Diskussion:SOS Méditerranée

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Kritik an den Rettungseinsätzen[Quelltext bearbeiten]

Hier fehlt die Neutralität des Artikels, da Kritik an den Rettungseinsätzen nicht behandelt wird:

  • Abholung direkt von Schlepperschiffen vor der Küste Afrikas insbesondere Libyens
  • Vorwurf der Förderung von Schlepperei
  • Anreiz dass sich Menschen ohne Not in Seenot begeben
  • es handelt sich nicht um Schiffbrüchige, da diese nach Seerecht zur nahe gelegensten Küste (=Staat) verbracht werden - in diesem Fall zurück nach Libyen
  • Anreiz von Migration ohne Papiere, obwohl Asylgründe selten vorliegen
  • Erstarken der Rechten
  • Anreize von Hilfsorganisation (Geldflüsse)

RIMOLA (Diskussion) 12:54, 13. Jun. 2018 (CEST)

Die dargestellte "Kritik" ist meines Erachtens Schmähpropaganda von rechtsaußen, ich finde das gehört eher nicht in einen seriösen Beitrag. SOS Mediterranee arbeitet wie im Beitrag dargestellt stets nur nach Weisung des staatlichen italienischen Maritime Rescue Coordination Center MRCC Rom. Dabei wird die Mehrzahl der Rettungen aus Seenot vor der Küste Libyens auch nicht von NGOs, sondern von der italienischen Küstenwache und anderen staatlichen Schiffen (Marine, Frontex u.a.) durchgeführt. Hinzu kommen Rettungen durch Handelsschiffe, die gleichfalls verpflichtet sind aus Seenot zu retten, auch wenn sie häufig eher "wegsehen". Alle genannten Retter bringen die Menschen nach Italien und nicht nach Libyen oder in andere nordafrikanischen Länder. Von daher wäre die "Kritik" ggf. auch gegenüber der italienischen Küstenwache, der deutschen Bundesmarine, den Frontex-Schiffen weiterer Nationen usw. zu erheben. Siehe zur Verteilung der Rettungen auf NGOs und staatliche Schiffe den Zeit-Beitrag: https://www.zeit.de/politik/ausland/2017-07/seenotrettung-mittelmeer-fluechtlinge-boote-ngos-marine/seite-2 --Stadtlandmensch (Diskussion) 18:11, 13. Jun. 2018 (CEST)

So einfach kannst du das nicht sehen. Die Einsätze werden von mehreren Seiten kritisiert und so steht es auch im Schiffsartikel. Und als Leiter und Lenker der Einsätze ist Berlin verantwortlich, also gilt die Kritik auch dem Verein. Also gehört das auch in den Artikel. PG 18:29, 13. Jun. 2018 (CEST)

SOS Mediterrane ist in vier Ländern ansässig, in denen die Spenden für das Schiff gesammelt werden. Die Einsätze werden weder aus Berlin noch aus Marseille, Genf oder Palermo usw. gelenkt, sondern vom MRCC ROM, das aktuell dem Schiff auch die Weisung erteilt hat nach Valencia zu fahren. Bis dahin lagen sie auf Weisung des MRCC zwischen Malta und Sizilien in Warteposition. Die italienische Küstenwache hat heute 932 Migranten, die meisten aus Eritrea, und zwei Tote in Catania an Land gebracht - als Schlepperorganisation? http://www.lasicilia.it/news/cronaca/167470/sbarca-a-catania-nave-diciotti-con-932-migranti-a-bordo-anche-due-cadaveri.html--Stadtlandmensch (Diskussion) 19:39, 13. Jun. 2018 (CEST)

Der Verein hat seinen Sitz in Berlin und ist Betreiber des Schiffes, d.h. das Schiff wird von Berlin aus "gelenkt". Es mag sein, dass diese Leitungsfunktion ganz oder teilweise delegiert wird, dies ändert aber nichts daran, dass der Betreiber, also die "Lenkung", in Berlin sitzt. Die MRCC ist eine Seenotrettungsstelle, die genauso wie SOLAS gemacht sind für Seenotrettungsfälle, so wie wir dies in der Schule gelernt haben: Schiff geht von A nach B und unterwegs UNERWARTET unter. Ich denke, niemand einschließlich Herrn Seehofer und der neuen italienischen Regierung möchte, dass diese Menschen einfach wieder über Bord geworfen werden. Und also sucht die MRCC entsprechend ihrer Funktion Schlupflöcher, wo noch Schiffbrüchige an Land gebracht werden dürfen.--Wolle1303 (Diskussion) 21:37, 16. Jun. 2018 (CEST)

