Dominique Venner

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Dominique Venner (* 16. April 1935 in Paris; † 21. Mai 2013 ebenda) war ein französischer Herausgeber und Schriftsteller, der historische und waffenkundliche Werke verfasst hat. Er war Mitglied der rechten Terrororganisation Organisation de l’armée secrète (OAS).[1]

Venner, der in den 1950er Jahren als militanter Aktivist in ultra-rechten Bewegungen, wie z. B. Jeune Nation,[2] agierte, gründete in den 1960ern nationalistische paneuropäische Gruppen, wie z. B. Europe-Action.[3] Im Jahre 1968 wurde er Mitglied einer Vereinigung, die ursprünglich der GRECE entsprang, und gründete zudem das kurzlebige „Institut d’études occidentales“ (IEO), in welchem sich eine Vielzahl rechter Intellektueller neu organisierte. Später zog Venner sich vom militanten, politischen Aktivismus zurück. Erst leitete er die Zeitschrift Enquête sur l’histoire und dann La Nouvelle Revue d’Histoire, die 2002 gegründet wurde.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jahre des militanten Aktivismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Venner war der Sohn eines Architekten, der Mitglied im Parti populaire français[4] (PPF) war, und engagierte sich sehr früh in der Armee (in der Militärschule von Rouffach). Als 1954 der Algerienkrieg begann, meldete Venner sich freiwillig. Er kämpfte bis Oktober 1956 in diesem Krieg, was seine Entwicklung entscheidend geprägt hat.[5] Venner trat der rechten Terrororganisation OAS bei, als sich abzeichnete, dass Algerien wohl in die Unabhängigkeit entlassen werden würde.[6]

Er trat nach seiner Rückkehr der Jeune-Nation-Bewegung bei. Eine Auswirkung der Geschehnisse beim Volksaufstand in Ungarn war die Stürmung und Besetzung[7] des Sitzes des Parti communiste français durch rechte Demonstranten am 7. November 1956,[8] woran auch Venner teilnahm. Des Weiteren beteiligte er sich zusammen mit Pierre Sidos an der Gründung des kurzlebigen Parti nationaliste sowie an der Gründung des Mouvement populaire du 13-Mai des Generals Lionel-Max Chassin. Der junge Aktivist verbrachte in Folge 18 Monate im Sektor für politische Gefangene des La-Santé-Gefängnisses aufgrund seiner Teilnahme an der Gestaltung der OAS.

Nach seiner Entlassung im Herbst 1962 schrieb Venner ein Manifest mit dem Titel Für eine positive Kritik. Dieses wurde oft mit Lenins[9] Schrift Was tun? verglichen und „galt lange Zeit als Gründungstext für einen ganzen Flügel der Rechtsextremen“.[10] In dem Manifest analysierte Venner den gescheiterten April-Putsch durch die Generäle 1961 in Algerien und den bestehenden Graben[11] zwischen „Nationalen“ und „Nationalisten“ und schlug die Entwicklung einer revolutionären, nationalistischen, „für den Kampf destinierten“ Organisation vor, die „monolithisch und hierarchisiert“ und durch „die Sammlung aller erfahrenen nationalistischen Aktivisten, die treu und diszipliniert sind, formiert werden“ sollte.

Im Januar 1963 gründete er die Bewegung Europe-Action sowie die dazugehörige Zeitschrift, für die er auch als Herausgeber arbeitete, und auch die damit kooperierenden „Éditions Saint-Just“[12] und sammelte somit im Umfeld europäisch-nationalistischer Überzeugungen Mitglieder der Fédération des étudiants nationalistes, überlebende Mitglieder der Kollaboration, wie bspw. Lucien Rebatet, und eine Vielzahl militanter Jugendlicher. In der Folgezeit wirkte Venner unter dem Pseudonym Julien Lebel mit an der Gründung der Organisation GRECE,[13] bevor er noch im selben Jahr zusammen mit Thierry Maulnier das Institut d’études occidentales (IEO) ins Leben rief, sowie 1970 eine dazugehörige Zeitschrift mit dem Titel Cité-Liberté – „eine Unternehmung, die sowohl parallel als auch in offener Konkurrenz zu GRECE arbeitete[14] “ –, womit er auf diese Weise im Umfeld von Antikommunismus, Kampf gegen eine „geistige Zersetzung“ und für die „abendländischen Werte“[15] eine Vielzahl von Intellektuellen versammelte (Robert Aron, Pierre Debray-Ritzen, Thomas Steven Molnar, Jules Monnerot, Jules Romains, Louis Rougier, Raymond Ruyer, Paul Sérant usw.). Nachdem das Institut verschiedene Kolloquien veranstaltet und sieben Ausgaben der Cité-Liberté herausgebracht hatte, wurde es 1971 aufgelöst – dem Jahr, in dem Venner sich aus der Politik zurückzog.[16][17]

