Dolyna

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Dolyna (Begriffsklärung) aufgeführt.
Dolyna
(Долина)
Wappen von Dolyna
Dolyna (Ukraine)
Dolyna
Dolyna
Basisdaten
Oblast: Oblast Iwano-Frankiwsk
Rajon: Rajon Dolyna
Höhe: keine Angabe
Fläche: 27,00 km²
Einwohner: 20.696 (2004)
Bevölkerungsdichte: 767 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 77500
Vorwahl: +380 3477
Geographische Lage: 48° 58′ N, 24° 0′ O48.97027777777824.007777777778Koordinaten: 48° 58′ 13″ N, 24° 0′ 28″ O
KOATUU: 2622010100
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt
Bürgermeister: Wolodymyr Harasd
Adresse: пр. Незалежності 5
77500 м. Долина
Website: http://www.dolyna.net
Statistische Informationen
Dolyna (Oblast Iwano-Frankiwsk)
Dolyna
Dolyna
i1

Dolyna (ukrainisch Долина; polnisch und russisch Dolina) ist eine Stadt in der Oblast Iwano-Frankiwsk im Westen der Ukraine. Sie liegt in den galizischen Vorkarpaten und ist Zentrum des gleichnamigen Rajons. Dolyna hat rund 22.000 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten]

Dolyna teilt weitgehend die Geschichte der Ukraine bzw. Galiziens/Polens.

Mit einer ersten Erwähnung im 10. Jahrhundert zählt Dolyna zu den ältesten Siedlungen in den Vorkarpaten; es war Bestandteil des frühen Halytsch-Wolhynischen Fürstentum. Seit 1349 gehörte es zu Polen-Litauen, 1525 wurde das Magdeburger Recht eingeführt. Nach der ersten Teilung Polens 1772 fiel Dolyna an Österreich, nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1919 an Polen und lag hier ab 1921 in der Woiwodschaft Stanislau. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs fiel Dolyna 1939 an die ukrainische Sowjetrepublik — im selben Jahr wurde der Ort zur Stadt erklärt. In den dreißiger Jahren gab es verstärkte Aktivitäten der ukrainischen nationalistischen Bewegung OUN unter Stepan Bandera in der Region. 1941 bis 1944 war Dolyna von der deutschen Wehrmacht besetzt und fiel anschließend wieder an die Sowjetunion.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Dolyna ist eines der Zentren der Ölförderung und der petrochemischen Industrie in der westlichen Ukraine. Neben diesem Industriezweig gibt es Betriebe der Bauindustrie, Leicht-, Holz- und Lebensmittelindustrie. Wichtig für den Ort ist auch die Anbindung an das Eisenbahnnetz der Ukraine, ein Bahnhof an der Bahnstrecke Stryj–Iwano-Frankiwsk wurde bereits 1875 eröffnet, 1883 kam vom Ort ausgehend noch die Lokalbahn Dolina−Wygoda dazu.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]