Division 2 1976/77

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Die Saison 1976/77 war die 38. Austragung der französischen Fußball-Division 2. Es handelte sich seit 1970 um eine offene Meisterschaft mit Profis und Amateuren. Zweitligameister wurde der Racing Club Strasbourg.

Teilnahmeberechtigt waren die 27 Vereine, die nach der vorangegangenen Spielzeit weder in die erste Division auf- noch in die dritte Liga (National) abgestiegen waren; dazu kamen drei Erstligaabsteiger und sechs Aufsteiger aus der National. Diese 36 Teilnehmer spielten in zwei überwiegend nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilten Gruppen (eine mit Mannschaften aus dem Norden und Westen sowie eine mit Teams aus dem Süden und Osten).
Somit spielten in dieser Saison folgende Mannschaften um die Meisterschaft der Division 2: Absteiger

Aufstiegsberechtigt waren die jeweiligen Gruppenersten sowie der Gewinner der Play-offs zwischen den beiden Zweitplatzierten. Eine Relegation zwischen den am schlechtesten platzierten Erstligisten, die nicht direkt abstiegen, und den besten, nicht direkt aufstiegsberechtigten Zweitligisten gab es auch diesmal nicht.

Saisonverlauf und Tabellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Mannschaft trug gegen jeden Gruppengegner ein Hin- und ein Rückspiel aus, einmal vor eigenem Publikum und einmal auswärts. Es galt die Zwei-Punkte-Regel; bei Punktgleichheit gab die Tordifferenz den Ausschlag für die Platzierung. Die Bonuspunktregelung zur Förderung des Angriffsfußballs war zu dieser Saison wieder abgeschafft worden. In Frankreich wird bei der Angabe des Punktverhältnisses ausschließlich die Zahl der Pluspunkte genannt; hier geschieht dies in der in Deutschland zu Zeiten der 2-Punkte-Regel üblichen Notation.

Mit Strasbourg und Monaco schafften zwei der drei Erstligaabsteiger auf Anhieb die umgehende Rückkehr in die Division 1, während sich bis zum letzten Spieltag noch drei Mannschaften (Gueugnon, Toulon und Rouen) Chancen ausrechnen konnten, den dritten Aufsteiger zu stellen. Dies gelang in den Barrages schließlich den „Roten Teufeln“ aus Rouen. Unter den Neulingen aus der dritten Division schlossen die drei Teams in der Gruppe B (Lucé, Quimper und Nœux) die Spielzeit in der oberen Tabellenhälfte ab, während in der anderen Gruppe alle drei Mannschaften gegen den sofortigen Wiederabstieg kämpften, den schließlich nur Arles vermeiden konnte, während Bourges und Tavaux-Damparis – gemeinsam mit dem traditionsreichen FC Sète – schon relativ frühzeitig abgeschlagen waren. In den 612 Begegnungen wurden 1.640 Treffer erzielt;[1] das entspricht einem Mittelwert von knapp 2,7 Toren je Spiel. Erfolgreichste Torschützen waren in Gruppe A Delio Onnis (Monaco) mit 30 und in Gruppe B Albert Gemmrich (Strasbourg) mit 24 Treffern; die Liga-Torjägerkrone gewann somit der Argentinier Onnis.[2]

Zur folgenden Spielzeit kamen mit SCO Angers, OSC Lille und Stade Rennes drei Absteiger aus der Division 1 hinzu; aus der dritthöchsten Liga stiegen sechs Mannschaften direkt auf, und zwar Olympique Alès, US Melun, SR Haguenau, EA Guingamp, AS Poissy und FC Limoges.