Der deutsche e.V. sitzt in Berlin. SOS Mediterranee hat seinen Sitz wie angemerkt aber auch in Marseille. Weshalb - abgesehen vom Kapitän des Schiffes und dem MRCC Rom - "die Lenkung" in Berlin und nicht in Marseille liegen sollte, bliebt offen. Und das MRCC sucht nicht nur Häfen, sondern weist - bislang jedenfalls - auch die Rettungseinsätze vor der Libyschen Küste an. --Stadtlandmensch (Diskussion) 22:18, 18. Jun. 2018 (CEST)

Überschneidung mit Artikel zu Meerkatze (Schiff, 1977) =[Quelltext bearbeiten]

Ich frage mich gerade, ob der gesamte Abschnitt "Einsatz in der Flüchtlingkrise" im Artikel zur Meerkatze (Schiff, 1977) komplett in den Artikel hier zur Organisation verschoben werden sollte?

Der Beitrag zu [[Meerkatze (Schiff, 1977)] könnte sich dann auf die Historie des Schiffes und dessen technische Eigenschaften beschränken. Zudem wären wir hier auf aktuellem Stand. Auch die Darstellung des aktuellen "politischen Streits" im Beitrag zum Schiff finde ich im Unterschied zu den hier eingangs aufgelisteten Vorwürfen völlig o.k., das sollte ggf. mit verschoben werden. --Stadtlandmensch (Diskussion) 19:39, 13. Jun. 2018 (CEST)

Dann mußt du der Chefin in Berlin sagen, dass sie was falsches im Fernsehen behauptet hat. Und nein das Schiff ist genauso mit den Aktionen verbunden wie der Verein. es gibt die Kritik an den NGOs und das kann man nicht wegschreiben. PG 19:58, 13. Jun. 2018 (CEST)

Hier droht halt ggf. eine Doppelung der Darstellung der aktuellen Rettungsfahrt, die m.E. wegen der politischen Implikationen eher zur Organisation als zum Schiff gehört. Was die Chefin in Berlin (welche?) gesagt hat weiß ich nicht, wohl aber was SOS Mediterranee zur Steuerung der Rettungsfahrten durch MRCC seit 3 Jahren sagt und auch heute wieder dementsprechend gehandelt hat.--Stadtlandmensch (Diskussion) 20:28, 13. Jun. 2018 (CEST)

Quetsch Ich meinte die chefin der sos med. PG 20:31, 13. Jun. 2018 (CEST)

ok es gibt da ja auch noch big boss Merkel. SOS Mediterrane Geschäftsführerin Papke hat sich heute im ARD-Morgenmagazin mE nicht dahingehend geäußert, dass die Einsätze aus Berlin gesteuert würden. Mindestens gleichberechtigt (mW stärker) ist die Organisation ja auch in Marseille vertreten. Die Anweisungen für die Einsätze des Schiffes haben sie bewusst dem MRCC überlassen, um Konflikte wie aktuell zu vermeiden. MRCC weist zB an, welchen Hafen in Italien sie mit den Gerettenen jeweils anlaufen sollen, und koordiniert die Rettungseinsätze vor der Libyschen Küste, weist zB an, an welche Position sie zu in Seenot befindlichen Menschen fahren sollen.--Stadtlandmensch (Diskussion) 23:49, 13. Jun. 2018 (CEST)

Namensschreibweise[Quelltext bearbeiten]

Der Name der Organisation wird auf der deutschen wie der französischen Website stets mit SOS MEDITERRANEE angegeben, ohne die hier in der Artikelüberschrift verwendeten Akzente. Ich hänge nicht daran, fände es aber naheliegender, sich an der von der Organisation gewählten Schreibweise ihres Namens zu orientieren. --Stadtlandmensch (Diskussion) 20:28, 13. Jun. 2018 (CEST)

