Diskussion:Verschwörungstheorie

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Diese Diskussionsseite dient dazu, Verbesserungen am Artikel „Verschwörungstheorie“ zu besprechen.

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Epistemische Verzerrung[Quelltext bearbeiten]

In der englischen Wikipedia wird einem Absatz auf die sog. epistemische Verzerrung eingegangen. Ist nicht auch hier sinnvoll diese unter "Psychologische Sicht" darzulegen? Viele Grüße. --JonskiC (Diskussion) 12:54, 26. Mai 2017 (CEST)

Literaturüberflutung[Quelltext bearbeiten]

Es sieht im Abschnitt "Literatur" so aus, als hätte ein oder mehrere Autoren mit Compulsive hoarding-Syndrom alles an Literatur zusammen gesammelt, bei der im Titel oder Inhalt irgendwo das Wort "Verschwörung" vorkommt. Wir haben jedoch unter Literatur eine ziemlich eindeutige Regelung: "Für den Literatur-Abschnitt gilt in Wikipedia das Gleiche wie für WP:Weblinks: Es werden die wissenschaftlich maßgeblichen Werke sowie seriöse, möglichst aktuelle Einführungen aufgeführt. Eine beliebige oder möglichst lange Auflistung von Büchern ist nicht erwünscht. Die Werke müssen sich mit dem Thema des Lemmas selbst befassen und nicht mit verwandten, allgemeineren oder spezielleren Themen. Die Pflicht, die Relevanz von Literaturhinweisen nachvollziehbar zu begründen, liegt bei dem, der sie im Artikel haben möchte." Unter "Weblinks" finden wir noch passenderweise im auf "Literatur" übertragenen Sinn: "Die goldene Regel der Wikipedia zum Thema Literatur ist: Bitte sparsam und nur vom Feinsten. Nimm nicht irgendwelche Literatur zum Thema, sondern wähle das Beste und Sachbezogenste aus, was zu finden ist. Fünf Literaturhinweise sollten in der Regel zu einem Thema genügen (Belege und Einzelnachweise ausgenommen), im Zweifel lieber einer weniger. Wikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie und keine Literatur-Titelsammlung. Artikel in einer Enzyklopädie müssen für sich selbst sprechen und keine externen Erklärungen benötigen" Nun wir haben aktuell 30 Literaturhinweise, davon genau die Hälfte für englischsprachige Literatur. Letztere ist wohl bei der hohen Anzahl der angeführten deutschsprachigen Literatur schon mal per se weitgehend überflüssig. Des weiteren sollte ja nun der Fokus auf wissenschaftliche Literatur gerichtet werden. Davon haben wir hier gerade mal nur ein Exemplar anzubieten (Sebastian Bartoschek – Verschwörungstheorien – eine empirische Grundlagenarbeit) Nun kurz und knapp; ich werde demnächst hier mal ausmisten und die Auflistung mal von diversem Ballast befreien und somit mindestens um zwei Drittel abspecken. Titel deren Autoren/Herausgeber bis dato noch nicht relevant genug waren um einen eigenen WP-Artikel u erhalten, werden als erstes entsorgt; dabei erledigen sich mit 2 Ausnahmen auch schon mal die englischsprachigen Werke. Alsdann kommt weg was sich eindeutig nur mit speziellen Themen der VT befasst. Mein Ziel sind max. zehn Literaturverweise, also immer noch doppelt so viele wie empfohlen. Sollte ich dieses Ziel mit o.a. Maßnahmen nicht erreichen, werde ich noch von alt nach jung ausdünnen. Wer meint, dass dabei etwas zum Opfer fallen würde, das unschlagbar wichtig ist und zugleich den o.g. Wikipedia-Kriterien entspricht, sollte das belegt hier anmerken um von mir berücksichtigt werden zu können.--Ciao • Bestoernesto 14:26, 26. Jun. 2017 (CEST)

Vollkommen richtig. Ich hab gleich mal wenig bedeutende Titel und solche, die bei der Erstellung des Artikletextes nicht herangezogen wurden, entfernt. MfG --Φ (Diskussion) 14:57, 26. Jun. 2017 (CEST)

Kandidatur vom 06. Juni 2017 bis zum 02. Juli 2017[Quelltext bearbeiten]

Als Verschwörungstheorie bezeichnet man im weitesten Sinne den Versuch, ein Ereignis, einen Zustand oder eine Entwicklung durch eine Verschwörung zu erklären, also durch das zielgerichtete, konspirative Wirken von Personen zu einem meist illegalen oder illegitimen Zweck. Der Begriff Verschwörungstheorie wird zumeist kritisch oder abwertend verwendet. Prinzipiell unterschieden werden Verschwörungshypothesen, die im Grundsatz rationale und überprüfbare Aussagen über angenommene Verschwörungen machen, und Verschwörungsideologien, die ihre stereotypen und monokausalen Vorstellungen über Verschwörungen gegen kritische Revision immunisieren, indem zum Beispiel Dementis wie Beweise für die Existenz der angenommenen Verschwörung behandelt werden.

Liebe Wikipedianer, ich möchte einen weiteren Artikel zur Auszeichnung vorschlagen, der ein kontroverses Thema behandelt. Meiner Meinung nach zeichnet sich dieser, m.E. exzellente, Artikel dadurch aus, dass er bestens belegt und sehr neutral und nüchtern die Fakten aufbereitet. Beste Grüße. --JonskiC (Diskussion) 18:09, 6. Jun. 2017 (CEST)

Vielen Dank für die freundlichen Worte. Als Hauptautor bin ich QS icon grey neutral.svg Neutral. --Φ (Diskussion) 18:28, 6. Jun. 2017 (CEST)

QS icon orange empty.svg keine Auszeichnung Schon der erste Satz macht das Elend des Artikels deutlich: „Als Verschwörungstheorie bezeichnet man (wer?) im weitesten Sinne (WP:WEASEL) den Versuch...“ Hier werden verschiedene Dinge assoziativ aneinandergereiht, die miteinander nichts zu tun haben und die kein ernstzunehmender Wissenschaftler in einem Atemzug nennen würde, wie etwa die Ermordung Julius Caesars und die „Protokolle der Weisen von Zion“. Begriffe wie Verschwörungstheorie, -ideologie und -hypothese werden bunt durcheinandergemischt. Die Behauptung, konservative Verschwörungstheorien im 19. Jahrhundert seien lediglich eine Antwort auf säkulare Feindseligkeit gegen die katholische Kirche, ist sicher nicht unumstritten: selektive Literaturauswahl, daraus resultiert POV. Die Auswahl ist notwendig beschränkt, wie an den Kapitelüberschriften deutlich wird: Antikommunistische Verschwörungstheorien haben nicht nur in den USA, sondern nach 1945 auch in der Bundesrepublik Deutschland eine herausragende Rolle bei der Formierung der staatlichen Politik gespielt. Eine Erwähnung fehlt. Trotz des beträchtlichen Textvolumens ist der informative Gehalt letzendlich gering. Das letzte Kapitel kommt ohne einen einzigen Einzelnachweis aus: TF. Dieser überdimensionierte Assoziationsblaster ist nicht auszeichnungwürdig, ein kurzer Überblicksartikel und Ausbau der Einzelthemen ist sinnvoller. -Thylacin (Diskussion) 11:02, 7. Jun. 2017 (CEST)

Dem ersten Einwand ließe sich durch eine Realdefinition entgegentreten. Kritiken wie Trotz des beträchtlichen Textvolumens ist der informative Gehalt letzendlich gering. sind aufgrund ihrer Inhaltsleere aber für den Autor wenig hilfreich und füllen ihrerseits wieder nur die Stellungnahme. Könntest Du da mal etwas konkreter werden ? --Zweedorf22 (Diskussion) 11:57, 7. Jun. 2017 (CEST)
Eine unumstrittene „Realdefiniton“ für Verschwörungstheorie gibt es eben aufgrund der Verwendung des Worts als Kampfbegriff nicht. -Thylacin (Diskussion) 17:35, 7. Jun. 2017 (CEST)

Der Artikel macht einen guten ersten Eindruck. Die Einleitung überzeugt mich aber nicht. Diese sollte in Kernsätzen den Inhalt des Artikels bündeln. Bislang ist das aber eher eine Begriffsdefintion. --Armin (Diskussion) 00:11, 8. Jun. 2017 (CEST)

Ganz großes Kino. Gut und umfangreich recherchierte Herkulesarbeit. Qsicon Exzellent.svg Exzellent Der glänzende Artikel ist mit seinem Umfeld eine der Säulen von Wikipedia. In unserer Fake-News-Spaßgesellschaft ist die seriöse Darstellung von Verschwörungstheorien ein notwendiger, hervorragender Fels in der Brandung. ((Leider ist bei einer Massencommunity wie WP keine Forschung a la Feyerabend drin, Ein freies dialektisches Hypothesenbilden würde leider Wikipedia in der jetzigen industriellen Form folgenschwer negativ aus den Angeln heben.)) --Pacogo7 (Diskussion) 01:06, 8. Jun. 2017 (CEST)

Von mir natürlich auch Qsicon Exzellent.svg Exzellent.--JonskiC (Diskussion) 01:22, 8. Jun. 2017 (CEST)

Qsicon Exzellent.svg Exzellent: Unglaublich wie man bei so einem umkämpften Thema trotzdem diese Qualität erreichen kann. Hartnäckigkeit und Fleiss allein reichen da nicht. --Otberg (Diskussion) 09:25, 8. Jun. 2017 (CEST)

Mich irritiert ein wenig der Hinweis auf die gesprochene Version. Dabei handelt es sich um die Fassung von 2006, die mit dem aktuellen Artikel kaum noch etwas gemein hat. Bitte entweder neu einsprechen oder den Verweis löschen. Dass ein prämierter Artikel mit einer Audiofassung wirbt und dem Leser dann ein antiquierter Text vorgelesen wird, geht m. E. nicht. Tönjes 09:43, 8. Jun. 2017 (CEST) @ Φ: Eine kurze Rückmeldung wäre nett. Tönjes 17:36, 20. Jun. 2017 (CEST)

Sorry, ich hatte mit dieser gesprochenen Version nie was zu tun. Klar ist die völlig veraltet, ich werkele ja einigermaßne regelmäßig an dem Artikel. Nu isse raus. Beste Grüße --Φ (Diskussion) 21:30, 20. Jun. 2017 (CEST)

Die Einleitung bereitet überhaupt keine Freude. Der ganze zweite Absatz (ein Satz von epischer Länge) ist falsch formuliert – denn die dort vorgestellte Unterscheidung wird später im Artikel nur von ein oder zwei Quellen favorisiert –, ist anschließend in der Formulierung apodiktisch ("Immunisierung" geht als biologistischer Begriff zu weit) und schiebt zu guter Letzt ein Beispiel hinterher. Im Verlauf des Artikels gibt es viel, was mir gefällt, und manches, was nicht, aber mit dieser Einleitung geht's imho nicht weiter. --Aalfons (Diskussion) 11:08, 8. Jun. 2017 (CEST)

Qsicon Exzellent.svg Exzellent. Sehr gute, ausführliche und gehaltvolle Darstellung. Was Armins Einwand betrifft, könnte man die Einleitung mit knappen Hinweisen zu historischen Beispielen („Bereits im…“ „Von … bis in die heutige Zeit …“) sowie zu den Erklärungsansätzen und der heutigen Bedeutung (und Gefahr) ergänzen, ggf. kombiniert mit einer Abgrenzung zu realen Verschwörungen (Caesar...). --Gustav (Diskussion) 13:40, 9. Jun. 2017 (CEST)

Qsicon Exzellent.svg Exzellent. Insgesamt ganz vorzügliche Arbeit, die der Hauptautor hier geleistet hat: umfassend, sachlich, gut belegt – und zudem bestens lesbar. Zur von anderen geübten Kritik an der Einleitung. Ja und Nein. Ja, im allgemeinen sind bei Artikeln dieses Umfangs Einleitungen ausführlicher, fassen etwa die Kapitel des Hauptteils zusammen. Nein, das muss nicht für jeden Artikel gelten. Beim Lemma hier Verschwörungstheorie können solche Zusammenfassungen auch mehr als bei anderen Artikeln unzulässig simplifizieren und durch Beispiele ein zu plakativer Eindruck hervorgerufen werden, der letztlich mehr vernebelt als erhellt. Ich kann bei diesem Lemma hier gut nachvollziehen, warum die Einleitung knapp gehalten ist – sachlich zutreffend ist sie. Unabhängig davon, ob sie modifiziert und/oder weiter ausgearbeitet wird: auf jeden Fall exzellent! -- Miraki (Diskussion) 08:58, 10. Jun. 2017 (CEST)

Qsicon Exzellent.svg Exzellent Der Artikel erfüllt m.E. die Kriterien f. einen exzellenten Artikel. Der Lemmagegenstand wird präzise in der Einleitung umrissen und danach mit sehr gut recherchierten und seriösen Quellen abgearbeitet. Gliederung und Sprache sind durchdacht und schön gemacht. Angesichts des schwierig zu fassenden Themas ein sehr schöner Artikel der sicherlich viel Arbeit gekostet hat. Gruß -- Nasir do gehst hea RM 17:00, 10. Jun. 2017 (CEST)

QS icon orange empty.svg keine Auszeichnung Der Artikel macht zwar auf den ersten Blick einen hervorragenden Einblick, aber er hat einen entscheidenden Mangel, der ihn für eine Exzellenz-Auszeichnung disqualifiziert. Durch den ganzen Artikel zieht sich ein ausgesprochener Europa- und (insbesondere) USA-Zentrismus. Man gewinnt den Eindruck, Verschwörungstheorien seien ein Phänomen, das ausschließlich auf diese Weltgegenden beschränkt ist (mit Ausnahme der judenfeindlichen Theorien der islamischen Region, die aber auch irgendwie mit "unseren" verbunden sind). Doch was ist z.B. mit China, Indien, Japan und dem ganzen Rest von Asien? Ganz zu schweigen von Lateinamerika oder Afrika. Leben dort nur rational denkende Menschen? Oder gibt es dort womöglich Verschwörungstheorien, die mit den bei uns bekannten gar nichts zu tun haben und völlig anders gelagert sind? Das würde mich brennend interessieren. --L. aus W. (Diskussion) 17:37, 10. Jun. 2017 (CEST)

Kennst du wissenschaftliche Literatur, die diese Verschwörungstheorien thematisiert? Ich nicht. --Φ (Diskussion) 17:52, 10. Jun. 2017 (CEST)
Da kann ich leider nicht weiterhelfen. Es wäre aber schon mal ein Anfang, "asian conspiracy theories" in Suchmaschinen einzugeben und zu schauen, was da alles vorhanden ist. --L. aus W. (Diskussion) 18:00, 10. Jun. 2017 (CEST)
Nur so als Info: Man darf hier auch mit "Lesenwert" abstimmen. Vor allem wenn man der Meinung ist dass ein Teilaspekt fehlt, der Artikel aber sonst in Ordnung ist. --DWI (Diskussion) 18:24, 10. Jun. 2017 (CEST)
Ist mir durchaus bekannt, aber ich halte den Mangel für ziemlich gravierend. --L. aus W. (Diskussion) 18:27, 10. Jun. 2017 (CEST)
Bei Google finde ich keine wissenschaftliche Fachliteratur zum Thema. --Φ (Diskussion) 18:30, 10. Jun. 2017 (CEST)
Es gibt wissenschaftliche Suchmaschinen, Universitätsbibliotheken und vieles mehr. "Google findet nichts" ist keine Begründung. --L. aus W. (Diskussion) 18:34, 10. Jun. 2017 (CEST)
Du hast ich doch selbst auf Google verweisen. Ich habe natürlich durchaus auch anderswo gesucht, aber nichts gefunden. Entweder du nennst mir wissenschaftliche Literatur, die ich nicht berücksichtigt habe, oder deine Behauptung, der Artikel hätte einen gravierenden Mangel ist unsubstantiiert. MfG --Φ (Diskussion) 18:44, 10. Jun. 2017 (CEST)
Der Suchbegriff war lediglich als Vorschlag gemeint. Wenn du nach nur einer halben Stunde Suchen bereits aufgibst und behauptest, dass du nichts gefunden hast und kein gravierender Mangel existiert, dann machst du es dir viel zu einfach. Streng dich doch wenigstens ein bißchen an, du hast ja schließlich fast drei Wochen Zeit dafür. Sollte sich danach herausstellen, dass es auf dem gesamten asiatischen Kontinent tatsächlich keine einzige VT gibt, die ursprünglich nicht von Europäern oder Amerikanern verbreitet wurde, wäre das ja fast ein Wunder. --L. aus W. (Diskussion) 19:01, 10. Jun. 2017 (CEST)
Und schon habe ich etwas gefunden: Das en:Tanaka Memorial, eine vor allem in China verbreitete Verschwörungstheorie, gemäß der die Japaner im Jahr 1927 einen systematischen Plan zur Erlangung der Weltherrschaft ausgearbeitet haben. Ich wette, da gibt es noch viel mehr. --L. aus W. (Diskussion) 19:10, 10. Jun. 2017 (CEST)

Qsicon Exzellent.svg Exzellent Gerade angesichts des schwierigen Themas ist die Darstellung des Themas durch Phi aus meiner Sicht geradezu meisterhaft. Es gibt wenige Autoren auf Wikipedia, denen ich solch einen Artikel zutrauen würde. (Den Historiker Phi als einen nicht ernstzunehmenden Wissenschaftler zu titulieren, wie es der erste Kritiker tat, zeugt nicht gerade von großer Übersicht in der Geschichtsschreibung.) Orik (Diskussion) 18:22, 10. Jun. 2017 (CEST)

Qsicon lesenswert.svg Lesenswert An manchen Stellen wären sicher noch Straffungen möglich, der Artikel ist schon echt lang geraten. Das alleine wäre aber kein gravierendes Problem, die Länge ist überwiegend bestens ausgearbeitet und gut und lesbar verfasst. Und trotzdem gebe ich erst mal "nur" lesenswert, auch wenn das Potenzial für mehr auf jeden Fall da ist. Zum einen ist die Einleitung extrem kurz geraten und lediglich eine kurze Definition, gibt aber keinen Überblick über den Artikel. Hier wäre etwas mehr Inhalt dringend erforderlich. Einige Vorredner haben dazu ja schon Hinweise gegeben. Ich war weiterhin irritiert, dass in der Einleitung zwei Begriffe (Verschwörungshypothesen und Verschwörungsideologien) hervorgehoben werden, im weiteren Artikel wird der erste davon aber kaum mehr benannt. Und Pfahl-Traughber wiederum, so lerne ich im weiteren Text, benennt drei Begriffe parallel, die beiden schon genannten und zusätzlich "Verschwörungsmythos". Das ist insgesamt noch unrund und müsste in Einleitung und dem Kapitel "Merkmale und Haupttypen" etwas klarer erläutert werden. --Wdd. (Diskussion) 15:16, 12. Jun. 2017 (CEST)

QS icon violet abwartend.svg Abwartend Ich schwanke zwischen lesenswert und exzellent. Zu lang ist der Artikel m.M. nach nicht, sprachlich sehr gut (an einigen wenigen Stellen könnte man etwas vereinfachen – Fremdwörter wie „präsumptiv“ sind nach meinem Eindruck nicht notwendig). Unsicher bin ich bei der erforderlichen Vollständigkeit. Bei den Erklärungsansätzen gibt es einige aktuelle, schon häufig zitierte Arbeiten, die vielleicht ergänzt werden sollten: „Analytic thinking reduces belief in conspiracy theories“, zu V.Theorien über naturwiss. Themen „NASA Faked the Moon Landing—Therefore, (Climate) Science Is a Hoax: An Anatomy of the Motivated Rejection of Science“. Ohne Einfluss auf meine Bewertung: Speziell zum Thema Klimawandel würde ich noch die 2009 gehackten Emails erwähnen, die von Klimaskeptikern selektiv zitiert werden, um eine angebliche Verschwörung zu beweisen [1], und – ähnlich wie bei Impfverschwörungstheorien – die Wirkung solcher Verschwörungstheorien in einem Satz zusammenfassen: [2], [3]. --man (Diskussion) 22:51, 12. Jun. 2017 (CEST)

Geändert auf Qsicon Exzellent.svg Exzellent: Die wesentlichen Kritikpunkte sind m.E., vor allem dank Φ, behoben. Soweit ich es einschätzen und stichprobenartig überprüfen konnte (kein Fachmann), ist der Artikel auch vollständig. --man (Diskussion) 09:30, 28. Jun. 2017 (CEST)

QS icon orange empty.svg keine AuszeichnungDer Teil zum Marxismus-Leninismus ist mir zu oberflächlich und nicht weitgehend genug mit Quellen belegt. Ganze Passagen kommen ohne Fußnote aus, was so nicht bleiben kann. Auch ansosnten ist habe ich den Eindruck, eine Nummernrevue zu lesen. Interessant, aber in der Auswahl willkürlich und eben nur immer mal wieder Streiflichter. Wcithige Passagen wie Heterodoxes Wissen kommen nur mit wenigen Fußnoten aus – zu wenig. Louis Wu (Diskussion) 22:58, 13. Jun. 2017 (CEST)

