Dotter

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Dotter (Begriffsklärung) aufgeführt.

Der oder das Dotter (griech. λέκιθος lekithos, lat. vitellum) ist eine Ansammlung von Reservestoffen in einer Eizelle, die dem sich entwickelnden Embryo Baumaterial und Nährstoffe liefern, bis dieser ein Stadium erreicht, um selbständig Nahrung aufzunehmen. Neben diesem, auch als Nährdotter bezeichneten Speicher wird teilweise der den Embryo hervorbringende Teil des Cytoplasmas der Eizelle als Bildungsdotter bezeichnet, welcher im Reptilien- oder Vogelei der Keimscheibe entspricht.[1]

Allgemeinsprachlich wird die gesamte eigentliche Eizelle im Ei von Landwirbeltieren, insbesondere bei Vogeleiern, als Dotter oder Eigelb bezeichnet.

Hauptartikel: Eigelb

Aufbau[Bearbeiten]

Eigelb eines Hühnereis, umgeben von Eiklar, die gelbe Färbung der Eizelle stammt von den in den Dotter eingelagerten Carotinoiden

Das Zellplasma des Dotters enthält u. a. Proteine, Fette, Vitamine und Mineralstoffe.

Das Dotter kann in Form einzelner Dotterschollen oder wie beim Hühnerei als ganze Dotterkugel vorliegen. Beim Vogel- und Reptilienei liegt der Bereich der Eizelle, aus der sich der Embryo entwickelt, als Keimscheibe auf der Dotteroberfläche.

Die Dotterkugel hat im Hühnerei einen Durchmesser von ca. drei bis vier Zentimetern. Das besondere hieran ist, dass der Dotter nur aus einer einzigen Zelle besteht und damit die volumenmässig größte bekannte biologische Zelle ist.

In der Mitte des Dotters befindet sich das Dotterbett, welches etwa 0,6 Prozent der Dottersubstanz ausmacht. Dieser Teil ist deutlich flüssiger als das übrige Eigelb und erstarrt selbst bei gekochten Eiern nicht. Das gesamte Ei enthält außerdem fast alle Vitamine (z.B. D, B12, K und Biotin), Spurenelemente und Eiweiße sowie viele Mineralstoffe wie Calcium, Selen und Eisen.

Anordnung des Dotters in der Eizelle[Bearbeiten]

Verteilungsarten des Dotters im Ei:

  • isolecithal: gleichmäßig
  • anisolecithal: ungleichmäßig
  • zentrolecithal: Ansammlung im Zentrum
  • telolecithal: Dotter vorwiegend am vegetativen Pol

Zudem kann der Dotter endolecithal (von innen heraus) oder ektolecithal (nach außen) angelegt werden.

Eier können nach Dottergehalt und seiner Verteilung unterschieden werden.

Unterteilung nach Dottergehalt:

  • oligolecithal: wenig (z. B. der Laich von Knochenfischen und Amphibien)
  • mesolecithal: mittel
  • polylecithal: viel (z. B. Vogelei)

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bildungsplasma in der Onlineversion des Lexikons der Biologie

Weblinks[Bearbeiten]