Ich hatte das im Betreff bei meiner Änderung ausgeführt. Wenn man alles großschreibt, fallen im Französischen die Akzente weg. Da wir in der Wikipedia aber grundsätzlich diese Allesgroßschreibung nicht übernehmen, machen wir es klein und mit richtigen Akzenten (wie übrigens auch auf englisch und französisch).--Matthias Lorenz (Diskussion) 21:05, 13. Jun. 2018 (CEST)

Dass im Französischen die Akzente stets entfallen, wenn man ganze Wörter in GROSSBUCHSTABEN setzt, ist aber wohl auch fraglich: https://dict.leo.org/forum/viewGeneraldiscussion.php?idThread=73003&idForum=10&lang=de&lp=frde Im Werbefilm von SOS Medterranee tauchen die Akzente ganz ausnahmsweise auch mal auf: http://www.sosmediterranee.fr Stadtlandmensch (Diskussion) 22:41, 13. Jun. 2018 (CEST)

Dann schau aber auch mal auf die Beschreibung des Browsertabs bei dem angegebenen Link. MIT allen Akzenten.--Matthias Lorenz (Diskussion) 23:36, 13. Jun. 2018 (CEST)

Eben, immer schrieben sie alles mit Akzenten, auch bei GROSSschreibung. Mit Ausnahme nur des offenbar bewusst ohne Akzente gelassenen Eigennamens der Organisation, zB auch hier auf Seite 3 im PDF http://www.sosmediterranee.fr/medias/sos_med_rapport_activites.pdf --Stadtlandmensch (Diskussion) 23:47, 13. Jun. 2018 (CEST)

Seenotretter als Helfer der Schlepper[Quelltext bearbeiten]

SOLAS wurde gegründet und weiterentwickelt, um Schiffbrüchigen zu helfen. Am Beispiel der Titanic: Ein (vermeintlich) sicheres Schiff verläßt eine sicheren Hafen (Southampton) um nach einer (vermeintlich) sicheren Überfahrt einen sicheren Hafen (New York) zu erreichen. Die Geretteten haben Anspruch darauf, in einen sicheren Hafen/Ort gebracht zu werden, das bedeutet gerade eben NICHT, dass sie Anspruch hätten, an Ihr Wunschziel (New York) gebracht zu werden. Southampton, Halifax oder Buenos Aires wären ebenfalls sicher gewesen, nicht jedoch ein Eisberg oder eine vereiste, menschenleere Landspitze irgendwo auf Neufundland. Mit dem Anspruch auf Versorgung für die Geretteten ist gemeint, diese während der Rettungsfahrt zu versorgen, nicht jedoch an Land oder auf Lebenszeit. Es geht um die Gefahren auf See, an Politik hatte damals und auch später niemand gedacht.

Heute geht es um Menschen, die wissentlich in ein gefährliches Land reisen, um von einem nicht sicheren Hafen auf einem unübersehbar unsicheren Boot eine Reise anzutreten, die nicht nur höchst unsicher, sondern meist auch ohne jede Chance ist, einen Hafen jenseits des Meeeres zu erreichen. Die Reise ist also von Anbeginn darauf ausgerichtet, Schiffbruch zu erleiden. Verführt und bestärkt werden diese Menschen dazu durch die Schlepper und Seenotretter, wobei letztere als Argument dafür dienen, dass diese waghalsige Reise eine Erfolgsaussicht hätte.

Natürlich haben auch diese Menschen ein Recht auf Leben und darauf, gerettet zu werden. SOS Med./Aquarius und die anderen Retter befreien also die Handelsschiffe von ihrer Pflicht zu retten und zu helfen, sichern also den reibungslosen Betrieb der Handelsschifffahrt. Neben dieser ehrenwerten Funktion bleibt die Frage, ob durch das Wirken der SOS Med./Aquarius mehr oder weniger Menschen sterben müssen.--Wolle1303 (Diskussion) 00:15, 17. Jun. 2018 (CEST)

Der Konflikt gilt für all diese Organisationen und wird entsprechend im Hauptartikel Einwanderung über das Mittelmeer in die EU thematisiert. Alexpl (Diskussion) 09:50, 17. Jun. 2018 (CEST)