Dorst

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Ort Dorst in Sachsen-Anhalt. Für weitere Bedeutungen siehe Dorst (Begriffsklärung).

52.37875583333311.3891159Koordinaten: 52° 22′ 44″ N, 11° 23′ 21″ O

Dorst
Gemeinde Calvörde
Wappen von Dorst
Höhe: 59 m ü. NN
Fläche: 5,16 km²
Einwohner: 171 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39638
Vorwahl: 039058
Dorst (Calvörde)
Dorst

Lage von Dorst in Calvörde

Dorst ist ein Ortsteil der Gemeinde Calvörde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten]

Dorst liegt etwa acht Kilometer östlich von Calvörde am Rande des Naturparks Colbitz-Letzlinger Heide. Nachbarorte sind im Norden Klüden und Zobbenitz. Im Norden der Ortschaft liegt der Dorster Forst.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gutshaus in Dorst
Taubenturm
Grabstätte der Gutsherrenfamilie Fischer

Historisch ist Dorst mit Calvörde verbunden und gehörte zur Exklave des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel. 1311 wurde Dorst (auch Dositz, Dostiz und Dostet) erstmals erwähnt und bildete mit Uthmöden, Zobbenitz und einigen heute wüsten Orten das Halbgericht. Magdeburg (Preußen) und Braunschweig beanspruchten zur Hälfte dieses Gebiet. 1380 fiel Dorst an das Geschlecht der Werderden. 1446 wird der Ort als Wüstung beschrieben, die 20 Jahre später wieder besiedelt war. Ende des 15. Jahrhunderts soll der Dorst seine Blütezeit gehabt haben.

Während und nach dem Dreißigjährigen Krieg soll Dorst, bis zu seiner Neugründung 1704, wüst gewesen sein. 1774 wohnten die fünf Einwohner, eine Hirtenfamilie, in einen Wohnhaus. In dieser Zeit gehörte Dorst zum Amt Calvörde.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die Gemeinden Dorst, Berenbrock (mit Elsebeck und Lössewitz), Grauingen, Klüden, Mannhausen, Velsdorf, Wegenstedt und Zobbenitz mit dem Flecken Calvörde zur neuen Gemeinde Calvörde zusammen.[1] 2011 feiert der Ort sein 700 jähriges bestehen im Rahmen der Calvörder Festtage[2].

Historische Flurnamen[Bearbeiten]

Innerhalb der Gemarkung von Dorst befinden sich zahlreiche historische Flurnamen, wie: In den Zerien, Steinbreite, Behrensbreite, Bültenbusch, Triegel, Schäferwiesen, Dolzine, Langer Ort, Der Körtling, In den Kalien, Großer- und Kleiner Brautbusch, Hofbreite

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Dorst war Manfred Franke.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 7. Oktober 1996 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „In Gold ein schreitender roter Hirsch auf grünem Schildfuß vor einer grünen Eiche.“

Das Wappen wurde vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der ehemaligen Gemeinde ist Grün - Gelb gestreift mit dem aufgelegten Gemeindewappen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 71, die Magdeburg mit Bremen verbindet, verläuft in östlicher Richtung in etwa 14 Kilometer Entfernung. Der Ort liegt an den Kreisstraßen 1141 und 1106.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Schloss Dorst, Bauwerk aus den goldenen Zwanzigern
  • Gutspark, gelegentlich auch Schlosspark genannt[3]
  • Taubenturm (Dorst), dieses Bauwerk stammt aus dem 19. Jahrhundert und steht östlich vom Schloss
  • Grabsteine der Gutsherrenfamilie Fischer, befinden sich östlich von Dorst

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dorst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  2. Calvörde: Veranstaltungskalender vom 1.1.2011 bis 31.12.2011 - Dorffest in Dorst zum 700-jährigen Jubiläum von Dorst (Feiertage: 17. Juni 2011 - 19. Juni 2011)
  3. Dorst unter calvoerde.de