Dolby Atmos

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Dolby Atmos ist der Name einer proprietären Surround-Sound-Technik, die im April 2012 von Dolby Laboratories vorgestellt wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Als erster Film verwendete Merida – Legende der Highlands von Pixar das neue System.[1] Das erste Kino, in dem die neue Technik auch zur Demonstration zum Einsatz kam, ist das Dolby Theatre in Hollywood, Kalifornien. Dort wurde im Juni 2012 die Premiere von Merida – Legende der Highlands gezeigt.[2] Im Jahr 2012 wurden 25 Kinos weltweit mit dem System ausgestattet. Es ist geplant, im Jahr 2013 die Verbreitung auf etwa 1000 Standorte auszudehnen. Auch im deutschsprachigen Raum gab es Anfang 2013 bereits zwei Kinos mit dieser Technik. Die Technik richtet sich zunächst an kommerzielle Kinos, soll aber später für Heimkinoinstallationen angepasst werden.[3][4]

Während die ersten Filme im neuen Tonsystem für Atmos neu abgemischt werden mussten, war Joseph Kosinskis Oblivion (2013) der erste Film, der direkt in Dolby Atmos abgemischt und bei dem der 5.1- und 7.1-Ton aus dem Atmos-Ton abgeleitet wurde.[5] Der erste deutsche Film, der direkt in Dolby Atmos abgemischt wurde, war Lost Place.[6]

Im September 2014 wurde Transformers: Ära des Untergangs als erste Blu-ray mit Dolby-Atmos-Tonspur veröffentlicht.[7]

Nutzung bei Dolby Cinema[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dolby Atmos und Dolby Vision sind die entscheidenden Bausteine für Dolby Cinema.[8][9] Dolby Laboratories hat Dolby Cinema am 3. Dezember 2014 vorgestellt.[10]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dolby Atmos Technik erlaubt theoretisch eine unbegrenzte Anzahl von Tonspuren. Genau genommen handelt es sich hierbei um Klangobjekte, die an bestimmten Koordinaten im Hörraum positioniert werden können. Die erste Generation der Hardware, der Dolby Atmos Cinema Processor, unterstützt bis zu 128 einzelne Tonspuren und bis zu 64 separate Ausgangssignale.[11] Dolby Atmos ist abwärtskompatibel zu älteren Systemen wie 5.1 oder 7.1. Diese verwenden Lautsprecherarrays, also mehrere Lautsprecher, die den gleichen Ton abstrahlen. Das neue System kann jedem Lautsprecher ein individuelles Signal zur Verfügung stellen. Dies ermöglicht es, viele weitere Front-, Surround- und Deckenlautsprecher zu installieren. Diese Technik erlaubt somit eine realistische Simulation von beispielsweise Regen oder Hubschraubern. [12]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pixar's Brave to debut new Dolby Atmos sound system, BBC News. 25. April 2012. Abgerufen am 13. Februar 2013. 
  2. Giardina, Carolyn: Peter Jackson Considering Dolby Atmos for 'The Hobbit'. The Hollywood Reporter. 1. Mai 2012. Abgerufen am 13. Februar 2013.
  3. Dolby Atmos surround sound technology could transform video games. Digital Trends. 24. April 2012. Abgerufen am 13. Februar 2013.
  4. Bolton, Nick: New Dolby Technology to Make Horror Movies Scarier. New York Times. 24. April 2012. Abgerufen am 13. Februar 2013.
  5. Oblivion, The Croods, Monsters University, Iron Man 3 Will Get Atmos Treatment. 14. Februar 2013. Abgerufen am 23. Februar 2013.
  6. Ankündigungsseite von Dolby
  7. Steven Cohen: First Dolby Atmos Blu-ray Announced! In: High-Def Digest. 8. September 2014, abgerufen am 11. August 2015 (englisch).
  8. Dolby in the cinema. Abgerufen am 14. Oktober 2015 (englisch).
  9. Zurück ins Kino. Abgerufen am 14. Oktober 2015 (deutsch).
  10. Dolby Launches the Next-Generation Cinema Experience. Abgerufen am 14. Oktober 2015 (englisch).
  11. Hidalgo, Jason: Dolby's Atmos technology gives new meaning to surround sound, death from above. Engadget. 26. April 2012. Abgerufen am 13. Februar 2013.
  12. Webster, Andrew: Dolby Atmos audio hits moviegoers with sound from all directions. Vox Media. 24. April 2012. Abgerufen am 13. Februar 2013.