Diskussion:Via Publica von Brüssel nach Prag

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A3 und B8[Quelltext bearbeiten]

Im Artikel steht, dass die Via Publica fast identisch ist mit der B8. Wenn ich mir deren Karte ansehe, sehe ich auch gewisse Ähnlichkeiten mit der A3. Kann das sein?

Fragt sich kandschwar 18:02, 12. Apr. 2010 (CEST)

Bundesstraßen sind größtenteils aus vorbestehenden Landstraßen zusammengesetzt worden. Autobahnen wurden größtenteils ohne Rückgriff auf alte Wegeverläufe neu trassiert. Damit ist B8 wahrscheinlicher als A3.

Schon der Artikeltext selber und seine Entstehung zeigen, dass von einer Gleichsetzung jener via publica mit der B8 keine Rede sein kann.

Belege[Quelltext bearbeiten]

hallo decius,

der Text, den wir gestern, 17.1., zur via publica online gestellt haben, wurde von Bivium selbst verfasst und ist das Ergebnis aus zahlreichen Studien von Primär- und Sekundärquellen. Die entsprechenden Quellen und Fußnoten sind angegeben - das nennt man eigentlich wissenschaftlich arbeiten. Es ist nicht verständlich, warum der Text gelöscht wurde und warum es heißt "vermutlich nicht selbst geschrieben". Reinkopiert wurde der Text aus einem Word-doc, auch das ist wohl nicht unüblich, dass man einen Text vorschreibt. Also, wo liegt das Problem? Bivium 19:56, 18. Jan. 2011 (CET)

Hallo Bivium,
das Problem ist, ohne euch jetzt entmutigen zu wollen, dass es sich bei eurem Eintrag eindeutig um Theoriefindung handelt, die bei Wikipedia leider nicht zulässig ist (siehe Wikipedia:Keine_Theoriefindung). Ich bin sehr überrascht, dass ihr bisher nicht darauf hingewiesen wurdet.
Ganz abgesehen davon ist zu der Theorie an sich zu sagen, dass es sich bei der erwähnten Strecke zwischen Bingen und Dienheim ganz offensichtlich um einen restlichen Teil der längst bekannten Römischen Rheintalstraße handelt (u.a. auch zu sehen unter http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Limes2.png). Eine"via publica" war von den Römern bis ins Mittelalter hinein einfach eine "öffentliche Straße". Nicht jede "via publica" ist gleich die Via Publica. Alles andere wäre zu belegen. Falls die Brücken in Bingen und Aschaffenburg tatsächlich miteinander korrespondiert haben sollten, so wäre doch die bekannte Verbindung über Mainz und Frankfurt viel wahrscheinlicher als ein Zickzackkurs unter Zuhilfenahme einer Altstraße Worms-Aschaffenburg. Vor allem die weitere Hypothese einer Verbindung zum Römerlager Marktbreit ist doch sehr gewagt. Aber da eure hier ausgeführte Theorie in der Fachwelt offensichtlich bisher sowieso weder veröffentlicht noch diskutiert wurde, ist sie (noch dazu in dieser Ausführlichkeit) in einem enzyklopädischen Werk wie Wikipedia leider ohnehin fehl am Platze. --217.224.244.27 02:01, 10. Feb. 2011 (CET)

Hallo 217.224.244.27

dann zeige uns doch mal bitte die Belege für die im Artikel aufgeführte Route (A3/B8), die Du als 'DIE' via publica bezeichnest! Dafür gibt es bisher nur einen einzigen Beleg: die Urkunde von 839, die im Original NICHT überliefert ist, sondern nur in Abschriften aus dem Codex Eberhardi (1150/1160). Ein einziger Beleg ist nur ein Punkt, und um einen Straßenverlauf zu definieren, brauchen wir wohl zwei Punkte, oder??

Beim Studium der Geschichte wird gelehrt, stets den historischen Kontext zu betrachten. Wo ist bitte der Kontext für 'DIE' via publica, wie sie hier dargestellt wird??? Ein solches komplexes Thema muss ausführlich betrachtet werden, das ist eine wissenschaftliche Vorgehensweise, gestützt auf Primär- und Sekundärquellen.

Die Erwähnungen der via publica in den Fuldaer Urkunden (die Urkunde von 839 bzw. 1150/1160 ist auch eine Fuldaer Urkunde!!!) stammen alle aus dem 8. und 9. Jh. - da gab es schon lange keine Römer mehr in unserem karolingischen Reich. Also muss sich der Name ja irgendwie erhalten haben.

Wo ist dann der Unterschied zwischen der via publica im Südosten des Mainvierecks (Urkunde von 839 bzw. 1150/60) und den vielen anderen viae publicae in und um Mainz??

Kann es nicht sein, dass der original Eintrag zur via publica (Verlauf A3/B8) nicht viel mehr eine Theorie darstellt, denn sonst wären ja wohl Belege mit veröffentlicht worden? Uns scheint, das ganze hier ist doch eher eine Spielwiese für Hobby-Historiker, und damit als ernst zu nehmende Quelle für die Wissenschaft kaum geeignet (an bayerischen Gymnasien dürfen Schüler Wikipedia als Quelle nicht benutzen - nach dieser Erfahrung können wir nur sagen: sehr weise).

Auf Deine Antworten freut sich Bivium 19:27, 12. Feb. 2011 (CET)

Nochmal: Weder Wikipedia noch irgend eine andere Enzyklopädie ist dazu da Privattheorien, mögen sie nun richtig oder falsch sein, wiederzugeben, sondern nur den aktuellen Forschungsstand der Fachliteratur. Ich weise hiermit nochmals auf Wikipedia:Keine_Theoriefindung hin. Es ist klar, dass dieser Artikel überarbeitet werden muss. Sogar ob die dort beschriebene Route tatsächlich der der Via Publica entspricht, sei einmal dahingestellt. Ich habe das auch nicht behauptet. Aber deswegen ist ja auch für jeden sichtbar die Warnmarkierung betreffend mangelnder Belege auf der Seite. Belege aber müssen in einer Enzyklopädie aus der Sekundärliteratur zum speziellen Thema stammen und eben nicht aus den Primärquellen. Übrigens gibt es in der entsprechenden Urkunde sehr wohl einen zweiten Punkt, nämlich die Kreuzung, eben jenes berüchtigte "bivium"! Auch war die ganz allgemeine Bezeichnung "via publica" für eine öffentliche Straße, wie gesagt, durchaus auch im Mittelalter gebräuchlich. Wikipedia ist aber nicht das Forum, um all diese Fragen zu klären, sondern nur die Fachwelt. Sollte eure Theorie irgendwann tatsächlich dort veröffentlicht und diskutiert werden, dann kann sie auch hier zusammengefasst wiedergegeben werden. Vorher nicht. Ich bitte das jetzt zu respektieren.--217.227.239.146 01:24, 13. Feb. 2011 (CET)
Die verbreiteten Vorbehalte gegen Belegung mit Primärquellen teile ich nur zum geringen Teil.
Verantwortungsvolle Verwendung von Primärquellen bedeutet aber, jede einzelne Arbeit kritisch zu beäugen und mit anderen zu vergleichen.
In der Geschichtswissenschaft gibt es grundsätzlich zwei Arten von Primärquellen, historische Dokumente und neue Einzelarbeiten. Dazwischen liegen alte Chroniken.
Bei der Verwertung historischer Dokumente muss man Diktion und Gewohnheiten der Antstehungszeit berücksichtigen. Vorhandene Bewertungen sind dabei zu berücksichtigen.

Chroniken und neue Einzelarbeiten sind mit anderer Literatur zum selben Thema oder ähnlichen Themen zu vergleichen und, sofern verfügbar, mit den Originaldokumenten, auf die sie sich berufen.

Wenn jemand dieselben Aussagen als Druck und/oder eigene Internetseite und als WP-Artikel veröffentlicht, kann keine dieser Veröffentlichungen als Beleg für den Inhalt einer der anderen akzeptiert werden.--Ulamm (Diskussion) 10:56, 21. Okt. 2015 (CEST)