Qsicon lesenswert.svg Lesenswert Lesesnwert allemal, es ist ja auch eine Modethema, es wurde viel zusammengetragen. Manches überzeugt mich nicht. Die Moskauer Prozesse sind mir dann doch aufgestoßen. Die Verurteilungen passen nun überhaupt nicht ins Definitionsbild eines „zielgerichteten konspirativen Wirkens“. WIr lagen vor Madagaskar (Diskussion) 23:21, 13. Jun. 2017 (CEST)

Eine ganz große Fleißarbeit, meinen Respekt dafür. Trotzdem allenfalls Qsicon lesenswert.svg Lesenswert, ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man zu diesem Thema einen exzellenten Artikel schreiben kann. Die Begriffsverwendung ist zu unterschiedlich, auch Definitionen weichen deutlich voneinander ab. Darum kann eigentlich nur eine Collage aus belegten Aussagen konstruiert werden. Und weil das konstruiert sein muss, weht ein dezenter Hauch von Theoriefindung drüber. Lässt sich wohl kaum anders machen. Auf kleine Mängel wurde schon hingewiesen, dazu nur eines: Ich würde ein aktuelles Soziologie-Handbuch zitieren, nicht das über 50 Jahre alte von Hartfiel. Mir fehlt im Artikel auch das, was Robert Anton Wilson über Verschwörungstheorien schrieb (oder habe ich es übersehen? Ich finde ihn nur in der Literaturliste). Darüber könnte man aber durchaus streiten. Da man aber über allerlei Aussagen des Artikels streiten könnte, was am Artikelgegenstand liegt, nicht an der Arbeit des Hauptautoren, mag ich nicht für "exzellent" votieren. --Jürgen Oetting (Diskussion) 20:00, 15. Jun. 2017 (CEST)

Benutzer:Jürgen Oetting: Nach dieser Sichtweise ist aber jeder Artikel TF und könne nicht exzellent sein. Zwangsläufig muss ein Autor nun mal aus einer Vielzahl an Informationen gewichten und auswählen. Wenn es 20 Meinungen gibt, wird man auswählen müssen. Wenn es zig Forscher gibt, die diese Sichtweise vertreten, wird man einen oder zwei stellvertretend von den vielen Fachleuten anführen. Viele Wege führen nun mal nach Rom - das gilt auch in der wikipedia. --Armin (Diskussion) 22:39, 15. Jun. 2017 (CEST)
Danke für die Belehrung. Ja, in diesem Sinne ist fast jeder Artikel TF. Aber in diesem Fall sind die Schwierigkeiten nach meiner Meinung (ich schrieb da oben nichts als meine persönliche Begründung) besonders groß, die Meinungen von Fachleuten zusammenzufassen. Sie sind so groß, dass ich nicht überprüfen kann, ob die Darstellung dem etablierten Wissen entspricht. Und wenn ich das nicht überprüfen kann, votiere ich nicht für exzellent. --Jürgen Oetting (Diskussion) 22:57, 15. Jun. 2017 (CEST)
Meinen Kommentar bitte nicht als "Belehrung" auffassen. Waren nur Überlegungen, die mir durch den Kopf gegangen sind, wie ich das von dir gelesen habe. --Armin (Diskussion) 23:01, 15. Jun. 2017 (CEST)

Die meisten Kritikpunkte aus der Exzellenzabwahl_-_Diskussion 2008 treffen weiterhin zu. QS icon orange empty.svg keine Auszeichnung, eher sollte sich der Hauptautor mal einen Mentor suchen. Verstoß gegen WP:KPA entfernt,--Rote4132 (Diskussion) 23:34, 16. Jun. 2017 (CEST)--Nuuk 17:36, 16. Jun. 2017 (CEST)

Geht's noch? --Hans-Jürgen Hübner (Diskussion) 17:54, 16. Jun. 2017 (CEST)
Vielleicht kann für einen Leser, wie mich, neun Jahre später mal Nuuk die Kritikpunkte zusammenfassen, was aus seiner Sicht nicht erledigt und/oder nicht überholt ist? Der Diff.-link auf die Diskussion 2008 ist wenig hilfreich, mit Verlaub, in weiten Teilen sogar substanzlos (geworden), damalige Schreiber sind z.T. inzwischen inaktiv oder dauerhaft gesperrt worden: Solche pauschalen (und reichlich schnoddrigen) Bemerkungen helfen gar nichts für eine sachgerechte Beurteilung. Deshalb auch deinen Beitrag wegen WP:KPA weiter zurecht gestutzt. Bitte äußere dich fundiert, aber schon deinen Beiträgen 2008 ist eigentlich und mMn nichts sachgerechtes zu entnehmen. Evtl. kannst du das jetzt konkretisieren und aktualisieren.--Rote4132 (Diskussion) 23:34, 16. Jun. 2017 (CEST)
Mein obiger Beitrag wurde jetzt schon zum zweiten Mal sinnentstellend verkürzt. Ich halte diesen Artikel für Schrott, und dazu stehe ich. In den Diskussionarchiven ist genug fundierte Kritik nachzulesen, ich werd mir nicht nach 10 Jahren wieder den Mund fusselig reden. --Nuuk 10:04, 17. Jun. 2017 (CEST)
Im Endeffekt - so fasse ich jetzt deine Meinung auf (eine fundierte Kritik sieht anders aus) – hast du eigentlich nichts substanzielles beizutragen. Schon vor neun Jahren wurde dir fundiert widersprochen, wie dein Link beweist, die Änderungen der letzten neun Jahre kannst du weder kommentieren noch werten - entgegen meiner höflichen Frage noch nicht einmal in ihren Fehlern benennen. Ich bin für mich zu einem Laien-lesenswert (Qsicon lesenswert.svg Lesenswert) gekommen, was natürlich nicht in Frage käme, wenn ein Fachmann fundierte Fehler nachweist.
Nun, die liegen offenbar nicht vor, jedenfalls nicht in einer Form, dass du sie, z.B. in Form einer (auch nur beispielhaften) Fehlerliste, sondern lediglich in einer Art schlechter Laune unter Bezug auf Versionen von 2008 beantworten kannst. Wenig hilfreich, mMn sogar unnütz, dein Beitrag, sry.--Rote4132 (Diskussion) 23:57, 17. Jun. 2017 (CEST)
PS: Falls eine Auswertung zu Exzellent tendieren sollte, bitte mein Lesenswert als Neutral werten: Für ein exzellent bin ich einfach nur Laie und kann es dafür nicht ausreichend beurteilen, also dann bitte mein Votum nicht mitzählen.--Rote4132 (Diskussion) 21:30, 18. Jun. 2017 (CEST)

Trotz der gebotenen Anerkennung der Bemühung, das sperrige Thema umfassend und ausgewogen zu behandeln, finde ich doch problematische Aspekte, die mir nicht unwesentlich scheinen:

