Diwnogorsk

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Stadt
Diwnogorsk
Дивногорск
Wappen
Wappen
Föderationskreis Sibirien
Region Krasnojarsk
Stadtkreis Diwnogorsk
Bürgermeister Wladimir Germanowitsch
Gegründet 1957
Stadt seit 1963
Fläche 486 km²
Bevölkerung 28.272 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 58 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 260 m
Zeitzone UTC+7
Telefonvorwahl (+7)39144
Postleitzahl 663090–663094
Kfz-Kennzeichen 24, 84, 88, 124
OKATO 04 409
Website www.divnogorsk-adm.ru
Geographische Lage
Koordinaten 55° 57′ N, 92° 23′ OKoordinaten: 55° 57′ 0″ N, 92° 23′ 0″ O
Diwnogorsk (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Diwnogorsk (Region Krasnojarsk)
Red pog.svg
Lage in der Region Krasnojarsk
Liste der Städte in Russland

Diwnogorsk (russisch Дивногорск) ist eine Mittelstadt mit 28.272 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010)[1] in der Region Krasnojarsk (Russland, Föderationskreis Sibirien).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jenissei bei Diwnogorsk

Die Stadt liegt etwa 34 km westlich der Regionshauptstadt Krasnojarsk mitten in einer Taiga-Landschaft. An dieser Stelle fließt die Mana in den Jenissei. Dieser Zufluss ist 500 km lang und zum Rafting sehr beliebt. Bedingt durch die Lage an den Ausläufern des östlichen Sajangebirges erhielt Diwnogorsk auch ihren Namen, der wörtlich so viel wie „die Stadt neben den schönen Bergen“ bedeutet.

Die Diwnogorsk am nächsten gelegenen Städte sind neben Krasnojarsk das 64 km östlich gelegene Sosnowoborsk und die geschlossene Stadt Schelesnogorsk 78 km nordöstlich. Diwnogorsk bildet einen Stadtkreis, zu dem neben der eigentlichen Stadt noch das Dorf Owsjanka und die sechs Siedlungen Bachta, Chmelniki, Manski, Slisnjowo, Ust-Mana und Werchnjaja Birjussa gehören.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diwnogorsk entstand im Jahre 1957 als Bauarbeitersiedlung für den Bau des Krasnojarsker Stausees. Im 19. sowie frühen 20. Jahrhundert gab es an der Stelle der heutigen Stadt zunächst eine Einsiedelei mit einer kleinen Schiffsanlegestelle am Jenissei, später ein Kinderheim und eine Forstwirtschaft.

1963 wurde Diwnogorsk der Stadtstatus verliehen, und vier Jahre später wurde das Wasserkraftwerk, für dessen Bau der Stausee gebildet wurde, in Betrieb genommen. Die vollständige Fertigstellung des Kraftwerks erfolgte im Jahre 1971.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 6.958
1970 25.944
1979 28.939
1989 29.963
2002 30.137
2010 28.272

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiffshebewerk bei Diwnogorsk

Hauptbetrieb der Stadt ist bis heute das Krasnojarsker Wasserkraftwerk, das gemessen an der Produktionsmenge das zweitgrößte seiner Art (nach dem Wasserkraftwerk Wolgograd) in Russland ist. Diwnogorsk verfügt daneben auch über verschiedene Industrien. Hierzu zählen die Holzverarbeitung, die Stahlbetonproduktion und die Elektroindustrie.

In jüngster Zeit entwickelt sich Diwnogorsk auch als Fremdenverkehrsort, was vor allem den hier vorherrschenden günstigen Bedingungen für den Wintersport zu verdanken ist. Nahe der Stadt existieren drei Skipisten mit Liften und einem Hotel.[2] Diese Pisten sind vor allem unter den Bewohnern der nahen Metropole Krasnojarsk als winterlicher Naherholungsort beliebt.

Diwnogorsk liegt an der russischen Fernstraße M 54 und verfügt über eine Schiffsanlegestelle. Mit Krasnojarsk ist die Stadt auch durch eine Eisenbahnlinie verbunden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehr vereinzelt sind in Diwnogorsk hölzerne Bauwerke aus der Zeit vor der Stadtgründung erhalten geblieben. An die frühere Einsiedelei erinnert heute noch ein zweistöckiges ehemaliges Kirchengebäude, das heute als Künstlerwerkstatt genutzt wird. Nahe der Stadt gibt es auch mehrere markante Naturdenkmäler, darunter das Reservat Stolby mit Felsformationen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. http://www.ski.ru/static/547/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Diwnogorsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien