Dives-sur-Mer

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Dives-sur-Mer
Wappen von Dives-sur-Mer
Dives-sur-Mer (Frankreich)
Dives-sur-Mer
Region Normandie
Département Calvados
Arrondissement Lisieux
Kanton Cabourg
Gemeindeverband Normandie-Cabourg-Pays d’Auge
Koordinaten 49° 17′ N, 0° 6′ WKoordinaten: 49° 17′ N, 0° 6′ W
Höhe 0–135 m
Fläche 6,46 km²
Einwohner 5.761 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 892 Einw./km²
Postleitzahl 14160
INSEE-Code
Website www.dives-sur-mer.com

Rathaus von Dives-sur-Mer

Dives-sur-Mer ist eine französische Gemeinde mit 5761 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2014) im Département Calvados in der Region Normandie. Dives-sur-Mer gehört zum Arrondissement Lisieux und ist der bevölkerungsreichste Ort im Kanton Cabourg. Die Einwohner werden Divais genannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die westliche Gemeindegrenze bildet der namensgebende Fluss Dives. Umgeben wird Dives-sur-Mer von den Nachbargemeinden Houlgate im Osten, Gonneville-sur-Mer, Grangues im Südosten, Périers-en-Auge im Süden sowie Cabourg im Westen.

Der kleine Hafen von Dives-sur-Mer mündet nach wenigen Metern in den Ärmelkanal. Das Gemeindegebiet von Dives-sur-Mer reicht jedoch nicht an die Küste, sodass es nur bedingt als Ort der Côte Fleurie gelten kann. Touristisch ist der Ort jedoch wegen seiner historischen und städtebaulichen Bedeutung beliebt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

858 nisteten sich die Wikinger hier ein, um ihre Plünderzüge ins Landesinnere zu betreiben. Schon im Jahre 1001 soll hier ein christliches Wunder gewirkt worden sein. Darauf fußt die Legende der Kirchgründung.

Vom Hafen von Dives aus setzte Wilhelm der Eroberer 1066 seine Flotte nach England über.

Bis 1897 hieß der Ort noch Dives, seitdem trägt er die Beifügung sur-Mer.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: [1])
1793 1856 1861 1866 1881 1911 1936 1946 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
370 589 656 854 1.001 3.614 5.300 5.046 6.258 6.299 5.875 5.508 5.344 5.812 5.864 5.940

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1984 pflegt Dives-sur-Mer eine Partnerschaft mit der deutschen Gemeinde Oberkochen in Baden-Württemberg.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Notre-Dame
  • Kirche Notre-Dame, romanischer Sakralbau aus dem 11. Jahrhundert, seit 1888 Monument historique, an der Außenmauer befindet sich eine Tafel mit 475 Namen von Kämpfern, die mit Wilhelm dem Eroberer zur Schlacht von Hastings übersetzten
  • Markthalle aus dem 15. Jahrhundert, seit 1918 Monument historique
  • Historischer Ortskern
Historisches Gebäude in Dives-sur-Mer
  • Manoir de Bois-Hibout, Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert, für den Leduc de la Falaise (Kammerherr Ludwigs XIV.) errichtet, Monument historique seit 1927

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dives-sur-Mer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dives-sur-Mer auf cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 5. Mai 2010