Gruppe A
Pl. Mannschaft Sp G U V Tore Tor-
diff.
Pkte.
1. AS Monaco (A) 34 19 10 5 64:35 48:20
2. FC Gueugnon 34 18 9 7 54:32 45:23
3. SC Toulon 34 16 12 6 49:30 44:24
4. Olympique Avignon (A) 34 15 10 9 53:31 40:28
5. AJ Auxerre 34 13 12 9 48:30 38:30
6. US Toulouse 34 15 7 12 72:60 +12 37:31
7. AS Angoulême 34 16 5 13 50:46 +4 37:31
8. AS Béziers 34 14 9 11 41:50 –9 37:31
9. Red Star FC 34 14 8 12 51:47 36:32
10. FC Martigues 34 14 7 13 51:47 +4(a) 35:33
11. AS Cannes 34 14 7 13 48:33 +15(a) 35:33
12. Paris FC 34 12 10 12 49:33 34:34
13. Ent. Bagneaux-Fontainebleau-Nemours 34 13 4 17 40:41 –1 30:38
14. AC Arles (N) 34 9 12 13 37:50 –13 30:38
15. Gazélec FC Ajaccio 34 9 11 14 33:47 29:39
16. FC Bourges (N) 34 6 9 19 29:56 –27 21:47
17. US Tavaux-Damparis (N) 34 7 7 20 38:69 –31 21:47
18. FC Sète 34 5 5 24 26:89 15:53
(a) Der Grund für die bessere Platzierung Martigues' trotz schlechterer Tordifferenz wird in der Literatur nicht erklärt.

(A) = Absteiger aus der Division 1; (N) = Neuling

Gruppe B
Pl. Mannschaft Sp G U V Tore Tor-
diff.
Pkte.
1. Racing Strasbourg (A) 34 23 3 8 84:26 49:19
2. FC Rouen 34 17 10 7 62:39 44:24
3. FC Tours 34 14 11 9 58:44 39:29
4. Amicale Lucé (N) 34 14 9 11 47:43 37:31
5. Stade Quimper (N) 34 15 6 13 48:44 +4 36:32
6. Racing FC Besançon 34 14 8 12 45:43 +2 36:32
7. SAS Épinal 34 13 9 12 44:50 35:33
8. LB Châteauroux 34 13 8 13 41:42 34:34
9. US Nœux-les-Mines (N) 34 11 11 12 31:31 33:35
10. Stade Brest 34 12 8 14 39:44 –5 32:36
11. EAC Chaumont 34 13 6 15 44:65 –21 32:36
12. US Dunkerque 34 9 13 12 42:47 31:37
13. SR Saint-Dié 34 11 8 15 36:40 –4 30:38
14. US Grand Boulogne 34 11 8 15 36:40 –4 30:38
15. SM Caen 34 11 8 15 43:51 –8 30:38
16. FC Lorient 34 9 10 15 36:46 –10 28:40
17. SC Amiens 34 9 10 15 36:56 –20 28:40
18. SC Hazebrouck 34 9 9 16 35:48 27:41

Ermittlung des Meisters und des dritten Aufsteigers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden Gruppensieger trafen in Hin- und Rückspiel aufeinander, um den diesjährigen Meister der Division 2 zu ermitteln. Dabei setzte sich Racing Strasbourg vor eigenem Publikum mit 2:0 durch und erreichte im Fürstentum Monaco ein 1:1, wodurch die Elsässer sich den Meistertitel sicherten.

Nach dem gleichen Modus kämpften die beiden Gruppenzweiten um einen weiteren Aufstiegsplatz in die höchste Spielklasse. Hierbei gewann der FC Gueugnon sein Heimspiel mit 2:1, unterlag anschließend aber in Rouen mit 0:3, so dass die Normannen als dritte Mannschaft in die erste Liga einzogen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alex Graham: Football in France. A statistical record 1894-2005. Soccer Books, Cleethorpes 2005, ISBN 1-86223-138-9
  • Sophie Guillet/François Laforge: Le guide français et international du football éd. 2009. Vecchi, Paris 2008, ISBN 978-2-7328-9295-5

Anmerkungen und Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Differenz zwischen den bei Graham, S. 127, genannten, insgesamt erzielten sowie den kassierten Toren (1640:1625) lässt sich nicht aufklären.
  2. Guillet/Laforge, S. 253