Disocactus phyllanthoides

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Disocactus phyllanthoides
Disocactus phyllanthoides

Disocactus phyllanthoides

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Hylocereeae
Gattung: Disocactus
Art: Disocactus phyllanthoides
Wissenschaftlicher Name
Disocactus phyllanthoides
(DC.) Barthlott
Cultivar Deutsche Kaiserin

Disocactus phyllanthoides ist eine Pflanzenart aus der Gattung Disocactus in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton phyllanthoides bedeutet ‚(lat.) ähnlich phyllanthus‘.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Disocactus phyllanthoides wächst reich verzweigt und wird dabei bis zu 1 Meter lang. Die Haupttriebe sind basal stielartig geformt, im oberen Teil abgeflacht. Die Seitentriebe sind hellgrün, oft auch rot überhaucht. Sie haben vorstehende Mittelrippen und Seitennerven und sind dabei lanzettlich, drehrund, abgeflacht und zugespitzt stumpf gezähnt. Sie werden 15 bis 30 Zentimeter lang und 2,5 bis 4 Zentimeter breit. Die Areolen sind unbedornt. Die glockigen bis trichterförmigen rosafarbenen Blüten erreichen eine Größe von 8 bis 10 Zentimeter Länge und 7 bis 9 Zentimeter im Durchmesser. Die 3 bis 4 Zentimeter im Durchmesser großen und etwas gerippten Früchte sind anfangs grün und später rot gefärbt.

Verbreitung, Systematik und Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Disocactus phyllanthoides ist in den mexikanischen Bundesstaaten Puebla und Veracruz verbreitet und kommt in Höhenlagen zwischen 1500 und 1850 Meter vor.

Die Erstbeschreibung als Cactus phyllanthoides erfolgte 1813 durch Augustin-Pyrame de Candolle.[1] Wilhelm Barthlott stellte die Art 1991 zu Disocactus.[2]

Synonyme sind folgende beschriebenen Arten und Varietäten: Cactus phyllanthoides DC. (1813), Epiphyllum phyllanthoides (DC.) Sweet (1826), Cereus phyllanthoides (DC.) DC. (1828), Phyllocactus phyllanthoides (DC.) Link (1831), Nopalxochia phyllanthoides (DC.) Britton & Rose (1923), Heliocereus phyllanthoides (DC.) Doweld (2002) und Epiphyllum speciosum Haworth (1819).

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Vulnerable (VU)“, d. h. als gefährdet geführt.[3]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edward F. Anderson: Das große Kakteen-Lexikon. 2. Auflage. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8001-5964-2, S. 186.
  • Ulises Guzmán, Salvador Arias, Patricia Dávila: Catálogo de cactáceas mexicanas. Universidad Nacional Autónoma de México, Mexiko-Stadt 2003, ISBN 970-9000-20-9, S. 58.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Augustin-Pyrame de Candolle: Catalogus Plantarum Horti Botanici Monspeliensis. 1813, S. 84, Nr. 41 (online).
  2. Bradleya. Band 9, 1991, S. 88.
  3. Disocactus phyllanthoides in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Hernández, H.M., Gómez-Hinostrosa, C. & Cházaro, M., 2009. Abgerufen im 5. Januar 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Disocactus phyllanthoides – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien