Diskussion:Zerebrale Venen- und Sinusthrombose

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Gehört ein Hinweis, dass der Impfstoff von Astra-Zeneca in Verdacht steht Sinusthrombosen zu verursachen, in diesen Artikel?[Quelltext bearbeiten]

@Georg Hügler löschte gerade die Zeilen über den Verdacht,dass der Impfstoff von Astra-Zeneca Sinusthrombosen verursachen soll mit dem Argument, dass es eine Newsticker-Nachricht sei. Bei dem Artikel über den Impfstoff selbst werden diese Nebenwirkungen umfangreich beschrieben: AZD1222#Nebenwirkungen. Meines Erachtens sind das keine Newsticker-Nachrichten. Vor Wiederherstellung bitte ich um Meinungen dazu. Lg --Doc Schneyder Disk. 11:09, 21. Mär. 2021 (CET)

War ehrlich gesagt auch nicht zufrieden mit der Einfügung. Momentan wissen wir noch zu wenig, um definitiv sagen zu können, die Impfung verursacht zweifelsfrei Sinusthrombosen mit der und der Häufigkeit. --Julius Senegal (Diskussion) 12:15, 21. Mär. 2021 (CET)
Sinusthrombosen werden nirgendwo als „Nebenwirkungen umfangreich beschrieben“, zumindest nicht als Nebenwirkungen des Impfstoffes von AstraZeneca. --Georg Hügler (Diskussion) 12:34, 21. Mär. 2021 (CET)
Dass wir in Artikeln über laufende Ereignisse über noch nicht abgeschlossene Prozesse und Entwicklungen berichten, klar. Doch in den anderen Fällen sollen wir gesichertes Wissen präsentieren. Eine Wirkungsweise kann man erst dann verständlich erläutern, wenn Auslöser oder Ursachen bekannt sind, am besten auf der Grundlage veröffentlichter Studien mit Peer-Review. --nanu *diskuss 12:43, 21. Mär. 2021 (CET)
Die erhöhte Aufmerksamkeit für Sinusthrombose verdankt sich den Impfungen mit AstraZeneca. Ich denke, die Debatte über den Impfstopp gehört in den Artikel. Peter Berlit hält einen ursächlichen Zusammenhang der Sinusthrombose-Fälle mit der AstraZeneca-Impfung „eher für unwahrscheinlich“. Man sollte beide Positionen (eher wahrscheinlich, eher unwahrscheinlich) in den Artikel aufnehmen und den Stand der Forschung als offen kennzeichnen. --Longinus Müller (Diskussion) 14:31, 21. Mär. 2021 (CET)
Wenn, dann müssten alle Impfstoffe aufgeführt werden, bei denen sich das Risiko auf Sinusthrombose erhöht. Zum Beispiel bei der Antibabypille[1].
Generell ist es aber üblicher, dass man bei Medikamenten die potentiellen Nebenwirkungen auflistet und nicht bei jeder Krankheit auflistet, welche Medikamente diese Krankheit als Nebenwirkung verursachen könnte. --Eulenspiegel1 (Diskussion) 19:10, 21. Mär. 2021 (CET)
Die Antibabypille ist ein Impfstoff? --Quetsch mich aus, ... itu (Disk) 19:24, 21. Mär. 2021 (CET)

Name ... Wikipedia[Quelltext bearbeiten]

„... Das sind die Zeichen der Sinusvenenthrombose die Sie auch in Wikipedia nachlesen können. ..“ sagte Prof. Andreas Greinacher (Uni Greifswald) in seiner Video-Pressekonferenz. --Quetsch mich aus, ... itu (Disk) 19:21, 21. Mär. 2021 (CET)

