Lanstrop

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Lanstrop
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 34′ 35″ N, 7° 34′ 1″ O
Höhe: ca. 65 m
Fläche: 7,26 km²
Einwohner: 4193 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 578 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1928
Postleitzahl: 44329
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 25
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Lage von Lanstrop in Dortmund

Lanstrop ist der Statistische Bezirk 25 und zugleich ein Stadtteil der kreisfreien Großstadt Dortmund. Er befindet sich im äußersten Nordosten des Stadtbezirks Scharnhorst und liegt in Nordrhein-Westfalen im Osten des Ruhrgebiets.

Das Dorf hat 4193 Einwohner (2015).

Lanstrop grenzt im Norden an die Lüner Vororte Niederaden und Horstmar, im Süden an die Dortmunder Stadtteile Grevel und Kurl.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Lanstrop wird erstmals im 13. Jahrhundert mit den alten Namen Lammerstorpe, Lanstorp, oder Lambsdorf erwähnt. Die Schreibweise „Lambsdorf“ spiegelt sich auch im Namen des ursprünglich westfälischen und dann deutschbaltischen Uradelsgeschlechts Lambsdorff wider, das im 14. Jahrhundert im späteren Lanstroper Haus Wenge seinen Sitz hatte. Heute ist Lanstrop ein ländlicher Vorort, der noch einige landwirtschaftliche Betriebe aufweist. Der Ort wird durch den Wengepark geteilt, welcher die Grenze zwischen dem eigentlichen Dorf im Süden und der in den 1960er Jahren entstandenen LEG-Siedlung "Neu-Lanstrop" im Norden Lanstrops bildet. Diese Siedlung hat heute einen sehr hohen Leerstandsanteil vorzuweisen.

Sehenswürdigkeiten des Stadtteils sind der Lanstroper See, das „Lanstroper Ei“ (befindet sich eigentlich auf dem Gebiet von Grevel), das Haus Wenge, diverse Parkanlagen, die katholische Kirche St. Michael, die Evangelische Friedenskirche und das Damwild-Gehege.

Größter Sportverein des Stadtteils ist der BV Teutonia Lanstrop mit einer Fußball-, Leichtathletik-, Tennis- und Hap-Ki-Do-Abteilung.

Wilde Rehe sieht man mitunter morgens auf den Wiesen und Feldern um den Kurler Busch. Nachmittags sind hier regelmäßig Radfahrer, Spaziergänger, Pferde und Reiter unterwegs.

Das „Lanstroper Ei“ – ein alter Wasserturm und gleichzeitig das Wahrzeichen Lanstrops – liegt an der Route der Industriekultur, welche an Lanstrop vorbeiführt.

Lanstrop wurde am 1. April 1928 nach Dortmund eingemeindet.[2]

Am 1. Juli 1950 kam es zu einem Gebietsaustausch zwischen den Städten Dortmund und Lünen. Im Bereich Lanstrop wurde die Autobahn als neue Grenze festgelegt. Lanstrop verlor etwa 16,82 ha an Lünen. Dem stand ein Gewinn von 34,84 ha für Lanstrop (Hauptteil), Hostedde und Derne gegenüber.

Lanstrop weist seit ca. 1998 mit dem Anschluss an die Autobahn A2 zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-Nordost und dem Kamener Kreuz eine Besonderheit auf: eine einseitige Autobahnauf- und -abfahrt. Nur an der Südfahrbahn der A2 Richtung Hannover ist die Auffahrt von und die Abfahrt nach Lanstrop möglich. Die Nordfahrbahn Richtung Oberhausen hat keine Auf-/Abfahrt bei Lanstrop; läge allerdings bereits auf Lüner Gebiet.

Bekanntester Einwohner Lanstrops war der am 7. April 2005 verstorbene Schriftsteller Max von der Grün („Vorstadtkrokodile“). Er besaß eine Doppelhaushälfte in der Bremsstraße.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 31. Dezember 2015 lebten 4193 Einwohner in Lanstrop.

Struktur der Lanstroper Bevölkerung:

  • Minderjährigenquote: 20,1 %, liegt leicht über dem Dortmunder Durchschnitt von 19,4 %.
  • Altenquote: 34,2 %, liegt über dem Dortmunder Durchschnitt von 30,0 %.
  • Ausländeranteil: 12,2 %, liegt deutlich unter dem Dortmunder Durchschnitt von 17,3 %.
  • Arbeitslosenquote: 16,3 %, liegt über dem Dortmunder Durchschnitt von 11,8 %.

Das durchschnittliche Einkommen im Lanstroper Norden (Neu-Lanstrop) liegt etwa 25 % unter dem Dortmunder Durchschnitt, im Lanstroper Süden (Alt-Lanstrop) etwa 10 % über dem Dortmunder Durchschnitt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einw.
1987 5397
2003 4841
2008 4282
2013 4892

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anneliese Vahlhaus: Lanstrop - Das Dorf am Grenzpfahl der Großstadt Dortmund, 2001, Regio-Verlag, Werne, ISBN 3-929158-13-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dortmund-Lanstrop – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresbericht Dortmunder Statistik 2014 – Bevölkerung (PDF-Datei)
  2. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 256.

Lanstrop, Das Dorf am Grenzpfahl der Großstadt Dortmund (Anneliese Vahlhaus), Regio-Verlag, Werne, 2001, ISBN 3-929158-13-2