Dorothy Arzner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dorothy Arzner (* 3. Januar 1897 in San Francisco; † 1. Oktober 1979 in La Quinta, Kalifornien) war eine US-amerikanische Regisseurin.

Leben[Bearbeiten]

Dorothy Arzner war eine der wenigen Regisseurinnen in Hollywood. Sie kam als Kellnerin im Lokal ihres Vaters schon früh mit den Filmschaffenden in Hollywood in Kontakt. Nachdem sie im Ersten Weltkrieg als Lazarettschwester und Krankenwagenfahrerin tätig war, begann sie 1919 als Stenografin für William DeMille, den Bruder von Cecil B. DeMille in der Drehbuchabteilung von Famous Players, aus denen bald Paramount entstehen sollte.

Bald arbeitete sie als Cutterin, und ihre Arbeit für die Stierkampfszenen in Blood and Sand, einem großen Erfolg von Rudolph Valentino, war so brillant, dass James Cruze sie zur Chefcutterin von The Covered Wagon aus dem Folgejahr machte. 1927 drehte sie ihren ersten eigenen Film Fashions for Women als Regisseurin und wurde in der Umbruchphase vom Stummfilm zum Tonfilm sehr bekannt. Sie inszenierte Clara Bows ersten Tonfilm. Die Publicity um die angeblich aufgrund von Claras Lautstärke durchgebrannten Sicherungen der Mikrophone halfen mit, aus der seichten Dreiecksgeschichte einen finanziellen Erfolg zu machen.

Besonders Arzners beide Streifen mit dem damaligen weiblichen Topstar des Studios, Ruth Chatterton waren große finanzielle Erfolge. Sarah and Son erzählte die Geschichte einer österreichische Sopranistin, die ihr illegitimes Kind aufgeben musste und später jahrelang nach ihm sucht. Chatterton wurde für ihre perfekte Modulation des anfänglich schweren deutschen Akzents zu einer fast perfekten englischen Diktion gegen Ende des Films gelobt. Angesichts der noch primitiven Aufnahmetechnik war das eine großartige Leistung.

Nana sollte aus Anna Sten, der neuesten Entdeckung von Samuel Goldwyn einen Star machen, doch die strengen Zensurbestimmungen des Production Code erlaubten nur eine entschärfte Version des Romans von Émile Zola. Nach den Querelen um Die Braut trug Rot, einem Stoff, der 1937 ursprünglich für Luise Rainer von MGM gekauft worden und dann an Joan Crawford weitergereicht worden war, beendete Arzner ihre Karriere. Sie drehte in den 1940er nur noch zwei wenig erfolgreiche Filme. Sie war die erste Frau, die der Directors Guild of America beitrat.

Filme[Bearbeiten]

  • 1927: Fashions of Women
  • 1927: Ten Modern Commandments
  • 1927: Get Your Man
  • 1928: Manhattan Cocktail
  • 1929: The Wild Party
  • 1930: Wiegenlied (Sarah and Son)
  • 1930: Anybody's Woman
  • 1931: Honor Among Lovers
  • 1931: Working Girls
  • 1932: Merrily We Go to Hell
  • 1933: Christopher Strong
  • 1934: Nana
  • 1936: Craig's Wife
  • 1937: Die Braut trug Rot (The Bride Wore Red)
  • 1940: Dance, Girl, Dance
  • 1943: First Comes Courage
  • 1949 Alexandra like arzner

Weblinks[Bearbeiten]