St. Peter und Paul (Brandenburg an der Havel)

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Dom mit teils mittelalterlicher, teils später umgebauter oder ersetzter Domklausur
Blick auf den Chor vom Haupteingang aus gesehen.

Der Dom Sankt Peter und Paul zu Brandenburg an der Havel, das im Allgemeinen als die „Wiege der Mark“ bezeichnet wird, hat als „Mutter aller märkischen Kirchen“ überregionale kulturhistorische Bedeutung. Die evangelische Domgemeinde gehört zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz. Das Bauwerk war die Kathedrale des Bistums Brandenburg und liegt auf der nach ihm benannten Dominsel Brandenburg, die geschichtlich eine eigene Gemeinde (Dom Brandenburg) war und seit der Eingemeindung 1929 ein Stadtteil (Dom) ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westfassade: oberer Teil des Westgiebels und Stumpf des Süd­turms von K. F. Schinkel verblendet und mit Zinnenkränzen versehen

Im Winter 928 eroberten Truppen des sächsisch-christlichen Herrschers Heinrich I. eine der ostelbischen slawischen Hauptburgen, die Brandenburg. Damit wurde der Grundstein für die Errichtung des Bistums Brandenburg gelegt, die von Kaiser Otto I. 948 – andere Autoren verlegen sie in das Jahr 964 – vollzogen wurde.

Eine einzige Urkunde von Bischof Wilmar aus dem Jahre 1170 weist darauf hin, dass mit der Ersteroberung der Brandenburg ein Dombau in Angriff genommen wurde. Diese Kirche ging anlässlich des Großen Slawenaufstandes von 983 verloren. Bis heute ist ihr Standort archäologisch nicht nachzuweisen.

In der Reformation ab 1527 ging das römisch-katholische Bistum Brandenburg unter und ihre Kathedrale für die katholische Kirche verloren. Seitdem ist der Dom ein protestantisches Kirchengebäude. Das Domkapitel von Brandenburg ist bis auf den heutigen Tag als protestantisches Kathedralkapitel existent.

Baugeschichte und Gestalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turmjoch; Südpfeiler der Vorhalle mit verputzten Lisenen
Südseite des Schiffs
Chor

Der Dom St. Peter und Paul zu Brandenburg an der Havel ist das erste, vollständig in unverblendetem Backstein ausgeführte Bauwerk der Mark Brandenburg. Die ältesten gemauteren Kirchen der Mark (Fuß des Westwerkes der St.-Gotthardt-Kirche der Brandenburger Altstadt und Westmauer der St.-Petri-Kapelle am Brandenburger Dom) wurden noch mit Feldsteinen errichtet, einem Baumaterial, das in dieser Region bis in die Renaissance für Kirchen und Burgen verwendet wurde.

Das Langhaus des brandenburger Doms zählt fünf, die Seitenschiffe jeweils sieben Joche bis zum Beginn der Vierung. Querhausarme und Chor sind einschiffig.

Am 11. Oktober 1165 fand die Grundsteinlegung für den heutigen Dombau statt. Der frühere Sitz des Brandenburger Bischofs befand sich in der auf Königsgebiet liegenden Altstadt Brandenburg. Bischofskirche war für kurze Zeit die St.-Gotthardt-Kirche, die Hauptkirche der Altstadt.

Mit dem Baubeginn siedelte der Prämonstratenser-Konvent auf die Dominsel über.

Bei der Wahl des Standorts entschied man sich für die höchstgelegene Stelle der Dominsel. Andere zu berücksichtigende Aspekte waren die Teilung des ehemaligen slawischen Burgbereiches in einen markgräflichen und einen bischöflichen Bezirk.

Bei der Anlage der Domkirche wurde das Fundament zwar bis sieben Meter tief gegründet, erreichte aber nirgends natürlich gewachsenen Boden. Das gesamte Bauareal befindet sich auf inhomogenem Kulturboden. Insbesondere zugeschüttete Teile des vormaligen Ringgrabens und der Wallanlage der slawischen Burg unterqueren die Domfundamente, was in der Folgezeit zu erheblichen statischen Problemen führen sollte.

Ein weiterer, die Baustatik beeinflussender Punkt ist die Lage auf einer von der Havel umspülten Insel mit ihrem veränderlichen Grundwasserspiegel. Der Durchtränkungsgrad des Baugrundes beeinflusst seine Tragfähigkeit entscheidend.

Chor mit Flügelaltar und Buntglasfenstern

In der ersten Bauphase unter Bischof Wilmar entstanden bis 1173, noch ungewölbt, Chor, Vierung und Querhaus. Und es wurden Fundamente für ein einschiffiges Langhaus gelegt.

Noch im 12. Jahrhundert folgten zwei Planänderungen: Nun entschied man sich dann aber für eine flachgedeckte Pfeilerbasilika. Wie Fundamentgrabungen zeigen, sollte als Westbau sollte zunächst ein Querriegel nach dem Vorbild des Havelberger Doms errichtet werden. Dann strebte man eine Zweiturmfassade an, da einer Kathedralkirche zwei Türme zustanden. zunmächst entstand jedoch vom Nordturm nur das Erdgeschoss, vom Südturm ein niedriger Stumpf. Vom romanischen Bau sind noch die Rundbogenarkaden zu beiden Seiten des Mittelschiffs erhalten.

Der aus Magdeburg gekommene Bischof Gernand ließ den Dom in frühgotischem Stil erneuern und ausbauen. Unter ihm wurde die zweischiffige, vierjochige Hallenkrypta unter dem Hohen Chor begonnen, eigentlich zu der Zeit kaum noch üblich. Erst im 1. Drittel des 14. Jahrhunderts wurde sie eingewölbt. Die zeitliche Verzögerung ist an der Gestaltung zu erkennen: Die mit Grotesken verzierten Kapitelle haben noch romanische Würfelform, tragen aber gotische Rippengewölbe. Der spätgotische Chor auf den romanischen Grundmauern des Vorgängers entstand ab Mitte des 15. Jahrhunderts. Anschließend wurde das Langhaus eingewölbt.

Krypta

Dass der Südturm nie über sein Stumpfniveau hinauskam, war verschiedenen Autoren zufolge finanziellen und baustatischen Gründen geschuldet.

Der Haupteingang unterhalb des Langhausgiebels hat ein schmales aber aufwändig gestaltetes Kämpferband aus Kalkstein. Dort finden sich plastische Darstellungen, z. B. ein Fuchs, den Gänsen predigt, weitere Vögel und ein Affe.

Die Obergeschosse des Nordturms wurden erst 1669–1672 in gotischen Formen errichtet, gehören mithin der Nachgotik an. Die Westseite zieren Wappen des Großen Kurfürsten und der damaligen Domherren.

Der Architekt und oberste preußische Baubeamte Karl Friedrich Schinkel nahm im 19. Jahrhundert entscheidende Rettungs- und Umbaumaßnahmen am Dom vor. Unter anderem verblendete er in neugotischem Stil den Westgiebel des Langhauses. Des Weiteren wurde der Zugang zur Krypta mit einer breiten Treppe ins Langhaus verlegt. Letztere Arbeiten wurden in den 1960er Jahren rückgängig gemacht und der mittelalterliche Zustand wiederhergestellt.

Schlabrendorffsche Familiengruft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruft der Familie Schlabrendorf (Adelsgeschlecht) ist ein schmuckloser Anbau von 1695 am nördlichen Querhaus des Doms. Der Zugang zur ebenerdigen Familiengruft erfolgt vom Kircheninneren aus und besteht aus einem prunkvollen Portal. Die erste Beisetzung fand 1705 statt; die letzte erfolgte um 1835. Im Jahr 1976 wurde das Obergeschoss der Gruft abgerissen. 1988 brach das hölzerne Gestell zusammen, auf dem die Särge gelagert waren. In Folge kam es zu einer ersten Sichtung des Bestandes durch Mitarbeiter des Domstifts-Archiv und des Dommuseums. Dabei wurden die Särge fotografiert und die Verstorbenen anhand von Inschrifttafeln oder Bemalungen identifiziert, was nicht in allen Fällen möglich war. Von geöffneten Särgen wurden ebenfalls die Inhalte fotografisch dokumentiert. Es zeigte sich, dass die meisten Ausstattungen gut erhalten und die Toten mumifiziert waren. Einige Särge wurden danach aussortiert und auf dem Friedgarten hinter der Bunten Kapelle wieder bestattet, der größte Teil kam zurück in die Gruft. Die 33 in der Gruft befindlichen Särge wurden diesmal direkt aufeinander gestellt. Im Zuge von konservatorischen Maßnahmen an der Bausubstanz des Gruftraums 2002 sollten die Särge erneut ausgeräumt werden. Deswegen fanden im Juli und August 2002 Untersuchungen am Bestand der Schlabrendorffschen Gruft durch mehrere Spezialisten statt. Dabei wurden die Inhalte von elf geöffneten Särgen dokumentiert und beschrieben. Neben der Sargausstattung waren die mumifizierten Toten selbst Bestandteil der Untersuchungen. Aufgrund des günstigen Klimas, das insbesondere auf einer stetigen Luftzirkulation beruhte, kam es zu einer überwiegend guten Mumifizierung der Leichname durch Austrocknung. Die Färbung der organischen Gewebe variierte zwischen gelblich und rötlich-braun und zeigte keinen deutlichen Zusammenhang zum Grad der Mumifizierung. Die Bestatteten waren überwiegend über 60 Jahre alt. Krankheiten waren lediglich vereinzelt zu erkennen. Bemerkenswert war der aufgesägte Schädel des Wilhelm Karl Otto von Schlabrendorff, der auf eine Entnahme des Gehirns hindeutete, was vermutlich mit der Überführung in die Gruft zusammenhing. Viele der Schlabrendorffer Särge sind mit bunt bemalten Wappenblechen versehen, wovon einige das ganze Kopfhaupt bedecken – eine repräsentative Zier, die in dieser speziellen Machart aus keiner anderen Gruft bekannt ist.[1][2][3][4][5][6]

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreigiebelschrein vom Hohen Chor des Domes zu Brandenburg

Aus der Frühzeit der Bischofskirche ist eine bemerkenswerte Anzahl mittelalterlicher Grabplatten von Bischöfen, Pröpsten, Domherren und Laien erhalten, die in an Wänden in der Kirche und im Kreuzgang aufgestellt wurden. So existieren in der Domkirche die Grabplatten der Bischöfe Joachim von Bredow, Johannes von Thuchem, Stephan Bodecker, Friedrich von Plötzke, Arnold von Burgsdorf und Dietrich von der Schulenburg, die diese plastisch oder als Ritzzeichnung darstellen. Im Langhaus befindet sich ein kunstvolles, aus Marmor und Alabaster gefertigtes Epitaph für den 1621 verstorbenen Dechanten Adam von Königsmarck welches Christoph Dehne zugeschrieben wird. Unter den Altären ist der mit großem Aufwand restaurierte Lehniner Altar erwähnenswert.

Im Hohen Chor findet sich ein etwa sechshundert Jahre alter Dreigiebelschrein zur Aufbewahrung liturgischer Gewänder, ein gotisches Tabernakel (Sakramenthäuschen), Chorgestühl und über dem Chorabschluss nach der Vierung hin eine große Kreuzigungsgruppe aus dem 15. Jahrhundert. Ein Triumphkreuz, dessen Kruzifixus auf etwa 1250 datiert wird, befindet sich in der Krypta. Weiteres wertvolles Mobiliar aus dem Mittelalter findet sich im Dommuseum. Zu sehen sind neben einem umfangreichen Bestand an liturgischen Gewändern und sonstigen Textilien, Bücher, Skulpturen und Altären u. a. auch ein Tafelbild aus dem 15. Jh., der „volkreiche Kalvarienberg“.

Die Krypta beherbergt einen spätromanischen Schmerzensmann und die oben erwähnte „Bunte Kapelle“ besitzt eine einzigartige mittelalterliche Putzmalerei. Zu den Domschätzen zählt weiterhin ein ausgezeichnet erhaltenes mittelalterliches Hungertuch, das sog. Brandenburger Hungertuch, eine aufwändige Bildstickerei aus dem 13. Jh.

Wagner-Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langhaus des Domes zu Brandenburg nach Westen mit Blick auf die Wagner-Orgel, rechts im Bild das Dehne-Epitaph Adam von Königsmarcks

Die Orgel von Joachim Wagner stammt aus den Jahren 1723 bis 1725. Ihr von dem Schlüter-Schüler Johann Georg Glume geschaffener Prospekt erhebt sich über der von Schinkel in die Trennwand des Langhauses zum Turmvorbau eingearbeiteten Buntglas-Rosette. Das Instrument hat 33 Register (2010 Pfeifen) auf zwei Manualen und Pedal. In den Jahren 1997–1999 wurde das Instrument durch Schuke (Potsdam) restauriert.[7][8][9]

I Hauptwerk C,D–c3
1. Principal 8′
2. Bordun 16′
3. Viola di Gamba 8′
4. Rohrflöte 8′
5. Quintadena 8′
6. Octav 4′
7. Spitzflöte 4′
8. Quinta 3′
9. Octav 2′
10. Cornett V
11. Scharff V
12. Cimbel III
13. Trompete 8′
II Oberwerk C,D–c3
14. Principal 8′
15. Quintadena 16′
16. Salicional 8′
17. Gedackt 8′
18. Octav 4′
19. Rohrflöte 4′
20. Nassat 3′
21. Octav 2′
22. Tertia 2′
23. Sifflöte 1′
24. Mixtur IV
25. Vox humana 8′
Pedal C,D–c1
26. Principal 16′
27. Violon 16′
28. Gemshorn 8′
29. Quinta 6′
30. Octav 4′
31. Mixtur VI
32. Posaune 16′
33. Trompete 8′
Spielhilfen: Ventile (zum Hauptwerk, Oberwerk, Pedal), Tremulant, Cymbelsterne, Calcantenglocke

Periphere Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Älteste bekannte „Judensau“ am Dom zu Brandenburg, westlicher Kreuzgang, um 1230

An den Dom schließt sich im Norden eine Klosteranlage an, welche mit Refektorien, Dormitorien, Kreuzgang und Nebengelassen (unter anderem die „Bunte Kapelle“) und einem mittigen Friedgarten versehen ist. Der Westflügel dieser Anlage wurde im 18. Jahrhundert niedergelegt, um an seiner Stelle das Gebäude der Ritterakademie einzufügen. Im Nordwesten ragt ein größeres, mehrstöckiges Gebäude aus dem rechteckigen Grundriss der Klosteranlage heraus, das in alten Schriften den Namen „Spiegelburg“ trägt. Die vormalige Nutzung dieses Gebäudes ist unklar; wahrscheinlich diente es als bischöfliche Residenz. Die Klosteranlage selbst war in der Frühzeit Lebensmittelpunkt der ansässigen Domherren.

Die Gebäude der Klosteranlage beherbergen heute das Dommuseum, in dem unter anderem die Stiftungsurkunde des Brandenburger Bistums und die Ersterwähnung der Städte Cölln und Berlin lagert.

