Klebriger Alant

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Klebriger Alant
Klebriger Alant (Dittrichia graveolens)

Klebriger Alant (Dittrichia graveolens)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Inuleae
Gattung: Dittrichia
Art: Klebriger Alant
Wissenschaftlicher Name
Dittrichia graveolens
(L.) Greuter

Der Klebrige Alant (Dittrichia graveolens), oder Klebalant[1] genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Dittrichia in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dittrichia graveolens ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 50, selten bis 100 Zentimetern erreicht. Die linealischen Laubblätter sind 1 bis 2 Millimeter breit und riechen nach Kampfer.[2]

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütenkörbe haben einen Durchmesser von bis zu 10 Millimetern. Die Zungenblüten sind mit einer Länge von 4 bis 7 Millimetern entweder nicht oder höchstens geringfügig länger als die Hüllblätter.[2]

Die Blütezeit reicht von Juli bis Dezember.[2]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16, 18 oder 20.[3]

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dittrichia graveolens ist ein Schaft-Therophyt.

Habitus im Habitat

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dittrichia graveolens kommt ursprünglich im Mittelmeerraum vor. Dittrichia graveolens wurde außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes verschleppt.[2] In Deutschland ist sie seit 1950 nachgewiesen und gilt als eingebürgerter Neophyt.[4][1]

Dittrichia graveolens wächst an trockenen Ruderalstellen und in Flussbetten,[2] vor allem aber entlang der Autobahnen und Eisenbahngeleise.[4] Die Standorte können von Salz beeinflusst sein.[2] Dittrichia graveolens wächst vor allem in Gesellschaften der Verbände Sisymbrion und Salsolion.[3]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dittrichia graveolens eignet sich als Insektizid, z. B. als Mottenmittel.[4]

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1755 unter dem Namen (Basionym) Erigeron graveolens durch Carl von Linné. Die Neukombination zu Dittrichia graveolens (L.) Greuter wurde 1973 durch Greuter veröffentlicht. Weitere Synonyme für Dittrichia graveolens (L.) Greuter sind: Inula graveolens (L.) Desf., Jacobaea graveolens (L.) Merino, Cupularia graveolens (L.) Godr. & Gren. und Inula quadridentata Lag.[5]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Dittrichia graveolens (L.) Greuter, Klebalant. In: FloraWeb.de.
  2. a b c d e f Ralf Jahn, Peter Schönfelder: Exkursionsflora für Kreta. Mit Beiträgen von Alfred Mayer und Martin Scheuerer. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1995, ISBN 3-8001-3478-0, S. 310.
  3. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 922.
  4. a b c Ruprecht Düll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Porträt. 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.
  5. Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, E. von Raab-Straube (ed.): Compositae.: Datenblatt Dittrichia graveolens In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klebriger Alant (Dittrichia graveolens) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien