Dornbusch (Viersen)

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Pfarrkirche

Dornbusch ist ein Ortsteil der Stadt Viersen. Der Ort grenzt an die Stadtteile Süchteln und Dülken, sowie an Lobberich, einen Stadtteil von Nettetal. Der Ort ist umgeben von landwirtschaftlichen Flächen und Wäldern. Den Mittelpunkt des Ortes bildet die Neugotische Pfarrkirche St. Maria Helferin der Christen, welche heute zur GdG St. Clemens in Süchteln gehört.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Dornbusch findet sich 1465 in einem Zehnt-Vertrag des Kanonikers Matthias zu Rade (als "dor den Busch"; StAKöln, Pantaleon, 421). Neben Dorp/Vorst, Sittard und Hagenbroich war Dornbusch eine der vier Honschaften des spätmittelalterlichen Süchteln. Seine "durch den (Hohen) Busch" erreichbaren Höfe waren dem Schultheißenhof und der Pfarrkirche in Süchteln kurmutpflichtig. 1663 wurde eine Irmgardis-Bruderschaft Dornbusch gegründet.

St. Maria Hilfe der Christen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche St. Maria Hilfe der Christen in Dornbusch ist die Pfarrkirche der umliegenden Bauerschaften Dornbusch, Kölsum und Rennekoven. Wegen der großen Entfernung aus dem lose besiedelten bäuerlichen Gebiet zu den bestehenden Pfarrkirchen in Süchteln, Dülken oder Lobberich wurde sie 1855-58, zunächst als Kapelle, nach einem Entwurf des Kölner Baumeisters Vincenz Statz errichtet.

Am 20. März 1854 beantragte die Gemeinde St. Clemens (Süchteln), Pfarrer Ringelhoven, beim Generalvikariat Köln wegen der entfernten Lage der Honschaft den Bau einer eigenen Kapelle in Dornbusch. Der Bauplatz wurde außerhalb der eigentlichen Honschaft gewählt, um den anderen zur Betreuung vorgesehenen Honschaften Rennekoven und Kölsum näher zu liegen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 21. November 1855, am 1. Dezember 1857 wurde die neue Kapelle benediziert. Nach der endgültigen Fertigstellung wurde zum 12. Oktober 1858 Hermann Josef Koch als erster Rektor angestellt.

Ein weiterer Schritt in der kirchlichen Entwicklung Dornbuschs war 1862 die Einrichtung einer Volksschule.

Am 30. Oktober 1889 wurde die Kapellengemeinde gegründet; die Konsekration der Kapelle erfolgte am 22. August 1892. Sie wurde 1903-09 baulich zu einer Kirche erweitert. Hierzu wird ein Turm samt anschließendem Hauptschiffjochen aufgeführt (Fa. Johannes Feldges, Lobberich). Der Kirchenmaler Heinrich Brey aus Geldern malte 1912 (mit Heinrich Froitzheim) den neuen Kirchenraum aus, 1916 erfolgte der Einbau einer Heizung. Zum 6. Oktober 1918 erlangte Dornbusch schließlich die angestrebte Pfarrerhebung. Die Kirche wurde von 1968 bis 1973 (Bauleitung: Lorenz Henenkes) und 1987/88 (Turmsanierung; Architekt: Bolten) grundlegend instand gesetzt

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St. Irmgardis Bruderschaft Dornbusch 1663 e.V.
  • Kirchenchor "Cäcilia - Dornbusch 1861 e.V."
  • St. Martins Verein Dornbusch e.V.
  • Sportfreunde Dornbusch e.V.
  • Straßengemeinschaft Dornbuscher-/Lobbericherstraße e.V.

Gastronomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hotel - Restaurant "Haus Berger"
  • Gasthof Dornbusch
  • Gaststätte Ix
  • Gaststätte Bertges

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Koordinaten: 51° 18′ N, 6° 19′ O