Django – Ein Leben für die Musik

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Filmdaten
Deutscher TitelDjango – Ein Leben für die Musik
OriginaltitelDjango
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch, Deutsch, Englisch, Romanes
Erscheinungsjahr2017
Länge117 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
Stab
RegieÉtienne Comar
DrehbuchÉtienne Comar,
Alexis Salatko
ProduktionÉtienne Comar,
Emilien Bignon,
Christine De Jekel,
Olivier Delbosc,
Marc Missonnier
MusikWarren Ellis
KameraChristophe Beaucarne
SchnittMonica Coleman
Besetzung

Django – Ein Leben für die Musik (Originaltitel: Django) ist ein französischer Spielfilm von Étienne Comar aus dem Jahr 2017. Die Filmbiografie, frei adaptiert nach dem Buch Folles de Django von Alexis Salatko, beleuchtet das Leben des legendären Sinti-Jazzmusikers Django Reinhardt zur Zeit der deutschen Besatzung in Paris. Der Film war der Eröffnungsfilm der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2017 und hatte seinen deutschen Kinostart am 26. Oktober 2017.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankreich, 1943. Der legendäre Gitarrist Django Reinhardt spielt Abend für Abend mit seinem Quintette du Hot Club de France in ausverkauften Sälen und begeistert das Publikum mit seinem Gypsy-Jazz. Selbst die deutschen Besatzer können sich der Musik nicht entziehen. Während andere Sinti in ganz Europa verfolgt werden, kann sich Django aufgrund seiner Popularität in Sicherheit wiegen – bis ihn die Nationalsozialisten auf Deutschlandtournee schicken wollen. Django weigert sich. Seine Geliebte Louise de Klerk hilft ihm, mit seiner schwangeren Frau und seiner Mutter an der Schweizer Grenze unterzutauchen. Hier trifft er auf Mitglieder seiner weitverzweigten Familie, die ebenfalls auf der Flucht sind. Über den Genfersee will er in die Schweiz gelangen, doch die Nazis sind ihm dicht auf den Fersen.[2]

Das Geld geht ihm aus. Seine Mutter überzeugt einen Gastwirt, Django und seine Musiker in seinem Lokal auftreten zu lassen. Nach einigen Auftritten kommt es zu einer Schlägerei zwischen Gästen und deutschen Soldaten; daraufhin wird Django verhaftet, später aber wieder freigelassen.

Nachdem er bereits zwei Monate gewartet hat, soll er endlich mit Frau und Mutter über die Grenze gebracht werden. Jedoch soll er vorher noch ein Konzert für lokale Nazi-Offiziere geben, damit derweil ein verletzter britischer Flieger über den See in die Schweiz gebracht werden kann. Für die Darbietung werden Django starke Einschränkungen auferlegt. So darf er nicht mehr als 5 % Bluespartien spielen. Weil die aufgeputschten Zuhörer dem Gastgeber zu sittenlos werden, wird das Konzert jählings abgebrochen.

Ein motorradfahrender Soldat meldet die Unterbrechung der Telefonleitungen und dass es einen Sprengstoffanschlag auf einen deutschen Zug mit schweren Verlusten gegeben hat. Die deutschen Militärs erkennen, dass sie getäuscht und abgelenkt worden sind. Ein Offizier stößt Louise de Klerk zu Boden. Djangos Familienmitglieder werden von ihrem Platz am Seeufer vertrieben und ihr Besitztum mit Flammenwerfern niedergebrannt. Django kann fliehen, muss allerdings seine Frau und seine Mutter zurücklassen.

Im Mai 1945 wird sein Requiem für die vom Nationalsozialismus getöteten Sinti und Roma in Paris aufgeführt. Neben Streichern und einem Chor ist das Stück auch mit einer Kirchenorgel besetzt. Unter den Zuhörern sind auch Djangos Frau mit Kind und seine Mutter. Im Abspann erfährt man, dass der Hauptteil des Requiems verschollen ist und nur noch ein Fragment bekannt ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Django – Ein Leben für die Musik. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 170864/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Django – Ein Leben für die Musik. Zugegriffen 27. Oktober 2017.