Etabliert wie „Blinddarm“ für Wurmfortsatz, gleich ob eigentlich oder uneigentlich unkorrekt. --Georg Hügler (Diskussion) 19:23, 21. Mär. 2021 (CET)
Laut DocCheck eine Zusammenfassung von Sinusthrombose und Hirnvenenthrombose. --Quetsch mich aus, ... itu (Disk) 19:26, 21. Mär. 2021 (CET)
Sinus-/Venenthrombose wird wohl kaum anders gesprochen, und womöglich findet man es demnächst so woanders geschrieben. Einen gemeinsprachlich verankerten Ausdruck gibt es aber bisher nicht, wie auch; und solch einen zu etablieren, ist doch nicht Aufgabe der WP. --nanu *diskuss 23:24, 21. Mär. 2021 (CET)
Manche bemühen sich, so im corona-news-ticker: „… der 16 Fälle wurde zusätzlich zu einer Sinusvenenthrombose, einer speziellen Form der Hirnvenenthrombose, ein Mangel an …“ --2003:E4:D70D:FF01:3C00:5633:B3B6:3540 18:53, 23. Mär. 2021 (CET)

Aktualität[Quelltext bearbeiten]

„Neuere Studien postulieren, dass die Häufigkeit bisher unterschätzt wurde“ - führt auf eine Quelle von 2012, im Vergleich zu 2010 für das vorhergehende - das erscheint jetzt nicht sehr neuer und auch nicht sehr neu. --Quetsch mich aus, ... itu (Disk) 23:46, 21. Mär. 2021 (CET)

Bei "neuere Studien" werden zwei Studien aufgeführt: Eine Studie von 2012 und eine Studie von 2016. Da der Begriff "neuere" aber nicht sehr enzyklopädisch ist, habe ich "neuere" durch die Jahreszahlen ersetzt. --Eulenspiegel1 (Diskussion) 08:34, 22. Mär. 2021 (CET)

Vielleicht doch Sinusthrombose und Hirnvenenthrombose zu einem Artikel verschmelzen...?[Quelltext bearbeiten]

In den 1990er Jahren wurden im Pschyrembel die Begriffe Sinusthrombose und Hirnvenenthrombose synonym (sic!) verwendet, was ja eigentlich unlogisch ist, da Sinus keine Venen sind. Im Online-Pschyrembel steht aktuell jetzt allerdings etwas, was mir nicht unplausibel erscheint:
"Streng genom­men sind bei ei­ner Sinus­thrombose nur ein oder meh­re­re venöse Blut­leiter (Sinus) betroffen. In den meisten Fäl­len kommt die Sinus­thrombose je­doch nicht isoliert vor, sondern dehnt sich auf Hirn­venen aus, wes­halb auch oft von ei­ner Sinus­ven­en­thrombose ge­spro­chen wird. Die Leit­lini­en der Deutschen Ge­sellschaft für Neurologie behandeln Thrombosen der Sinus und Hirn­venen eben­falls in ih­rer Ge­samt­heit als zerebrale Sinus- und Ven­en­thrombosen (CSVT)."
Siehe auch: https://www.pschyrembel.de/Sinusthrombose/K0L1V/doc/ und https://dgn.org/leitlinien/ll-030-098-zerebrale-venen-und-sinusthrombose-2018/
Bei den Leitlinien hat die Bezeichnung eine bemerkenswerte Evolution durchlaufen:
2008: Hirnvenen- und Sinusthrombose
2012: Zerebrale Sinus- und Venenthrombose (CSVT)
2018: Zerebrale Venen- und Sinusthrombose (CVST)
Lg--Doc Schneyder Disk. 23:05, 23. Mär. 2021 (CET)

Ergänzung der englischsprachigen Bezeichnung[Quelltext bearbeiten]

