Dockweiler

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Dieser Artikel bezieht sich auf die Gemeinde Dockweiler. Der gleichnamige US-amerikanische Politiker ist unter John F. Dockweiler zu finden.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dockweiler
Dockweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dockweiler hervorgehoben
Koordinaten: 50° 15′ N, 6° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Daun
Höhe: 535 m ü. NHN
Fläche: 6,05 km²
Einwohner: 671 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54552
Vorwahl: 06595
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 018
Adresse der Verbandsverwaltung: Leopoldstraße 29
54550 Daun
Webpräsenz: www.dockweiler-web.de
Ortsbürgermeister: Bruno von Landenberg
Lage der Ortsgemeinde Dockweiler im Landkreis Vulkaneifel
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Über dieses Bild
Dockweiler, Luftaufnahme (2015)

Dockweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Daun an. Dockweiler ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung von Dockweiler („Dochwilre“) findet sich in einer Urkunde von König Konrad III., als er am 1. August 1144 nach dem Tode des Pfalzgrafen Wilhelm dem Klosters Springiersbach seine Rechte und Besitzungen bestätigte und es unter seinen Schutz nahm.[3] Dockweiler gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur reichsunmitterbaren Herrschaft Kerpen, die zuletzt im Besitz des Herzogs vom Arenberg war.

Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer im ersten Koalitionskrieg von französischen Revolutionstruppen besetzt. Von 1798 bis 1814 gehörte Dockweiler zum Kanton Daun im Saardepartement.

Auf dem Wiener Kongress (1815) kam die Region an das Königreich Preußen, Dockweiler wurde 1816 dem neu errichteten Kreis Daun im Regierungsbezirk Trier zugeordnet und war Sitz der gleichnamigen Bürgermeisterei.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde Dockweiler innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dockweiler, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 280
1835 343
1871 347
1905 399
1939 379
1950 462
Jahr Einwohner
1961 453
1970 492
1987 585
1997 606
2005 659
2014 671

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dockweiler besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Unter rotem Schildhaupt, darin ein goldener Zickzackbalken, schräglinks von Silber und Rot geteilt; vorn ein schwarzes Rost, hinten eine doppelblättrige, goldene Rosemit rotem Butzen“.

Der goldene Sparrenbalken auf rotem Grund steht für die jahrhundertelange Grundherrschaft der Grafen von Manderscheid. Das Rost symbolisiert den Kirchen- und Ortspatron St. Laurentius. Durch Erbteilung kam die reichsunmitterbare Herrschaft Kerpen, zu der Dockweiler gehörte. an die Herzöge von Arenberg. Die Arenberger führten in ihrem Wappen drei Rosen. Aus diesem Grunde wurde die Rose ins Wappen aufgenommen.[5]

Ortsbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der romanischen Kirche (um 1200) befinden sich Linden und Kastanien, die ein Alter von etwa 200 Jahren aufweisen und als Naturdenkmäler gelten. Im Dockweiler Wald befindet sich ein Sauerbrunnen. Südlich der Ortslage liegt ein Blocklavafeld (Naturdenkmal). Wandermöglichkeiten bieten sich im Waldgebiet im Dreieck Dockweiler-Daun-Kelberg.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Straße: über B 421 und B 410
  • Eisenbahn: Haltepunkt am alten Bahnhof in der Dauner Straße, von Mai-Oktober täglicher Taktverkehr auf der Eifelquerbahn mit Anbindung von/nach Gerolstein, Daun, Ulmen, Kaisersesch, Mayen und Andernach
  • Bus: zwei Regionallinien: 500/9311 Gerolstein-Daun-Cochem und 511/9367 ztw. Jünkerath-Hillesheim-Daun

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dockweiler – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Heinrich Beyer: Rheinisches Urkundenbuch, Band 1, Coblenz: Hölscher, 1860, Urkunde 532 (dilibri.de)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Orts- und Gemeindewappen sind wieder in, Heimatjahrbuch 1988 des Kreises Daun