Drösing

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Marktgemeinde
Drösing
Wappen Österreichkarte
Wappen von Drösing
Drösing (Österreich)
Drösing
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gänserndorf
Kfz-Kennzeichen: GF
Fläche: 29,43 km²
Koordinaten: 48° 32′ N, 16° 54′ OKoordinaten: 48° 32′ 26″ N, 16° 54′ 8″ O
Höhe: 158 m ü. A.
Einwohner: 1.112 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 38 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2265
Vorwahl: 02536
Gemeindekennziffer: 3 08 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 8
2265 Drösing
Website: www.droesing.at
Politik
Bürgermeister: Josef Kohl (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
13
6
13 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Drösing im Bezirk Gänserndorf
AderklaaAndlersdorfAngern an der MarchAuersthalBad PirawarthDeutsch-WagramDrösingDürnkrutEbenthalEckartsauEngelhartstettenGänserndorfGlinzendorfGroß-EnzersdorfGroß-SchweinbarthGroßhofenHaringseeHauskirchenHohenau an der MarchHohenruppersdorfJedenspeigenLasseeLeopoldsdorf im MarchfeldeMannsdorf an der DonauMarcheggMarkgrafneusiedlMatzen-RaggendorfNeusiedl an der ZayaObersiebenbrunnOrth an der DonauPalterndorf-DobermannsdorfParbasdorfProttesRaasdorfRingelsdorf-NiederabsdorfSchönkirchen-ReyersdorfSpannbergStrasshof an der NordbahnSulz im WeinviertelUntersiebenbrunnVelm-GötzendorfWeiden an der MarchWeikendorfZistersdorfNiederösterreichLage der Gemeinde Drösing im Bezirk Gänserndorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Ortszentrum von Drösing.
Ortszentrum von Drösing.
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Drösing ist eine Marktgemeinde mit 1112 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drösing liegt am Ostrand des Weinviertels an der March und damit an der Grenze zur Slowakei in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 29,49 Quadratkilometer. 25,7 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ringelsdorf-Niederabsdorf
Zistersdorf Nachbargemeinden Závod
Dürnkrut Jedenspeigen Malé Leváre, Veľké Leváre

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften 181

  • Drösing (875)
  • Waltersdorf an der March (237)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Drösing und Waltersdorf an der March.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Waltersdorf

In einer Urkunde, in der Leuthold von Kuenring seinen Untertanen zu Drösing im Jahre 1293 seine "Hofmarch zu Drezzing" zwecks Neubau einer Kirche schenkte, wird Drösing bereits als Markt bezeichnet. Wann Drösing genau gegründet wurde, ist nicht bekannt. Der Ort teilte die wechselvolle Geschichte Niederösterreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1192 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1204 Einwohner, 1981 1195 und im Jahr 1971 1363 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Drösing

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 34, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 53. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 506. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 43,45 Prozent.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drösing liegt an der Kaiser Ferdinands-Nordbahn und ist Ausgangspunkt der nur mehr für den Güterverkehr genutzten Bahnstrecke Drösing–Zistersdorf.

Altlasten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Drösing bestand westlich des Bahnhofes von 1899 bis 1937 die Petroleumraffinerie Drösing, die unter anderem Kerosin, Wundbenzin, Leicht- Mittel- und Schwerbenzin sowie Petroleum hergestellte. Auf einem großen Teil des ehemaligen Betriebsgeländes wurden Mineralölkontaminationen festgestellt, wobei der stark mit Mineralöl kontaminierte Untergrundbereich mit ca. 55.000 m² und mit ca. 100.000 m³ geschätzt wird. Säurehaltige hochviskose Mineralölkohlenwasserstoffe, die bei Produktion als Abfall anfielen, wurden in weiteren Prozessen nicht aufgespaltet und verwertet, sondern gelangten in eine Säureteergrube, die bis zum Ende der Produktionszeit 2.000 m³ fasste. Da die Ausbreitung der Schadstoffe im Grundwasser aktuell gering ist, wird auch in Zukunft mit keinen erheblichen Schadstoffemissionen in den Grundwasserabstrom zu rechnen werden. Der erheblich verunreinigte Bereich der Säureteergrube stellt jedoch eine erhebliche Gefahr für die Umwelt dar.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Josef Kohl, Amtsleiter ist Ewald Strohmayer.

Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 19 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 folgende Mandatsverteilung: SPÖ 13, ÖVP-Liste 6, andere keine Sitze.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Deckert (1843–1901), katholischer Geistlicher
  • Georg Gaß (1878–1944), Tierarzt, Heimatdichter, Mitglied der steirischen Landesregierung

Mit Drösing verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Haimo L. Handl (* 1948), Publizist und Verleger, lebt seit 2003 in Drösing

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Drösing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Altlast N77: Petroleumfabrik Drösing auf altlasten.gv.at