Dorothy Malone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Pin-up-Foto von Dorothy Malone für Yank, the Army Weekly (1945)

Dorothy Malone, eigentlich Dorothy Eloise Maloney (* 30. Januar 1924 in Chicago, Illinois; † 19. Januar 2018 in Dallas, Texas), war eine US-amerikanische Schauspielerin.[1] Für ihren Auftritt im Film In den Wind geschrieben gewann sie 1957 den Oscar als beste Nebendarstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorothy Malone begann sich schon im Kindesalter bei Schulaufführungen für die Schauspielerei zu interessieren. Die ersten Schritte im Showgeschäft machte sie als Fotomodell für Kindermode. Für den Film wurde sie in einer Studenteninszenierung entdeckt, lehnte aber einen Vertrag mit einem Hollywood-Studio ab. Sie wollte erst eine fundierte Ausbildung (Tanz und Stimmbildung) absolvieren. Bei dem großen Filmstudio RKO Pictures wurde sie dann unter Vertrag genommen, nachdem ein Agent sie im Theater gesehen hatte.

Ab 1945 arbeitete sie für die Warner Brothers Studios; einige kleinere Rollen folgten, so etwa als attraktive Buchverkäuferin in Tote schlafen fest neben Humphrey Bogart. In der Folgezeit spielte Malone meist weibliche Hauptrollen in B-Movies, der ganz große Durchbruch blieb ihr aber verwehrt. Hollywood nahm Malone erst als ernsthafte Schauspielerin wahr, als diese sich die Haare blond färbte und anschließend die nymphomanische Erbin eines Ölimperiums in Douglas Sirks Filmdrama In den Wind geschrieben (1956) verkörperte. Der Oscar, den sie für diesen Film bekam, erwies sich allerdings nicht als karrierefördernd. Die nachfolgenden Angebote hatten meist nicht mehr die Qualität dieses Films, Ausnahmen bildeten eine erneute Zusammenarbeit mit Sirk bei Duell in den Wolken (1957) sowie der Western Der Mann mit den goldenen Colts (1959) mit Henry Fonda.

So suchte sich Malone auch zunehmend im Fernsehen Rollenangebote. Ab 1964 spielte sie vier Jahre lang in der Seifenoper Peyton Place die Constance MacKenzie, eine Rolle, die ihr zwei Nominierungen für den Golden Globe Award sowie den Photoplay Award einbrachte. In den 1970er-Jahren trat sie nur noch sporadisch in Filmen auf, stattdessen spielte sie Gastrollen in Fernsehserien wie Die Straßen von San Francisco, Reich und Arm, Der Chef und Vegas. Ihre letzte Rolle übernahm Malone 1992 im Erotikthriller Basic Instinct, in welchem sie eine verurteilte Mörderin und Freundin von Sharon Stones Hauptfigur darstellte.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privat war sie in erster Ehe zwischen 1959 und 1964 mit dem Schauspieler Jacques Bergerac verheiratet. Aus dieser Verbindung stammen ihre beiden Töchter Mimi (* 1960) und Diane (* 1961). In zweiter Ehe heiratete sie 1969 den Bankier Robert Tomarkin. Die Ehe wurde noch im selben Jahr wieder annulliert. Ihre dritte Ehe schloss sie 1971 mit Charles H. Bell. Die Ehe wurde 1974 geschieden.

Die Schauspielerin lebte zuletzt zurückgezogen in Texas, wo sie im Januar 2018 mit fast 94 Jahren starb.[2] Ihr Stern am Hollywood Walk of Fame befindet sich an der 1718 Vine Street.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1942: The Man Who Wouldn’t Die
  • 1943: Gildersleeve on Broadway
  • 1943: The Falcon and the Co-eds
  • 1944: Higher and Higher
  • 1944: Seven Days Ashore
  • 1944: Showbusiness
  • 1944: Step Lively
  • 1944: One Mysterious Night
  • 1945: Frontier Days
  • 1945: Too Young to Know
  • 1946: Janie Gets Married
  • 1946: Tag und Nacht denk’ ich an Dich (Night and Day)
  • 1946: Tote schlafen fest (The Big Sleep)
  • 1948: To the Victor
  • 1948: Two Guys from Texas
  • 1948: One Sunday Afternoon
  • 1949: Blondes Gift (Flaxy Martin)
  • 1949: Die Konterbande (South of St. Louis)
  • 1949: Vogelfrei (Colorado Territory)
  • 1950: Verurteilt / Das graue Tor zur Hölle (Convicted)
  • 1950: Der Nevada Mann (The Nevadan)
  • 1950: The Killer That Stalked New York
  • 1951: Mrs. O’Malley and Mr. Malone
  • 1951: Saddle Legion
  • 1952: … jetzt wird abgerechnet (The Bushwhackers)
  • 1952: Teufelskerle des Ozeans (Torpedo Alley)
  • 1953: Starr vor Angst (Scared Stiff)
  • 1953: Die Hand am Colt (Law and Order)
  • 1953: Jack Slade – der Revolverheld von Colorado (Jack Slade)
  • 1954: Der rasende Teufel (The Fast and the Furious)
  • 1954: Loophole
  • 1954: Gegen Terror und Banditen (The Lone Gun)
  • 1954: Schachmatt (Pushover)
  • 1954: Security Risk
  • 1954: Hölle 36 (Privat Hell 36)
  • 1954: Man soll nicht mit der Liebe spielen (Young at Heart)
  • 1955: Urlaub bis zum Wecken (Battle Cry)
  • 1955: Fünf Revolver gehen nach Westen (Five Guns West)
  • 1955: Der Teufel im Sattel (Tall Man Riding)
  • 1955: Ihr sehr ergebener … (Sincerely Yours)
  • 1955: Der Agentenschreck / Maler und Mädchen (Artists and Models)
  • 1955: In Acht und Bann (At Gunpoint)
  • 1956: Blut an meinen Händen (Tension at Table Rock)
  • 1956: Dem Tode entronnen (Pillars of the Sky)
  • 1956: In den Wind geschrieben (Written on the Wind)
  • 1957: Quantez, die tote Stadt (Quantez)
  • 1957: Der Mann mit den 1000 Gesichtern (Man of Thousand Faces)
  • 1957: Luftfracht Opium (Tip on a Dead Jockey)
  • 1957: Duell in den Wolken (The Tamished Angels)
  • 1958: Ihr Leben war ein Skandal (Too Much, Too Soon)
  • 1959: Der Mann mit den goldenen Colts (Warlock)
  • 1960: Höllenfahrt (The Last Voyage)
  • 1961: El Perdido (The Last Sunset)
  • 1963: Beach Party
  • 1964: Bezwinger des Todes (Fate Is The Hunter)
  • 1964–1968: Peyton Place (Fernsehserie, 430 Folgen)
  • 1969: Mord im schwarzen Cadillac (Femmine insaziabili)
  • 1975: Patty – Die meistgesuchte Frau Amerikas (Abduction)
  • 1975: Miami Connection (The Man Who Would Not Die)
  • 1976: Novemberplan (The November Plan)
  • 1977: Rendezvous mit dem Tod (Golden Rendezvous)
  • 1979: Good Luck, Miss Wyckoff
  • 1979: Der Philadelphia Clan (Winter Killst)
  • 1980: Invasion aus dem All (The Day Time Ended)
  • 1983: The Being
  • 1984: Die Stimme des Herzens (He's Not Your Son)
  • 1987: Ruhe in Frieden (Descanse en piezas)
  • 1992: Basic Instinct

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gregor Hauser: Mündungsfeuer: Die 50 besten B-Western der 50er Jahre und ihre Stars. Verlag Reinhard Marheinecke 2015, ISBN 978-3-932053-85-6. S. 184–187.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dorothy Malone – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anita Gates: Dorothy Malone Dies at 93; Star of TV’s ‘Peyton Place’. In: The New York Times. 19. Januar 2018, abgerufen am 9. März 2018 (englisch).
  2. Kirsten Chuba: Dorothy Malone, Oscar-Winning Actress in ‘Written on the Wind,’ ‘Peyton Place,’ Dies at 92. In: Variety. 19. Januar 2018, abgerufen am 20. Januar 2018 (englisch).