Dissoziative Identitätsstörung

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künstlerische Interpretation mehrerer dissoziativer Identitäten
Klassifikation nach ICD-10
F44.81 Multiple Persönlichkeit(sstörung)
ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Die dissoziative Identitätsstörung (DIS) (nach DSM-5 und ICD-11) ist dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene Persönlichkeitszustände (dissoziative Identitäten) abwechselnd die Kontrolle über das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen übernehmen.[1][2][3] Diese verschiedenen Persönlichkeiten verfügen über eigene Charaktereigenschaften, Verhaltensweisen, Fähigkeiten, Wahrnehmungs- und Denkmuster.[1][2][3] Zusätzlich treten Erinnerungslücken zu Ereignissen oder persönlichen Informationen auf, die nicht mehr durch gewöhnliche Vergesslichkeit erklärbar sind.[1][2][3]

Bekannte frühere Bezeichnungen sind multiple Persönlichkeit (MP) und multiple Persönlichkeitsstörung (MPS) (siehe Klassifizierungen).[2][4][5]

Die dissoziative Identitätsstörung wird in der Regel von weiteren psychischen Symptomen begleitet.[1] Als Ursache werden Abweichungen von der typischen Gehirnentwicklung aufgrund extrem traumatischer Erlebnisse während der Kindheit vermutet.[6][7] Entsprechende funktionelle und anatomische Veränderungen im Gehirn sind bei Betroffenen in ihrem Erwachsenenalter inzwischen vielfach durch statistische Auswertungen nachgewiesen worden.[6]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verbreitung der dissoziativen Identitätsstörung in der Allgemeinbevölkerung wird mit 1,1–1,5 % angegeben.[1][8][9][10] Es handelt sich nicht um eine seltene Erkrankung.[11][12] Bei Patienten in psychiatrischen Kliniken, bei jugendlichen Krankenhauspatienten und bei Teilnehmern an Programmen gegen Drogenmissbrauch, Essstörungen und Zwangsstörungen lag die Verbreitung in Nordamerika, Europa und der Türkei bei 1–5 %.[11]

Ursachen und Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklungsstörung (Traumafolgen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach jahrzehntelanger Auswertung einer sehr großen Anzahl von Krankengeschichten gibt es in Fachkreisen die Hypothese, dass die DIS durch äußere Störeinflüsse der Entwicklung während der Kindheit verursacht werde,[9][11] da häufig von Patienten frühere traumatische Lebensereignisse berichtet würden.[1][9][13] Extrem negative Lebensumstände überwältigender Art wie Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch, insbesondere bis zum Alter von 5 Jahren,[14] könnten die Entwicklung einer integrierten Persönlichkeit verhindern. Stattdessen könne es zu einer Abkapselung von Gedächtnisinhalten und wechselnden Identitäten kommen.[11] Die Ergebnisse gezielter Gehirnforschung in diesem Bereich haben nach Auffassung ihrer Autoren die Hypothese gestützt.[15][16][17] Daher wird die DIS von vielen Autoren als Traumafolgestörung angesehen.[12][18][19]

Durch Therapeuten erzeugt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurden eine Reihe von auffälligen Besonderheiten der Störung beschrieben:

  • Sehr wenige Kinder erhielten die Diagnose, obwohl die Krankheit ab dem Alter von drei Jahren auftreten soll.
  • Ein plötzlicher Anstieg der Diagnosen bei Erwachsenen nach 1980.
  • Das nahezu ausschließliche Auftreten der Störung bei Personen nach Beginn einer Therapie.
  • Das Auftreten alternativer Identitäten in Form von Tieren oder Fabelwesen.
  • Eine Zunahme alternativer Identitäten im Verlauf der Therapie, wie auch generell bis in die 1990er Jahre.
  • Die Erscheinungen von Erinnerungsverfälschungen sind wissenschaftlich und rechtsgeschichtlich seit den 1990er Jahren umfassend dokumentiert worden.

