Dmitri Igorewitsch Tursunow

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Dmitri Tursunow Tennisspieler
Dmitri Tursunow
Nationalität: RusslandRussland Russland
Geburtstag: 12. Dezember 1982
Größe: 185 cm
Gewicht: 82 kg
1. Profisaison: 2000
Spielhand: Rechts
Trainer: Vitaly Gorin
Preisgeld: 4.380.723 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 189:168
Karrieretitel: 7
Höchste Platzierung: 20 (2. Oktober 2006)
Aktuelle Platzierung: 76
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 92:103
Karrieretitel: 5
Höchste Platzierung: 36 (16. Juni 2008)
Aktuelle Platzierung: 280
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 4. März 2013
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Dmitri Igorewitsch Tursunow (russisch Дмитрий Игоревич Турсунов; * 12. Dezember 1982 in Moskau) ist ein russischer Tennisspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Tursunow verließ seine Heimatstadt Moskau im Alter von 12 Jahren, um an der Gorin Tennis Academy in Sacramento, Kalifornien, zu trainieren. Sein Vater Igor, ein ehemaliger Ingenieur, drängte seinen Sohn dazu, Tennisspieler zu werden. Dies führte zu Konflikten und mehreren Versuchen von Dmitri von zuhause fortzulaufen. Seine erste Zeit in den Vereinigten Staaten war schwierig. Tursunow hatte wenig Spaß am Tennis, weil er es für seinen Vater und nicht für sich trainierte. Drei Tage nach seinem Sieg beim ATP-Turnier von ’s-Hertogenbosch 2011 starb Tursunows Vater an Bauchspeicheldrüsenkrebs. In einem Interview vom August 2011 sagte Tursunow, dass er die Beweggründe seines Vaters inzwischen versteht und ihm dafür dankbar ist, dass er mit seinen Mitteln das Beste für seinen Sohn erreichen wollte.[1]

Die Vorhand spielt Tursunow rechtshändig, die Rückhand beidhändig. Seine höchste Weltranglistenposition erreichte er im Einzel am 2. Oktober 2006 mit Position 20 und im Doppel mit Position 36 am 16. Juni 2008.

Vom 1. bis zum 3. Dezember 2006 spielte er mit der russischen Mannschaft in Moskau um den Davis Cup und trug mit einem Sieg gegen Andy Roddick dazu bei, dass das russische Team das Finale erreichte und letztendlich den Davis Cup 2006 gewann. Die Partie gegen Roddick dauerte 4 Stunden und 48 Minuten und ging mit 6:3, 6:4, 5:7, 3:6, 17:15 an Tursunow.[2][3] 2007 gewann er den Hopman Cup zusammen mit Nadja Petrowa gegen Spanien.

Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
Tennis Masters Cup
ATP Masters Series
ATP World Tour Masters 1000
ATP International Series Gold
ATP World Tour 500 (2)
ATP International Series
ATP World Tour 250 (11)
Titel nach Belag
Hartplatz (9)
Sand (1)
Rasen (2)
Teppich (1)

Einzel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 2. Oktober 2006 IndienIndien Mumbai Hartplatz TschechienTschechien Tomáš Berdych 6:3, 4:6, 7:6
2. 29. Juli 2007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indianapolis Hartplatz KanadaKanada Frank Dancevic 6:4, 7:5
3. 30. September 2007 ThailandThailand Bangkok Hartplatz DeutschlandDeutschland Benjamin Becker 6:2, 6:1
4. 12. Januar 2008 AustralienAustralien Sydney Hartplatz AustralienAustralien Chris Guccione 7:63, 7:64
5. 5. Oktober 2008 FrankreichFrankreich Metz Hartplatz FrankreichFrankreich Paul-Henri Mathieu 7:66, 1:6, 6:4
6. 20. Juni 2009 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Eastbourne Rasen KanadaKanada Frank Dancevic 6:3, 7:65
7. 18. Juni 2011 NiederlandeNiederlande ’s-Hertogenbosch Rasen KroatienKroatien Ivan Dodig 6:3, 6:2

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 31. Juli 2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles Hartplatz DeutschlandDeutschland Tommy Haas 6:4, 5:7, 3:6
2. 20. Juli 2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indianapolis Hartplatz FrankreichFrankreich Gilles Simon 4:6, 4:6

Doppel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 15. Oktober 2007 RusslandRussland Moskau Teppich (i) RusslandRussland Marat Safin TschechienTschechien Tomáš Cibulec
KroatienKroatien Lovro Zovko
6:4, 6:2
2. 24. Februar 2008 NiederlandeNiederlande Rotterdam Hartplatz (i) TschechienTschechien Tomáš Berdych DeutschlandDeutschland Philipp Kohlschreiber
RusslandRussland Michail Juschny
7:5, 3:6, [10:7]
3. 28. Februar 2009 Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Dubai Hartplatz SudafrikaSüdafrika Rik De Voest TschechienTschechien Martin Damm
SchwedenSchweden Robert Lindstedt
4:6, 6:3, [10:5]
4. 26. Juli 2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indianapolis Hartplatz LettlandLettland Ernests Gulbis AustralienAustralien Ashley Fisher
AustralienAustralien Jordan Kerr
6:4, 3:6, [11:9]
5. 24. Oktober 2010 RusslandRussland Moskau Hartplatz (i) RusslandRussland Igor Kunizyn SerbienSerbien Janko Tipsarević
SerbienSerbien Viktor Troicki
7:68, 6:3
6. 5. Mai 2013 DeutschlandDeutschland München Sand FinnlandFinnland Jarkko Nieminen Zypern RepublikRepublik Zypern Marcos Baghdatis
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eric Butorac
6:1, 6:4

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 23. August 2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Washington Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Travis Parrott SudafrikaSüdafrika Chris Haggard
SudafrikaSüdafrika Robbie Koenig
6:73, 1:6
2. 19. September 2005 China VolksrepublikChina Peking Hartplatz RusslandRussland Michail Juschny Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Justin Gimelstob
AustralienAustralien Nathan Healey
6:4, 3:6, 2:6
3. 26. Juni 2006 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nottingham Rasen RusslandRussland Igor Kunizyn IsraelIsrael Jonathan Erlich
IsraelIsrael Andy Ram
3:6, 2:6
4. 4. Oktober 2010 JapanJapan Tokio Hard ItalienItalien Andreas Seppi Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eric Butorac
 Niederlandische AntillenNiederländische Antillen Jean-Julien Rojer
3:6, 2:6
5. 23. Juni 2012 NiederlandeNiederlande ’s-Hertogenbosch Rasen KolumbienKolumbien Juan Sebastián Cabal SchwedenSchweden Robert Lindstedt
RumänienRumänien Horia Tecău
3:6, 6:71

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robert Davis: Dmitry Tursunov: Fear And Loathing. In: Deuce Extra, ATP World Tour, 7. August 2011. Abgerufen am 30. Mai 2012.
  2. Tursunov wins marathon match over Roddick to boost Russia into Davis Cup final. In: USA Today, 24. September 2006. Abgerufen am 29. Mai 2012.
  3. Tursunov outlasts Roddick in five-set marathon. In: ESPN, 24. September 2006. Abgerufen am 29. Mai 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dmitry Tursunov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien