Doina Cornea

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Doina Cornea (* 30. Mai 1929 in Brașov; † 4. Mai 2018 in Cluj-Napoca[1]) war eine rumänische antikommunistische Dissidentin und Menschenrechtlerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Doina Cornea arbeitete als Lehrerin für Französisch an der Babeș-Bolyai-Universität Cluj. 1980 veröffentlichte sie ihre erste Samisdat-Publikation: Încercarea Labirintului („Der Test des Labyrinths“), dem vier Samisdatübersetzungen aus dem Französischen folgten.

Zwischen 1982 und 1989 veröffentlichte Doina Cornea 31 Texte und Protestbriefe gegen das Ceaușescu-Regime, die sie illegal an Radio Free Europe übermittelte. Im Jahr 1983 wurde sie aus der Universität entlassen und von der Securitate verhört, geschlagen und mit dem Tode bedroht. Nach der Revolution von 1989 war sie für kurze Zeit Mitglied im Rat der Front zur Nationalen Rettung.

1989 wurde sie mit dem Thorolf-Rafto-Gedenkpreis geehrt[2] und 1993 zur ersten Ehrenbürgerin von Timișoara ernannt.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dennis Deletant: Ceaușescu and the Securitate. Coercion and Dissent in Romania, 1965–1989. M. E. Sharpe, London, 1995, ISBN 1-56324-633-3. S. 261–271.
  • Wojciech Roszkowski, Jan Kofman: Biographical Dictionary of Central and Eastern Europe in the Twentieth Century. Routledge, 2016. S. 167ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Antikommunistische Widerstandskämpferin Doina Cornea gestorben. In: Neue Zürcher Zeitung. 4. Mai 2018, abgerufen am 4. Mai 2018.
  2. Laureate 1989: Doina Cornea, Writing for freedom in a communist dictatorship. Rafto Foundation, abgerufen am 4. Mai 2018 (englisch).
  3. Timișoara are peste 80 de cetateni de onoare. In: România Liberă. 10. Juli 2006, abgerufen am 4. Mai 2018 (rumänisch).