Einige Autoren folgerten daraus, dass therapeutische Suggestion eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Störung spielen kann.[20][21][22]

Symptombild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betroffene haben wechselnde Identitäten mit jeweils eigenem Selbstbild und -konzept, beispielsweise grundlegende Einstellungen und Gefühle betreffend. Hinzu kommen Erinnerungslücken und regelmäßig auch Symptome ähnlich denen der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).[1][23] Unterschiedliche weitere Symptome, die denen anderer Störungen ähneln, sind häufig und bessern sich in der Regel nur, wenn die DIS in deren Behandlung mit einbezogen wird.[1][11] Dazu gehören insbesondere Depressionen, Angst-, Schlaf- und Essstörungen, Sucht- und Zwangserkrankungen, somatoforme Störungen, ängstlich-vermeidendes und Borderline-Verhalten.[1] Markante Unterschiede zwischen den einzelnen Identitäten sind dabei nicht ungewöhnlich;[1] auch das empfundene Alter oder Geschlecht,[24][25] und die Handschrift[26][27] können sich unterscheiden. Das gesamte Symptombild weist dadurch eine besondere Bandbreite und Variabilität auf. Des Weiteren nehmen die Betroffenen ihre Identitätswechsel in der Regel lange Zeit nicht als solche, sondern als unklare Störungen wahr. Auch deshalb bleibt eine DIS oft lange unerkannt oder falsch diagnostiziert.[11]

Neurobiologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Identitätswechsel gehen Wechsel körperlicher Werte des vegetativen Nervensystems (zum Beispiel Puls, Blutdruck, Muskelspannung, und Sehschärfe) und markante Wechsel in der Aktivität des Gehirns einher, wie mit bildgebenden Verfahren wiederholt nachgewiesen wurde.[15][16][17][28][29][30] Bei derartigen Untersuchungen zeigten sich auch Unterschiede zwischen tatsächlicher und gespielter (simulierter) DIS.[31] Auch bestimmte anatomische Abweichungen im Gehirn von Menschen mit DIS wurden wiederholt festgestellt.[32][33] Sie werden als mögliches Hilfsmittel bei der individuellen Diagnose erforscht.[34]

Diagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Diagnose erfolgt durch Erhebung der Krankengeschichte, eventuell mit Eigen- und Fremdanamnese. Sie gilt als anspruchsvoll,[35] auch weil es Teil des Symptombildes ist, dass die Persönlichkeitszustände oft nur getrennt erlebt werden und teilweise die Tendenz besteht, sie zu verbergen. Auch daher ist das Risiko einer Fehldiagnose erhöht.[11][36]

Differenzialdiagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die differenzialdiagnostische Abgrenzung kann komplex anmuten und benötigt ausreichende Fachkenntnis.[35] Besonders sorgfältig muss die Unterscheidung von Persönlichkeitsstörungen wie der Borderline-Störung, Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis oder der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung erfolgen.

  • Patienten mit einer Borderline-Störung leiden unter häufigen Stimmungsschwankungen, oft ohne von außen erkennbare Ursache, die auf den ersten Blick wie Identitätswechsel imponieren können. Außerdem sind schwerwiegende Identitätsstörungen typisch für das Krankheitsbild.
  • Auch manche Formen der Schizophrenie können Ähnlichkeit zu Symptomen aufweisen, die bei der DIS möglich sind. So erleben manche dieser Patienten Stimmen, die ihre Handlungen kommentieren und beobachten, was auch im Erleben co-bewusster Identitäten auftreten kann. Im Unterschied zu psychotischen Personen zeigen Menschen mit DIS jedoch keine schneiderschen Symptome zweiten Ranges, und die Symptome ersten Ranges haben keine wahnhafte Qualität oder externe Lokalisation.
  • Die komplexe posttraumatische Belastungsstörung teilt mit der dissoziativen Identitätsstörung die traumatische Genese und es treten häufig dissoziative Symptome wie Amnesie und Depersonalisation auf. Umgekehrt ist die DIS daher auch häufig von PTBS-artigen Symptomen begleitet.[23]

Behandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Psychotherapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Therapie verfolgt grundsätzlich das Ziel, die Lebensqualität durch verbesserte innere Kommunikation und Kooperation zu steigern, sowie, sofern gewünscht, die Integration verschiedener Persönlichkeitszustände zu einem zu unterstützen.[11][37] Die Prioritäten der therapeutischen Arbeit sollen dabei sein:[11]

  1. Stabilisierung und Sicherheit
  2. Traumabearbeitung zur Reduktion der damit assoziierten, PTBS-artigen Symptomatik
  3. Schritte zur Kommunikation, Kooperation, und eventuellen Integration von Persönlichkeitszuständen

Unter Beachtung dieser Prioritäten stehen drei Felder im Fokus:

  1. Reaktionsmuster bei Gefahren und Traumata
  2. Unterbrechungen, Lücken und Sprünge in der kindlichen und jugendlichen Entwicklung
  3. Bindungs- und Abgrenzungsverhalten

Dabei ist das subjektive Erleben der eigenen Daseinsberechtigung auf eine selbstverständliche, nicht-apologetische Art Grundlage und verbindendes Element dieser Felder, und bildet so die Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität bei Menschen mit dissoziativer Identität.[35] Für die Therapie der DIS verwendete psychotherapeutische Methoden sind beispielsweise die Ego-State-Therapie und die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie. Es wird direkt mit den verschiedenen Identitäten gesprochen.[37] Auch speziell angepasste Skills-Trainings, bei deren Entwicklung die Besonderheiten und Bedürfnisse von Menschen mit DIS berücksichtigt wurden, stehen zur Verfügung.[38] Im therapeutischen Vorgehen werden insbesondere die Altersgruppen der bis Vierjährigen, der Vier- bis Achtzehnjährigen, und der Erwachsenen unterschieden.[11][39]

Pharmakotherapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt bisher (Stand 2019) kein Medikament, das zur Behandlung der Dissoziativen Identitätsstörung zugelassen ist. Vorhandene Forschungsergebnisse sind noch von geringer Aussagekraft, und weitere Studien werden benötigt.[40] Eine etwaige Medikation findet daher im Rahmen des Off-Label-Use statt. Sie orientiert sich sowohl an der individuellen Symptomatik, als auch an der individuellen Reaktion auf das Medikament.[41]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskussionen über dissoziative Identitäten waren bei französischen Psychiatern und Philosophen der Jahre 1840 bis 1880 ein häufiges Thema.[42] Der Begriff der Dissoziation als „Desintegration und Fragmentierung des Bewusstseins“ wurde 1889 durch den französischen Psychiater und Begründer der modernen dynamischen Psychiatrie Pierre Janet (1859–1947) geprägt.[43] Er entwickelte eine bis heute einflussreiche Theorie über die Verarbeitungsprozesse traumatischer Erfahrungen und betrachtete die Traumaantwort grundsätzlich als eine Störung des Gedächtnisses, welche die Integration der traumatischen Erinnerungen in bestehende kognitive Strukturen verhindere, was über deren Abspaltung von Bewusstsein und Willenskontrolle zu dissoziativer Amnesie führe.[44] Damit hat Janet bereits 1889 wichtige Grundlagen für das Verständnis der Dissoziation als solcher und damit auch für die moderne Psychotraumatologie und -therapie geschaffen, die für fast 100 Jahre weitgehend in Vergessenheit gerieten.[45] Ein Fall von DIS aus dem 16. Jahrhundert wurde erstmals 1896 und dann erneut 1996 analysiert.[46]

