Dodi Al-Fayed

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Prinzessin Diana (links) mit ihrem letzten Partner Dodi Fayed, Gedenkschrein im Londoner Harrods
"Innocent Victims" (2005)

Imad El-Din Mohammed Abdel Moneim Fayed (* 15. April 1955 in Alexandria; † 31. August 1997 in Paris), besser bekannt als Dodi Fayed oder auch Dodi Al-Fayed, war ein Filmproduzent und Geschäftsmann.

Herkunft und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben seiner Tätigkeit als Filmproduzent war der Sohn des aus Ägypten stammenden Geschäftsmannes Mohamed Al-Fayed auch Geschäftsführer mehrerer Hotels und Firmen, u. a. der Harrods-Shop-Kette. Seine Mutter war Samira Kashoggi, Schwester des Waffenhändlers Adnan Chaschuqdschi. Sein bürgerlicher Name wird sowohl als Imad Mohammed Fayed als auch als Emad El-Din Mohamed Abdel Moneim Fayed bezeichnet.

1987 heiratete Fayed Suzanne Gregard, von der er sich im selben Jahr wieder scheiden ließ.

Unfalltod mit Prinzessin Diana[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Operation Paget

Nach ihrer Scheidung von Prinz Charles entwickelte sich eine Liebesbeziehung zwischen Prinzessin Diana und Fayed. Sie starben gemeinsam in Paris bei einem Autounfall. Die näheren Umstände wurden im Jahr 2007 durch ein Geschworenengericht in Großbritannien untersucht. Dodis Vater Mohammed Al-Fayed behauptet, der britische Geheimdienst MI5 sei für den Tod von Dodi und Diana verantwortlich.[1]

2008 urteilte die Untersuchungskommission, dass Diana und Dodi Al-Fayed „ungesetzlich getötet“ (engl. unlawful killed) wurden. Es wurde ebenso eine grobe Pflichtverletzung durch Henri Paul festgestellt. Eine Strafverfolgung der beteiligten Paparazi wurde im Anschluss an dieses Urteil ausgeschlossen, da es nicht möglich ist Ausländer für eine im Ausland begangene Straftat vor ein britisches Gericht zu stellen. Dianas Söhne nahmen den Urteilsspruch vorbehaltlos an und bedankten sich bei dem beteiligten Richter und der Jury für ihre Arbeit. Mohammed Al-Fayed hingegen sprach unmittelbar nach dem Urteil weiterhin von einem Mord und behielt sich weitere rechtliche Schritte vor.[2] Seine Rechtsberater erklärten allerdings schriftlich nach dem Urteil, dass sie die Ergebnisse anerkennen würden. Außerdem wurde anerkannt, dass es keine Bestrebungen gegeben hätte eine Schwangerschaft zu verdecken, da diese nicht durch Untersuchungen nachzuweisen sei und dass die französischen Notfalldienste nicht Teil einer Verschwörung waren, die Diana schaden wollte. Die von Mohammed Al-Fayed immer wieder vorgetragene Verschwörungstheorie erwies sich damit als unhaltbar.[3]

Begräbnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fayed ist in Oxted, Grafschaft Surrey, England auf dem Landgut seines Vaters begraben. Die Mutmaßungen über die Todesursache in Paris im August 1997 waren und sind in weiten Kreisen im Umlauf und auch Mohammed Al-Fayed verbreitet seit dem Tod seines Sohnes immer wieder Verschwörungstheorien über die angebliche Ermordung von Dodi und Diana. Im Kaufhaus Harrods hat Al-Fayed dem Liebespaar einen Gedenkschrein errichten lassen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mohamed al-Fayed: The outsider in: The Independent, 6. Oktober 2007
  2. Princess Diana unlawfully killed, auf BBC News, 7. April 2008, abgerufen am 2. Mai 2016
  3. Nicholas Witchell, Fayed conspiracy claim collapses, auf: BBC News, 7. April 2008, abgerufen am 2. Mai 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]