Mit Version vom 25. April 2021, 08:21 Uhr wurde die von mir ergänzte englischsprachige Bezeichnung von Georg Hügler obwohl ein Einzelnachweis beigefügt war – in der angefügten Quelle heißt es wörtlich: „In these cases, a type of blood clot called   cerebral venous sinus thrombosis (CVST) was seen in combination with low levels of blood platelets (thrombocytopenia).“ , wegen falscher Übersetzung wieder gelöscht. Zudem wurde die von mir wegen fehlendem Beleg dafür gelöschte alternative Bezeichnung Sinus-/Venenthrombose von Georg Hügler wieder eingesetzt und von mir die „Beweisumkehr“ gefordert; dieser in der WP unüblichen Verfahrensweise muß ich entschieden wiedersprechen. Ich erwarte, dass der entsprechende Belegb – wie von mir bei der englischsprachigen Übersetzung praktiziert – als Anmerkung beigefügt wird. Bis die beiden Sachverhalte hier geklärt sind, erwarte ich, entsprechend den in der Wikipedia üblichen Geflogenheiten, dass mein Beitrag enttsprechend Aktuelle Version vom 25. April 2021, 11:22 Uhr im Artikel verbleibt.--Gruß 🌞- Eandré \Diskussion 11:28, 25. Apr. 2021 (CEST)

Überarbeitung[Quelltext bearbeiten]

Danke an Benutzer:Jaax für die gelungene Überarbeitung! Eine Rückfrage: in https://www.amboss.com/de/wissen/Zerebrale_Sinus-_und_Venenthrombose/ heißt es in der Einleitung: „Bei zerebralen Sinus-/Venenthrombosen (auch Sinusvenenthrombosen) kommt es durch den thrombotischen Verschluss zerebraler Venen und der sie drainierenden Blutleiter (Sinus) zu venösen Abflussstörungen, die häufig zu Stauungsblutungen führen.“ (Hervorhebung von mir). Hast du bei deiner Recherche mehr dazu gefunden? Gruß, --Sti (Diskussion) 09:45, 16. Jul. 2021 (CEST)

