Dolomiten-Mannsschild

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Dolomiten-Mannsschild
Dolomiten-Mannsschild (Androsace hausmannii), Illustration

Dolomiten-Mannsschild (Androsace hausmannii), Illustration

Systematik
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Primuloideae
Gattung: Mannsschild (Androsace)
Art: Dolomiten-Mannsschild
Wissenschaftlicher Name
Androsace hausmannii
Leyb.

Der Dolomiten-Mannsschild (Androsace hausmannii) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mannsschild (Androsace) in der Familie der Primelgewächse (Primulaceae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dolomiten-Mannsschild ist eine ausdauernde, in flachen, kleinen Polstern wachsende Pflanze. Sie ist mit höchstens 0,2 Millimeter langen, zwei- bis dreiteiligen Haaren bedeckt. Die Laubblätter sind in wenigen dichten Rosetten angeordnet. Sie sind 5 bis 10 Millimeter lang, bis 1,5 Millimeter breit, schmal-lanzettlich, stumpf und am Rand sowie auf den beiden Seiten behaart.

Die Blüten entspringen einzeln in den Achseln der obersten Rosettenblätter. Sie überragen die Blätter kaum. Die Blütenstiele sind 1 bis 12 Millimeter lang. Der Kelch ist bis zu Mitte geteilt und 3 bis 4 Millimeter lang. Die Krone ist 4 bis 5 Millimeter breit und meist weiß gefärbt. Sie ist außen rosa überlaufen, hat einen gelben Schlund und oft leicht ausgerandete Lappen. Die Kronröhre ist kürzer als die dreieckigen Kelchzähne.

Die Blütezeit reicht von Juni bis August.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dolomiten-Mannsschild kommt in den Ostalpen von Presolana bis zu den Steiner Alpen und von den Berchtesgadener Alpen bis in die Steiermark vor. Die Art wächst auf Kalkfels und Schutt in Höhenlagen bis über 3000 Meter.

Standorte und Verbreitung in Mitteleuropa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dolomiten Mannsschild braucht kalkreichen Untergrund und einen gut besonnten Standort.

Er besiedelt lehm- und feinerdereichen Grobschutt, er geht aber auch in mit Feinerde verfüllte Felsspalten. In Mitteleuropa ist er insgesamt selten; er kommt nur in den südlichen Kalkalpen von der Presolana bzw. von Südtirol ostwärts bis in die Gaitaler Alpen vor, in den Ostketten der Nördlichen Kalkalpen gibt es isolierte Bestände bei Liezen und Lofer sowie in Berchtesgaden. Er bevorzugt Höhen zwischen etwa 1800-300 m. Er gedeiht in Gesellschaften des Verbands Potentillion caulescentis.[1]

Die Zerrissenheit des Areals zeigt noch heute, dass die Art ehedem in den Ostalpen ein größeres Verbreitungsgebiet besessen hat.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen (= Steinbachs Naturführer.). Mosaik-Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.
  • Aichele/Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas, Franckh-Kosmos-Verlag, 2. überarbeitete Auflage 1994, 2000, Band 3, ISBN 3- 440-08048-X

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 739.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dolomiten-Mannsschild (Androsace hausmannii) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Dolomiten-Mannsschild Dolomiten-Mannsschild. In: FloraWeb.de.
  • Dolomiten-Mannsschild. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
  • Thomas Meyer: [1] Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)