Don’t Breathe

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Filmdaten
Deutscher TitelDon’t Breathe
OriginaltitelDon’t Breathe
Don't Breathe Free Logo.png
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2016
Länge88 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegieFede Alvarez
DrehbuchFede Alvarez
Rodo Sayagues
ProduktionSam Raimi,
Rob Tapert,
Fede Alvarez
MusikRoque Baños
KameraPedro Luque
SchnittEric L. Beason,
Louise Ford
Besetzung

Don’t Breathe ist ein US-amerikanischer Horrorfilm von Fede Alvarez aus dem Jahr 2016. Die Hauptrollen spielen Jane Levy, Dylan Minnette, Daniel Zovatto und Stephen Lang. Der Film feierte seine Premiere am 12. März 2016 beim South by Southwest Filmfestival und kam am 26. August 2016 in die Kinos. Der deutsche Kinostart war am 8. September 2016.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rocky, Alex und Money sind drei Kleinkriminelle, welche in Detroit leben und ihr Geld verdienen, indem sie zusammen in Häuser einbrechen und das Diebesgut im Nachhinein verkaufen. Da Alex' Vater eine Sicherheitsfirma betreibt, sind die Gefahrenmeldeanlagen der Häuser für sie kein Problem. Rocky träumt davon, zusammen mit ihrer kleinen Schwester Diddy nach Kalifornien zu ziehen, um ihrer misshandelnden Mutter und deren alkoholsüchtigem Freund zu entkommen. Sie erhalten einen Tipp, wonach sich im Haus eines blinden Veteranen eine Geldsumme von 300.000 US-Dollar befinden soll. Das Geld habe dieser als Entschädigung bekommen, nachdem eine Frau namens Cindy Roberts vor mehreren Jahren versehentlich seine Tochter überfahren hatte. Rocky, Alex und Money planen, nachts in das Haus einzubrechen, um sich das Geld zu schnappen.

Am Abend des Einbruchs verabreichen sie dem Hund des alten Mannes eine Droge, wonach dieser bewusstlos wird. Rocky zertrümmert eine kleine Fensterscheibe und so gelangen die drei in das Haus. Dort suchen sie vergeblich nach dem Bargeld, bis sie an eine verschlossene Tür geraten, hinter welcher sie das Geld vermuten. Money schießt auf das Schloss der Tür, was den blinden Veteranen aufweckt. Dieser erkennt trotz seiner Sehbehinderung die Lage, entwendet Money gekonnt dessen Pistole und erschießt ihn damit. Rocky gerät in Panik und versteckt sich in einem Kleiderschrank, aus welchem sie den blinden Mann beobachten kann. Sie sieht, wie dieser einen versteckten Tresor öffnet und seinen Geldbestand überprüft. Nachdem der alte Mann das Zimmer verlässt, nehmen sich Alex und Rocky das Geld und versuchen zu flüchten.

Dabei geraten sie über eine Tür in den Keller des Hauses, wo sie in einer Art selbstgebauten Weichzelle eine gefesselte und geknebelte Frau vorfinden. Die Frau stellt sich als Cindy Roberts, welche vor Jahren die Tochter des Mannes überfahren hatte, heraus und wird von Alex und Rocky befreit. Die drei versuchen nun, zusammen das Haus zu verlassen, werden jedoch wieder von dem blinden Mann überrascht. Dieser schießt mit Moneys Pistole auf Alex und Rocky, trifft dabei jedoch versehentlich Cindy. Rocky und Alex flüchten daraufhin in den Keller. Als der blinde Mann bemerkt, dass er statt der Einbrecher seine Gefangene tödlich getroffen hat, ist er außer sich vor Wut und stellt im Keller den Strom ab. Alex schafft es, den Mann mit einem Hieb orientierungslos zu schlagen, woraufhin er und Rocky schleunigst den Keller verlassen.

Sie bemerken schnell, dass alle Ausgänge des Hauses versperrt sind und versuchen stattdessen, über das Belüftungssystem zu fliehen. Währenddessen ist der Hund wieder aufgewacht und attackiert Alex. Der blinde Mann nutzt diese Gelegenheit, um Alex zu überwältigen und in einen Abstellraum zu schleppen. Auch Rocky wird von dem Hund durch die Schächte des Belüftungssystems gejagt und kurze Zeit später von dem Mann gefasst.

Rocky erwacht gefesselt im Keller des Hauses, wo der blinde Mann ihr schließlich erklärt, dass Cindy schwanger mit seinem Kind war. Er habe Cindy geschwängert, weil diese seine einzige Tochter umgebracht hatte. Da Cindy jedoch nun auch tot sei, sei es Rocky, die ihm nun ein Kind schulde. Der Mann versucht, Rocky künstlich zu befruchten, wird dabei aber im letzten Moment von Alex überwältigt und in Handschellen gelegt.

Da sich im ganzen Haus ihr Blut befindet, wollen Rocky und Alex nicht die Polizei alarmieren und versuchen nochmals, durch die Eingangstür des Hauses zu fliehen. Der blinde Mann kann sich in der Zwischenzeit jedoch von den Handschellen befreien und erschießt Alex, während Rocky zu ihrem Auto rennt. Sie wird dabei wieder vom Hund des Mannes gejagt, schafft es aber, diesen im Kofferraum des Autos einzusperren. In diesem Moment attackiert sie wieder der blinde Mann, überwältigt sie und schleppt sie erneut in das Haus zurück. Im Haus angekommen kann sie ihn jedoch durch das Auslösen der Alarmanlage des Hauses ablenken. Sie greift sich ein Brecheisen und prügelt so lange auf den orientierungslosen Mann ein, bis dieser bewusstlos zusammenbricht. Rocky flieht anschließend, kurz bevor die Polizei am Haus des Mannes eintrifft.

Mit dem erbeuteten Geld plant Rocky nun, Detroit zu verlassen und mit Diddy nach Los Angeles zu reisen. Kurz bevor sie einen Zug Richtung Los Angeles besteigt, sieht sie in den Nachrichten, dass der blinde Mann inzwischen außer Lebensgefahr ist und den Behörden nichts von Rocky oder dem gestohlenen Geld erzählt hat.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regisseur Fede Alvarez gab an, dass er sich bei der Verwirklichung von Don’t Breathe stark auf die ausgeübte Kritik zu seinem vorherigen Horrorfilm Evil Dead (2013) gestützt habe. Demnach kritisierten Zuschauer bei Evil Dead den exzessiven Einsatz von Filmblut sowie den Fakt, dass der Film das Publikum lediglich „schockieren“ sollte. Alvarez versuchte in Don’t Breathe sich diese Kritik zu Herzen zu nehmen und den Film eher spannend als schockierend zu gestalten.[2]

Die Dreharbeiten begannen am 29. Juni 2015. Obwohl der Film in der US-amerikanischen Stadt Detroit spielt, wurde hauptsächlich in Ungarn gedreht. Einzig Großaufnahmen der Stadt wurden vor Ort in Detroit aufgenommen.

Seine Premiere feierte der Film mit einem Budget von knapp zehn Millionen US-Dollar am 12. März 2016 beim South by Southwest. Die Einnahmen in den USA beliefen sich auf rund 89,2 Millionen, weltweit konnten über 157 Millionen US-Dollar eingespielt werden.[3] Don’t Breathe kam in Nordamerika am 26. August 2016 in die Kinos, der deutsche Kinostart war am 8. September 2016.

Eine Fortsetzung ist für das Jahr 2019 geplant.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt von Kritikern überwiegend positive Bewertungen. Auf Rotten Tomatoes hält er derzeit (Stand: Juli 2017) eine Bewertung von 87 %, basierend auf 194 Kritiken und einer Durchschnittsbewertung von 7,1/10.[4] Metacritic bewertet den Film mit 71/100 Punkten, basierend auf 38 Kritiken.[5]

Christoph Petersen von filmstarts.de bewertete Don’t Breathe mit 4/5 Sternen und urteilte, dass der Film ein „hervorragend inszenierter No-Nonsense-Home-Invasion-Thriller [sei], der seine ungeheure Effektivität vor allem seinem konsequenten Minimalismus verdankt.“[6]

Der Filmdienst erklärte den Film zu einem „packende[n], nervenzerrende[n] ‚Home Invasion‘-Thriller, der sich simplen Schockeffekten verweigert und mit einigen überraschenden Wendungen punktet. Die Inszenierung nutzt dabei geschickt die Beschränkungen durch Raum und Zeit und setzt auf glaubwürdige Charaktere.“[7]

Cinema.de kommt zu dem Fazit: „Fede Alvarez hat einen Suspense-Thriller inszeniert, der im Detail nicht immer glaubwürdig ist, dessen Spannungskurve aber stetig ansteigt.“[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Don’t Breathe. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Interview: Director Fede Alvarez on Don’t Breathe. Abgerufen am 5. August 2016.
  3. Don't Breathe auf boxofficemojo.com, abgerufen am 4. September 2016.
  4. Don’t Breathe bei Rotten Tomatoes (englisch)Vorlage:Rotten Tomatoes/Wartung/„importiert aus“ fehlt
  5. Don’t Breathe bei Metacritic (englisch)
  6. Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion auf filmstars.de, abgerufen am 4. September 2016.
  7. Kritik der Filmdienst-Redaktion auf filmdienst.de, abgerufen am 4. September 2016.
  8. Kritik der cinema.de-Redaktion auf cinema.de, abgerufen am 4. September 2016.