Im östlichen Kreuzgang befindet sich im Kapitell einer Säule eine sogenannte „Judensau“. Sie verhöhnt den namentlich genannten Juden Pineas oder Pinne. Mit einer solchen Darstellung sollte im Mittelalter auf diffamierende Weise die Unterlegenheit der alten, der jüdischen Religion dargestellt werden. Die Juden säugende Sau symbolisiert dabei die Synagoge. Verletzend in besonderem Maße ist dabei der Umstand, dass das Schwein den Juden als unrein gilt. Eine ähnliche Darstellung findet sich auf der Marienburg des Deutschen Ordens an der Nogat.

Auf dem Burghof verteilt steht eine Anzahl von separaten Häusern, Kurien genannt, die den Domherren in späteren Zeiten zur Unterkunft dienten.

Bischöfliche Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dom zu Brandenburg wurde schon früh als „Wohnsitz“ seiner Bischöfe aufgegeben. Diese zogen es vor, auf ihren Besitzungen – zunächst in der nahegelegenen Burg Pritzerbe, später in der etwa 30 km entfernten Burg Ziesar – zu residieren. Die Verwaltung des Domes übernahmen vor Ort die Pröpste.

Neuzeitliche Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jüngere preußische Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1848 diente der Dom zu Brandenburg als Versammlungsstätte der Preußischen Nationalversammlung, nachdem diese von Berlin dorthin verlegt wurde. Es tagte allerdings nur noch ein Rumpfparlament in Brandenburg an der Havel.

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dom zu Brandenburg wird von der evangelischen Kirche Brandenburgs aktiv genutzt. Neben den regelmäßigen Gottesdiensten ist die Kirche auch Ort für kulturelle Ereignisse wie Sommermusiken, Konzerte und Ausstellungen. Auch für Sonderausstellungen zu zeitgeschichtlichen Themen stellt der Dom seine Kirchenräume zur Verfügung.

Dem Dom angeschlossen ist das Dommuseum, das sakrale Kunst aus zehn Jahrhunderten ausstellt.

Das Domarchiv ist das älteste Archiv der Mark Brandenburg und arbeitet fortlaufend seit dem Jahre 1161. Es enthält wertvolle Urkunden seit der sächsischen Ostexpansion und der nachfolgenden Siedlerepoche.

Der Dom und seine Nebengebäude, insbesondere das Wohnhaus des Barons Heinrich August de la Motte Fouqué und die übrigen Kurien, werden häufig als kulturelle Veranstaltungsorte genutzt, so unter anderem vom Brandenburger Theater mit dessen Reihe „Erlesener Dom“. Einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieses bedeutsamen Bauwerkes leistet der Förderverein „Dom zu Brandenburg“, dessen Ehrenvorsitzender lange Zeit Altbundespräsident Richard von Weizsäcker war.

In der Nacht zum 11. Dezember 2002 brannte durch Brandstiftung das Hauptgebäude der Burgmühle auf der Dominsel aus und wird seit 2011 wieder aufgebaut.

Im Jahre 2006 eröffnete das Domgymnasium, die von der Ritterakademie ins Leben gerufene Bildungstradition fortsetzend, seine Pforten. Ein bekannter Absolvent der Ritterakademie der jüngeren Vergangenheit war unter anderem Otto Graf Lambsdorff.

Domkapitel und Kurator[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Domkapitel als ehrenamtlicher Aufsichtsrat des Brandenburger Doms hat 24 Mitglieder[10] (Stand: 22. Mai 2016), u. a.:[11]

Leitung, Verwaltung und rechtliche Vertretung des Domstifts liegen beim Kurator (Stand: 19. Januar 2018):

