Dorabella-Chiffre

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Die drei Zeilen der sogenannten Dorabella-Chiffre

Als Dorabella-Chiffre (engl. Dorabella Cipher) bezeichnet man einen dreizeiligen vermeintlichen Chiffretext, den Dora Mary Powell, geb. Penny (1874–1964) ihren erstmals 1937 erschienenen Erinnerungen an Edward Elgar anhängte, Edward Elgar: Memories of a Variation. Der vermeintliche Chiffretext fand sich angeblich einem Brief von Elgars Frau an Dorabella Pennys Stiefmutter von 1897 beigefügt; auf seiner Rückseite stand angeblich „Miss Penny“.[1]

Die drei Zeilen bestehen aus längen- und richtungsbedingten Variationen des Buchstabens E. Bis heute konnte der Text nicht entziffert werden. Elgars vermeintliche Urheberschaft findet sich durch die Unterschrift und Mrs. Powells Bezeichnung „the third letter I had from him, if indeed it is one“ angedeutet.[1] Der Verbleib des Originals ist nicht bekannt.

Vier Kartons mit nachgelassenen Papieren Mrs. Powells (GB 1249 MS 5571) wurden 1986 der Bibliothek des Royal College of Music, London, übergeben.

Dechiffrierversuche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Australier Tim S. Roberts schlug im September 2009 den folgenden Klartext vor:[2][3]

„P.S. Now droop beige weeds set in it – pure idiocy – one entire bed! Luigi Ccibunud luv’ngly tuned liuto studo two.“

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mrs. Richard Powell: Edward Elgar: Memories of a Variation. Methuen & Co., London 1949.
  • Kevin Jones: Breaking Elgar’s enigmatic code. In: New Scientist magazine. Nr. 2479, 25. Dezember 2004, S. 56. Online (Memento vom 4. März 2006 im Internet Archive).
  • Jerrold Northrop Moore: Edward Elgar. A creative life. Oxford University Press, Oxford 1984, ISBN 0-193-15447-1, S. 114.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Powell. Appendix A, S. 129.
  2. cryptologicfoundation.org (PDF; 540 kB)
  3. Tim S Roberts: Solving the Dorabella Cipher (PDF; 428 kB)