Dominikus Savio

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Hl. Dominikus Savio

Der heilige Dominikus Savio auch Domenico Savio (* 2. April 1842 in Riva bei Chieri (Norditalien); † 9. März 1857 in Mondonio d'Asti) war Schüler bei Don Bosco.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn eines Schmiedes kam als 12-Jähriger in die Schule Don Boscos nach Turin und wurde dessen Lieblingsschüler. Er wurde Aspirant für das Priestertum, charismatisch begabter und engagierter Helfer Don Boscos bei dessen pädagogisch-jugendpastoraler Arbeit unter der armen Jugend von Turin und Piemont. Er gründete eine Gruppe, die sich dem Apostolat unter den Mitschülern widmete und wurde zum mutigen „Friedensstifter“, der immer versuchte, Streitereien zu schlichten. Sein Motto lautete «La morte, ma non peccati» (deutsch: „Den Tod, aber nicht die Sünde“).

Er starb mit 14 Jahren an Lungentuberkulose.

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Don Bosco verfasste 1859 die Biografie seines früh verstorbenen Lieblingsschülers, in welcher er ihn als Ideal eines vorbildlichen Schülers und überzeugten jungen Christen darstellt. Dieses Buch erfuhr seither viele Auflagen und wurde im Rahmen des weltweiten Don-Bosco-Jugendwerks in fast alle moderne Sprachen übersetzt.

Dominikus Savio wurde am 3. Mai 1950 selig und am 12. Juni 1954 heiliggesprochen. Der Kommentar zur Heiligsprechung lautet: „Schon in diesem Leben mit reichen Gnadengaben erfüllt, verließ er frühzeitig diese Erde, um mit der Fürbitte der Himmelskönigin den Lohn für seine kindliche Gottesliebe zu empfangen“, erklärte Papst Pius XII. bei der Heiligsprechung 1954.

Seine Reliquien ruhen in der Maria-Hilf-Basilika zu Valdocco (Turin).

Er ist der Schutzpatron der Katholischen Jungschar, der Katholischen Jugend, der Ministranten, der Sängerknaben und der Patron der Pueri Cantores. Er wird außerdem als Fürsprecher von werdenden Müttern verehrt. Seit 1950 bilden sich in zahlreichen Ländern Gruppen der „Freunde von Dominikus Savio“.

Sein Gedenktag ist der 9. März, die Don-Bosco-Familie feiert am 6. Mai das Fest des Hl. Dominikus Savio.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Giovanni Bosco: Vita del giovanetto Savio Domenico, allievo dell'Oratorio di S. Francesco di Sales. Torino 1859
  • Giovanni Bosco, Siegfried Hornauer: Dominikus Savio, Schüler im Oratorium des hl. Franz von Sales in Turin. Fährmann Verlag, 1956.
  • Willibrord Menke: Dominikus Savio. Morus-Verlag, 1953.
  • Hermann M. Dobler: Wollen ist Macht. Der hl. Dominikus Savio, Don Boscos bester Schüler. Wien 1983
  • Ida Loidl: Der kleine Freund des hl. Don Bosco. Ebensee 1984
  • Teresio Bosco: Dominikus Savio. gedruckt für den Freundeskreis Maria Goretti e.V., München 1991. mit Erlaubnis des Herausgebers der deutschsprachigen Übersetzung, des Provinzialats der Österreichischen Salesianerprovinz, Wien. vgl. italienische Fassung, 5. Auflage 1985, ISBN 88-01-15614-6
  • Anne Hoffmann: Das Schicksal annehmen, auch wenn wir es nicht verstehen können. Aus dem Leben von Dominikus Savio. München 2006.
  • Otto WahlSavio, Domenico. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 8, Bautz, Herzberg 1994, ISBN 3-88309-053-0, Sp. 1459–1461.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dominic Savio – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien