als Aufbegehren einiger Mutiger gegen die staatliche Doktrin in der DDR, was sich anschließend – nachdem sich die Befürchtungen einer Gewalteskalation zwischen Staatsmacht und Opposition zunehmend als unbegründet herausstellten – zum Massenprotest ausweitete. Und am Ende schließlich der Bruch mit dem bisherigen Gesellschaftssystem und dem überwiegenden Bekenntnis zur Marktwirtschaft und einem gesamtdeutschen Staat. Mag sein, dass die Leipziger Demos im Gegensatz zu den anderen Demos bereits zu einer Zeit stattfanden, als die Staatsmacht noch hart durchzugreifen versuchte, womit Leipzig in vielerlei Hinsicht richtungsweisend war. Aber auch das traf eben nicht nur auf Leipzig zu, sondern eben auch auf Dresden oder Plauen. Deswegen jetzt, um mal beim Beispiel zu bleiben, für Plauen ebenfalls einen Artikel anzulegen, finde ich genauso überflüssig. Abgesehen von der Größenordnung gab es letztendlich auch hier – natürlich zeitlich mehr oder weniger leicht versetzt – die gleiche chronologische Entwicklung zu beobachten wie in Leipzig. Von den ersten Protesten im Angesicht einer gewaltbereiten Staatsmacht bis hin zu den ersten Rufen nach der deutschen Einheit.
Dass nun die Alexanderplatz-Demonstration vom 4. November einen eigenen Artikel besitzt, steht dazu nicht im Widerspruch. Das war noch eine andere Hausnummer. Die erste offiziell genehmigte Großdemonstration dieser Art in der DDR, noch dazu nicht etwa beim Schmuddelkind Leipzig sondern in der großen Hauptstadt quasi vor der Haustür der staatlichen Zentralorgane, und alles noch per Staatsfernsehen live in sämtliche DDR-Haushalte übertragen. Das war bis dato ein Novum und sollte m. M. entsprechend hervorgehoben werden.
Gruß, Robert -Sportfreak66 (Diskussion) 20:09, 5. Sep. 2014 (CEST)

Vorbild?[Quelltext bearbeiten]

Weiß jemand, ob es Zusammenhänge zwischen Demos in verschiedenen Ländern gibt - sind die Montagsdemos vielleicht direkt oder indirekt Vorbild für die Demos auf dem Tahrir-Platz#Symbolische_Bedeutung oder gibt es Vorbilder für die Montagsdemo anderswo (Prager Frühling) = da wäre IMHO ein neuer Abschnitt interessant! --kai.pedia (Dis.) 17:01, 4. Sep. 2014 (CEST)

Protestantismus[Quelltext bearbeiten]

Die Montagsdemonstrationen waren stark vom Protestantismus, und dem dazugehörenden Gewaltverzicht, geprägt.

"Hinzu kam die protestantische Tradition des Gewaltverzichts – die Basis der Montagsdemonstrationen. Überliefert ist auch eine Rede des Pfarrers Christoph Wonneberger, der in Anlehnung an die biblische Bergpredigt die "Macht der SanftMutigen" pries."

http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2014-10/mauerfall-leipzig-montagsdemonstration-9-oktober-1989 --91.10.18.47 11:32, 9. Okt. 2014 (CEST)

Was ist mit den neuen Montagsdemos[Quelltext bearbeiten]

Hierzu steht nichts im Artikel217.194.71.114 17:30, 9. Okt. 2016 (CEST)

Der Artikel heißt ja auch "Montagsdemonstrationen 1989/1990 in der DDR". Für anderes gibt's Montagsdemonstrationen. -- lley (Diskussion) 13:28, 12. Okt. 2016 (CEST)