  • Ich teile die oben geäußerte Kritik an der Einleitung, die für einen exzellenten Artikel in dieser Form meines Erachtens nicht angemessen ist, insbesondere hinsichtlich des Umfangs. Eine den Artikelinhalt knapp zusammenfassende Einleitung zu schreiben ist schwierig, aber nicht unmöglich. Besser als die aktuelle Formulierung "bezeichnet man" im ersten Satz wäre dort eine präzisere Angabe zum allgemeinen und zum wissenschaftlichen Sprachgebrauch.
  • Was mich außerdem stört, ist der Umgang mit dem grundsätzlich problematischen Ausdruck "immer", etwa im Satz Somit impliziert seine Verwendung, von ganz wenigen Ausnahmen wie der Verschwörung des 20. Juli 1944 abgesehen, immer auch ... Wenn es Ausnahmen gibt, deren genaue Anzahl unbekannt ist, ist das "immer" logisch fehl am Platz. Oder: Auch wenn sie vorgeben, rein deskriptiv vorzugehen, agieren sie immer auf dem Feld normativer Aussagen. Hat jemand sämtliche Verschwörungstheorien, die es je gab, diesbezüglich lückenlos überprüft und in jedem einzelnen Fall das vorgeblich deskriptive Vorgehen als Täuschungsmanöver entlarvt und nachgewiesen? Oder ist das "immer" ein Definitionsmerkmal, d.h. eine nicht auf dem Feld normativer Aussagen agierende Theorie wäre per Definition keine Verschwörungstheorie? – Am problematischsten ist das "immer" in dem Satz Verschwörungstheorien hat es wahrscheinlich immer gegeben – einen Ausdruck wie "wahrscheinlich immer" halte ich für krass unenzyklopädisch. Weiter: Stets folgte auf die Entlarvung vermeintlicher Verschwörer und Volksfeinde deren Eliminierung. Hier mal "stets" statt "immer" - auch hier eine apodiktische Aussage, die eine quasi naturgesetzliche Notwendigkeit und Ausnahmslosigkeit suggeriert, nämlich sinngemäß: "Eine Begnadigung oder glimpfliche Behandlung 'vermeintlicher Verschwörer' hat es weltweit in der gesamten Menschheitsgeschichte nie gegeben, vielmehr wurden sie immer (physisch) eliminiert." Die Formulierung "Stets folgte auf ..." suggeriert, dass das nicht nur für die dort namentlich genannten Beispiele gilt, sondern ausnahmslos für alle "Verschwörungsideologien". Das klingt für mich nach Schwarzmalerei, d.h. einer Verteufelung dieser Ideologien, also POV. Damit möchte ich nicht die Autoren des Artikels eines bewussten Verstoßes gegen NPOV beschuldigen, sondern nur darauf hinweisen, dass solche Formulierungen POV-verdächtig klingen im genannten Sinne.
  • Ein weiteres Beispiel für problematischen apodiktischen Stil: Verschwörungstheorien teilen die Welt in Gut und Böse, „wir“ und „sie“ (dualistische Weltsicht). Die Formulierung suggeriert, dass das zwangsläufig immer der Fall ist. Beispiel Kennedy-Attentat: Nehmen wir an, jemand vermutet aus irgendeinem Grund, hinter dem Attentat stecke die Mafia oder die kubanische Regierung. Bedeutet das, dass dieser "Verschwörungstheoretiker" zwangsläufig ein Mensch sein muss, der "die Welt in Gut und Böse teilt" und ein dualistisches Weltbild vertritt - nur weil er annimmt, die Mafia oder Fidel Castro habe ein Interesse an der Beseitigung Kennedys gehabt? Wer sind dann in diesem "dualistischen" Weltbild die "Guten" - alle, die nicht zur Mafia gehören, oder alle Nichtmarxisten? Oder alle Anhänger der Verschwörungshypothese? Hier scheint mir im Artikel eine Tendenz zur Schematisierung und Simplifizierung vorzuliegen – also gerade das, was den Verschwörungstheoretikern gemeinhin vorgeworfen wird.
  • In dem Satz Der paranoide Anteil wird aber zum Beispiel an der so genannten Verschwörung des Auslands deutlich, ... würde ich entschieden eine Formulierung vorziehen, die ohne eine psychiatrische Ferndiagnose wie "paranoid" auskommt. Psychiatrische Ferndiagnosen – zumal wenn sie sich auf Personen vergangener Jahrhunderte beziehen und wie gesicherte Fakten präsentiert werden – sind (gelinde gesagt) unenzyklopädisch. Woher will man wissen, dass die Begründung des Vorgehens gegen die Hébertisten "paranoid" war und nicht Teil eines rationalen Kalküls im Rahmen von Machtkämpfen? Das ist kein Fakt, sondern bestenfalls eine vertretbare Forschungsmeinung. Wenn diese wie ein Fakt präsentiert wird, entsteht der Eindruck eines POV, in diesem Fall gegen Robespierre gerichtet (dieser ist demnach Verschwörungstheoretiker und als solcher - wen wundert's - im klinischen Sinn geistesgestört).
  • Am Rande sei noch ein Gliederungsproblem erwähnt: Auf den Unterabschnitt "Antike, Mittelalter und Frühe Neuzeit" folgen die Unterabschnitte "17. Jahrhundert" und "18. Jahrhundert", obwohl diese Jahrhunderte Teil der Frühen Neuzeit sind. Daher würde ich das 17. Jahrhundert nicht als eigenen Unterabschnitt führen und statt "18. Jahrhundert: Französische Revolution" schreiben: "Französische Revolution", denn ausschließlich diese, nicht das gesamte 18. Jahrhundert wird in dem Unterabschnitt behandelt. Nwabueze 03:26, 18. Jun. 2017 (CEST)
Vielen Dank für diese gescheiten Anregungen, lieber Nwabueze, ich hab sie großenteils umgesetzt. Die wissenschaftliche Literatur formuliert häufig recht apodiktisch, weshalb ich das nur teilweise hab abmildern können. Aussagen über anthropologische Konstanten („hat es immer gegeben“) sollten dagegen stets mit einer Einschränkung gegeben werden, wie ich sie in Anlehung an Dieter Groh gemacht habe, weil wir naturgemäß nicht wissen können, wie sich zum Beispiel eine Neandertalertruppe negative Ereignisse erklärte. Der scheinbare Widerspruch in der chronologischen Gliederung ist aber m.E. beseitigt, und ich habe endlich eine Artikelzusammenfassung hingekriegt. Sonntagsgrüße --Φ (Diskussion) 17:22, 18. Jun. 2017 (CEST)
Ich danke meinerseits für die Berücksichtigung meiner Hinweise. Meine tiefe Skepsis gegenüber den wohlfeilen anthropologischen Konstanten besteht auch dann, wenn man vom Neandertaler und der gesamten Prähistorie absieht; Aussagen des Typus "Das war (wahrscheinlich) immer und überall so" pflegen entweder trivial oder hochspekulativ zu sein; auf jeden Fall sind sie unbeweisbar und wissenschaftlich wertlos. – Meines Erachtens sind wir durchaus berechtigt, überspitzte und unbelegte Behauptungen einzelner Autoren der Fachliteratur abzumildern oder zu ignorieren. Diese Autoren dürfen ja gelegentlich salopp oder essayistisch formulieren, auf eigene Faust spekulieren und philosophieren oder sich von einem unneutralen POV leiten lassen, während für uns strengere Maßstäbe gelten. Nwabueze 21:38, 18. Jun. 2017 (CEST)

Ich möchte hier mal auf das Formelle eingehen. Damit ein Artikel als "Exzellent" oder "Lesenswert" eingestuft werden kann, sollte er auch formal den WP-.Anforderungen vollumfänglich genüge tun. Das ist beim VT-Artikel in Sachen Literatur jedoch nicht der Fall. Es sieht im Abschnitt "Literatur" so aus, als hätte ein oder mehrere Autoren mit Compulsive hoarding-Syndrom alles an Literatur zusammen gesammelt, bei der im Titel oder Inhalt irgendwo das Wort "Verschwörung" vorkommt. Um mich hier nicht zu wiederholen, mehr dazu auf der VT-Diskseite im Abschnitt Literaturüberflutung. Ich habe dort auch angeboten, da mal auszumisten. Ich gehe jedoch davon aus, dass mein Angebot auf massiven Widerspruch stoßen wird, daher vorerst QS icon orange empty.svg keine Auszeichnung. Ansonsten wäre durchaus ein Lesenswert angebracht--Ciao • Bestoernesto 15:22, 26. Jun. 2017 (CEST)

Hinsichtlich der Notwendigkeit, überlange Literaturlisten - etwas ruppig ausgedrückt - "auszumisten", stimme ich völlig zu. Dass das wieder mal mit deutlichen Worten in Erinnerung gerufen wird, wie jetzt auf der Diskussionsseite des Artikels geschehen, finde ich erfreulich. Zu schweren Bedenken gibt allerdings die Auswahl der dort genannten Kriterien des Ausmistens Anlass, insbesondere: Titel deren Autoren/Herausgeber bis dato noch nicht relevant genug waren um einen eigenen WP-Artikel zu erhalten, werden als erstes entsorgt. Das bedeutet nämlich, dass die Wikipedia sich selbst zum Kriterium für die Relevanz eines Autors und seiner Publikationen erhebt. Eine solche Anmaßung ist völlig unzulässig in einem Projekt, in dem TF strikt verboten ist und alle nach dem Wiki-Prinzip erstellten Texte prinzipiell als nicht vertrauenswürdige, nicht zitierfähige Informationsquellen gelten. Daher muss ich hier protestieren. So ein Auswahlkriterium geht überhaupt nicht. Nwabueze 00:28, 27. Jun. 2017 (CEST)
Die Literaturliste ist inzwischen deutlich schlanker. MfG --Φ (Diskussion) 08:16, 27. Jun. 2017 (CEST)

Ich schwanke zwischen Lesenswert und exzellent, mit Tendenz zu Qsicon Exzellent.svg Exzellent. Der Artikel liest sich gut und flüssig, die Literaturbasis ist ebenfalls erfreulich, es wird praktisch ausschließlich auf wissenschaftliche Arbeiten zurückgegriffen. In den Bereichen, mit denen ich mich ebenfalls schon mit Verschwörungstheorien befasst habe und meine, einen groben Überblick über die Literatur zu besitzen, ist der Artikel auch sehr solide. Für andere Bereiche kann ich es nicht wirklich beurteilen, Stichprobensuchen ergaben jedoch ebenfalls ein klar positives Bild. Dei Argumente gegen eine Auszeichnung kann ich dagegen nur teilweise nachvollziehen, gerade wenn es sich um inhaltliche oder formale Details handelt. Z.B. wäre zu belegen, dass eine Auswahl nach Autoren, die bereits einen Wikipedia-Artikel haben, auch wirklich nach diesem Kriterium getroffen wurden (d.h. bedeutende Forscher ohne Artikel bei uns bewusst aussortiert wurden), beispielsweise anhand Zitierungen bei Google Scholar. Tendenziell ist nämlich zu erwarten, dass die bedeutensten Forscher in einem Gebiet zuerst einen Artikel hier angelegt bekommen. Insofern kann also Bedeutung durchaus mit Wikipedia-Artikel korrelieren, ganz ohne TF. Andol (Diskussion) 01:16, 27. Jun. 2017 (CEST)

Wenn über einen Autor, dessen Publikation sowohl hochwertig als auch in hohem Maß für das Artikelthema relevant ist, bei uns ein biographischer Artikel vorhanden ist, ist das Zufall; ebenso wenn ein solcher Artikel noch fehlt. Eine neue Dissertation, die ausschließlich dem Thema des Artikels gewidmet ist und dieses umfassend behandelt, gehört sehr wahrscheinlich in die Literaturliste, und das Gegenargument, der kürzlich promovierte Autor habe noch keinen biographischen Wikipedia-Artikel (selbstverständlich hat er keinen) und zähle daher nicht zu den "bedeutendsten Forschern", wäre absurd und lächerlich. Auf keinen Fall, unter keinen Umständen ist die Existenz bzw. Nichtexistenz eines Wikipedia-Artikels über den Autor ein legitimes Kriterium zur Klärung der Frage, ob seine Arbeit für die Literaturliste des Artikels geeignet ist oder nicht. Literaturauswahl nach derartigen Kriterien wäre hochgradig unseriös und ein Grund für eine Contra-Stimme. Im vorliegenden Fall unterstelle ich dem Hauptautor nichts Derartiges. Er braucht seine Entscheidungen nicht im Einzelnen zu begründen, solange keine konkrete Detailkritik kommt. Aber es muss unbedingt festgehalten werden: Aus der Existenz oder Nichtexistenz von Texten, die nach dem Wiki-Prinzip erstellt sind, und aus deren Inhalt darf unter gar keinen Umständen ein Relevanzkriterium abgeleitet werden. Nwabueze 01:41, 28. Jun. 2017 (CEST)

Für mich Qsicon lesenswert.svg Lesenswert. --ףּ (D) 13:16, 27. Jun. 2017 (CEST)

(BK) :Wuchtige Obduktion (wegen der Komplexität) aber sehr gut. Qsicon Exzellent.svg Exzellent Mir fehlt noch ein einziges Wort in der Einleitung: "geheim", sie wie hier in der Def., Ref. 10. GEEZER … nil nisi bene 10:17, 1. Jul. 2017 (CEST)

Mit zehn Stimmen Qsicon Exzellent.svg Exzellent, sechs Stimmen Qsicon lesenswert.svg Lesenswert und vier Stimmen QS icon orange empty.svg keine Auszeichnung wird der Artikel in dieser Version als Qsicon lesenswert.svg Lesenswert ausgezeichnet. Sollte es zu dieser Auswertung keinen Widerspruch geben, werde ich die Kandidatur in 24 Stunden archivieren. Tönjes 10:09, 1. Jul. 2017 (CEST)

Die Behauptung, daß die Geheimdienste das Internet überwachen, hat sich ja auch als falsch erwiesen[Quelltext bearbeiten]

schreibt Benutzer:Nuuk höhnisch in die Zusammenfassunsgzeile. Dazu habe ich einige Fragen: Wer hat das denn wann behauptet und von wem wurde es als eine Verschwörungstheorie bezeichnet? Neugierige Grüße --Φ (Diskussion) 14:29, 11. Mai 2018 (CEST)

Edward Snowden: »In 2013—before this started—the idea that the government was collecting records of every phone call in the United States was a conspiracy theory.—It’s not any more!« Quellenangabe Nr. 23 --Nuuk 17:02, 20. Mai 2018 (CEST)
Glaub ich nicht. 2016 kann man leicht alles Mögliche behaupten. Wer hat denn diesen Gedanken 2013 oder früher Verschwörungstheorie genannt? --Φ (Diskussion) 17:27, 20. Mai 2018 (CEST)

Ab wann ist eine Theorie über eine Verschwörung offiziell eine Verschwörungstheorie?[Quelltext bearbeiten]

Ist die Aussage "5 bestimmte Administratoren oder Benutzer haben sich gegen mich verschworen, um mich sperren zu lassen" schon eine Verschwörungstheorie?

Oder "die Mitglieder unserer Bundesregierung wollen eigentlich..."

Kann eine Privattheorie schon eine Verschwörungstheorie sein?

(es geht um die Definition, nicht um die Relevanz eines Eintrags in Wikipedia) --178.165.131.165 15:24, 4. Jun. 2018 (CEST)

Wissensfragen gehören eigentlich nicht hierher, aber ich versuch's mal: Wenn eine Aussage alle Elemente enthält, die eine Verschwörungstheorie ausmachen (Erklärung eines Ereignisses, eines Zustand oder einer Entwicklung durch das zielgerichtete, konspirative Wirken einer kleinen Gruppe von Personen zu einem meist illegalen oder illegitimen Zweck), kann man von einer Verschwörungstheorie sprechen. Ob sie das tut ist aber natürlich Abwägungssache. Das ist wie bei der alten Bauersfrau, der man sagte, ihr Mann solle ja enorm gut im Bett sein; sie erwiderte: „Och, die einen sagen so, die andern so.“
In der Wikipedia kann eine Aussage nur dann als Verschwörungstheorie bezeichnet werden, wenn es dafür einen Beleg aus einer zuverlässigen Informationsquelle gibt. Jetzt klarer? --Φ (Diskussion) 16:43, 4. Jun. 2018 (CEST)

Wahrnehmungs und Ideologieproblem[Quelltext bearbeiten]

Die Einfügung irritiert mich etwas, denn in dem Abschnitt wird ja die Position von Ted Goertzel referiert. Beziehen sich Mathias Erlei, Martin Leschke, und Dirk Sauerland auf auf Goertzel? Wenn ja, sollte besser auf diesen referenziert werden, wenn nein, ist die Einfügung fehlplatziert. Zudem verstehe ich die Aussage nicht recht: Was ist mit genieren gemeint? Was sind institutionelle Defizite und was hat ihr Abbau mit dem Lemma zu tun? Mit besten Grüßen und der Bitte um Aufklärung --Φ (Diskussion) 22:39, 7. Jun. 2018 (CEST)

Hallo Phi. Nein, die Autoren beziehen sich nicht auf Goertzel, sondern auf Leipold (2006). Hmm dann ist die Einfügung eigentlich fehlplatziert, aber ich dachte die Passage würde quasi als Einschub gut zu dem –im vorigen Satz genannten– Misstrauen in die staatlichen Institutionen passen. Notfalls kann man die Passage verschieben oder auch wieder entfernen. Ich denke zur Thematik Verschwörungstheorien und Institutionelle Defizite gibt es zwar wenig, aber dennoch einige Quellen. Institutionelle Defizite haben insofern mit Verschwörungstheorien zu tun, dass laut den Autoren der Abbau von institutionellen Defiziten durch Verschwörungstheorien verhindert wird. PS: Genieren war ein typo^^ Beste Grüße.--Jonski (Diskussion) 00:53, 8. Jun. 2018 (CEST)
Das scheint mir ein Spezialfall zu sein, mir zudem nicht plausibel. Welche institutionellen Defizite sind denn aufgrund von Verschwörungstheorien nicht behoben worden? --Φ (Diskussion) 07:52, 8. Jun. 2018 (CEST)
Ein konkretes Beispiel fällt mir gerade nicht ein und in der zitierten Quelle ist auch kein konkretes genannt. Wahrnehmung und Ideologieprobleme (und damit auch Verschwörungstheorien) fallen i.A. unter die sechs zentralen Gründe für Reformhindernisse. Diese sind
  • Das Zeitproblem
  • Das Wahrnehmungs- oder Ideologieproblem
  • Das Verteilungsproblem
  • Der Fluch der Ressourcen
  • Das Korruptionsproblem
  • Das Entmachtungsproblem des Diktators

Zu 2 wird geschrieben

„[…] nur wer Entwicklungsprobleme auf institutionelle Defizite, die ihrerseits unproduktive Anreize generieren, zurückführt, kann institutionelle Reformen einleiten, die Weichen für mehr Investitionen stellen. Dies setzt voraus, dass der Leistungswettbewerb als ein zentrales Verfahren zur Generierung neuer Ideen angesehen wird. Leipold (2006) weist diesbezüglich daraufhin, dass religiös und ideologisch gebundene informelle Regeln einer solchen Erkenntnis oft im Wege stehen. Ethnische Konflikte können die Situation noch verschärfen, weil hier Verschwörungstheorien an die Stellen von sachlichen Diagnosen treten.“[1]

Vielleicht ist der Verweis auf Verschwörungstheorien hier auch nur eine Nebenbemerkung. Ich werde mir demnächst mal das Buch von Leipold besorgen und schauen, ob es dort mehr zu Verschwörungstheorien gibt, die institutionellen Defizitabbau verhindern.--Jonski (Diskussion) 17:45, 10. Jun. 2018 (CEST)

Verzeihung, aber das ist doch etwas sehr speziell und zudem unkonkret, da selbst dir kein Beispiel einfällt. Aussagekräftig wären diese Dinge doch allenfalls für ein Lemma Institutionelle Defizite, nicht für dieses. Hinzukommt, dass die Angaben irreführenderweise immer noch im Referat der Positionen Ted Goertzels stehen, der dergleichen aber gar nicht erwähnt. Ich klammere die Angaben daher erst einmal aus, OK? MfG --Φ (Diskussion) 18:51, 10. Jun. 2018 (CEST)
Okay, vorerst kann man den Absatz ausklammern. Grüße.--Jonski (Diskussion) 19:11, 10. Jun. 2018 (CEST)
  1. Mathias Erlei, Martin Leschke, und Dirk Sauerland: Neue Institutionenökonomik., S. 573, Stuttgart: Schäffer-Poeschel, 2007.

Realistisches Menschenbild (Psychologie)[Quelltext bearbeiten]

Lieber JonskiC, ich weiß, ich nerve, und das tut mir auch leid, aber bringe doch bitte keine unnötigen Fachvokabeln im Artikel unter, und wenn, dann bitte mit Beleg. Für diesen hier gibt's keinen. MfG --Φ (Diskussion) 20:54, 10. Jun. 2018 (CEST)

Kein Problem. Dies ist ja ein offenes Wiki wo jeder jeden „nerven“ bzw. auf die Finger schauen kann (und auch sollte). Ich habe den Satz gelesen und fand ihr sehr schwer zu verstehen. Daher habe ich versucht den Satz verständlicher zu Gestalten. Klar hast du Recht, dass Fachtermini die nicht im Artikeltext stehen nicht in die Einleitung gehören. Ich habe daher mal versucht den Satz nochmals umzuformulieren.--Jonski (Diskussion) 21:40, 10. Jun. 2018 (CEST)

Verwendung des Begriffs in der Sprache des Alltags[Quelltext bearbeiten]

In der Einleitung zum Artikel fehlt meiner Meinung nach eine kurze Bemerkung zur Verwendung des Begriffs "Verschwörungstheorie" im normalen Sprachgebrauch. Damit meine ich: Was versteht ein normaler Mensch unter diesem Begriff? Ein kurzer erklärender Satz würde reichen. Ich finde, dass ein Leser neben den absolut sinnvollen Erklärungen zur Herkunft und wortstamm-mäßigen Bedeutung des Begriffs auch erfahren sollte, wie der Begriff im heute üblichen Sprachgebrauch benutzt wird. (Das ist bei vielen Begriffen sinnvoll, wenn zwischen herkunftlicher Bedeutung und dem allgemeinen Sprachgebrauch ein Unterschied besteht.)

Ich sehe den Begriff folgermaßen: Im Alltag wird der Begriff "Verschwörungstheorie" überwiegend mit negativer Wertung benutzt. Meistens werden Attribute wie unseriös, falsch, einseitig, unwissenschaftlich... mit dem Begriff verbunden. Zum Beispiel: Wenn jemand sagt: "Das ist doch eine Verschwörungstheorie...", meint er damit, dass diese Behauptung/Ansicht "nicht ernstzunehmen, unseriös, falsch..." ist.

Um was geht es mir: Es geht mir weder darum, dieses Verständnis des Begriffs zu untermauern, noch es zu bekämpfen. Ich finde aber, dass ein Leser wissen sollte, wie der Begriff heutzutage benutzt wird.

Wie wäre es mit einem Satz, etwa so: Dem Begriff Verschwörungstheorie hängen im normalen Sprachgebrauch häufig Attribute wie "unseriös, unwissenschaftlich, nicht ernstzunehmen" an.

Wie sehen andere das? Wer hat einen Vorschlag? --Agfa3D (Diskussion) 21:44, 15. Jul. 2018 (CEST)

Für derartige Behauptungen brauchen wir eine Beleg aus einer zuverlässigen Informationsquelle. --Φ (Diskussion) 22:13, 15. Jul. 2018 (CEST)

Liste tatsächlicher Verschwörungen[Quelltext bearbeiten]

Wäre nicht als Ergänzung zu https://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorie#Aussagen_%C3%BCber_reale_Verschw%C3%B6rungen_und_Unterscheidungsprobleme und https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Verschw%C3%B6rungstheorien interessant, eine Liste tatsächlich erwiesener Verschwörungen zu erstellen?

