Diskussion:Spiritualität

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Abschnitt Vielfalt[Quelltext bearbeiten]

Nachdem der Abschnitt Vielfalt seit längerem ohne nachvollziehbare Belege bleibt und m.E. inhaltlich auch nicht sehr viel Fleisch an den Knochen bringt, schlage ich vor, diesen Abschnitt nun zu entfernen. Ich bitte um Meinungen zu diesem Vorschlag.--Proxristos (Diskussion) 10:52, 24. Apr. 2016 (CEST)

„Freischwebende Spiritualität“[Quelltext bearbeiten]

In dem Artikel wird Spiritualität aus verschiedenen „positiven Religion“ abgeleitet (ich verwende hier den Begriff analog zu G.E. Lessing, der den Begriff „positive Religion“ im Gegensatz zur „natürlichen Religion“ in Analogie zum „positiven Recht“ im Gegensatz zum Naturrecht versteht).
Nun hat der „Stern“ 2009 eine Titelgeschichte zum Thema „Spiritualität“ verfasst, aus der hervorgeht, dass die meisten Menschen im Westen, die sich nach Spiritualität sehnen, zu einer „freischwebenden Spiritualität“ gelangten, die sie sich selbst „zusammenbastelten“ (vgl. [1]).
Dieser Gedanke klingt in dem Abschnitt „Spiritualität als Diskursbegriff an“ (Westler auf der Suche nach „irgendetwas aus dem Orient“). Er wird aber nicht eigentlich entwickelt. --CorradoX (Diskussion) 17:25, 6. Nov. 2017 (CET)

Die eigentliche Frage ist, welche Art von Spiritualität die „positiven Religionen“ (d.h. in Deutschland v.a. kirchliche Autoritäten) zulassen und wieweit sie es noch wagen, Begriffe wie „Ketzerei“ zu benutzen. Unstrittig ist aber, dass die Toleranz jedes christlichen Theologen ein Ende finden dürfte, wenn z.B. ein „Gläubiger“ ihm mitteilt, dass er die Idee der Seelenwanderung für plausibel hält. --85.16.45.159 18:42, 6. Nov. 2017 (CET)
Für das Stichwort „Freischwebende Spiritualität“ (das wohl ursprünglich Ulrich Beck geprägt hat) gibt es bei Google erstaunlich wenige Treffer.
Das hat einen guten Grund. Es enthält eine Wertung, nämlich die, dass eine „gebundene Spiritualität“ der Normalfall sein müsste.
Versteht man „normal“ im Sinne von „weitverbreitet, üblich“, ist das aber keineswegs der Fall. Wie die Autoren des zuletzt eingefügten Weblinks ausführen, werden sogar unter den als „gläubig“ geltenden katholischen Kirchensteuerzahlern diejenigen immer mehr, die es ablehnen, irgendetwas glauben zu müssen. Viele nehmen sich die Freiheit, das, was der „Herr Pfarrer“ sagt, für Unsinn zu halten, und das in der Tradition von Immanuel Kant, der in seiner Schrift „Was ist Aufklärung?“ über jene „selbstverschuldet Unmündigen“ lästerte, die alles glaubten, was Autoritäten ihnen erzählten, ohne eine Plausibilitätskontrolle vorzunehmen.
Wenn Spiritualität „freischwebend“ geworden ist, dann würden das an der Aufklärung Orientierte positiv bewerten, so lange es nicht zu einer überschießenden Irrationalität kommt (indem Antiautoritäre ihrerseits Unsinniges glauben). --91.96.171.6 08:43, 7. Nov. 2017 (CET)

Trennlinie[Quelltext bearbeiten]

Ich habe lange überlegt, warum der Artikel einen Leser wie mich immer noch so unzufrieden zurücklässt.
Inzwischen bin ich zu dem Ergebnis gelangt, dass hier zwei Grundhaltungen Eingang gefunden haben, die nicht miteinander kompatibel sind:

  1. Man muss im Prinzip gläubigen Anhängern einer Religionsgemeinschaft vertrauen. Ein Christ wird immer ein Christ bleiben, unabhängig davon, welche geistlichen Freiheiten ihm zugestanden werden bzw. welche er sich nimmt. Spiritualisierte Christen (Juden, Muslime usw.) sind bessere Angehörige ihrer Religionsgemeinschaft als oberflächlich Gläubige.
  2. Spiritualität ist ihrem Wesen nach grenzenlos und ungebunden. Jede Form von Spiritualität ist individuell, so dass jeder nach Spiritualität Suchende zu anderen Ergebnissen gelangt. Spirituelle „Gemeinschaften“ sind immer labile Gebilde mit einer hohen Fluktuation. Echte Spiritualität ist ihrem Wesen nach antiautoritär.

Es ergeben sich entsprechend verschiedene Argumentationsstränge. Allein ein Begriff wie „Laienspiritualität“ zeigt, dass der Autor Position 2. nicht mitgedacht hat, wie Angehörige der zweiten Linie oft kein Verständnis dafür haben, dass das andere Lager sich zu Loyalität mit seiner Religionsgemeinschaft verpflichtet fühlt.
Es hilft nur eine klare Trennung der Argumentationslinien in der Darstellung in diesem Artikel. --CorradoX (Diskussion) 09:54, 8. Nov. 2017 (CET)

Der Begriff „Laienspiritualität“ ist ein „Zwitterbegriff“:
Einerseits erkennt er durch Benutzung des Wortes „Laie“ an, dass es eigentlich geweihten Priestern und anderen Klerikalen zusteht, als „Hirten“ (lateinisch: „pastores“) über die „blökenden, folgsamen Schafe“ (Stefanie Rosenkranz) autoritär zu bestimmen.
Andererseits zeigt er, dass auch die katholische Kirche der im Kern protestantischen Idee eines unmittelbaren Zugangs einfacher Kirchenmitglieder zu Gott nicht mehr völlig ablehnend gegenübersteht.
Verkannt wird dabei, dass der aus der Flasche gelassene (Heilige) Geist nicht mehr kontrollierbar ist, wie auch Luther in seiner Auseinandersetzung mit den „Schwarmgeistern“ lernen musste. --91.96.176.96 10:55, 9. Nov. 2017 (CET)