  • Kurator Cord-Georg Hasselmann[11]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Altlust. 1000 Jahre Nachnutzung im Dom zu Brandenburg. Hrsg. von Rüdiger von Schnurbein. Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2017, ISBN 978-3-945256-84-8 (Ausstellungskatalog).
  • Ernst Badstübner, Carljürgen Gertler: Der Dom zu Brandenburg an der Havel (= Große Kunstführer. Band 222). Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2006, ISBN 3-7954-1770-8.
  • Matthias Barth: Romanik und Gotik in Brandenburg und Berlin. Architektur und Dekor des Mittelalters. Bergstadtverlag, Würzburg 2009, ISBN 978-3-87057-304-1; Nicolai, Berlin 2015, ISBN 978-3-89479-942-7.
  • Arnt Cobbers, Peter Feist: Die Dominsel in Brandenburg. Der Ort, der dem Land den Namen gab (= Der historische Ort. Band 34). Kai Homilius Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-89706-033-7.
  • Joachim Fait: Dom und Domschatz zu Brandenburg (= Das christliche Denkmal. Band 20). Schnell & Steiner, Regensburg 2003, ISBN 3-7954-5643-6.
  • Renate Johne: Die Bischofsgräber. Brandenburger Bischöfe im Spiegel ihrer Grabplatten (= Alte Kunst im Brandenburger Dom. Band 2). Druckhaus Köthen, Brandenburg an der Havel 2005, ISBN 3-936303-02-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Peter und Paul (Brandenburg an der Havel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chronologie der Baumaßnahmen am Dom zu Brandenburg an der Havel ab 1960. In: havelstadt.de. 2015, abgerufen am 19. Juni 2017 (PDF; 142,5 kB).
  2. Andreas Ströbl, Dana Vick: „Mag der Körper doch im Grabe ruhn, für die Seele gibt es keine Gruft“. Neuzeitliches Bestattungsbrauchtum im Spiegel protestantischer Gruftanlagen. In: Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit. Band 23, 2011, ISSN 1619-1439, S. 97–104 (uni-heidelberg.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 19. Juni 2017]).
  3. Nadja Diane: Botanische Untersuchungen zu den Pflanzenbeigaben in den Särgen der Schlabrendorffschen Gruft im Dom zu Brandenburg an der Havel. In: Jahresbericht des Historischen Vereins Brandenburg (Havel) e.V. Nr. 14, 2005, S. 101–104.
  4. Bettina Jungklaus: Die mumifizierten Toten in der Schlabrendorffschen Gruft, Dom zu Brandenburg (Havel). Ergebnisse der anthropologischen Untersuchung. In: Jahresbericht. Historischer Verein Brandenburg (Havel). Nr. 14, 2005, S. 105–109.
  5. Daniel Krebs: Historische Untersuchungen zu den Beigesetzten im Schlabrendorffschen Gruftgewölbe des Doms zu Brandenburg a. d. H. In: Jahresbericht des Historischen Vereins Brandenburg (Havel). Nr. 14, 2004, DNB 012730777, S. 81–87.
  6. Projekt Brandenburg/Havel, Schlabrendorffsche Gruft. In: anthropologie-jungklaus.de. Anthropologie-Büro Jungklaus, abgerufen am 4. Juni 2017.
  7. Die Wagner-Orgel im Dom zu Brandenburg. Auf der Website des Domstiftes Brandenburg, abgerufen am 14. September 2014.
  8. Referenzen auf der Website von Alexander Schuke Potsdam Orgelbau GmbH, abgerufen am 17. Mai 2015 (mit Disposition).
  9. Eine Generalreinigung und -stimmung sowie Reparatur der Windladen erfolgten im Jahre 2014 durch dieselbe Firma. Königin mit Qualitäten: Wagner-Orgel erklingt wieder. In: Märkische Allgemeine. 28. August 2014, abgerufen am 14. September 2014.
  10. die Kirche. Nr. 45, 6. November 2016, S. 9, Sp. 5 (Rubrik Personen & Zitate).
  11. a b Über uns. In: dom-brandenburg.de, abgerufen am 19. Januar 2018.

Koordinaten: 52° 24′ 54,6″ N, 12° 34′ 2,6″ O