Hallo @Sti:, vielen Dank! Ja, das habe ich: Es kommt hauptsächlich bei Thrombosen der Venen zu stauungsbedingten Störungen der Blut-Hirn-Schranke mit Ausbildung eines Ödems (dieses ist nicht rein vasogen, sondern auch zytotoxisch durch ein Anschwellen abgestorbener Nervenzellen. Ich habe diese Detailaspekte ausgeklammert, um den Artikel für Laien verständlich zu halten). Typischerweise finden sich im Ödem auch Einblutungen, diese können verstreut und petechial sein, oder zu ausgedehnten Hirnlappen-Hämatomen zusammenlaufen. Offenbar haben 2/3 der Parenchymläsionen (die wiederum bei 60 % der Fälle nachweisbar sind) eine hämorrhagische Komponente. Wenn du magst, schick mir eine Email, dann kann ich dir den Nature Reviews Neurology-Review zukommen lassen. Viele Grüße, --Jaax (Diskussion) 18:00, 16. Jul. 2021 (CEST)
Danke für die erklärende Antwort, und ja, die Laienverständlichkeit ist ein gewichtiges Argument. Das hast du ganz gut hinbekommen! Den Review fand ich auch hier: [2], könnte auch noch verlinkt werden. Gruß, --Sti (Diskussion) 11:26, 17. Jul. 2021 (CEST)
Cool, dass du den Review aufgetrieben hast. Ich habe den Literatur-Abschnitt mal ergänzt. Sollte man das mit den Hirnblutungen noch etwas ausführen? LG --Jaax (Diskussion) 22:22, 17. Jul. 2021 (CEST)
Ja, wenn du den Artikel zur Kandidatur anmeldest, könnte das m.E. noch etwas ausgeführt werden. Es ist offenbar doch sehr häufig. Auf https://cerebralvenousthrombosis.com/professionals/ ist übrigens auch Jan Stam |Titel=Thrombosis of the Cerebral Veins and Sinuses frei verfügbar. Gruß, --Sti (Diskussion) 09:07, 18. Jul. 2021 (CEST) P.S. Dort auch der Hinweis auf Features of intracranial hemorrhage in cerebral venous thrombosis. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32572620/ Gruß, --Sti (Diskussion) 09:18, 18. Jul. 2021 (CEST)
Ich habe das ein bisschen ausgebaut und auch die Ödeme noch weiter ausgeführt. Die Studie zu Hirnblutungen habe ich mir angeschaut, aber letztlich doch nicht verwendet. Sie geht natürlich ins Detail, aber ich wollte auch die Balance des Artikels nicht stören, indem ich zu viel Gewicht auf die Hämorrhagien lege. Unsicher bin ich, inwieweit man noch etwas zum Hydrozephalus und zur tentoriellen Einklemmung schreiben sollte. Mittlerweile habe ich das Review gestartet. --Jaax (Diskussion) 13:51, 18. Jul. 2021 (CEST)
Zu Hydrozephalus und tentorieller Einklemmung genügen m.E. die Wikilinks. Unsere Einklemmung könnte allerdings auch eine Überarbeitung gebrauchen. Vielleicht findet sich ein Fachmensch? Gruß, --Sti (Diskussion) 14:29, 18. Jul. 2021 (CEST)
Ist ein Hydrozephalus tatsächlich eine typische Komplikation von Sinusthrombosen? Bei J. Stam (Thrombosis of the cerebral veins and sinuses, PDF) lese ich S. 1791f: „Hence, the ventricles do not dilate, and hydrocephalus does not normally complicate sinus thrombosis.“
Im Übrigen meine ich, dass es die Balance nicht stört, wenn der Unterschied zwischen einer Zuflussstörung mit Blutmangel (bzw. ischämischer Infarkt) und der hier vorliegenden Abflussstörung mit eventueller Stauungsblutung (bzw. hämorrhagische Infarzierung) deutlicher dargestellt werden würde. Gruß, --nanu *diskuss 10:59, 25. Jul. 2021 (CEST)
Hallo R*elation, das hat mich bei der Sichtung der Literatur auch verwirrt. Es ist eine Frage des Wordings: normalerweise passiert das nicht, aber es passiert (bei etwa 15 %). Hydrozephalus und Einklemmung am Tentoriumsschlitz sind keine häufigen Komplikationen, aber es sind die typischen Komplikationen, auf die zu achten ist.
Wie meinst du, den Unterschied zwischen einer Zuflussstörung und einer Abflusstörung deutlicher darzustellen? Ich bin da komplett offen für, weiß nur gerade nicht, was bzw. an welcher Stelle dir da was vorschwebt. Gruß, --Jaax (Diskussion) 11:26, 25. Jul. 2021 (CEST)