Die Karriere als Schriftsteller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Karriere als Schriftsteller wählend, widmete er sich geschichtlichen Themen.[18] Neben seinen Arbeiten über Waffen und das Jagdwesen zählen zu seinen Schriften: Baltikum (1974), Le Blanc Soleil des vaincus (1975), Le Cœur rebelle (1994), Gettysburg (1995), Les Blancs et les Rouges (1997), Histoire de la Collaboration (2000), Histoire du terrorisme (2002). Seine Werke haben ihm die Kritik des Politologen Gwendal Châton[19] eingebracht, demzufolge seine Arbeit als Historiker „sich in eine geschickte Strategie einfügt, um eine neue Respektabilität zu gewinnen: jene des Intellektuellen“, wo „es darum geht, die Geschichte zu instrumentalisieren und in den Dienst des Kulturkampfes zu stellen“;[20] „der ‚Traditionalismus‘, der Rückgriff auf die Geschichte und die europäische Tradition sind nichts anderes als ein rhetorischer Schleier, der eine ideologische Kontinuität maskiert“,[21] und Dominique Venner widme sich, durch das Zwischenmedium seiner historischen Arbeiten den „Manipulationen der Geschichte, wobei er verschiedene rhetorische Strategien anwendet“.[22] Venners Buch Histoire de l’Armée rouge erhielt den Broquette-Gonin-Geschichts-Preis der Académie française im Jahre 1981.

Im Jahre 1995 veröffentlichte Venner – beraten vom befreundeten François de Grossouvre – die Histoire critique de la Résistance, worin er auf eine starke Präsenz von Mitgliedern der nationalistischen Rechten im Umfeld der Résistance hinwies (oft „vichysto-résistants“ genannt). Jedoch war die von dem Werk angestoßene Debatte begrenzt, da der Autor versäumte, die Einstellung Marschall Pétains zur Résistance zu charakterisieren.[23]

Von seinen letzten Werken sorgte besonders Histoire et tradition des Européens (2002) für Aufsehen, in welchem er jene Elemente definiert, die seiner Meinung nach die Grundlagen der europäischen Kultur konstituieren,[24] und auch das neue Konzept des « traditionisme » (worin die Tradition nicht als das den Völkern Gemeinsame verstanden wird, sondern als das, was im Laufe der Zeit ihre Einzigartigkeit ausmacht).

Nachdem er Herausgeber der Zeitschrift Enquête sur l’histoire gewesen war, die am Ende der 1990er eingestellt wurde, gründete er 2002 die zweimonatliche La Nouvelle Revue d'Histoire,[25] deren Redaktionsleiter er war und die aufgrund einer juristischen Aktion bzgl. des Titels 2006 zeitweilig in La NRH umbenannt wurde und für die u. a. folgende Persönlichkeiten schreiben bzw. schrieben: Bernard Lugan, Jean Tulard, Aymeric Chauprade, Alain Decaux, François-Georges Dreyfus oder Jacqueline de Romilly. Venner hat für das Radio Courtoisie das Libre Journal des historiens wieder ins Leben gerufen, eine Sendung, die oft auf der letzten Ausgabe von La NRH beruht.

