Diskussion:Wiener Stadtbahn

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Beförderte die Wiener Stadtbahn wirklich Post?[Quelltext bearbeiten]

Auch Post oder nur Gepäck?

Ein Detail konnte ich, trotz wirklich intensiver Beschäftigung mit dem Thema, bis heute nicht klären: beförderte die Wiener Stadtbahn wirklich Bahnpost? Dies zumindest behauptet der gute von Röll in seiner legendären Enzyklopädie ("dient auch dem Postverkehr"), weshalb es auch hier im Artikel in der Einleitung steht: http://www.zeno.org/Roell-1912/A/Wiener+Stadtbahn?hl=wiener+stadtbahn Doch leider finde ich dafür in keiner anderen Quelle einen Beleg, während beispielsweise die Gepäckbeförderung zumindest für die ersten elf Betriebsjahre exakt dokumentiert ist. So weiß man beispielsweise, dass 1908 genau 571 Tonnen davon befördert und damit 16.033 Kronen eingenommen wurden. Nur von Post keine Spur. Was mich auch stutzig macht: die einzigen Wiener Stadtbahnwagen die dafür in Frage kamen, die der Gattung CDu, hatten kein Nebengattungszeichen für die Postbeförderung. Für selbige hätten sie aber doch eigentlich CDFu heißen müssen, nicht wahr? Wer weiß genaueres? Danke schonmal für jeden Hinweis, --Firobuz (Diskussion) 20:50, 10. Mär. 2020 (CET)Reply[Beantworten]

Wozu diente ein quadratisches Schild mit der Aufschrift "GÜRTEL" in einem grünen Kreis?[Quelltext bearbeiten]

Hat jemand eine Idee, wozu folgendes Blechschild gedient haben könnte: https://www.willhaben.at/iad/kaufen-und-verkaufen/d/blechschild-von-wiener-stadtbahn-um-1900-465485723/ Ist es überhaupt von der Stadtbahn? Vielen Dank für jeden Hinweis! --Firobuz (Diskussion) 08:15, 26. Apr. 2021 (CEST)Reply[Beantworten]

Rein als Mutmaßung würde ich sagen, dass das eine Richtungsanzeige für Züge Richtung Heiligenstadt war ("Zug fährt Gürtel"). Es erinnert an die Signale der Straßenbahn vor der Einführung von Liniennummern 1907 (nur dass das Symbole waren). Wenn es stimmt, wird man das wahrscheinlich auch vor 1910 wieder abgeschafft haben, so dass das nur ein paar Jahre verwendet wurde. -- Clemens 12:50, 26. Apr. 2021 (CEST)Reply[Beantworten]
Hmmm, also die Züge selbst hatten ja klassische Zuglaufschilder, vorne bei der Dampfstadtbahn und seitlich bei der elektrischen Stadtbahn, da stand auch der jeweilige Laufweg drauf. Und zusätzliche Dachsignale wurden ja überhaupt erst 1925 eingeführt, da waren die bunten Straßenbahn-Signale ja schon lange Geschichte. Dummerweise wissen wir nicht mal, ob das Ding von der Dampfstadtbahn oder der elektrischen Stadtbahn stammt, ja nicht mal ob es überhaupt Stadtbahn-Bezug hat... --Firobuz (Diskussion) 18:13, 26. Apr. 2021 (CEST)Reply[Beantworten]

Einige Einwände eines stadtbahnaffinen Freundes[Quelltext bearbeiten]

Feierliche Eröffnung: Nebst dem Hofzug des Kaisers standen für die geladenen Festgäste vier Stadtbahnzüge zur Verfügung, wovon zwei in der gleichen Richtung wie der Hofzug, die beiden anderen in der Gegenrichtung die Strecke befuhren. Sowohl der Hofzug als auch die anderen Sonderzüge endeten nach der Fahrt in der Haltestelle Alser Straße. Die andere Quelle wonach die Premierenfahrt in Michelbeuern geendet hätte ist falsch und kann daher getrost entfernt werden [18].

Unerwähnt blieb hier, dass Ende 1910 die Kommission für Verkehrsanlagen eine Stadtbahn-Enquete für eine Elektrifizierung der Stadtbahn initiierte.

1 WK Dass tatsächlich Truppentransporte über die Stadtbahn stattgefunden hätten gibt es keinerlei Nachweis und dürfte eher dem Wunschdenken einiger Autoren entsprungen sein. Hier wird auch außer Acht gelassen, dass die Stadtbahn im Eigentum der Kommission für Verkehrsanlagen stand, und dies nicht nur „formell“ wie an anderer Stelle behauptet wird. Daher mussten für alle Züge die keine Stadtbahnzüge oder Güterzüge für die Bedienung der Vorortelinie und Michelbeuern waren entsprechende Streckenbenützungsgebühren an die Kommission entrichtet werden. Aus diesem Grund verkehrten daher nur sehr wenige und ausgewählte Güterzüge der Staatsbahn über die Stadtbahn, vor allem von der Franz-Josefs-Bahn via Donaukanallinie nach Matzleinsdorf. Und wie im Geschäftsbericht der k.k. Staatsbahn für die Stadtbahn des Geschäftsjahres 1914/15 (1. Kriegsjahr) nachzulesen ist, verringerten sich die gefahrenen Bruttotonnenkilometer gegenüber dem Jahr 1913/14 (letztes Friedensjahr) zum Teil recht erheblich. Auch für die zur Entlastung der Kopfbahnhöfe ab 1. Juni 1922 geschaffenen Überleitungszüge zwischen der Westbahn und der Franz-Josefs-Bahn über die obere Wiental- und die Gürtellinie mussten, da sie ja keine Stadtbahnzüge waren, ebenfalls entsprechende Benützungsgebühren an die Kommission geleistet werden.

Von der Dampfstadtbahn zur U-Bahn Warum hier die „Vollintegration“ verworfen sein sollte ist nicht nachvollziehbar. Schon bei der Vorstellung des im Rahmen einer Pressekonferenz am 28. August 1923 von Ing. Spängler ausgearbeiteten Elektrifizierungsprojektes war vorgesehen das Stadtbahnnetz an drei Stellen, nämlich in Hietzing, bei der Gumpendorfer Straße und in Michelbeuern mit der Straßenbahn zu verknüpfen, wovon die Gleisverbindung in Michelbeuern nur für betriebliche Zwecke vorgesehen war. Von den beiden anderen wurde dann nur die Verbindung bei der Gumpendorfer Straße tatsächlich hergestellt und daher blieb es bei der einen Übergangslinie. Auch von dem ursprünglich angedachten freizügigen gegenseitigen Einsatz der Fahrbetriebsmittel auf Stadtbahn und Straßenbahn mussten Abstriche gemacht werden, nachdem für die Stadtbahn ein eigenes Radreifenprofil notwendig wurde. So durften die Stadtbahnwagen nur die eigens adaptierten Strecken und zwar über den Gürtel vom Ost- und Südbahnhof bis zum Betriebsbahnhof Gürtel, sowie die Steinbauer- und Aßmayergasse bis zum Bahnhof Meidling befahren. Für einen längeren Einsatz auf anderen Straßenbahnlinien mussten die Stadtbahnwagen mit Straßenbahnradreifen ausgerüstet werden.

Von der Dampfstadtbahn zur S-Bahn 1936 wurde auf der Vorortelinie das zweite Gleis stillgelegt, danach aber nur teilweise abgetragen. In einigen Abschnitten lag das aufgelassene Gleis noch in den 1950er-Jahren. Was den Purkersdorfer Pendler betrifft irrt auch das Purkersdorfer Heimatmuseum, dieser wurde schon am 1. Juni 1927 eingeführt (Wiener Zeitung vom 24. Mai 1927 S 5), vorerst nur an Werktagen, später dann an allenTagen.

Lokreihe 30: Die angegebene Anzahl von 112 Loks ist falsch. Es wurden tatsächlich 113 Loks gebaut (30 01 – 99 und 130 01 – 14), 62 standen im Eigentum der Kommission für Verkehrsanlagen (Loks und Wagen waren zusätzlich mit Plaketten „VA“ gekennzeichnet), 51 Loks gehörten der Staatsbahn. Die Loks hatten auch keine Koksfeuerung, Koks wurde lediglich zu einem Sechstel der Füllmenge der Kohle beigefügt. Auch der Wasservorrat von 8,5 m³ war nicht „ungewöhnlich groß“, sondern im Gegenteil sogar für den erweiterten Nahverkehr recht knapp bemessen. Daher wurde die Lok bei der Typengenehmigung von der Generalinspektion der österreichischen Eisenbahnen wegen des hohen Achsdrucks und den geringen Wasservorräten ursprünglich für den Militäreinsatz nur als bedingt einsatzfähig angesehen.

Wagen: An Personenwagen standen 861 Wagen zur Verfügung davon gehörten der Kommission 370 Wagen. Im Laufe der Zeit erlitten bei Unfällen drei Wagen Totalschaden und wurden durch drei Neubaufahrzeuge mit denselben Wagennummern ersetzt. Daher sind richtigerweise zwar 864 Wagen gebaut worden, am Wagenstand von 861 / 370 Wagen änderte sich jedoch nichts. Dass die Plattformen über die Puffer hinausragten ist Unfug. Da sollte man sich die technische Beschreibung der Wagen doch etwas genauer ansehen!

Stationsliste: Dass sich der Bhf. Michelbeuern in Tieflage befindet wäre mir neu. Als Akademiestraße wurde die Station nur in den Planungen bezeichnet; bereits mit der Eröffnung der unteren Wientallinie hieß die Station Karlsplatz. Luki32 (Diskussion) 14:05, 5. Aug. 2022 (CEST)Reply[Beantworten]

Hallo Luki32, vielen Dank für deine fundierten Einwände, die ich gerne aufnehme! Noch viel mehr würde ich mich allerdings freuen, wenn du mir hilfst den Artikel weiter auf Vordermann zu bringen, sprich du darfst ruhig auch selbst editieren, wenn dir was auffällt/einfällt!
  • Eröffnungszüge: glaub ich dir gern, dass es vier waren. Aber nenne doch bitte auch die Quelle dazu, damit man es einfügen ann, Danke!
  • Die Elektrifizierungspläne von 1910 fehlen in der Tat noch völlig, dazu bin ich schlicht und einfach noch nicht gekommen. Im Gegensatz zu den tatsächlichen Elektrifizierungen auf der Gürtellinie (1901) und der Verbindungsbahn (1906) blieben es allerdings auch nur Pläne, ist ja nix passiert damals. Problem dabei: Wenn man alle unrealisierten Stadtbahn-Pläne auch noch aufführt, besteht die akute Gefahr, dass diese den Artikel hier endgültig sprengen.
  • Zu den Wagen: richtig, es waren nie mehr als 861 im Einsatz. So weit ich überblicke steht das im Artikel aber nur drin, dass 864 "gebaut" wurden, also formal korrekt. Vielleicht kannst du dir ja auch mal den ausgelagerten Artikel Wiener Stadtbahnwagen zur Brust nehmen, Danke schonmal fürs drüber schauen! Und bezüglich der 372 Wagen die der Kommission gehörten hab ich mich strikt an meine Quelle gehalten, wenn es zu einem anderen Zeitpunkt nur 370 waren ist das sicher auch korrekt, hier bitte ich dich allerdings deine Quelle offen zu legen und es im Artikel zu ergänzen, Merci!
  • Zu den Puffern: hmmm, also der Puffer besteht ja nicht nur aus den Puffertellern, sondern ist ja an sich schon ein recht langes Bauteil. Normal war damals nunmal diese Bauweise. Habe aber grad Puffer durch Pufferbohle ersetzt, damit sollte es passen! Im Wagenartikel stehts es aber durchaus detailliert und korrekt denke ich: Wiener Stadtbahnwagen#Untergestell. Falls nicht, bitte dort korrigieren, Danke!
  • Zu den Lokomotiven: die 113. Maschine gehörte der Lokalbahn Niederlindewiese–Barzdorf und interessiert damit hier nicht wirklich, sie zu verschweigen war demnach volle Absicht meinerseits. Im Detailartikel KkStB 30 ist sie aber völlig korrekt und zu recht aufgeführt. Der Lokomotivartikel könnte allerdings auch mal dringend eine Erweiterung gebrauchen, auf gehts Luki!
  • Zu Michelbeuern: die Tieflage ist sicherlich Ansichtssache. Aber die Postanschrift ist nunmal Währinger Gürtel 40, und der Währinger Gürtel liegt an dieser Stelle doch deutlich über den Gleisen. Nämlich genau ein Stockwerk, zu den Gleisen ging man ja im Gebäude abwärts, nicht wahr?
  • Zum Purkersdorfer Pendler: ist korrigiert, Danke für den Hinweis! Gibt übrigens mittlerweile einen eigenen Artikel dazu, ganz frisch (aber nicht von mir): Pendler (Zug).

MfG und Danke für die wertvollen Hinweise, --Firobuz (Diskussion) 18:06, 5. Aug. 2022 (CEST)Reply[Beantworten]