Dmitri Sergejewitsch Dochturow

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Dmitri Sergejewitsch Dochturow

Dmitri Sergejewitsch Dochturow (russisch Дмитрий Сергеевич Дохтуров; wissenschaftliche Transliteration Dmitrij Sergeevič Dochturov; * 15. Oktoberjul./ 26. Oktober 1756greg. in Krutoje, Gouvernement Tula; † 14. Novemberjul./ 26. November 1816greg. in Moskau) war ein General der russischen Armee während der napoleonischen Kriege.

Dochturow war einer der populärsten russischen Generale zu Beginn der napoleonischen Kriege. Er führte als Generalleutnant in der Schlacht bei Austerlitz die erste (russische) Kolonne auf dem linken Flügel. Nach der Niederlage rettete er deren Reste (ungefähr 8.000 Mann) vor dem Untergang, indem er sie unter Zurücklassung sämtlicher Geschütze durch die feindlichen Linien hindurch zurückführte. In den Feldzügen von 1806/07 nahm er an den Schlachten bei Golym, Preußisch Eylau und Friedland teil. 1810 wurde er zum General der Infanterie befördert. Im Rußlandfeldzug von 1812 kommandierte er bei der 1. Westarmee unter Barclay de Tolly das russische VI. Korps und beteiligte sich an den Kämpfen um Smolensk. Am 7. September kommandierte er bei Borodino zunächst das russische Zentrum und übernahm nach Bagrations Tod den linken Flügel. Während der Schlacht von Malojaroslawez griff er mit seinem Korps auf Befehl von Fürst Kutusow die aus Moskau abziehende französische Armee an. Er traf auf das 4. Korps unter Eugène de Beauharnais, das weitgehend aus italienischen Truppen bestand. Die Schlacht tobte den ganzen Tag unentschieden hin und her. Dochturow konnte sich dabei in einer starken Position im Süden von Malojaroslawez halten und den Franzosen den Weitermarsch nach Kaluga verwehren.

Seit 1936 gibt es in Leipzig einen Dochturowweg, der an den General erinnert.