Sprachgebrauch "Verschwörungstheorie"[Quelltext bearbeiten]

Liebe Leute, ich habe eine kleine Analyse zum Sprachgebrauch des Ausdrucks "Verschwörtungstheorie" bzw. "Verschwörungstheoretiker" in der WP - u.a. auch in der Diskussion zum Artikel VT - gemacht. Das Manuskript in erster Fassung steht soweit. Ehe ich es abschließend überarbeite, würde mich Eure Meinung dazu interessieren. Hier findet Ihr bis Ende 5. August das Manuskript. Bei Fragen gerne hier, auf meiner Diskussionsseite oder via Mail. Viele Grüße, --Liuniao (Diskussion) 23:50, 23. Jul. 2018 (CEST)

Interessant. Finde ich allerdings in manchen Punkten nicht überzeugend, sowohl in Details als auch in der Argumentation. Zunächst ein paar Details:
  • "Die Wikipedia", die hier angesprochen ist, ist die deutschsprachige, gelegentlich sind aber auch alle Sprachversionen gemeint und das wird konfundiert (S. 2: Alexa-Rang für wikipedia.org, ebd.: Zahl der Lemmata für de.wikipedia.org).
  • Sichtung und Seitensperre werden durcheinandergeworfen (S. 3). Das ist nicht unwichtig, denn die "gesichteten Versionen" werden auf alle Artikel angewendet, die Seitensperre gilt nur für wenige. Wo ein Seitenschutz besteht, sind (bestimmte) Edits prinzipiell nicht möglich, auch nicht auf Umwegen.
  • Die Auswertung der Versionsgeschichte des Artikels Verschwörungstheorie (S. 8) erfolgt mit ungeeigneten Werkzeugen. Bitte mal die "Seiteninformationen" prüfen, insbesondere die Punkte "Top Editors" und "Authorship". Was "der Großteil der Textarbeit" heißen soll, ist völlig unklar (des heute bestehenden Texts? dafür wäre Authorship geeignet; der Hinzufügung von Text? das wäre eher ""Top Editors"). Die angegebenen Prozentzahlen sind in jedem Fall falsch.
  • Die Zitation von Stegbauer 2009 auf S. 2 erscheint mir verfälschend. Stegbauer vertritt keineswegs, dass "eine Gruppe von langjährig Aktiven (u.a. Administratoren) das aus ihrer Sicht 'relevante' und 'seriöse' Wissen gegenüber einer ‚Masse an unverständigen Adhoc-Schreiberlingen‘ zu verteidigen sucht und dabei als eine zunehmend für Neue hermetisch abgeschlossene Ingroup agiert". Er sieht (seine Daten stammen übrigens von 2006) sehr wohl Tendenzen zur sozialen Schließung, aber keineswegs in dem apodiktischen Sinn, wie es in der Zitation erscheint.
Mautpreller (Diskussion) 11:35, 24. Jul. 2018 (CEST)
Ein größeres Problem habe ich mit einigen Setzungen im Text.
  • S. 10 werden unterschieden eine kleine, aktive Peergroup und eine diffuse, weitaus größere Gruppe von "Kritikern". Die Unterscheidung ist sicher angemessen, die Charakterisierung hat aber einen deutlichen Bias. Das wird schon deutlich bei der Benennung als "Kritiker" vs. "gegen Kritik immunisierende Peergroup". Diese Charakterisierung wird nirgends problematisiert oder auch nur begründet. Besonders verblüffend ist das angesichts der Auseinandersetzung mit dem Epitheton "Kritiker" auf S. 18.
  • Ähnlich die apodiktische Setzung, es gebe zum Begriff der Verschwörungstheorie "keinerlei abschließenden Konsens in der Fachliteratur" (S. 11). Meines Erachtens gibt es zu praktisch keinem Begriff einen "abschließenden Konsens in der Fachliteratur". Nichtsdestoweniger werden aber Übersichtsartikel zu ihnen geschrieben. Eine so starke Behauptung, die unterstellt, der Begriff Verschwörungstheorie genieße eine Sonderstellung, weil es hier "keinerlei" Konsens gebe, sollte zumindest begründet werden. Ich sehe keine Anstalten dazu.
  • Generell scheint mir die Bedeutung von WP:NPOV und WP:KTF (und vor allem WP:Q, nicht mal genannt!) nicht richtig eingeschätzt zu werden. Die Idee insbesondere von WP:Q ist nicht, "neutrale" Belege zu finden, sondern solche, die aus dem Wissenschaftsbetrieb stammen. (Auch hier gibt es wieder eine völlig unbegründete Setzung: "in der Fachwelt sehr geschätzte Recherchezeitschriften". Solche Sachen finde ich besonders ärgerlich.) Zweifellos sind diese Richtlinien nicht unproblematisch und vor allem werden sie instrumentell als Mittel im Meinungskampf eingesetzt. Es wird hier aber bedauerlicherweise kein Versuch gemacht, wenigstens thesenhaft ihre systematische Bedeutung als regulative Prinzipien für die Diskussion zu erfassen.
  • Das größte Problem sehe ich freilich in der Diskussion eines "wertneutralen" Gebrauchs. Hier verwirrt nicht nur die "pointierte Zusammenfassung" (S. 23), dass immerhin "eine kleine Gruppe" eine analytische Begriffsdefinition anstrebe ("aufrichtig", wenn auch "letztlich vergeblich", auch wieder so eine apodiktische Setzung), denn soweit ich sehe, ist es ebendiese Gruppe, der im selben Atemzug die "Stigmatisierung von Positionen und Äußerungen, die nicht mit dem Common Ground der jeweiligen Ingroup konformgehen", vorgehalten wird. Oder ist das anders gemeint? Verwirrender noch ist der sehr weitreichende Schlusssatz des Fazits. Man kann wohl kaum bezweifeln, dass der Ausdruck Verschwörungstheorie "als Teil der politischen Machtkommunikation im Kampf um die hegemoniale Deutungshoheit über die (soziale) Welt" verstanden werden kann. Aber dass er deshalb "für eine wissenschaftlich-analytische Verwendung … bis auf Weiteres ungeeignet sei", ist eine völlig ungedeckte Schlussfolgerung daraus. Welche Ausdrücke oder Begriffe wären denn nicht Teil der politischen Machtkommunikation? Es gibt eine ganze Reihe von Begriffen ("Kritik" will ich hier mal exemplarisch nennen), die sehr wohl (etwas unauffälliger) Deutungshoheiten ansteuern, wie, möchte ich fragen, soll man die "soziale Welt" ohne sie beschreiben? Nur mal als Beispiele: Rassismus/Ausländerfeindlichkeit/Xenophobie sind dann wohl auch allesamt ungeeignet? Welcher "Begriff" wäre dann bittschön "wertneutral" genug? --Mautpreller (Diskussion) 12:20, 24. Jul. 2018 (CEST)
PS: Wenn jemand meinen Beitrag auf eine andere Seite verschieben möchte, weil hier nicht eigentlich "der Artikel" diskutiert wird, habe ich nichts dagegen.--Mautpreller (Diskussion) 12:47, 24. Jul. 2018 (CEST)
Auch ich bezweifle nicht, dass der Ausdruck Verschwörungstheorie "als Teil der politischen Machtkommunikation im Kampf um die hegemoniale Deutungshoheit über die (soziale) Welt" verstanden werden kann. Darüber ließe sich diskutieren, passt ja auch zu meinen skizzenhaften und nicht sehr weit ausgeführten Überlegungen zu Wikipedia als „Hegemonie-Maschine“. Das könnten wir auch hier auf dieser Artikeldiskussionsseite machen, wenn ... Wenn ein fertiges Manuskript, noch besser eine veröffentlichte Publikation, vorläge. Zur Zeit geht es doch eher darum, ein (streckenweise mangelhaftes, was die Kenntnis der Wikipedia angeht) Manuskript zu bewerten und zu korrigieren. Das kann nicht Aufgabe einer Artikeldiskussion sein. Ich schlage vor, auf die Benutzerdisk.Liuniaos zu wechseln oder auf die Grillenwaage. Beste Grüße --Jürgen Oetting (Diskussion) 19:42, 24. Jul. 2018 (CEST)
Warum ist eine empirisch-linguistische Auseinandersetzung mit dem Begriff der VT in der Wikipedia hier nicht am richtigen Ort? - Mir geht es übrigens nicht um "Bewertung" und "Korrektur" von Einzelpersonen, die ihrerseits keine Kontrollstudie vorlegen. Es muss auch niemand Stellung dazu beziehen, sich verteidigen oder Ergebnisse toll finden. Meine Hypothesen beziehen sich auch nicht auf die Praktiken in der Wikipedia insgesamt, sondern ausschließlich mit Blick auf die diskursive Rolle der genannten Ausdrücke. Kurzum: Ich freue mich über konstruktives Feedback: wo habe ich etwas übersehen, missverstanden, miss- oder unverständlich formuliert? Danke Euch und schönen Abend, --Liuniao (Diskussion) 20:05, 24. Jul. 2018 (CEST)
Naja, gemäß WP:DS dienen Artikeldiskussionsseiten "allein der Verbesserung des Inhaltes des dazugehörenden Artikels". Das ist, soweit ich sehe, nicht Deine Absicht. Sollten Leute, die über den Artikel Verschwörungstheorie diskutieren oder an ihm arbeiten wollen, sich gestört fühlen, müsste die Diskussion wohl umziehen.--Mautpreller (Diskussion) 20:52, 24. Jul. 2018 (CEST)
Wie kommst Du zu der Annahme, ich wollte den Artikel nicht verbessern (was wäre denn dann die Alternative: Profilierung? Stigmatisierung der AutorInnen?)? Das Ergebnis der Auswertung stellt zur Diskussion, ob zum Beispiel der Ausdruck VT geeignet ist, um das damit verbundene Theorem zu benennen; ich mache deutlich, dass die diskursive Verwendung des Ausdrucks in seinem unmarkierten Gebrauch eine pejorative Funktion hat; der Versuch, eine wertneutrale Variante dominant zu setzen, scheint derzeit nicht zu funktionieren. Meines Erachtens müsste das deutlicher im Artikel eingeführt werden. --Liuniao (Diskussion) 23:30, 24. Jul. 2018 (CEST)
Das war mir nicht deutlich, genau genommen ist es mir immer noch nicht ganz deutlich. Der diskursive Gebrauch auf Wikipedia-Diskussionsseiten und die analytische Verwendung im Artikel sind doch zwei Paar Stiefel? Ich würde sogar Wert darauf legen, dass das so ist, d.h. ich halte diese Unterscheidung für richtig und denke, dass anders ein Artikel unter diesem Lemma kaum geschrieben werden könnte. Und den Zweck Deines Aufschlags hier hatte ich eigentlich darin gesehen, dass Du eine geplante Veröffentlichung Deiner Forschungsergebnisse, etwa in einem Journal, gern den Wikipedia-Autoren in einem frühen Stadium zur Verfügung stellen möchtest, damit sie noch was dazu sagen können. Stimmt das denn nicht? --Mautpreller (Diskussion) 23:49, 24. Jul. 2018 (CEST)


Natürlich bin ich - wie bereits geschrieben - an einem Feedback interessiert. Die zwei paar Schuhe, von denen Du sprichst, muss man natürlich trennen. Aus linguistischer Perspektive (und mit Blick auf die Entwicklung von terminologischen Ausdrücken) eignet sich der Ausdruck VT aus den o.g. Gründen aber m.E. nicht, um das hier im Artikel postulierte Konzept ("Zentralsteuerungshypothese" u.ä.) aufzurufen. Nicht nur die quantitativen Ergebnisse, auch die unendlich langen und sich wiederholenden Debatten hier zu diesem Artikel zeigen genau dieses Problem. Die einzige Chance, die ich für den Artikel sehe (und dafür gibt es durchaus schon Ansätze), ist anhand der Sekundärliteratur eine Begriffsgeschichte nachzuzeichnen. Aber das ist eine lange Diskussion, bei der man auch in die Auseinandersetzung um TF kommt u.ä. Ich warte jetzt erst noch weitere Rückmeldungen ab, ehe ich auf Einzelnes antworte, einverstanden? Viele Grüße und gn8, --Liuniao (Diskussion) 00:01, 25. Jul. 2018 (CEST)
(BK) Ich gehöre zwar nicht zu den Artikelautoren, danke aber für den interessanten und im Detail gut gemachten Beitrag! Auch, dass du vor Veröffentlichung Feedback der Wikipedianer einholst und die Beiträger im Artikel nicht mal nicknamentlich nennst, gefällt mir. Ich würde das auch an anderer Stelle weiterdiskutieren wollen; eigentlich würde so ein Austausch über Meta-Forschungstexte zur Wikipedia ja nach Wikipedia:Wikipedistik gehören, oder? Ansonsten teile ich Mautprellers Bedenken, insbesondere das unsubstantiierte Lob für Telepolis (meine Ansicht) und das aus der Artikelargumentation nicht folgerbare weitreichende Fazit. Und wenn ein Begriff im Diskurs der Außenwelt, auch negativ, für bestimmte Personen/Thesen benutzt wird, dann sehe ich nicht, warum wir das nicht nachvollziehen sollten, schließlich wollen wir keine Wirklichkeit schaffen, sondern diejenige da draußen nachzeichnen (dagegen wieder ohne jede Substantiierung S. 22: „Der Vorwurf einer Verschwörungstheorie ist indiskutabel“). Ich würde auch dir und Clemens Knobloch widersprechen, dass Diskussionen mit Leuten stets und notwendigerweise abgeblockt würden, die als Verschwörungstheoretiker bezeichnet werden; ich beispielsweise tausche mich durchaus mit ihnen aus. Noch eine Korrektur: Die Behauptung, der Artikel Verschwörungstheorie sei bis 2018 exzellent gewesen und dann in einer Diskussion von 19 Din-A4-Seiten zu lesenswert herabgestuft worden (S. 13), ist nicht richtig: Der Artikel verlor 2008 den Exzellenz-Status und erlangte ausweislich des Diskussionsarchivs erst 2018, also etwa zehn Jahre später, wieder eine Auszeichnung, nämlich als lesenswert. --Andropov (Diskussion) 00:00, 25. Jul. 2018 (CEST)
Danke Andropov für Deine Rückmeldung, hilft mir weiter (die Auszeichnungsgeschichte schaue ich mir nochmal an). zu Deiner Eingrenzung: einverstanden. Ich müsste präzisieren: in den von mir gesichteten Fällen fand keine Diskussion (auf Augenhöhe) mit den Leuten statt. Der "Vorwurf ist indiskutabel" - oh ja: Wer die Marke VT auf die Stirn geheftet bekommt, der kommt durch die diskursive Vorprägung dieses Begriffs und der damit verbundenen Diskursrollen da praktisch nicht mehr raus. Zugespitzt: Jedes Abstreiten wird zum Beweis des Gegenteils. Zu Telepolis gibt es unterschiedliche Meinungen, das ist auf alle Fälle richtig. Meine hier etwas polemisch-apodiktische Aussage werde ich relativieren. Gruß, --Liuniao (Diskussion) 00:09, 25. Jul. 2018 (CEST)
(BK) Und ich würde mich - nach den exzellenten Ausführungen der Vorredner - dafür einsetzen, ein Peer-Review des Aufsatzentwurfes von Liuniao nicht hier, sondern auf dessen Diskussionsseite zu führen. Hier geht es nämlich tatsächlich um die Verbesserung des umseitigen WP-Artikels, nicht um die Verbesserung von Liuniaos Aufsatz. --Jonaster (Diskussion) 00:13, 25. Jul. 2018 (CEST)
(nach Bearbeitungskonflikt) Ich habe nur am Rand vor einigen Monaten hier etwas zum Artikel beigetragen und bin mit den „Aushandlungsthemen und Interaktionsmuster“ zu diesem Artikel und auch der Fachliteratur nicht vertraut, gehöre nicht zur einer „Ingroup“ und war gespannt auf die Analyse. Beschäftigt habe ich mich vor allem mit Kapitel 3.1. Es hat auf mich einen verbesserungsbedürftigen Eindruck gemacht. Beispiele:
  • S. 13: „Erst 2018 […] geht die Abstimmung zuungunsten des Artikels aus und der Exzellenzstatus wurde auf „lesenswert“ degradiert.“ Das ist nicht richtig, 2008 wurde der Exzellenzstatus entfernt (s. Diskussionsarchiv), 2018 wurde er als „lesenswert“ eingestuft.
  • S. 10: „Verschwörungstheorie als Zentralsteuerungshypothese (offenbar ein Neologismus20 des Hauptautors)“ Der Artikel hier nennt aber offenbar Reinalter (2002) als Quelle.
  • S. 11: „kann schon der Versuch einer pointierten Definition […] leicht als illegitime Theoriefindung kritisiert werden“ Dies wird mit einem nachfolgenden Zitat begründet, in dem eine „Phänemologie“ als Theoriefindung kritisiert wird. Ich habe mir den diskutierten Phänemologie-Abschnitt, um den es sich offenbar handelte, angesehen [4]. Eine „pointierte Definition“ war diese sich über mehrere Unterabschnitte erstreckende Phänemologie m. E. nicht.
  • Ich vermisse eine Auseinandersetzung mit WP:Q und der wissenschaftlichen Fachliteratur. Ich habe die Vermutung, dass die Analyse teilweise nicht bestimmte Interaktionsmuster zum Artikel „Verschwörungstheorie“ zutage gefördert hat, sondern Interaktionsmuster, wie sie in vielen Artikeln rund um WP:Q, um die richtige Auswahl von Quellen und Relevanz, zu finden sind. Soweit diese Vermutung zutrifft, eignen sich die Interaktionen nicht gut, Thesen speziell zum Begriff Verschwörungstheorie zu begründen.
    • Dass bestimmte Quellen „fast ausschließlich“(!) abgewertet und „desavouiert“ werden, ist für mich nicht nachvollziehbar begründet. Ein Online-Magazin wie Telepolis ist jedenfalls gem. WP:Q gegenüber Fachliteratur, die es zum Thema VT offenbar reichlich gibt, eine nachrangige Quelle und eignet sich auch nicht gut Relevanz zu begründen (darum ging es in der Diskussion auch). „Keine zuverlässige Informationsquelle“ muss in dem Kontext nicht abwertend gemeint gewesen sein, sondern kann schlicht daher rühren, dass das später ausdrücklich genannte Regelwerk WP:Q#Was sind zuverlässige Informationsquellen? unter dieser Überschrift den Vorrang von wiss. Sekundärliteratur behandelt. Ein kursorisches Durchblättern der Archive macht auf mich insgesamt eher den Eindruck, dass Quellen häufig begründet gemäß WP:Q nicht akzeptiert wurden.
    • Dass der analytische VT-Begriff hier im Artikel gegenüber einer Thematisierung der stigmatisierenden Begriffsverwendung viel mehr Raum einnimmt, könnte einfach daran liegen, dass dies in der Literatur ebenso der Fall ist. Inwieweit in der wiss. Literatur der stigmatisierende Gebrauch des Begriffs untersucht wird und in welchem Ausmaß im Verhältnis zur auf einem analytischen VT-Begriff aufbauenden Literatur, führt die Analyse aber nicht weiter aus. Ich finde in 3.1 nur die Behauptung, dass es „keinerlei abschließenden Konsens in der Fachliteratur“ gibt: Ob und inwieweit es Übereinstimmung zu einem (analytischen) VT-Begriff oder Teilaspekten davon in der Fachliteratur gibt, begründet und thematisiert die Analyse nicht. Die Behauptung eines „vergeblichen“ Bemühens einer kleinen Gruppe um eine analytische Begriffsdefinition (S. 23) mag zutreffen, bleibt aber letztlich unbegründet.
Bitte gerne diesen Beitrag auf die Diskussionsseite verschieben wie von Jonaster vorgeschlagen.
--man (Diskussion) 02:38, 25. Jul. 2018 (CEST)

Neben den vor allem von Mauptpreller benannten Problemen fallen mir auf S. 3 und 5 die folgenden Verallgemeinerungen auf: Fußnote 9, S. 5: "Vor allem langjährige Mitarbeiter begegnen sich früher oder später auch face-to-face auf Workshops, Konferenzen oder lokalen Wikipedia-Gruppen." - Gibts hierfür zuverlässige Zahlen? Ist das nur ein Eindruck? Woher stammt diese Annahme? S. 4: " In der Praxis und sozialsemiotischen Logik der Wikipedianer zeigt sich aber, dass ‚anonyme‘6 Artikelbearbeitungen eine geringere Halbwertszeit (d.h. Artikelbearbeitungen werden schneller abgelehnt, geändert, gelöscht) und Diskussionsbeiträge eine schlechteren Geltungsrang besitzen." - woher kommt diese Annahmen? Louis Wu (Diskussion) 12:14, 25. Jul. 2018 (CEST)

Kurz und knapp: face-to-face-Treffen: einfach mal auf die Teilnehmerlisten zu Veranstaltungen schauen. "geringere Halbwertszeit": ist eine qualitativ begründete Hypothese auf Grundlage anderweitiger Forschung (die auch bereits publiziert wurde). Gruß, --Liuniao (Diskussion) 12:47, 25. Jul. 2018 (CEST)
Diese beiden Aussagen finde ich auch unproblematisch. Sie sind sehr plausibel und lassen sich notfalls gut begründen.--Mautpreller (Diskussion) 12:54, 25. Jul. 2018 (CEST)
Prinzipiell finde ich die beiden Stelle nur dahingehend problematisch, dass sie eben mehr einem Gefühl entsprungen sein können, also dass dort Quellen angegeben werden. Außerdem fehlen Zahlenangaben, die das ganze ins Verhältnis setzen. Louis Wu (Diskussion) 13:32, 25. Jul. 2018 (CEST)

Liebe Leute, vielen Dank für das Feedback hier sowie auf anderen Wegen. Ich versuche, hier kurz auf die wichtigsten Kommentare einzugehen.

  • Zunächst: Mein Artikel wurde von WPianerInnen teilweise als Angriff gegen ihre Arbeit gelesen. Die Intention meines Beitrags ist jedoch eine deskriptiv-analytische, ich versuche in erster Linie zu beschreiben, was ist, nicht was sein soll. Schon mein Interesse hier an einem Feedback sollte zeigen, dass ich niemanden in die Pfanne hauen, sondern Prozesse verstehen und beschreiben will. Gleichwohl habe ich eine Meinung, die ich aus den Datenbefunden ableite. Diese Meinung kommt explizit am Ende des Artikels sowie auch in manchen pointierten/polemischen Formulierungen zum Ausdruck. Letztere bieten vlt. zuviel Potential für Missverständnisse und werden nochmal geprüft.
  • Vielen Dank für die Hinweise zu datenseitigen Fehlinterpretationen, das hilft mir sehr weiter.
  • Ad Stegbauer: "Tendenzen zur sozialen Schließung" finde ich eine gute Formulierung, das habe ich gemeint.
  • WP:NPOV, WP:KTF und WP:Q (letzteres wird sehr wohl berücksichtigt) werde ich noch einmal prüfen. Was eine Quelle zu einer "wissenschaftlichen" macht, ist - soweit ich bisher sehe (es steht auf meiner Liste für eine systematische Auswertung) - in der Praxis äußerst variabel, für meinen Geschmack zu häufig politisch instrumentalisiert. Das haben auch Beispiele hier im Falle VT gezeigt.
  • Die Verteidigung von Telepolis als reputable Quelle war überzogen, weil Ausdruck von Verärgerung über seine pauschalisierte (instrumentalisierte) Ablehnung hier an manchen Orten. Um eine wissenschaftliche Textsorte handelt es sich nicht, oft aber um gut recherchierte und argumentative Artikel, die selbstverständlich auch als Quelle für wissenschaftliche Fragen herangezogen werden (können). Letztlich entscheidet der Einzelfall.
  • Ich werde im Text nochmal präzisieren: die WP ist eine heterogene Gruppe, auch und gerade mit Blick auf die Langjährigen. Unter ihnen gibt es - soweit ich sehe - wenige, die VT als wertneutralen Beschreibungsbegriff verwenden. Die absolute Mehrheit (ja, apodiktisch, vorbehaltlich der Widerlegung) gebraucht den Ausdruck in einem stigmatisierenden, diskursausgrenzenden Sinne. Die Beispiele findet man im Text, müssen nur gelesen werden. ;) Vor diesem empirisch sehr gut belegten Hintergrund komme ich in der Tat zu der Schlussfolgerung, dass sich der Ausdruck "Verschwörungstheorie" aktuell nicht für eine analytische Verwendung eignet: jeder Versuch konkurriert unweigerlich mit der unmarkierten, also prototypischen Lesart einer Stigmatisierung (ähnlich wie Populismus). Jeder Versuch einer analytischen Verwendung wird faktisch immer zunächst als Versuch des Diskursausschlusses gewertet. Natürlich gilt diese Problem für viele Ausdrücke. Ein enzyklopädischer Text, der sich zunächst an fachliche Laien richtet, muss aber stärker als ein wissenschaftlicher Aufsatz o.ä. bedenken, wie er rezipiert und ggf. instrumentalisiert wird - insbesondere dann, wenn die eigene Community zur Instrumentalisierung dieses Ausdrucks neigt.
  • Meine Analyse enthält quantifizierende und qualitative Methoden. Wo rein qualitativ gearbeitet wurde, sind Mengenangaben ("häufig", "oft" usw.) relative Angaben, keine numerisch-exakten. Natürlich hat das auch mit "Bauchgefühl" zu tun (welche Analyse hat das nicht?), die Frage ist, ob der Geltungsanspruch von Hypothesen jeweils immer explizit gemacht wurde. Das werde ich noch einmal prüfen.

Der Artikel wird abschließend überarbeitet und ich melde mich wieder, wenn er an der fachlichen Qualitätskontrolle nicht gescheitert ist. Mit Dank und sommerlichen Grüßen in die Runde, --Liuniao (Diskussion) 17:26, 3. Aug. 2018 (CEST)

Nur kurz angemerkt: Es gehört zum wissenschaftlichen Arbeiten ja dazu, das eigene Erkenntnisinteresse offenzulegen, und ich nehme es dir nicht so ganz ab, dass du einzig und allein „eine deskriptiv-analytische“ Intention hast. Oben schreibst du ja selbst in Bezug auf dein Telepolis-Lob: „hier etwas polemisch-apodiktische Aussage“. Da stimme ich dir zu; wenn es dir um nichts als Deskription gehen würde, wäre diese Polemik fehl am Platz. Vielleicht reflektierst du einfach nochmal, dass deine Forschung nicht im luftleeren Raum stattfindet, sondern von KenFM bis Fiedler Leuten in die Hände spielen könnte, die ich jedenfalls nicht unbedingt in ihren Tun noch fördern wollen würde. --Andropov (Diskussion) 17:30, 3. Aug. 2018 (CEST)
Nach BK reingequetscht: Könnte KenFM bis Fiedler Leuten in die Hände spielen. Das, lieber Andropov, ist nun wirklich keine enzyklopädische und auch keine wissenschaftliche Argumentation. Da äußerst Du ein sehr spezielles Erkenntnisinteresse. Ist mir lästig bekannt, diese Schere in unseren Köpfen. Mit der sollten wir uns auseinander setzen, vielleicht hilft Liuniao dabei. --Jürgen Oetting (Diskussion) 18:07, 3. Aug. 2018 (CEST)
Nee, lieber Jürgen, da bin ich ganz anderer Meinung: Der Aufsatz versucht die Wirklichkeit nicht zu beschreiben, sondern zu verändern, was ja nicht ganz unvertraut ist in der kritischen Theorie, die davon ausgeht, dass gesellschaftliche Machtverhältnisse auch in der Wissenschaft eine Rolle spielen, dass jeder Sprechakt auch eine Auswirkung auf diese Verhältnisse hat. Natürlich kannst du das ablehnen, aber diese Argumentation einfach so als unwissenschaftlich hinzustellen ist zu einfach. Aber man kann das Argument auch anders stricken: Will der Autor des Aufsatzes tatsächlich keinen Einfluss auf die Editoren der Wikipedia ausüben? Ich halte das nach der Diskussion insgesamt hier nicht für plausibel, und das sollte dann auch ein Wissenschaftler transparent machen. --Andropov (Diskussion) 18:22, 3. Aug. 2018 (CEST)
Wir sind gar nicht sehr unterschiedlicher Meinung, ein Offenlegen des Erkenntnisinteresses ist wünschenswert. Aber das mit dem Hilfsargument Könnte KenFM bis ... einzufordern, fand ich nicht überzeugend. Beste Grüße --Jürgen Oetting (Diskussion) 18:30, 3. Aug. 2018 (CEST)
Hm, zwischen nicht überzeugend und nicht wissenschaftlich sehe ich einen großen Unterschied, und mein Argument geht eher dahin, dass ich wissen möchte, ob wirklich nur Sein und kein Sollen in Liuniaos Ausführungen steckt. --Andropov (Diskussion) 08:20, 4. Aug. 2018 (CEST)
Den „Vorwurf“ des nicht wissenschaftlichen Argumentierens nehme ich zurück. --Jürgen Oetting (Diskussion) 08:47, 4. Aug. 2018 (CEST)
Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Ich bin in einigen Punkten anderer Meinung, aber das tut nichts, der Autor (und Forscher, denn ich hab ja nichts geforscht) bist schließlich Du. Besonders würde ich mich freuen, wenn Dein Argument im vorletzten Punkt (wertneutral/stigmatisierend) in der Endfassung tatsächlich rüberkommt (auch wenn gerade hier ein Punkt liegt, wo ich anderer Meinung bin, aber das Argument hat dennoch etwas für sich und hat mir auch durchaus auch schon neue Erkenntnisse verschafft ...).--Mautpreller (Diskussion) 18:05, 3. Aug. 2018 (CEST)

Darf ich nochmal die Frage einwerfen, was das alles mit der Verbesserung des umseitigen Artikels zu tun hat? Ich weiß, die Frage nervt. Aber hier ist schlicht kein Review von geplanter Sekundärliteratur - und vlt. speist sich auch daraus die obige Kontroverse von Andropov und Jürgen Oetting. Ich würde mich da ja gerne beteiligen, aber nicht hier. --Jonaster (Diskussion) 00:36, 4. Aug. 2018 (CEST)

Sehe ich auch so, dass ein anderer Ort der richtige für eine ausführliche Diskussion wäre, darauf hat Liuniao aber offenbar verzichtet. Da der Aufsatz jetzt offenbar im Peer-Review-Prozess ist, müssen wir wohl damit leben. Nicht ohne nochmal darauf hinzuweisen, dass aus einigen qualitativen Einzelbeobachtungen keine allgemeinen, apodiktisch formulierten Schlüsse gezogen werden können. :) Gruß in die Runde, --Andropov (Diskussion) 08:20, 4. Aug. 2018 (CEST)
Kann hier eigentlich geschlossen werden. Wenn das Manuskript als publizierter Aufsatz wiederkommen sollte, wäre es eine andere Situation. Dann ginge es um seine eventuelle Verwendung als Beleg für Aussagen im Artikel.--Jürgen Oetting (Diskussion) 08:47, 4. Aug. 2018 (CEST)

Ja, kann m.E. archiviert werden. Falls das Thema wieder aktuell wird, kann man es ja jederzeit aus dem Archiv holen und an passender Stelle wieder aufnehmen.--Mautpreller (Diskussion) 10:19, 4. Aug. 2018 (CEST)