1973 erschien Sybil, ein von der Journalistin Flora Rheta Schreiber verfasster Fallbericht über eine Patientin mit 16 Persönlichkeitszuständen, der zum Bestseller avancierte. Danach meldeten sich in den USA mehrere hundert Menschen, die angaben, ebenfalls unter dieser Störung zu leiden. In späteren Jahren wurde das Buch aufgrund bestimmter darin vorkommender Methoden (Erzeugung von Medikamentenabhängigkeit, Elektroschock) und der kommerziellen Interessen der Beteiligten als unzuverlässige und irreführende Quelle angesehen.[47]

Klassifizierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) der American Psychiatric Association (APA) ist die DIS seit 1968 enthalten und erhielt anfangs den Namen hysterische Neurose vom dissoziativen Typ (DSM-II, 1968). Danach änderte sich die Bezeichnung zunächst zu multiple Persönlichkeit (DSM-III, 1980), dann zu multiple Persönlichkeitsstörung (DSM-III-R, 1987),[48] und schließlich hin zu dissoziative Identitätsstörung (DSM-IV, 1994). In der Internationalen Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation war die Störung zunächst als hysterische Neurose (ICD-8, 1965) zu finden[49] und behielt diesen Namen (ICD-9, 1977),[50] bis sie in multiple Persönlichkeitsstörung (erste ICD-10-Version, 1993),[2][4][51] dann in multiple Persönlichkeit (alle späteren ICD-10-Versionen)[5] und schließlich in dissoziative Identitätsstörung (ICD-11, 2019 beschlossen, ab 2022 in Kraft) umbenannt wurde.[3][52] Darin spiegelt sich eine Entwicklung der Sichtweise wider,[12][53] wobei jedoch die Einordnung als dissoziative Störung insoweit konstant blieb, als auch die multiple Persönlichkeitsstörung als solche galt und insbesondere nicht den Persönlichkeitsstörungen zugerechnet wurde.[2][48][4][51]

Inkrafttreten Weltgesundheitsorganisation American Psychiatric Association
1965 ICD-8: hysterische Neurose
1968 DSM-II: hysterische Neurose vom dissoziativen Typ
1977 ICD-9: hysterische Neurose
1980 DSM-III: multiple Persönlichkeit
1987 DSM-III-R: multiple Persönlichkeitsstörung
1993 ICD-10: multiple Persönlichkeitsstörung
1994 DSM-IV: dissoziative Identitätsstörung
2003 ICD-10: multiple Persönlichkeit
2013 DSM-5: dissoziative Identitätsstörung
2022 ICD-11: dissoziative Identitätsstörung (beschlossen 2019)

Kritik am Konzept der Krankheit nach 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrere systematische Übersichtsarbeiten nach 2000 gelangten zu dem Schluss, dass das Konzept der Krankheit überwiegend auf einer Modeerscheinung der 1980er und 1990er Jahre beruhe, dass das Forschungsinteresse seitdem zurückgegangen sei, und dass das Konzept der Krankheit sowohl in Bezug auf Erwachsene als auch in Bezug auf Kinder wissenschaftlich völlig unzureichend begründet sei.[54][21][55][56][57]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leitlinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • International Society for the Study of Trauma and Dissociation: Guidelines for Treating Dissociative Identity Disorder in Adults, Third Revision. In: Journal of Trauma & Dissociation. Band 12, Nr. 2, 28. Februar 2011, ISSN 1529-9732, S. 115–187, doi:10.1080/15299732.2011.537247 (englisch)., PDF (abgerufen 20. Oktober 2019)
  • International Society for the Study of Dissociation: Guidelines for the Evaluation and Treatment of Dissociative Symptoms in Children and Adolescents. In: Journal of Trauma & Dissociation. Band 5, Nr. 3, 4. Oktober 2004, ISSN 1529-9732, S. 119–150, doi:10.1300/J229v05n03_09 (englisch)., PDF (abgerufen 20. Oktober 2019)
  • European Society for Trauma and Dissociation: Guidelines for the assessment and treatment of children and adolescents with dissociative symptoms and dissociative disorders. Juli 2017, S. 1–31 (englisch)., PDF (abgerufen 20. Oktober 2019)

Einführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M. J. Dorahy, B. L. Brand, V. Sar, C. Krüger, P. Stavropoulos, A. Martínez-Taboas, R. Lewis-Fernández, W. Middleton: Dissociative identity disorder: An empirical overview. In: The Australian and New Zealand journal of psychiatry. Band 48, Nummer 5, Mai 2014, S. 402–417, doi:10.1177/0004867414527523, PMID 24788904 (Review).
  • B. L. Brand, R. J. Loewenstein, D. Spiegel: Dispelling myths about dissociative identity disorder treatment: an empirically based approach. In: Psychiatry. Band 77, Nummer 2, 2014, S. 169–189, doi:10.1521/psyc.2014.77.2.169, PMID 24865199 (Review).
  • Kathlen Priebe, Christian Schmahl, Christian Stiglmayr: Dissoziative Identitätsstörung. In: Dieselben: Dissoziation. Theorie und Therapie Springer-Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-642-35066-5, S. 228–236.
  • Frank W. Putnam: Handbuch dissoziative Identitätsstörung: Diagnose und psychotherapeutische Behandlung. Probst, Lichtenau/Westfalen 2013, ISBN 978-3-9813389-9-7.
  • Luise Reddemann: Dissoziation, in: T. Bronisch, L. Reddemann, M. Bohus, M. Dose, C. Unckel: Krisenintervention bei Persönlichkeitsstörungen: Therapeutische Hilfe bei Suizidalität, Selbstschädigung, Impulsivität, Angst und Dissozation. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart 2000, ISBN 3-608-89688-0. 4. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-608-89096-9, S. 145–163.
  • Jochen Peichl: Die inneren Trauma-Landschaften. Borderline, Ego-State, Täter-Introjekt; mit 21 Tabellen. Schattauer Verlag, Stuttgart u. a. 2007, ISBN 3-7945-2521-3.
  • Luise Reddemann, Arne Hofmann, Ursula Gast: Psychotherapie der dissoziativen Störungen. 3., überarbeitete Auflage. Thieme, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-13-130513-8.

Rezeption in den Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DIS findet sich in Filmen und Büchern sowohl als bloßes Mittel zur Handlungsentwicklung, als auch als zentrales Thema.[60][61][62] Die Darstellung in Spielfilmen wird als häufig realitätsfern beschrieben,[62][63][64][65] was Fach- und Interessensverbände kritisieren.[65][66] Es sind mehrere autobiografische Werke erschienen, die zum Teil wesentlichen Einfluss auf die allgemeine Kenntnis und das öffentliche Verständnis der DIS hatten.[67]

