documenta 14

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Logo der documenta 14
Das Parthenon der Bücher neben dem Fridericianum
Info-Container der Documenta auf dem Friedrichsplatz
Das Fridericianum. Der Spruch „Museum Fridericianum“ wurde neu gestaltet

Die documenta 14 ist die 14. Ausgabe der documenta, einer der weltweit bedeutendsten Reihen von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst. Die documenta 14 findet in Kassel vom 10. Juni bis zum 17. September 2017 sowie in Athen als zweitem, konzeptuell gleichberechtigtem Standort vom 8. April bis zum 16. Juli 2017 statt. Künstler sollen mit und an beiden Orten arbeiten.[1]

Vorplanungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Aufsichtsrat der documenta hat Annette Kulenkampff im April 2013 – als Nachfolgerin für den in Ruhestand gehenden Bernd Leifeld – zur Geschäftsführerin der documenta und der Museum Fridericianum Veranstaltungs GmbH bestellt. Annette Kulenkampff trat ihre Position im Juli 2014 an und ist seither für die Durchführung der documenta 14 zuständig. Das Metier ist ihr vertraut, da seit 1992 die Kataloge zu den Ausstellungen documenta 9, documenta 10, documenta 11 und documenta 13 in dem unter ihrer Leitung stehenden Hatje Cantz Verlag erschienen.[2]

Im April 2013 wurde die Zusammensetzung der Findungskommission bekanntgegeben.[3]

Findungskommission[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis November 2013 hatte die Findungskommission den Auftrag, einen Vorschlag für die künstlerische Leitung der kommenden documenta zu erarbeiten. Der Vorschlag der achtköpfigen Findungskommission wurde dann dem Aufsichtsrat der documenta vorgelegt. Die Findungskommission der documenta 14 bestand aus:

Adam Szymczyk, künstlerischer Leiter der Documenta 14

In einer Pressekonferenz am 22. November 2013 in Kassel wurde der Pole Adam Szymczyk, damals Direktor der Kunsthalle Basel, als künstlerischer Leiter der Documenta 14 ab Anfang 2014 bekannt gegeben.[4]

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Oktober 2014 stellte Adam Szymczyk offiziell das documenta-Konzept in der Kunsthochschule Kassel vor. Eine Besonderheit dieses Konzepts ist, dass über Kassel hinaus Athen als zweiter gleichberechtigter Standort ausgewählt wurde. Szymczyk erklärte seine Entscheidung damit, dass Zeit für einen Blickwechsel und eine völlige Transformation der documenta durch einen Ortswechsel sei. Die ausstellenden Künstler wurden eingeladen, sowohl in Kassel als auch in Athen tätig zu sein. Der Arbeitstitel für die documenta 14 lautet Von Athen lernen.

Zudem stellte Szymczyk sein 15-köpfiges Team in der Kunsthochschule vor. Diese Kuratoren und Publizisten unterstützen Szymczyk: Pierre Bal-Blanc (Kurator und Direktor des Contemporary Art Center in Brétigny), Marina Fokidis (Initiatorin und künstlerische Leiterin der Kunsthalle Athena), Hendrik Folkerts (Ex-Kurator am Stedelijk Museum in Amsterdam), Henriette Gallus (Leiterin der Kommunikation d14, war Pressesprecherin der documenta 13, Mitglied des Aufsichtsrats Bergen Assembly, Norwegen), Annie-Claire Geisinger (zuständig für Öffentlichkeitsarbeit der George Economou Collection in Athen), Quinn Latimer (amerikanische Autorin und Kritikerin), Andrea Linnenkohl (Assistentin Szymczyks, war Kuratorin im Kasseler Fridericianum), Hila Peleg (Kuratorin und Filmemacherin), Christoph Platz (Leiter der Ausstellungsabteilung, Kunsthistoriker), Dieter Roelstraete (Senior Curator am Museum of Contemporary Art in Chicago), Fivos Sakalis (Journalist und Kommunikationsberater), Katrin Sauerländer (Kunsthistorikerin), Monika Szewcyzk (Kuratorin) und Katerina Tselou (Kuratorin und Koordinatorin des kuratorischen Teams der 4. Athens Biennale 2013).[5]

Das Konzept, die documenta neben Kassel auch in Athen stattfinden zu lassen, führte zu Ängsten in der Region Kassel, da man fürchtete, Bedeutung einzubüßen. So lehnten die Kasseler Tageszeitung HNA, die lokale CDU und der Vorsitzende des Verbands der City-Kaufleute in Kassel das Konzept des polnischen Kurators entschieden ab.[6]

In Athen wurde im April eröffnet, in Kassel erfolgte die Eröffnung am 10. Juni 2017, an beiden Standorten dauert die Ausstellung traditionell je 100 Tage. Zu beiden Eröffnungen waren der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos anwesend. Für die Dauer der Ausstellung bietet Aegean Airlines eine Verbindung zwischen dem Flughafen Kassel-Calden und dem Athener Flughafen an.