Zunächst zum not normally: Nun, bei einer Erkrankung mit überaus variabler Symptomatik und recht unspezifischen Symptomen lässt sich ein typisches klinisches Bild nur schwer angeben. Wohl stellt eine Erhöhung des intrakraniellen Drucks wegen behinderten Liquorabflusses über die Arachnoidalzotten bei einer Thrombose insbesondere des Sinus sagittalis superior eine charakteristische Komplikation dar. Doch weshalb soll man einen Hydrozephalus, der normalerweise nicht – und wenn, dann meist nur infolge zusätzlicher Obstruktionen – auftritt, als typisch bezeichnen? Das sind doch selten berichtete Fälle (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18542853/ „rare complication“ 2009), ohne Parenchymläsionen sehr seltene (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3548380/ „very rare“ 2012). Auch in den Leitlinien (PDF) findet sich auf S. 19: „Da kein Druckgradient zwischen den Ventrikeln und der Hirnoberfläche entsteht, ist ein Hydrozephalus bei CVST eher selten und meist die Folge einer mechanischen Verlegung, z.B. bei bilateralem Thalamusödem bzw. einer Schwellung in der hinteren Schädelgrube oder Komplikation einer ventrikulären Einblutung.“ Wie vielen Fällen von Sinusthrombosen entsprechen denn die Prozentangaben? Gruß, --nanu *diskuss 09:53, 26. Jul. 2021 (CEST)
Zum Hydrozephalus: in der Tat tritt dieser bei beidseitigem Thalamusödem auf, was üblicherweise Folge einer Thrombose der V. magna cerebri oder des Sinus rectus ist. Das steht auch im Artikel (wobei ich das Thalamusödem weggelassen habe). Der Artikel aus Nature Reviews Neurology nennt eine Häufigkeit von 15 %. Das beruht auf einer Studie von 2015 ( https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4412517/ ). Man kann fragen, ob eine einzelne Studie mit 100 Fällen reicht, um die Aussage zu verallgemeinern, aber es kann nicht der Anspruch eines Wikipedia-Artikels sein, die Fehler von Review-Autoren zu korrigieren. Ich glaube du störst dich vor allem am Wort typisch in der Einleitung? Ich erkenne an, dass es missverständlich sein kann. Du scheinst darunter zu verstehen, dass ein typisches Symptom spezifisch für eine Erkrankung ist. Mein Wortverständnis ist es nicht, ich verstehe unter etwas typischem etwas, was ich in einem bestimmten Kontext erwarten kann. In dem Sinne kann ein unspezifisches Symptom typischerweise auftreten. Egal: um das zu umgehen, habe ich die Einleitung geändert. So besser? --Jaax (Diskussion) 18:31, 26. Jul. 2021 (CEST)
Zum Hydrozephalus: In der genannten Studie von 2015 aus den Niederlanden sind unter den im Laufe eines Jahrzehnts gesammelten Fällen insgesamt nur 2 Fälle eines Hydrozephalus mit leicht erhöhtem BCI bei Sinusthrombose angeführt, beidenfalls des Sinus sagittalis superior und ohne Parenchymläsionen oder Beteiligung tiefer Hirnvenen. Die anderen Fälle waren zum einen 3 Fälle mit einseitig erweitertem Unterhorn (Cornu temporale) bei Massenverschiebung infolge kontralateraler intrazerebraler Blutung und zum anderen 9 Fälle von Thrombosen tiefer Hirnvenen mit Basalgangien- und Thalamusödem, die allein aufgrund eines größeren Durchmessers des temporalen Seitenventrikelhorns (> 5 mm, Mittelwert 6,5 mm) als Hydrozephalus klassifiziert wurden (BCI war normal). In der Regel werden solche Fälle nicht durch Anlage eines Shunts behandelt.
Daneben wird in jenem Review noch auf eine vorangegangene Studie von 2008 in den USA verwiesen (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18346644/), die als größte multifokale Studie ihrer Art ebenfalls über ein Jahrzehnt lief und 12 Fälle eines Hydrozephalus unter 182 Fällen von CVT fand, also in knapp 7 %.
Dass der Hydrozephalus nun umseitig nicht mehr als eine typische Komplikation bezeichnet wird, finde ich besser, doch die Änderung bezüglich der variablen Symptomatik in kann ... sein nicht. Und nein, mir geht es nicht um ein Wording, sondern um eine verständliche Darstellung der bislang bekannten Zusammenhänge. Gruß, --nanu *diskuss 14:10, 27. Jul. 2021 (CEST)
Ich bin momentan nicht zu längeren Bildschirmarbeiten in der Lage (daher auch der Kandidaturabbruch). Ich schlage dir daher vor, dass du die entsprechenden Änderungen vornimmst. Du scheinst eine gewisse Fachkunde zu besitzen, und ich habe keinerlei Eigentumsansprüche an den Artikel, wenn du Ideen zur Verbesserung hast. --Jaax (Diskussion) 15:35, 27. Jul. 2021 (CEST) PS: Das soll jetzt nicht barsch oder abweisend sein, momentan geht's aber wirklich nicht. Und ich habe es tatsächlich gerne, wenn sich mehrere kollaborativ um einen Artikel kümmern.

Sehstörungen[Quelltext bearbeiten]

In https://www.thieme-connect.de/products/ebooks/lookinside/10.1055/b-0034-42812 (preview der Einleitung ist auch ohne Account möglich) sind u.a. Sehstörungen "meist zumindest im Verlauf" als Zeichen einer intrakraniellen Drucksteigerung genannt. Gruß, --Sti (Diskussion) 10:40, 2. Aug. 2021 (CEST)

Sehstörungen infolge intrakraniellen Druckanstiegs – etwa als Visusverschlechterung bei Stauungspapille oder als Diplopie bei Augenmuskelparesen durch Hirnnervenläsion – werden in anderen Quellen ebenfalls angeführt. Dort (Studie von 2008) finden sich Häufigkeitsangaben von 6 % für Diplopie und 23 % für Verschwommensehen (bei nur 32 % für Papillenödem); demnach treten Sehstörungen zumindest nicht selten auf. Gruß, --nanu *diskuss 17:58, 3. Aug. 2021 (CEST)

Das ist mir wohl durchgegangen, mea culpa. --Jaax (Diskussion) 18:08, 3. Aug. 2021 (CEST)

Vorschlag Einleitung[Quelltext bearbeiten]

Liebe Kollegen, ich habe den derzeitigen Stand mit einem sehr erfahrenen Kollegen angesehen. Ich mache daraus für die Einleitung den folgenden Vorschlag. Gruß, --Sti (Diskussion) 16:10, 21. Aug. 2021 (CEST)


Sinus-/Venenthrombose, die nach einer SARS-CoV-2-Impfung aufgetreten ist. Abbildung (a) zeigt Blut im Subarachnoidalraum. Die Magnetresonanzangiographie (b) zeigt einen thrombotischen Verschluss des Sinus sagittalis superior (roter Pfeil) und des linken Sinus transversus (weißer Pfeil). Eine Nachuntersuchung zehn Tage später (c) unter Volldosis-Heparinisierung, unterstützt durch eine endovaskuläre Thrombektomie der Sinus, bestätigte die Rekanalisation des Sinus sagittalis superior (gelber Pfeil) und des linken Sinus transversus (grüner Pfeil).

Eine Zerebrale Venen- und Sinusthrombose (auch: Zerebrale Sinus- und Venenthrombose, zerebrale Sinus-/Venenthrombose, Sinusvenenthrombose, (englisch cerebral venous and sinus thrombosis, cerebral venous sinus thrombosis (CVST), cerebral venous thrombosis) ist eine verstopfende Gerinnselbildung (Thrombose) in den blutableitenden Gefäßen des Gehirns (Hirnvenen und Sinus). Der dadurch behinderte Blutabfluss aus den betroffenen Hirnregionen kann zu neurologischen Funktionsausfällen führen, die einem Schlaganfall durch Embolie oder Thrombose einer Arterie im Gehirn sehr ähnlich sind, z.B. Halbseitenlähmung, Lähmung von Hirnnerven, Gesichtsfeldausfälle, Krampfanfälle, Sprechstörungen, Störungen des Bewusstseins oder des Denkens.

Aufgrund des örtlich nicht mehr gegebenen Blutabflusses entsteht zunächst eine Schwellung des Hirngewebes (Hirnödem). Dieses Ödem kann sich im Verlauf auf das gesamte Gehirn ausweiten und zuletzt zur Einklemmung des Großhirns an den Schädelknochen und damit zum Tod führen. Als Komplikation des Hirnödems können blutige oder unblutige Hirninfarkte auftreten.

Leitsymptom der zerebralen Sinus-/Venenthrombose ist häufig der Kopfschmerz, dessen Beginn dem Auftreten der neurologisch fassbaren Symptome in der Regel um 10 – 14 Tage vorausgeht. Da keines der genannten Symptome und auch keine Blutuntersuchung geeignet sind, die Diagnose sicher zu stellen, ist in allen Verdachtsfällen eine CT- oder MRT-Untersuchung des Gehirns erforderlich, unter Einschluss einer Angiografie (Gefässdarstellung), um andere ähnliche Erkrankungen (wie einen Hirnabszess oder Hirntumor) sicher abgrenzen zu können.

Einblutungen in die ödematösen Gehirnareale als Folgen des venösen Blutstaus können eine beträchtliche Ausdehnung annehmen. Trotz dieser Einblutungen wird bei allen betroffenen Patienten eine medikamentöse Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulation) mit Heparin durchgeführt, um ein weiteres Anwachsen der Gerinnsel zu verhindern und dem körpereigenen Gerinnungssystem die Gelegenheit zu geben, die Thromben zu verkleinern oder zu beseitigen. Nach der Akutphase wird die Antikoagulation für eine gewisse Zeit mit Tabletten (orale Antikoagulantien, in der Regel Marcumar) fortgeführt, abhängig von der Ursache der Thrombose mindestens für 3 – 6 Monate, in seltenen Fällen angeborener Störungen des Gerinnungssystems auch lebenslang.

Die Ursachen und Risikofaktoren für das Auftreten von zerebralen Sinus-/Venenthrombosen sind äußerst vielfältig. Eine grobe Einteilung unterscheidet

  • örtliche Ursachen am Schädel (Schädelhirntrauma, Entzündungen im Bereich der Schädelknochen, der Zähne, der Nase und der Ohren)
  • hormonelle Faktoren bei Frauen (Schwangerschaft, „Pille“)
  • Erkrankungen, bei denen das gesamte Gerinnungssystem des Körpers in ein Ungleichgewicht gerät, sei es durch eine Infektion (Sepsis, COVID-19), durch ein Tumorleiden oder begünstigt durch eine genetische Abweichung des Gleichgewichts zwischen Gerinnselbildung und Gerinnselauflösung (Thrombophilie).

In einigen Fällen kann kein Risikofaktor ermittelt werden.

Aktuell (2021) wurde über SARS-CoV-2-Impfungen als sehr seltene Ursache einer zerebralen Sinus-/Venenthrombose berichtet. Während die molekulare Ursache dieses Phänomens (nämlich die Bildung von spezifischen Antikörpern gegen Blutplättchen) eindeutig zugeordnet werden konnte, ist die Frage, welche Eigenschaft der betroffenen Impfstoffe (Astra Zeneca, Johnson & Johnson) dafür ursächlich sein könnte, wissenschaftlich noch ungeklärt.

Die Heilungsaussichten der insgesamt seltenen Erkrankung (1% aller Schlaganfälle) sind sehr gut im Vergleich zu Patienten, die von arteriell bedingten Schlaganfällen betroffen sind. Ca. 80% der Patienten überstehen die Akutphase der Erkrankung ohne bleibende Behinderungen oder neurologische Ausfallsymptome. Eine kleinere Gruppe von Patienten erleidet in der Akutphase schwere und ggf. tödliche Komplikationen (Einklemmung). Daher ist es zwingend erforderlich, alle an einer zerebralen Sinus-/Venenthrombose Erkrankten intensivmedizinisch zu überwachen (z.B. auf einer Schlaganfall-Station bzw. Stroke-Unit) und dort die unmittelbare Möglichkeit des Eingreifens durch einen Neurochirurgen sicherzustellen, z.B. durch eine Dekompressions-Operation (zeitweise Eröffnung der Schädeldecke zur Senkung des Hirndrucks).


Wenn bis morgen kein Widerspruch kommt, würde ich das so einsetzen und weitere Verbesserungen in den folgenden Abschnitten vorbereiten. Gruß, --Sti (Diskussion) 07:21, 26. Aug. 2021 (CEST)

@Sti: Hallo Sti, vielen Dank an deinen Kollegen, dass er sich die Mühe macht, eine Einleitung zu formulieren. Ich konnte mir das jetzt erst ansehen. Insgesamt bin ich einverstanden, allerdings habe ich tatsächlich einige Einwände, die sich hauptsächlich in der Funktion einer Einleitung gründen. Nach allgemeiner Praxis sollte in einem guten Artikel die Einleitung die wichtigsten Aspekte eines Themas zusammenfassen, das heißt, alle Aussagen der Einleitung sind durch den folgenden Artikeltext gedeckt und dort belegt. Die Version deines Kollegen geht aber an vielen Stellen über das, was der Artikel bietet hinaus, beispielsweise in der Angabe, dass die Kopfschmerzen den übrigen neurologischen Symptomen in der Regel 10-14 Tage vorausgingen, oder dass die Antikoagulation 3-6 Monate durchgeführt werden muss. Auch der Absatz zu Covid-19-Impfungen in der Einleitung ist ausführlicher als das, was im Artikel dazu steht. Meine Bitte ist daher, entweder den Artikel entsprechend belegt auszubauen, oder die Einleitung wieder mehr auf den Artikel zuzuschneiden. Viele Grüße, --Jaax (Diskussion) 16:16, 8. Sep. 2021 (CEST)
Hallo Jaax, danke für deine Anmerkung, der ich natürlich zustimme: Der folgende Artikeltext soll die Einleitung decken und belegen. Das versuche ich entsprechend auszubauen. Vordringlich scheint mir selbst dabei der Abschnitt zu den Impfungen, denn dies wird meiner Wahrnehmung nach aktuell am meisten gefragt. Zu den anderen von dir genannten Punkten suche ich noch die entsprechenden Einzelnachweise. Gruß, --Sti (Diskussion) 20:26, 8. Sep. 2021 (CEST)

Bebilderung[Quelltext bearbeiten]

Hallo @MBq:, ich habe in den von dir hochgeladenen MRT-Bildern mal versucht, die Pathologie zu identifizieren und kenntlich zu machen. Habe ich getroffen? Wenn ja, würde ich diese Bilder gerne in den Artikel einbinden, das macht es denke ich Menschen mit ungeübten Augen leichter. LG --Jaax (Diskussion) 20:19, 13. Sep. 2021 (CEST)

Ja, sieht sehr gut aus, danke für die Verbesserung --MBq Disk 13:09, 14. Sep. 2021 (CEST)
@MBq: Auch beim zweiten Bild? Irgendwas muss beim Speichern schief gegangen sein, ich hatte das eigentlich noch anders eingezeichnet. Danke übrigens für die Bilder. --Jaax (Diskussion) 16:32, 14. Sep. 2021 (CEST)
Beim zweiten (mittleren) Bild ist vielleicht nicht alles thrombotisches Material markiert, man könnte noch den Sinus sagittalis sup. markieren, aber die in diesem Fall wichtigen Duravenen passen. --MBq Disk 16:55, 14. Sep. 2021 (CEST)
Gut, denn die hatte ich ursprünglich mit markiert. Dann lade ich mal eine neue Version hoch ;) --Jaax (Diskussion) 17:11, 14. Sep. 2021 (CEST)

@Sti: Ich würde gerne das erste von MBq's Bildern in der Einleitung verwenden. Die drei Bilder von dem Fall nach Covid-19-Impfung würde ich lieber nach unten verschieben, am ehesten ins Kapitel Ursachen/Risikofaktoren in den Abschnitt Impfungen. Außerdem wäre das Bild mit der Fallbeschreibung eine prima Ergänzung für den Artikel Impfstoff-induzierte Thrombozytopenie. Hintergrund ist einfach, dass ich das Bild von MBq mit der blauen Hervorhebung deutlich anschaulicher auch für Laien finde, bei dem aktuellen Einleitungsbild muss auch ich mich erst eindenken. Bist du damit einverstanden? --Jaax (Diskussion) 16:51, 14. Sep. 2021 (CEST)

Hallo Jaax, ja, gerne. Würdest du die Impfstoff-induzierte Thrombozytopenie auch mal darüber hinaus mit anschauen - das scheint mir sehr verbesserungswürdig? Gruß, --Sti (Diskussion) 17:34, 14. Sep. 2021 (CEST)