Dnepropetrovsk Maniacs

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Mit Dnepropetrovsk Maniacs (ukrainisch Дніпропетровські маніяки, Dnipropetrowski Manijaky, russisch Днепропетровские маньяки Dnepropetrowskije Manjaki) wird in den Medien eine Gruppe von Serienmördern bezeichnet, die im Juni und Juli 2007 in Dnipropetrowsk (Ukraine) 21 Menschen töteten. Der Fall erlangte zusätzliche Bekanntheit durch Videoaufnahmen der Taten, von denen eine im Internet veröffentlicht wurde.

Zwei 19-jährige Einheimische, Wiktor Sajenko (ukr: Віктор Саєнко, rus: Виктор Саенко) und Ihor Suprunjuk (ukr: Ігор Супрунюк, rus: Игорь Супрунюк Igor Suprunjuk) mussten sich für 21 Morde verantworten.[1] Der dritte Tatverdächtige Oleksandr Hanscha (ukr: Олександр Ганжа, rus: Александр Ганжа/Alexander Ganscha) war an zwei bewaffneten Raubüberfällen beteiligt.[2][3] Am 11. Februar 2009 wurden alle Angeklagten für schuldig befunden. Suprunjuk und Sajenko wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, Hanscha zu neun Jahren. Der Antrag der Anwälte von Suprunjuk und Sajenko auf ein neues Gerichtsverfahren an den Obersten Gerichtshof der Ukraine im November 2009 wurde abgelehnt.[4][5]

Vorgänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei der Jugendlichen gestanden nach ihrer Festnahme, die Morde begangen zu haben, damit sie zeitlebens Erinnerungswürdiges hätten. Der Dritte gestand die Beteiligung an zwei Raubüberfällen. Sie sollen alle aus gut situierten Elternhäusern stammen. Zu den Morden benutzten sie Hämmer und Schraubenzieher. In einem nach einem Mord weiter aufgenommenen Video sieht man, wie die Jugendlichen die Mordwerkzeuge zurück in das Auto packen, welches am Waldrand steht. Ein bestimmtes Muster verfolgten die Täter bei den Morden nicht. Die Skrupellosigkeit ging nach Aussagen der Polizei so weit, dass sie eine hochschwangere Frau ermordeten und den Fötus herausschnitten. Bis heute sind einige Details der Hintergründe ungeklärt.

Künstlerische Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Band Ost+Front thematisierte den Vorfall in ihrem Lied „Dein Kanal“.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Three 19-year old youths committed 19 murders in Dnipropetrovsk during a month. UNIAN, 24. Juli 2007, abgerufen am 28. September 2009 (englisch).
  2. Dnepropetrowsk Maniacs zeigen keine Reue (Russian). In: Novomoskovsk City News. Archiviert vom Original am 24. August 2011  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/poleznaya.dp.ua. 
  3. "Днепропетровские маньяки" орудовавшие в Днепродзержинске уже в суде. dndz.tv, 12. November 2008, abgerufen am 28. September 2009 (russisch).
  4. Dnepropetrovsk Maniacs: Urteil des Gerichts (russisch). Archiviert vom Original am 28. März 2012  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.new-most.info. 
  5. Dnepropetrovsk Maniacs: Urteilsverkündung (mit Nachrichtenvideo) (russisch).