Dorfbeuern

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Dorfbeuern
Wappen Österreichkarte
Wappen von Dorfbeuern
Dorfbeuern (Österreich)
Dorfbeuern
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Salzburg-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: SL
Hauptort: Michaelbeuern
Fläche: 14,6 km²
Koordinaten: 48° 1′ N, 13° 1′ OKoordinaten: 48° 1′ 0″ N, 13° 1′ 0″ O
Höhe: 471 m ü. A.
Einwohner: 1.580 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 108 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5152
Vorwahl: 06274
Gemeindekennziffer: 5 03 06
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Michaelbeuern 45
5152 Dorfbeuern
Website: www.dorfbeuern.salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Adolf Hinterhauser (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2019)
(17 Mitglieder)
13
4
13 
Insgesamt 17 Sitze
Lage von Dorfbeuern im Bezirk Salzburg-Umgebung
AnifAntheringBergheimBerndorf bei SalzburgBürmoosDorfbeuernEbenauElixhausenElsbethenEugendorfFaistenauFuschl am SeeGömingGroßgmainHallwangHenndorf am WallerseeHinterseeHof bei SalzburgKöstendorfLamprechtshausenMattseeNeumarkt am WallerseeNußdorf am HaunsbergOberndorf bei SalzburgObertrum am SeePlainfeldSankt Georgen bei SalzburgSankt GilgenSchleedorfSeehamSeekirchen am WallerseeStraßwalchenStroblThalgauWals-SiezenheimGrödigKopplSalzburgSalzburgLage der Gemeinde Dorfbeuern im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Dorfbeuern ist eine Gemeinde mit 1580 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Norden des Bundeslandes Salzburg im Bezirk Salzburg-Umgebung. Weithin bekannt und bedeutend ist das in der Ortschaft Michaelbeuern liegende Benediktinerstift.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfbeuern vom Haunsberg gesehen

Die Gemeinde liegt im Nordosten des Bezirks Salzburg-Umgebung (Flachgau) 24 km Kilometer nördlich der Stadt Salzburg an der Grenze zu Oberösterreich und ist Teil des Gerichtsbezirks Oberndorf. Der größte Fluss ist die Oichten, sie bildet die Südostgrenze. Die Fläche beträgt rund fünfzehn Quadratkilometer. Mehr als sechzig Prozent werden landwirtschaftlich genutzt, beinahe dreißig Prozent sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindefläche beträgt 14,5 km² und ist identisch mit der einzigen Katastralgemeinde gleichen Namens. Unterteilt wird Dorfbeuern in die Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[2]):

  • Au (20)
  • Breitenlohe (188)
  • Buchach (30) samt Poschenau
  • Dorfbeuern (315)
  • Michaelbeuern (334)
  • Reitsberg (47) samt Grub, Immelsberg und Schlipfing
  • Scherhaslach (12)
  • Schönberg (206) samt Lielon, Oberlielon und Unterlielon
  • Thalhausen (54)
  • Vorau (250)
  • Wagnerfeld (103)
  • Wagnergraben (21)

Die Dörfer Dorfbeuern, Michaelbeuern und Vorau werden als die Hauptorte angesehen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moosdorf (BR) Feldkirchen bei Mattighofen (BR) Perwang am Grabensee (BR)
Lamprechtshausen Nachbargemeinden
Nußdorf am Haunsberg

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Gemeinde ist die Benediktinerabtei Michaelbeuern, die um das Jahr 730 nach Christus gegründet wurde. In dessen Klosterkatalog von 817 wird Michaelbeuern genannt.

Im Jahr 1072 wurde die romanische Pfeilerbasilika vom Patriarchen Sighard von Aquilea, dem Erzbischof Gebhard von Salzburg und dem Bischof Dietwin von Concordia geweiht. Bis zur Plünderung 1249 erlebte das Kloster eine Blütezeit. Ein Brand 1364, Auswirkungen der Reformation und Misswirtschaft schädigten das Kloster, sodass es nur noch drei Mönche beherbergte. Ab dem Jahr 1590 begann ein langsamer Aufstieg. Im 17. Jahrhundert lehrten 25 Mönche an der Benediktineruniversität Salzburg.

Von den Nationalsozialisten wurden das Kloster geschlossen und die Mönche vertrieben, 1950 wurde die Kirche wieder geweiht, 1985 wurden große Teile des Klosters und die Stiftskirche restauriert.[3][4]

Für Dorfbeuern wird 790 im Güterverzeichnis des Salzburger Bischofs Arno ein dem hl. Johannes geweihtes Gotteshaus erwähnt. Es gehörte zur Pfarre Lamprechtshausen. Im 12. Jahrhundert entstand ein dem hl. Nikolaus geweihter romanischer Neubau und dieser wurde 1229 von Erzbischof Eberhard II. zur Pfarrkirche erhoben und dem „Kloster zu Beuern“ (Michaelbeuern) inkorporiert.

Um das Jahr 1240 wurde die Kirche verlängert. Seither ist ihr Aussehen weitgehend unverändert, nur der Turm wurde 1774 mit einem barocken Zwiebelhelm versehen.[5]

Die politische Gemeinde Dorfbeuern entstand am 1. Jänner 1850.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Dorfbeuern

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 56 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 35 im Haupt-, 19 im Nebenerwerb und zwei von juristischen Personen betrieben. Im Produktionssektor arbeiteten 36 Erwerbstätige im Baugewerbe und 26 im Bereich Herstellung von Waren. Der mit Abstand größte Arbeitgeber im Dienstleistungssektor war der Bereich soziale und öffentliche Dienste.[6][7][8]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 56 70 56 66
Produktion 18 9 62 36
Dienstleistung 61 44 159 182

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten 768 Erwerbstätige in Dorfbeuern. Davon arbeiteten 182 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung hat seit 2019 insgesamt 17 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 1974 Konrad Stadler[11]
  • 1974–1984 Franz Ehgartner[12]
  • 1984–2004 Karl Paradeiser (ÖVP)[13]
  • seit 2004 Adolf Hinterhauser (ÖVP)[14]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist: „Rot vor Blau gespalten, darin jederseits ein einwärtsgekehrter silberner Flügel, der rechte belegt mit einer roten, der linke mit einer blauen Kugel und zwischen beiden Flügeln am Spalt eine silberne Kugel.“

Es wurde 1956 verliehen und ist eine Kombination des Klosterwappens von Michaelbeuern und den Attributen des hl. Nikolaus (drei Kugeln), dem Kirchenpatron von Dorfbeuern.[15]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dorfbeuern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Dorfbeuern, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. März 2021.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  3. Dorfbeuern, Zahlen z´und Fakten. Gemeinde Dorfbeuern, abgerufen am 16. März 2021 (österreichisches Deutsch).
  4. Geschichte. Abtei Michaelbeuern, abgerufen am 16. März 2021.
  5. Pfarre Dorfbeuern - Geschichte. Abgerufen am 16. März 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Dorfbeuern, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. März 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Dorfbeuern, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. März 2021.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde Dorfbeuern, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. März 2021.
  9. Ein Blick auf die Gemeinde Dorfbeuern, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. März 2021.
  10. https://www.salzburg.gv.at/stat/wahlen/gvw/index.html#erg.35.0.0.2
  11. Konrad Stadler. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  12. Franz Ehgartner. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  13. Karl Paradeiser. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  14. Adolf Hinterhauser. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  15. Gemeindewappen. Gemeinde Dorfbeuern, abgerufen am 16. März 2021 (österreichisches Deutsch).