Dorflinde in Faistenau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dorflinde in Faistenau

Die Faistenauer Dorflinde ist eine sogenannte Tausendjährige Linde und befindet sich mitten auf dem Dorfplatz der Gemeinde Faistenau im Flachgau, Land Salzburg. Faistenau liegt genau 14,37 Kilometer Luftlinie östlich der Stadt Salzburg.

Der hohle und daher begehbare Stamm der anscheinend 1000 Jahre alten Linde hat einen Umfang von 9,10 Meter, die Linde selber eine Höhe von 20,5 Meter (Stand: 2008). Das genaue Alter ist heute nicht mehr feststellbar. Durch die relativ späte Besiedlung der Gegend im 12. Jahrhundert geht man jedoch davon aus, dass die Linde als Zeichen der Gemeinschaft von den ersten Siedlern gepflanzt worden war, noch bevor die Edlen von Thurn 1324 die Kirche stifteten. Die Linde prägt den Dorfplatz und steht als Naturdenkmal unter Schutz.

Ein hohler westlicher Ast der Linde wird nach wie vor „Predigtstuhl“ genannt und kann von innen durch den Baum erreicht werden. Bei der Jesuiten-Mission, die am Sonntag den 25. Oktober 1863 begann und bis zum 2. November 1863, Allerseelen, dauerte, wurden 19 der 26 Predigten von dieser „Kanzel“ aus gehalten.[1]

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Bedeutung wird im Gemeindewappen sichtbar, das die Linde im Zentrum zeigt und von zwei Sparren, die dem Wappen der Herrn von Thurn entnommen wurden, überdacht wird. Zu bestimmten Anlässen finden Trachtengruppen, Gesangvereine und Festzüge vor ihr Aufstellung. Alle drei Jahre wird unter ihr der Jedermann aufgeführt, die nächste Staffel ist für den Sommer 2019 vorgesehen.[2] Die Linde ist eine der Sehenswürdigkeiten der Gemeinde

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. […] „Ein Gegenstand allgemeiner Bewunderung war die große Linde auf dem Platze vor der Kirche – sie mißt 4½ Umgriff oder 27 Fuß –, an der die Kanzel angebracht war; mit sehr geringer Mühe wurde ein ganz bequemer Aufgang von 9 Stufen durch die sehr schön verwachsene Höhlung der Linde hergestellt, so daß der Prediger aus dem Innern des Baumes auf die Kanzel heraustrat. […].“ Zitiert nach: Salzburger Kirchenblatt. Nr. 45 vom 3. November 1863, S. 371f.
  2. [1]

Koordinaten: 47° 46′ 40,4″ N, 13° 14′ 1,7″ O