Dominique Rinderknecht

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Dominique Rinderknecht (2013)
Rinderknecht bei der Wahl der Miss Schweiz 2013

Dominique Rinderknecht (* 14. Juli 1989) ist ein Schweizer Model. Im Juni 2013 wurde sie zur Miss Schweiz 2013 gewählt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dominique Rinderknecht wurde als Tochter von Helen Rinderknecht und Christian Fierz geboren. Sie hat eine jüngere Schwester und Halbschwester. Ihre Mutter Helen und ihre Grossmutter waren früher als ebenfalls als Models tätig. Der ehemalige BMX-Profi und Four-Cross-Weltmeister Roger Rinderknecht ist ihr Cousin. Nach ihrer schulischen Ausbildung absolvierte Rinderknecht ein kurzes Praktikum bei der Avenir Suisse und war dort anschließend zwei Jahre als Teilzeitangestellte tätig. Von 2010 bis zu ihrem Bachelor-Abschluss 2013 in Publizistik[1] studierte sie an der Universität Zürich Publizistik und Kommunikation.[2][3]

Rinderknecht gibt als Hobbys Segeln, Sport und ihren Hund an. Sie lebt in Zürich.[2] Sie war ab Herbst 2016 mit dem Model Tamy Glauser liiert,[4] im November 2020 gab das Paar die Trennung bekannt.[5] Im November 2020 wurde Rinderknecht bei The Masked Singer Switzerland als Eule enttarnt.[6]

Miss Schweiz 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wahl 2011 war die Miss-Schweiz-Wahl aus dem Programm des Schweizer Fernsehens (SF), das die Veranstaltung seit mehreren Jahren live übertragen hatte, gestrichen worden.[7] Die Wahl 2012 war daraufhin mangels Sponsoren ausgefallen, weswegen die Miss Schweiz 2011, Alina Buchschacher, 21 Monate amtierte.

Rinderknecht ist die erste Miss Schweiz, die den Titel in einem neuen, durch die Casting-Show Germany’s Next Topmodel inspirierten Verfahren gewann. Die Veranstaltung wurde vom Privatsender Sat 1 (Schweiz) ausgestrahlt.[8]

Der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) zufolge versuchten die Verantwortlichen der Miss-Schweiz-Wahl, die zuvor «etwas angestaubte Wahl» wieder zum Medienereignis zu machen.[9] Im Gegensatz zum früher üblichen Verfahren gab es auch einzelne Sonderpreise zu gewinnen. So gewann Dominique Rinderknecht bereits im Trainingscamp den Titel der «Miss Brain» für ihr Allgemeinwissen.[10]

Rinderknecht ist die erste Miss Schweiz mit Kurzhaarschnitt.[8][11] Am 11. Oktober 2014 übergab sie die Krone an ihre Nachfolgerin Laetitia Guarino.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sich Missen und Kandidatinnen aus früheren Jahren bei schweizspezifischen Fragen regelrecht blamiert hatten, kommentierte die NZZ die Wahl von Rinderknecht zur «Miss Brain» in etwas ironischem Ton, dass es für die Publizistik-Studentin und angehende Baccalaurea Dominique Rinderknecht sicher kein Problem sei, das Matterhorn und das Bundeshaus zu erkennen.[9]

Der SonntagsBlick titelte mit für eine Misswahl eher ungewöhnlichen Aussagen Rinderknechts und sieht sie als Verkörperung einer modernen Schweiz.[12]

Der Kulturwissenschaftler Ralf Junkerjürgen spricht von einer leichten Provokation, die Rinderknecht für ein grosses Publikum interessant mache. Sie entspreche dem Schönheitsideal und signalisiere zugleich Selbstbestimmung und sei so eine spannende Mischung aus Anpassung und Abweichung. Dazu passe Rinderknechts Kurzhaarfrisur, die heute nicht mehr spezifisch ein Ausdruck von Feminismus, sondern von Modernität sei.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dominique Rinderknecht – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dominik Hug: Miss Schweiz ist jetzt Bachelorette. In: Blick.ch vom 7. Juli 2013.
  2. a b Kandidatinnenporträt von Dominique Rinderknecht. (Memento des Originals vom 14. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.miss.ch Auf der Website Miss Schweiz (www.miss.ch); abgerufen am 8. Juni 2013.
  3. Katja Fischer: Rinderknechts. Die Miss und der BMX-Champion sind verwandt. Auf: Schweizer Illustrierte online vom 10. Juni 2013; abgerufen am 12. Juni 2013.
  4. Rafaela Roth, Salome Müller: «Männlich und weiblich verschwimmt, lebt damit!» In: Tages-Anzeiger. 19. Juli 2018, archiviert vom Original; abgerufen am 24. Mai 2019.
  5. Dominique Rinderknecht und Tamy Glauser haben sich getrennt. In: Tages-Anzeiger, 3. November 2020.
  6. Die Eule muss ihre Maske abnehmen. 27. November 2020, abgerufen am 19. Dezember 2020.
  7. Schweizer Fernsehen will Miss Schweiz nicht mehr. Auf: NZZ online vom 30. September 2011; abgerufen am 12. Juni 2013.
  8. a b (mw/sda): Die neue Miss Schweiz heisst Dominique Rinderknecht. Auf: Tages-Anzeiger.ch/Newsnet vom 8. Juni 2013; abgerufen am 12. Juni 2013.
  9. a b (sda): Miss Schweiz Wahl. Die Schweiz hat wieder eine Miss. Auf: Neue Zürcher Zeitung online vom 9. Juni 2013; abgerufen am 10. Juni 2013.
  10. Ramona Schweizer: Miss Schweiz 2013. Kandidatin Dominique beweist Köpfchen. Auf: Schweizer Illustrierte online vom 13. Mai 2013; abgerufen am 9. Juni 2013.
  11. Katja Fischer: Miss Schweiz 2013. Liveticker: Die Krone geht an Dominique. Auf: Schweizer Illustrierte online vom 8. Juni 2013; abgerufen am 8. Juni 2013.
  12. Miss Schweiz 2013. «One-Night-Stands finde ich okay». In: SonntagsBlick vom 8. Juni 2013; abgerufen am 8. Juni 2013.
  13. Linus Schöpfer: «Wir lesen hier einen doppeldeutigen Code». Interview mit dem Kulturwissenschaftler Ralf Junkerjürgen auf: Tages-Anzeiger.ch/Newsnet vom 10. Juni 2013; abgerufen am 12. Juni 2013.