Dorschhausen

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Dorschhausen
Koordinaten: 48° 1′ 14″ N, 10° 33′ 53″ O
Höhe: 668 m ü. NN
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Eingemeindet nach: Bad Wörishofen
Postleitzahl: 86825
Vorwahl: 08247
Blick auf Mariä Heimsuchung mit dem denkmalgeschützten Bauernhaus im Vordergrund
Blick auf Mariä Heimsuchung mit dem denkmalgeschützten Bauernhaus im Vordergrund
Blick auf den Ort von Nordwesten

Dorschhausen ist ein Ortsteil der Stadt Bad Wörishofen im schwäbischen Landkreis Unterallgäu.

Um 1300 gehörte der damals Dornshausen genannte Ort dem Domkapitel zu Augsburg. Auf Betreiben von Herzog Friedrich von Teck, dem Herrn der Herrschaft Mindelheim, wurde das Eintreiben der Vogtsteuer zu Dornhawsen dem Augustinerkloster Mindelheim übertragen. Das Domkapitel verkaufte das weitgehend verwüstete Gut zu Dorschhausen 1427 dem Teckschen Hofmeister Konrad Hainzel. Um 1800 registrierte man sechs Höfe, eine Hube und zwei Güter, die der Herrschaft Mindelheim gehörten. Die Gemeinde Dorschhausen besaß eine Schmiede und ein Hirtenhaus; die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung (1415 geweiht) verfügte über ein Pfarrhaus.

Am 1. Dezember 1910 wurden in der Gemeinde Dorschhausen im Bezirksamt Mindelheim 223 Einwohner registriert.[1] Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde im Zuge der landesweiten Gebietsreform in die Stadt Bad Wörishofen eingegliedert.[2] Letzter Bürgermeister vor der Eingemeindung war Herbert Wagner. Heute zählt Dorschhausen 683 Einwohner.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung wurde 1483 mit einem Chor und einem Turm erweitert. Ab dem 17. Jahrhundert fanden Wallfahrten zu der Kirche statt. Die spätbarocken Fresken wurden 1910 überarbeitet.

Blick auf Dorschhausen aus Südosten von Bad Wörishofen kommend

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Haisch (Hrsg.): Landkreis Unterallgäu. Memminger Zeitung Verlagsdruckerei, Memmingen 1987, ISBN 3-9800649-2-1, S. 922.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindeverzeichnis Deutsches Reich 1900 – Bezirksamt Mindelheim
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.
  3. Einwohnerstatistik Stadt Bad Wörishofen