Dotik

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Dotik
Der Suco Dotik liegt im Osten des Verwaltungsamts Alas. Der Ort Dotik liegt im Süden des Sucos.
Daten
Fläche 120,14 km²[1]
Einwohnerzahl 1.922 (2015)[1]
Chefe de Suco Sebastião da Costa Amaral
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Lacaluan 819
Sarin 232
Weberec 871
Dotik (Osttimor)
Dotik
Dotik
Koordinaten: 9° 4′ S, 125° 55′ O

Dotik (Dotic, Dôtic) ist ein osttimoresischer Ort und Suco im Verwaltungsamt Alas (Gemeinde Manufahi). „Dotik“ ist der Name des Baums „Alstonia scholaris“ auf Tetum.[2]

Der Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Dotik liegt im Süden des Sucos, auf einer Meereshöhe von 78 m, nahe der Timorsee. Im Ort trifft die Straße, die von der Gemeindehauptstadt Same über den Ort Alas führt, auf die südliche Küstenstraße, eine der Hauptverkehrsadern Osttimors ist. In Dotik gibt es einen Hubschrauberlandeplatz für Notfälle und eine Grundschule,[3] die Escola primaria Dotik.[4] In Dotik treffen sich die südliche Küstenstraße, eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen des Landes, und die Überlandstraße aus dem Ort Alas. Dotik besteht aus den Ortsteilen Datolor, Lacaluan (Lacluan) und Wecian.

Der Suco[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dotik
Orte Position[5] Höhe
Datolor 9° 4′ S, 125° 55′ O  ?
Dotik 9° 4′ S, 125° 55′ O 78 m
Lacaluan 9° 4′ S, 125° 55′ O 78 m
Lakluan 9° 2′ S, 125° 51′ O 236 m
Nobularan 9° 3′ S, 125° 53′ O 193 m
Oeto 9° 4′ S, 125° 56′ O 55 m
Sarin 9° 0′ S, 125° 51′ O  ?
Weberec 9° 2′ S, 125° 55′ O  ?
Wecian 9° 4′ S, 125° 55′ O 78 m
Ein gespendeter Lieferwagen von Yamato Transport dient in Wecian als Schulbus (2000).

In Dotik leben 1.922 Einwohner (2015), davon sind 1.002 Männer und 920 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 13,3 Einwohner/km². Im Suco gibt es 340 Haushalte.[1] Über 70 % der Einwohner geben Tetum Terik als ihre Muttersprache an. 17 % sprechen Lakalei, über 10 % Tetum Prasa und über 1 % Mambai.[6]

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Dotik eine Fläche von 145,84 km².[7] Nun sind es 120,14 km².[1] Der Suco bildet entlang des Flusses Clerec (Clára) die Ostgrenze von Alas zum Verwaltungsamt Fatuberlio mit seinen Sucos Caicassa, Fatukahi und Bubussuso. Der Fluss verschwindet nahezu in sumpfigen Marschland mit mehreren Lagunen. Die größte Lagune, die Lagoa Mapliu durchfließt der Clerec, bevor er in die Timorsee mündet. Die Westgrenze des Sucos Dotik bildet auf weiten Strecken der Südliche Lacló, einer der größten Flüsse Osttimors, beziehungsweise im Nordwesten sein Nebenfluss, der Laclodosul. Am anderen Ufer liegen die Sucos Aituha, Taitudac, Mahaquidan und Uma Berloic.[8]

Östlich des Ortes Dotik liegt das Dorf Oeto, an der Straße nach Alas die Dörfer Nobularan und Lakluan. Am Clerec liegen die Orte Sarin und Weberec (Weberek). In Weberec gibt es eine Vorschule, eine Grundschule, eine präsekundäre Schule und eine medizinische Station.[3]

Im Suco befinden sich die drei Aldeias Lacaluan, Sarin und Weberec (Weberek).[9]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von pro-indonesischen Milizen niedergebrannte Schule in Wecian (2000)

Nahe Dotik wurde 1979 der osttimoresische Freiheitskämpfer Vicente dos Reis beim Berg Casa dos Morcegos begraben. Er war bei Kämpfen gegen indonesische Soldaten verwundet worden und verblutet.

1981 wurden die Einwohner von Bubussuso, Caicassa und Fahinehan (Verwaltungsamt Fatuberlio) von den indonesischen Besatzern nach Dotik zwangsumgesiedelt. Für sie wurde der neue Ort Weberec gegründet. Die Menschen standen in Verdacht, die Widerstandskämpfer der FALINTIL mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Da die Menschen aus Fatuberlio als Bergbewohner nur ihre fruchtbaren Felder gewohnt waren, hatten sie Schwierigkeiten im heißen, sumpfigen Flachland, was zu vielen Todesfällen führte.[10]

36 Familien aus dem Dorf Dotik wurden 1998 von den Indonesiern willkürlich festgenommen, um die Hintermänner eines Angriffs auf eine nahegelegene Militärbasis der Besatzungsmacht am 9. November zu ermitteln.[11]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Franco da Costa Duarte zum Chefe de Suco gewählt.[12] Bei den Wahlen 2009 gewann Sebastião da Costa Amaral.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dotik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Geoffrey Hull: The placenames of East Timor, in: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006, S. 6 & 7, abgerufen am 28. September 2014.
  3. a b UNMIT-Landkarte von Manufahi, August 2008 (PDF-Datei; 511 kB)
  4. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  5. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  6. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Dotik (tetum; PDF-Datei; 8,01 MB)
  7. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  8. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  9. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF-Datei; 315 kB)
  10. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF-Datei; 1,22 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  11. Amnesty International, 8. Dezember 1998, Indonesia / East Timor: Fear for safety: 36 families
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  13. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

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