Teilnehmende Künstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verstorbene Künstler, deren Werke ausgestellt werden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungsorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

documenta-Halle

Insgesamt findet die Documenta an 35 Veranstaltungsstätten in Kassel[9] und 50 Veranstaltungsstätten in Athen statt, wovon sich der Großteil auf vier Institutionen verteilt.

Kassel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gloria-Kino
  1. Ehemaliger unterirdischer Bahnhof (KulturBahnhof)
  2. Neue Neue Galerie (Neue Hauptpost)
  3. Tofufabrik
  4. Gießhaus (Universität Kassel)
  5. Gottschalk-Halle (Universität Kassel)
  6. Kulturzentrum Schlachthof
  7. Narrowcast House
  8. Nordstadtpark
  9. Henschel-Hallen
  10. Glas-Pavillons an der Kurt-Schumacher-Straße
  11. Königsplatz
  12. Peppermint
  13. Friedrichsplatz
  14. Zwehrenturm
  15. Fridericianum
  16. Naturkundemuseum im Ottoneum
  17. Presse- und Informationszentrum (ehemaliges Leder Meid-Geschäft)
  18. Leder Meid-Apartment
  19. documenta Halle
  20. Westpavillon (Orangerie)
  21. Karlsaue
  22. Kunsthochschule Kassel
  23. CineStar
  24. Neue Galerie
  25. Palais Bellevue
  26. Grimmwelt Kassel und Weinberg-Terrassen
  27. Museum für Sepulkralkultur
  28. Hessisches Landesmuseum
  29. Torwache
  30. Gloria-Kino
  31. Stadtmuseum Kassel
  32. BALi-Kinos
  33. Ballhaus
  34. Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe
  35. Filmladen Kassel e. V.

Athen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nationales Museum für Zeitgenössische Kunst EMST, (eines von vier Haupt-Ausstellungsorten)
  2. Hochschule der Bildenden Künste (ASFA) Campus an der Pireos-Straße, (eines von vier Haupt-Ausstellungsorten)
  3. Athener Konservatorium, (eines von vier Haupt-Ausstellungsorten)
  4. Benaki-Museum, (eines von vier Haupt-Ausstellungsorten)
  1. Archäologisches Nationalmuseum
  2. Erster Athener Friedhof
  3. Landwirtschaftliche Universität Athen
  4. Agora von Athen – Odeion des Agrippa
  5. Archäologisches Museum Piräus
  6. Kotzia–Platz
  7. Megaron-Musikhalle
  8. Museum für Islamische Kunst, Benaki-Museum
  9. Numismatisches Museum
  10. Panathinaiko-Stadion
  11. Parko Eleftherias
  12. Polytechniou 8
  13. Stavropoulou 15, Amerikis-Platz
  14. Stadttheater Piräus
  15. Syntagma–Platz
  16. Trianon
  17. Stella Städtisches Kino
  18. Yannis-Tsarouchis-Stiftung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Documenta 14 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Niklas Maak: Streit um die Documenta 14 In Athen den Süden suchen. FAZ.net, 9. Oktober 2014, abgerufen am 22. April 2017.
  2. Kulenkampff und Pfeffer neue Kunst-Chefinnen in Kassel. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine vom 12. April 2013
  3. Findungskommission sucht Leiter der documenta 14 – abgerufen am 18. April 2013
  4. Künstlerischer Leiter der documenta 14 vorgestellt, abgerufen am 16. Januar 2014, Memento.
  5. Aus HNA.de vom 6. Oktober 2014: Leiter Szymczyk: documenta 14 findet auch in Athen statt
  6. Niklas Maak: In Athen den Süden suchen. In: FAZ.net. 9. Oktober 2014, abgerufen am 12. Mai 2016.
  7. Universes in Universe documenta 14 Teilnehmer_innen abgerufen am 6. April 2017
  8. monopol magazin Das sind die Künstler der documenta abgerufen am 7. April 2017
  9. Öffentliche Ausstellung – documenta 14. Abgerufen am 10. Juni 2017 (deutsch).