Dombühl

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Dombühl
Dombühl
Deutschlandkarte, Position des Marktes Dombühl hervorgehoben
Koordinaten: 49° 15′ N, 10° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Schillingsfürst
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 17,9 km2
Einwohner: 1710 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91601
Vorwahl: 09868
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 137
Marktgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Am Markt 2
91601 Dombühl
Webpräsenz: www.dombuehl.de
Bürgermeister: Jürgen Geier (Freie Wählervereinigung)
Lage des Marktes Dombühl im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-RiesAnsbachFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthLandkreis RothLandkreis Weißenburg-GunzenhausenUnterer WaldLehrbergAdelshofen (Mittelfranken)Bechhofen (Mittelfranken)Bruckberg (Mittelfranken)Buch am WaldBurkColmbergDentlein am ForstDiebachDietenhofenDinkelsbühlDombühlEhingen (Mittelfranken)FeuchtwangenFlachslandenGebsattelGerolfingenGeslauHeilsbronnInsingenLangfurthLeutershausenLichtenau (Mittelfranken)Merkendorf (Mittelfranken)MönchsrothNeuendettelsauNeusitzOberdachstettenOhrenbachPetersaurachRöckingenRothenburg ob der TauberRüglandSachsen bei AnsbachSchillingsfürstSchnelldorfSchopfloch (Mittelfranken)SteinsfeldUnterschwaningenWassertrüdingenWeidenbach (Mittelfranken)WeihenzellWeiltingenWettringen (Mittelfranken)WiesethWindelsbachWindsbachWittelshofenWörnitz (Gemeinde)Wolframs-EschenbachWilburgstettenOrnbauMitteleschenbachHerriedenDürrwangenBurgoberbachAurach (Landkreis Ansbach)ArbergBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
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Dombühl ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schillingsfürst.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dombühl liegt im Naturpark Frankenhöhe, im Bundesland Bayern, Bezirk Mittelfranken, im westlichen Landkreis Ansbach. Dombühl ist Bahnstation an der Strecke Heilbronn – Nürnberg, zwischen den Knotenbahnhöfen Crailsheim und Ansbach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind:

(Aufzählung: Im Norden beginnend im Uhrzeigersinn.)

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus acht Ortsteilen:[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Veit in Dombühl

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dombühl wurde erstmals im Jahre 1252 urkundlich erwähnt.

Die erste schriftliche Erwähnung des Ortsteils Bortenberg datiert vom 1. Mai 1000. Als Teil des Hochstiftes Eichstätt gehörte Dombühl ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Es fiel wie der größte Teil des zugunsten Bayerns säkularisierten oberen Stifts im preußisch-bayerischen Hauptlandesvergleich im Jahr 1803 an das Fürstentum Ansbach, mit dem es im Vertrag von Paris (Februar 1806) durch Tausch an Bayern zurückfiel.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Dombühl, zu der die Orte Höfen und Höfstettermühle gehörten.[3] Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 9,772 km².[4]

Eingemeindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Kloster Sulz, die bis 1952 Sulz hieß, eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Dombühl

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 2005 2011 2015
Einwohner 355 433 418 411 439 443 581 520 522 503 491 515 538 584 596 578 601 589 942 902 776 792 1119 1670 1635 1739
Häuser[6] 67 71 85 83 104 107 119 150 332 451
Quelle [7] [8] [9] [10] [9] [11] [9] [9] [12] [9] [9] [13] [9] [9] [9] [14] [9] [9] [9] [15] [4] [16] [17] [18] [18]

Ort Dombühl

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 337 406 390 405 481 481 541 873 746 772 775
Häuser[6] 62 766 78 102 115 146 123 226
Quelle [7] [8] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [4] [16] [17]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelisch-Lutherisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das lutherische Pfarramt Dombühl mit der Kirche St. Veit in Dombühl und der Marienkirche in Kloster Sulz gehört zum Dekanat Feuchtwangen des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Katholisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine katholische Filialkirche wird vom Pfarramt Schillingsfürst (Dekanat Ansbach, Erzbistum Bamberg) betreut. Der Sonntagsgottesdienst (Vorabendmesse) findet nur alle zwei Wochen statt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,95 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:[19]

  Freie Wählervereinigung    6 Sitze (53,13 %)
  Freie Wählergemeinschaft 6 Sitze (46,87 %)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister ist gesetzlicher Vertreter der Gemeinde und Vorsitzender des Gemeinderates. Erster Bürgermeister des Marktes Dombühl ist Jürgen Geier. Weitere Funktionen: Stv. Vorsitzender der VG Schillingsfürst, Mitglied der Geschäftsleitung der Region Hesselberg, Verbandsrat im Zweckverband InterFranken

Jürgen Geier wurde im März 2014 mit 57,31 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Helmut Auer gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dombühl ist Mitglied in den Tourismusverbänden frankenTourismus, Romantisches Franken und der Touristigemeinschaft Frankenhöhe.

Gewerbepark InterFranken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dombühl ist Mitglied im Zweckverband Industrie- und Gewerbepark InterFranken.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dombühl liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim. Im Zweistundentakt fahren Regional-Express-Züge nach Nürnberg und Stuttgart. Im Dezember 2017 wurde Dombühl in das Netz der S-Bahn Nürnberg eingebunden. Seitdem besteht durch die Linie S4 eine zusätzliche zweistündliche Verbindung über Ansbach nach Nürnberg und sowie bessere Anschlüsse zu den Bussen. Außerdem gestaltet die Kommune das Bahnhofsumfeld neu und saniert das Empfangsgebäude.[20]

Die Bahnstrecke Nördlingen–Dombühl wird derzeit für Museumsfahrten und den Güterverkehr genutzt. Es wird eine Reaktivierung des Personenverkehrs bis Dinkelsbühl geprüft.

Bis 1971 zweigte in Dombühl die Bahnstrecke Steinach bei Rothenburg–Dombühl ab. Diese ist zwischen Dombühl und Rothenburg ob der Tauber stillgelegt, die Gleise sind abgebaut. Die Strecke wird teilweise für einen Radweg genutzt.

Individualverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dombühl liegt nahe den Autobahnen A 6 (Anschlussstelle 49 – Feuchtwangen-Nord) und A 7 (Anschlussstelle 109 – Wörnitz).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Donbühl. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 631–632 (Digitalisat).
  • Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 25–27.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dombühl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Dombühl in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 35 (Digitalisat).
  4. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 813 (Digitalisat).
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 562.
  6. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  7. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann meherer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 19 (Digitalisat). Für die Gemeinde Dombühl zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Höfen (S. 41) und Höfstettermühle (S. 42).
  8. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 108 (Digitalisat).
  9. a b c d e f g h i j k l Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 182, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  10. a b Joseph Heyberger (Hrsg.): Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabethischem Ortslexikon. Literar.-artist. Anst. der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1074, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  11. a b kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarr-, Schul- u. Postzugehörigkeit. ... mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt, Sp. 1241, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  12. a b Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, ... sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1176–1177 (Digitalisat). Dombühl: 450 Einwohner, 72 Wohngebäude; Dombühl Bahnhof: 31 E., 6 Wgb.
  13. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1247 (Digitalisat).
  14. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1282 (Digitalisat).
  15. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1110 (Digitalisat).
  16. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 168 (Digitalisat).
  17. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 326 (Digitalisat).
  18. a b Dombühl: Amtliche Statistik des LfStat
  19. Vorläufiges Ergebnis zur Gemeinderatswahl 2014 in Dombühl
  20. Südwest Presse Online-Dienste GmbH: Pluspunkt für den ländlichen Raum. In: swp.de. (swp.de [abgerufen am 3. Januar 2018]).