Spielfilme und Serien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dokumentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j DSM-5 Task Force.: Diagnostic and statistical manual of mental disorders : DSM-5. Hrsg.: American Psychiatric Association. 5. Auflage. American Psychiatric Association, Arlington, VA 2013, ISBN 978-0-89042-554-1.
  2. a b c d e f The ICD-10 Classification of Mental and Behavioural Disorders. World Health Organization.
  3. a b c d ICD-11 - Mortality and Morbidity Statistics. WHO, abgerufen am 6. April 2019 (englisch).
  4. a b c World Health Organization: The ICD-10 classification of mental and behavioural disorders: diagnostic criteria for research. World Health Organization, Geneva 1993, ISBN 92-4154455-4, S. 104 (who.int [PDF]).
  5. a b World Health Organization: International statistical classification of diseases and related health problems. 10th revision, 2nd ed. Genf 2004, ISBN 92-4154649-2 (englisch).
    World Health Organization: International statistical classification of diseases and related health problems. 10th revision, 5th ed. Genf 2016, ISBN 978-92-4154916-5, S. 312 (englisch, who.int [PDF; abgerufen am 16. April 2019]).
    World Health Organization: ICD-10 online versions. 23. November 2018, archiviert vom Original am 15. April 2019; abgerufen am 15. April 2019 (englisch).
    World Health Organization: ICD-10 2003 (Second Edition). 2003, archiviert vom Original am 15. April 2019; abgerufen am 15. April 2019 (englisch).
    World Health Organization: ICD-10 2004. 2004, archiviert vom Original am 15. April 2019; abgerufen am 15. April 2019 (englisch).
    World Health Organization: ICD-10 2005. 2005, archiviert vom Original am 15. April 2019; abgerufen am 15. April 2019 (englisch).
    World Health Organization: ICD-10 2006. 2006, archiviert vom Original am 15. April 2019; abgerufen am 15. April 2019 (englisch).
    World Health Organization: ICD-10 2007. 2007, archiviert vom Original am 15. April 2019; abgerufen am 15. April 2019 (englisch).
    World Health Organization: ICD-10 2008. 2008, abgerufen am 15. April 2019 (englisch).
    World Health Organization: ICD-10 2010. 2010, abgerufen am 15. April 2019 (englisch).
    World Health Organization: ICD-10 2014. 2014, abgerufen am 15. April 2019 (englisch).
    World Health Organization: ICD-10 2015. 2015, archiviert vom Original am 15. April 2019; abgerufen am 15. April 2019 (englisch).
    World Health Organization: ICD-10 2016. 2016, archiviert vom Original am 15. April 2019; abgerufen am 15. April 2019 (englisch).
  6. a b Brigitte Bosse: Dissoziative Identitätsstörung – „Wir sind Viele“. Deutsches Ärzteblatt, PP, Heft 6, Juni 2014, S. 264–265.
  7. Luise Reddemann, Arne Hofmann, Ursula Gast (Hrsg.): Psychotherapie der dissoziativen Störungen: Krankheitsmodelle und Therapiepraxis - störungsspezifisch und schulenübergreifend. 3., überarb. Aufl. Thieme, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-13-130513-8.
  8. Richard J. Loewenstein: Dissociation debates: everything you know is wrong. In: Dialogues in Clinical Neuroscience. Band 20, Nr. 3, September 2018, ISSN 1294-8322, S. 229–242, PMID 30581293, PMC 6296396 (freier Volltext).
  9. a b c Bethany L. Brand, Vedat Şar, Pam Stavropoulos, Christa Krüger, Marilyn Korzekwa: Separating Fact from Fiction: An Empirical Examination of Six Myths About Dissociative Identity Disorder. In: Harvard Review of Psychiatry. Band 24, Nr. 4, Juli 2016, ISSN 1067-3229, S. 257–270, doi:10.1097/HRP.0000000000000100, PMID 27384396, PMC 4959824 (freier Volltext).
  10. Martin J Dorahy, Bethany L. Brand, Vedat Şar, Christa Krüger, Pam Stavropoulos: Dissociative identity disorder: An empirical overview. In: Australian & New Zealand Journal of Psychiatry. Band 48, Nr. 5, Mai 2014, ISSN 0004-8674, S. 402–417, doi:10.1177/0004867414527523.
