Dosisleistungsmessgerät

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Dosisleistungsmessgerät mit Teleskopsonde
Dosisleistungsmessgerät, wie es von Einsatzorganisationen verwendet wird

Ein Dosisleistungsmessgerät (teilweise auch Dosisleistungsmesser genannt) ist ein Messgerät, das im Strahlenschutz zur Messung der Dosisleistung verwendet wird. Im Gegensatz zum Dosimeter, das die während einer Zeitspanne angesammelte Strahlendosis anzeigt, misst ein Dosisleistungsmessgerät die augenblickliche Strahlendosis pro Zeiteinheit.

Ausführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dosisleistungsmessgeräte gibt es in Ausführungen zum Gebrauch im Labor, aber auch robustere Ausführungen, die von Einsatzkräften (zum Beispiel Feuerwehr oder Polizei) verwendet werden. Oft sind solche Geräte zugleich Dosisleistungswarngeräte. Manche Einsatzgeräte sind Kombinationen aus Dosisleistungsmessgerät und Dosimeter. Dosisleistungsmessgeräte können auch behelfsmäßig (nur für gammastrahlende Kontaminationen) als Kontaminationsnachweisgeräte verwendet werden.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dosisleistungsmessgeräte enthalten als Strahlungsdetektor meist ein Geiger-Müller-Zählrohr. Die Zählrate wird auf einer analogen oder digitalen Anzeige in Einheiten der Äquivalentdosisleistung dargestellt. Bei Erreichen einer eingestellten Warnschwelle ertönt ein Signal.

Zusatzsonden / Teleskopdosisleistungsmessgeräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um den Benutzer des Gerätes mit einer möglichst geringen Dosis zu belasten, gibt es Dosisleistungsmessgeräte mit Teleskopsonde. Die Sonde, also der Detektor, befindet sich dann bis zu mehreren Metern entfernt vom Anzeigegerät – und damit von der bedienenden Person – an der Spitze einer ausziehbaren „Teleskopangel“. So kann z. B. die Sonde in eine Türöffnung gehalten werden, während die Person selbst die Abschirmwirkung der Gebäudewand ausnutzt. Aber auch der Abstand selbst ohne schützende Abschirmung senkt die Dosisleistung am Körper des Benutzers erheblich. Mit einer z. B. 4 m langen Teleskopsonde beträgt aufgrund des Abstandsquadratgesetzes die vom Bediener aufgenommene Dosisleistung nur 1/16 derjenigen, die aufgenommen würde, wenn er die Sonde direkt in der Hand hielte.

Teilweise verfügen diese Geräte über ein mit Schutzkappe abdeckbares Zählrohr-Endfenster, um auch den Nachweis von Beta-Strahlung zu ermöglichen. Je nach Hersteller und Messbereich sind auch mehrere Zählrohre in der Sonde verbaut.

Bei der Feuerwehr sind Teleskopdosisleistungsmesser mit einem Messbereich von 0,5 µSv/h bis 10 Sv/h üblich. Gamma- und Röntgenstrahlung können damit gemessen, Beta-Strahlung teilweise nachgewiesen werden.

Hersteller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modernes Dosisleistungsmessgerät beim Messen der Äquivalentdosisleistung (hier: an Uranerz)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]