Selbstmord in Paris[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. Mai 2013 erschoss sich Venner in der Kathedrale Notre Dame de Paris.[26] In seinem Weblog hatte er zuvor geschrieben « … nous entrons dans un temps où les paroles doivent être authentifiées par des actes … » („… wir treten in eine Zeit ein, in der Worte durch Taten bekräftigt werden müssen …“), mit dem Ziel, „die Bewusstlosen aufzuwecken“ (« ébranler les somnolences »).[27] Die Parteivorsitzende des Front National Marine Le Pen drückte auf Twitter ihren Respekt für diesen „eminent politischen Akt“ aus, mit dem Venner die Franzosen habe wachrütteln wollen.[28] Politiker der Linken äußerten sich dagegen bestürzt und sprachen von der Geste eines Einzelnen am extremen rechten Rand der Gesellschaft. Der Suizid wurde in der Öffentlichkeit mit Venners Kritik an einem vermeintlichen islamischen Einfluss, einer aus seiner Sicht bestehenden Amerikanisierung Europas und afro-maghrebinischen Immigration und der Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe in Frankreich in Verbindung gebracht, welche er auch in seinem letzten Blogeintrag geäußert hatte.[29] Bruno Gollnisch beschrieb Venner als „extrem brillanten Intellektuellen“, dessen Tod ein „Protest gegen die Dekadenz unserer Gesellschaft“ sei.

Frigide Barjot, Sprecherin der Anti-Legalisierung-der-gleichgeschlechtlichen-Ehe-Organisation „Manif pour tous“, distanzierte sich von Venner und betonte, dass er nicht Mitglied dieser Organisation gewesen sei.[30]

Nach dem Selbstmord stellte ein Mitglied der Organisation Femen den Selbstmord in Notre Dame nach und protestierte gegen den Faschismus.[31]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Guide de la contestation : les hommes, les faits, les événements. Robert Laffont, Paris 1968.
  • Ils sont fous, ces gauchistes ! Pensées. Choisies et parfois commentées par Dominique Venner. Éd. de la Pensée moderne, Paris 1970.
  • Guide de la politique. Balland, Paris 1972.
  • Pistolets et revolvers. Éd. de la Pensée moderne et Jacques Grancher, coll. « Le Livre des armes » no 1, Paris 1972.
  • Les Corps d'élite du passé. (dir.), Balland, Paris 1972 – Réunit : Les Chevaliers teutoniques, par Jean-Jacques Mourreau, Janissaires. par Philippe Conrad, Mousquetaires, par Arnaud Jacomet, Grenadiers de la Garde, par Jean Piverd, et Cadets. par Claude Jacquemart.
  • Monsieur Colt. Balland, coll. « Un Homme, une arme », Paris 1972.
  • Carabines et fusils de chasse. Éd. de la Pensée moderne et Jacques Grancher, coll. « Le Livre des armes » no 2, Paris 1973.
  • Baltikum : dans le Reich de la défaite, le combat des corps-francs. 1918–1923, Robert Laffont, coll. « L’Histoire que nous vivons », Paris 1974.
  • Armes de combat individuelles. Éd. de la Pensée moderne et Jacques Grancher, coll. « Le Livre des armes » no 3, Paris 1974.
  • Le Blanc Soleil des vaincus : l’épopée sudiste et la guerre de Sécession, 1607-1865. La Table ronde, Paris 1975.
  • Les Armes de la Résistance. Éd. de la Pensée moderne et Jacques Grancher, coll. « Le Livre des armes » no 4, Paris 1976.
  • [Collectif], Les Armes de cavalerie. (dir.), Argout, Paris 1977, ISBN 2-902297-05-X. Hors-série n° 4 de la revue Gazette des armes.
  • Les Armes blanches du IIIe Reich. Éd. de la Pensée moderne et Jacques Grancher, coll. « Le Livre des armes » no 5, Paris 1977.
  • Westerling : guérilla story. Hachette, coll. « Le Livre des aventuriers », Paris 1977, ISBN 2-01-002908-9.
  • Les Armes américaines. Éd. de la Pensée moderne et Jacques Grancher, coll. « Le Livre des armes » no 6, Paris 1978.
  • Les Corps-francs allemands de la Baltique : la naissance du nazisme. Le Livre de Poche, n° 5136, Paris 1978, ISBN 2-253-01992-5.
  • Dominique Venner, Thomas Schreiber, Jérôme Brisset, Grandes énigmes de notre temps. Famot, Genève 1978.
  • Les Armes à feu françaises. Éd. de la Pensée moderne et Jacques Grancher, coll. « Le Livre des armes » no 7, Paris 1979.
  • Les Armes russes et soviétiques. Éd. de la Pensée moderne et Jacques Grancher, coll. « Le Livre des armes » no 8, Paris 1980.
  • Le Grand livre des armes. Jacques Grancher, Paris 1980.
  • Histoire de l’Armée rouge. Tome 1 : La Révolution et la guerre civile : 1917–1924. Plon, Paris 1981, ISBN 2-259-00717-1.
  • Le Mauser 96. Éd. du Guépard, Paris 1982, ISBN 2-86527-027-0.
  • Dagues et couteaux. Éd. de la Pensée moderne et Jacques Grancher, coll. « Le Livre des armes » no 9, Paris 1983, ISBN 2-7339-0075-7.
  • Histoire des armes de chasse. Jacques Grancher, Paris 1984.
  • Le Guide de l’aventure. Pygmalion, Paris 1986, ISBN 2-85704-215-9. (pagination non connue)
  • Les Armes blanches : sabres et épées. Éd. de la Pensée moderne et Jacques Grancher, coll. « Le Livre des armes » no 10, Paris 1986, ISBN 2-7339-0160-5.
  • Les Armes de poing : de 1850 à nos jours. Larousse, Paris 1988, ISBN 2-03-506214-4.
  • Les armes des services spéciaux. Jacques Grancher, Paris
  • Treize meurtres exemplaires : terreur et crimes politiques au XXe siècle. Plon, Paris 1988, ISBN 2-259-01858-0.
  • L’Assassin du président Kennedy. Perrin, coll. « Vérités et légendes », Paris 1989, ISBN 2-262-00646-6.
  • L’Arme de chasse aujourd'hui. Jacques Grancher, coll. « Le Livre des armes » no 11, Paris 1990.
  • Les Beaux-arts de la chasse. Jacques Grancher, coll. « Passions », Paris 1992.
  • Le Couteau de chasse. Crépin-Leblond, coll. « Saga des armes et de l’armement », Paris 1992, ISBN 2-7030-0099-5.
  • Le Cœur rebelle. Les Belles-Lettres, Paris 1994, ISBN 2-251-44032-1.
  • Gettysburg. Éd. du Rocher, Monaco/ Paris 1995, ISBN 2-268-01910-1.
  • Histoire critique de la Résistance. Pygmalion, Collection rouge et blanche, Paris 1995, ISBN 2-85704-444-5.
  • Les armes qui ont fait l’histoire. Tome 1, Crépin-Leblond, coll. « Saga des armes et de l’armement », Montrouge, 1996, ISBN 2-7030-0148-7.
  • Revolvers et pistolets américains : l'univers des armes. (avec la collaboration de Philippe Fossat et Rudy Holst), Solar, coll. « L'Univers des armes », 1996, ISBN 2-263-02429-8.
  • Histoire d'un fascisme allemand : les corps-francs du Baltikum et la révolution. (sous-titré du Reich de la défaite à la nuit des longs couteaux : 1918–1934), Pygmalion, Collection rouge et blanche, Paris 1996, ISBN 2-85704-479-8.
  • Les Blancs et les Rouges : histoire de la guerre civile russe. 1917–1921, Pygmalion, Collection rouge et blanche, Paris 1997, ISBN 2-85704-518-2. réed. augmentée, Le Rocher, 2007, ISBN 978-2-268-06385-0.
  • Encyclopédie des armes de chasse : carabines, fusils, optique, munitions. Maloine, Paris 1997, ISBN 2-224-02363-4.
  • Dictionnaire amoureux de la chasse. Plon, coll. « Dictionnaire amoureux », Paris, 2000, ISBN 2-259-19198-3.
  • Histoire de la Collaboration. (suivi des dictionnaires des acteurs, partis et journaux), Pygmalion, Paris, 2000, ISBN 2-85704-642-1.
  • Histoire du terrorisme. Pygmalion et Gérard Watelet, Paris, 2002, ISBN 2-85704-749-5.
  • Histoire et tradition des Européens : 30 000 ans d'identité. Éd. du Rocher, Monaco/ Paris, 2002, ISBN 2-268-04162-X.
  • De Gaulle : la grandeur et le néant : essai. Éd. du Rocher, Monaco/ Paris, 2004, ISBN 2-268-05202-8.
  • Le Siècle de 1914. Utopies, guerres et révolutions en Europe au XXe siècle. Pygmalion, Paris, 2006, ISBN 2-85704-832-7.
  • Ernst Jünger. Éd. du Rocher, Monaco/ Paris, 2009, ISBN 978-2-268-06815-2.
  • Le Choc de l'histoire : religion, mémoire, identité. Via Romana, Versailles, 2011, ISBN 979-10-90029-07-1.

Auf Deutsch erschienene Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Söldner ohne Sold. Die deutschen Freikorps 1918–1923. Neff, Wien u. Berlin 1974. 2. Aufl.: Ein deutscher Heldenkampf. Die Geschichte der Freikorps 1918–1923. Söldner ohne Sold. Arndt, Kiel 1989, ISBN 3-88741-141-2. (Übersetzung von Baltikum: dans le Reich de la défaite, le combat des Corps-francs, 1918-1923, Paris 1974).
  • Amerikanische Revolver und Pistolen. Neff, Rastatt 1997, ISBN 3-8118-5402-X. (Übersetzung von Revolvers et pistolets américains, 1996).
  • Ein Samurai aus Europa. Das Brevier der Unbeugsamen. Ahnenrad der Moderne, Bad Wildungen 2014, ISBN 978-3-935562-14-0 (Übersetzung von Un samouraï d'Occident. Le bréviaire des insoumis).
  • Für eine positive Kritik. Das Ende der alten Rechten. Jungeuropa, Dresden 2017 , ISBN 978-3-9817828-9-9. (Übersetzung von Pour une critique positive, 1962).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel im Magazin The New Yorker (engl.)
  2. Pierre Milza verortet die Jeune-Nation-Bewegung im Umfeld von Rechtsextremismus und Neofaschismus in seinem Werk L’Europe en chemise noire. Les extrêmes droites en Europe de 1945 à aujourd’hui (Flammarion, Sammlung « Champs », 2002, S. 64–68).
  3. Laut Pierre Milza (op. cit. S. 131) zeigt die Europe-Action « Überzeugungen, die sowohl europäisch als auch national sind ». Aus diesem Grunde kennzeichnet Pierre-André Taguieff sie als « national-europäisch » (siehe Sur la Nouvelle Droite. Jalons d’une analyse critique, « Descartes et cie », 1994).
  4. Vergleiche Informationen in Band 1 im Dictionnaire de la politique française, Henry Coston (1967).
  5. Siehe Le Cœur rebelle, Les Belles-Lettres, Paris 1994, ISBN 2-251-44032-1.
  6. Dans un message, Dominique Venner expliquait les raisons de son suicide. Le Monde, 21. Mai 2013, abgerufen am 22. Mai 2013.
  7. Les Actualités françaises, 14. November 1956.
  8. La Nouvelle Revue d’Histoire Nr. 27, S. 52.
  9. Pierre Milza, Fascismes français, passé et présent, Flammarion, 1988, S. 320.
  10. Pierre Milza, L’Europe en chemise noire. Les extrêmes droites en Europe de 1945 à aujourd’hui, Flammarion, collection « Champs », 2002, S. 193. Anmerkung 1 (S. 443) sagt darüber hinaus: « Im Dezember 1982, auf dem Kongress der Parti des forces nouvelles forderte das Politbüromitglied Roland Hélie die Militanten zu einer erneuten Lektüre von Venners Schriften auf. » Siehe Pierre-André Taguieff, « La stratégie culturelle de la “Nouvelle Droite” en France (1968–1983) », in Vous avez dit fascismes?, unter Führung von Robert Badinter, Paris, Arthaud/Montalba, 1984, S. 13–52.
  11. « Null plus Null, das ergibt immer Null. Die Addition von Mythomanen, Komplotteuren, Nostalgikern, Karrieristen, “Nationalen” wird also niemals eine kohärente Kraft ergeben. An der Hoffnung festzuhalten, das Unvereinbare zu vereinigen bedeutet im Irrtum zu verbleiben. Die wenigen wertvollen Elemente werden paralysiert durch die Verrückten, die sie umgeben. Das allgemeine Urteil irrt sich hierin nicht. So fügen sie dem Nationalismus, mit dem sie häufig verwechselt werden, beträchtlichen Schaden zu. Sie bringen die gesunden Elemente dazu sich zurückzuziehen und trocknen die Rekrutierung der Wertvollen aus.
    Mit jenen kann es keine Vereinigung geben. Ganz im Gegenteil gilt es auf die fundamentalen Unterschiede hinzuweisen, die sie vom Nationalismus trennen. Die Spinner müssen rücksichtslos entfernt werden. Unter dieser Bedingung wird es möglich sein, neue Mitglieder und effektive Unterstützer anzuziehen. »
  12. Die Wahl des Namens des französischen Revolutionärs erklärt sich durch den Wunsch, sich von der katholischen, extremen Rechten abzugrenzen.
  13. Nouvelle École, August-September 1968.
  14. Laut Pierre-André Taguieff.
  15. Das IEO stellt sich dar als ein « Zentrum des Reflektierens, der Information und Konzentration, offen für alle, die das Chaos ablehnen und in der abendländischen Tradition die Lösungen suchen für die Probleme, die sich bei der Entwicklung der Gesellschaft ergeben. » (Zitat nach Pierre-André Taguieff, Sur la Nouvelle Droite. Jalons d’une analyse critique, « Descartes et cie », 1994).
  16. Siehe die Darstellung des Verlegers von dem Buch Le Cœur rebelle (éd. Les Belles Lettres, 1994), ein Werk, das völlig der Erinnerung seiner militanten Zeit gewidmet ist, welche Anfang der 70er mit der Schließung des Institut d’études occidentales endet. In einem weiteren seiner Bücher stellt er fest: « In meiner Jugend war ich in die kämpferischen Aktionen stark involviert, habe mich aber vollständig davon zurückgezogen. Ich habe viel dabei gelernt. Ich habe mich selbst als ein rebellisches Herz begreifen gelernt, ein Rebell der den Werten der Rechtschaffenheit in seiner Kindheit treu ist. » Nachtrag zu Siècle de 1914, Pygmalion, 2007, S. 404. Die Seite « Biographie », mit dem Untertitel « Restituer la longue mémoire du passé » von der offiziellen Seite von Dominique Venner sagt dazu: « Um 1970 löste er sich endgültig von seinem politischen Engagement, das, wie er sagte, nicht mit seiner Berufung übereinstimme. »
  17. Jean-Yves Camus und René Monzat, Les droites radicales et nationales en France, Presses universitaires de Lyon, 1992, die Seiten 264 und 265 stellen fest « D. Venner hat sich in den 70ern mehr oder weniger aus der Politik zurückgezogen ».
  18. «Ich bin in dem Maße Schriftsteller, wie ich mich dem von mir Geschriebenen verbunden fühle. Von der Berufung her bin ich Historiker, mit dem leidenschaftlichen Wunsch zu verstehen und dem Bemühen um die Wahrheit. In allererster Linie verlange ich einen freien Geist, ohne politische oder ideologische Verpflichtung, und habe mich deshalb entschieden außerhalb der universitären Schranken zu arbeiten.», ebenda.
  19. Gwendal Châton, « Die Geschichte im Prisma der Erinnerung der extremen Rechten: Enquête sur l’Histoire und La Nouvelle Revue d’Histoire. zwei Zeitschriften von Dominique Venner », in Michel J. (dir.), Mémoires et Histoires. Des identités personnelles aux politiques de reconnaissance. Rennes, Presses universitaires de Rennes, Sammlung « Essais », 2005, S. 213–243.
  20. G. Châton, op. cit. S. 221–222.
  21. G. Châton, op. cit. S. 227.
  22. G. Châton, op. cit., S. 233.
  23. Bénédicte Vergez-Chaignon, Les Vichysto-résistants : de 1940 à nos jours, Perrin, 2008, S. 721.
  24. Siehe diesbezüglich folgende Auszüge aus dem Buch.
  25. Webseite der Zeitschrift.
  26. Anne-Laure Frémont: Un homme se suicide dans Notre-Dame de Paris. Le Figaro, 21. Mai 2013, abgerufen am 21. Mai 2013.
  27. La manif du 26 mai et Heidegger. 22. Mai 2013, abgerufen am 22. Mai 2013 (französisch).
  28. Compte Twitter officiel de Marine Le Pen: Tout notre respect à Dominique Venner… 21. Mai 2013.
  29. Venner suicide at Notre-Dame 'political' - Le Pen. BBC News, 22. Mai 2013, abgerufen am 22. Mai 2013 (englisch).
  30. Clémence Olivier: Suicide de Notre-Dame : Frigide Barjot prend ses distances avec Dominique Venner - France Info. Franceinfo.fr, abgerufen am 22. Mai 2013 (französisch).
  31. Kim Willsher: Femen protester stages mock suicide at Notre Dame cathedral. In: The Guardian London. 22. Mai 2013, abgerufen am 25. Mai 2016.