  11. a b c d e f g h i j International Society for the Study of Trauma and Dissociation: Guidelines for Treating Dissociative Identity Disorder in Adults, Third Revision. In: Journal of Trauma & Dissociation. Band 12, Nr. 2, 28. Februar 2011, ISSN 1529-9732, S. 115–187, doi:10.1080/15299732.2011.537247., PDF
  12. a b c Ursula Gast, Frauke Rodewald, Arne Hofmann, Helga Mattheß, Ellert Nijenhuis, Luise Reddemann, Hinderk M. Emrich: Die dissoziative Identitätsstörung – häufig fehldiagnostiziert. In: Deutsches Ärzteblatt. 2006, 103(47), S. A-3193, B-2781, C-2664.
  13. International Society for the Study of Trauma and Dissociation: Guidelines for Treating Dissociative Identity Disorder in Adults, Third Revision. In: Journal of Trauma & Dissociation. Band 12, Nr. 2, 28. Februar 2011, ISSN 1529-9732, S. 125, doi:10.1080/15299732.2011.537247., PDF
  14. International Society for the Study of Trauma and Dissociation: Guidelines for Treating Dissociative Identity Disorder in Adults, Third Revision. In: Journal of Trauma & Dissociation. Band 12, Nr. 2, 28. Februar 2011, ISSN 1529-9732, S. 122, doi:10.1080/15299732.2011.537247., PDF
  15. a b Y. R. Schlumpf, E. R. Nijenhuis, S. Chalavi, E. V. Weder, E. Zimmermann, R. Luechinger, R. La Marca, A. A. Reinders, L. Jäncke: Dissociative part-dependent biopsychosocial reactions to backward masked angry and neutral faces: An fMRI study of dissociative identity disorder. In: NeuroImage. Clinical. Band 3, 2013, S. 54–64, doi:10.1016/j.nicl.2013.07.002, PMID 24179849, PMC 3791283 (freier Volltext).
  16. a b Y. R. Schlumpf, A. A. Reinders, E. R. Nijenhuis, R. Luechinger, M. J. van Osch, L. Jäncke: Dissociative part-dependent resting-state activity in dissociative identity disorder: a controlled FMRI perfusion study. In: PloS one. Band 9, Nummer 6, 2014, S. e98795, doi:10.1371/journal.pone.0098795, PMID 24922512, PMC 4055615 (freier Volltext).
  17. a b A. A. Reinders, A. T. Willemsen, E. M. Vissia, H. P. Vos, J. A. den Boer, E. R. Nijenhuis: The Psychobiology of Authentic and Simulated Dissociative Personality States: The Full Monty. In: The Journal of nervous and mental disease. Band 204, Nummer 6, Juni 2016, S. 445–457, doi:10.1097/NMD.0000000000000522, PMID 27120718.
  18. Reinhard Plassmann, Harald Schickedanz: Dissoziative Identitätsstörungen. In: PiD - Psychotherapie im Dialog. 18, Nr. 03, 2017, ISSN 1438-7026, S. 89. doi:10.1055/s-0043-111262.
  19. Psychotherapie der dissoziativen Störungen: Krankheitsmodelle und Therapiepraxis - störungsspezifisch und schulenübergreifend, Luise Reddemann, Arne Hofmann, Ursula Gast, 3., überarb. Aufl. Auflage, Thieme, Stuttgart 2011, ISBN 9783131305138, S. 25.
  20. A. Piper, H. Merskey: The persistence of folly: critical examination of dissociative identity disorder. Part II. The defence and decline of multiple personality or dissociative identity disorder. In: Canadian journal of psychiatry. Revue canadienne de psychiatrie. Band 49, Nummer 10, Oktober 2004, S. 678–683, doi:10.1177/070674370404901005, PMID 15560314 (Review), PDF.
  21. a b Guy A. Boysen: The scientific status of childhood dissociative identity disorder: a review of published research. In: Psychotherapy and Psychosomatics. Band 80, Nr. 6, 2011, ISSN 1423-0348, S. 329–334, doi:10.1159/000323403, PMID 21829044.
  22. Steven Jay Lynn, Scott O. Lilienfeld, Harald Merckelbach, Timo Giesbrecht, Dalena van der Kloet: Dissociation and Dissociative Disorders. In: Current Directions in Psychological Science. 21, 2012, S. 48, doi:10.1177/0963721411429457, PDF.
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  25. Paul F. Dell, John A. O'Neil: Dissociation and the dissociative disorders: DSM-V and beyond. Routledge, New York 2009, ISBN 978-0-415-95785-4, S. 301.
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  27. Colin A. Ross: When to Suspect and How to Diagnose Dissociative Identity Disorder. In: Journal of EMDR Practice and Research. Band 9, Nr. 2, 2015, ISSN 1933-3196, S. 114–120, doi:10.1891/1933-3196.9.2.114 (springerpub.com [abgerufen am 23. Oktober 2019]).
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