Drösing

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Marktgemeinde
Drösing
Wappen Österreichkarte
Wappen von Drösing
Drösing (Österreich)
Drösing
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gänserndorf
Kfz-Kennzeichen: GF
Fläche: 29,51 km²
Koordinaten: 48° 32′ N, 16° 54′ OKoordinaten: 48° 32′ 26″ N, 16° 54′ 8″ O
Höhe: 158 m ü. A.
Einwohner: 1.128 (1. Jän. 2020)
Bevölkerungsdichte: 38 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2265
Vorwahl: 02536
Gemeindekennziffer: 3 08 10
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hauptstraße 8
2265 Drösing
Website: www.droesing.at
Politik
Bürgermeister: Josef Kohl (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
11
8
11 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Drösing im Bezirk Gänserndorf
AderklaaAndlersdorfAngern an der MarchAuersthalBad PirawarthDeutsch-WagramDrösingDürnkrutEbenthalEckartsauEngelhartstettenGänserndorfGlinzendorfGroß-EnzersdorfGroß-SchweinbarthGroßhofenHaringseeHauskirchenHohenau an der MarchHohenruppersdorfJedenspeigenLasseeLeopoldsdorf im MarchfeldeMannsdorf an der DonauMarcheggMarkgrafneusiedlMatzen-RaggendorfNeusiedl an der ZayaObersiebenbrunnOrth an der DonauPalterndorf-DobermannsdorfParbasdorfProttesRaasdorfRingelsdorf-NiederabsdorfSchönkirchen-ReyersdorfSpannbergStrasshof an der NordbahnSulz im WeinviertelUntersiebenbrunnVelm-GötzendorfWeiden an der MarchWeikendorfZistersdorfNiederösterreichLage der Gemeinde Drösing im Bezirk Gänserndorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Drösing (tschechisch Střezenice) ist eine Marktgemeinde mit 1128 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drösing liegt am Ostrand des Weinviertels an der March und damit an der Grenze zur Slowakei in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 29,49 Quadratkilometer. 25,7 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften 184

  • Drösing (883)
  • Waltersdorf an der March (245)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Drösing und Waltersdorf an der March.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ringelsdorf-Niederabsdorf
Zistersdorf Nachbargemeinden Závod
Dürnkrut Jedenspeigen Malé Leváre, Veľké Leváre

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wann Drösing gegründet wurde, ist nicht bekannt. In einer Urkunde, in der Leuthold von Kuenring seinen Untertanen zu Drösing im Jahre 1293 seine „Hofmarch zu Drezzing“ zwecks Neubau einer Kirche schenkte, wird Drösing bereits als Markt bezeichnet.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Drösing zwei Ärzte, ein Tierarzt, zwei Bäcker, zwei Baustoffhändler, zwei Binder, zwei Brennstoffhändler, ein Brunnenbauer, ein Dachdecker, ein Elektrotechniker, drei Fleischer, zwei Friseure, ein Gärtner, acht Gastwirte, sechs Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Holzhändler, ein Landesproduktehändler, ein Maurermeister, ein Obst- und Gemüsehändler, drei Sattler, zwei Schlosser, zwei Schmiede, vier Schneider und zwei Schneiderinnen, fünf Schuster, ein Spengler, vier Tischler, ein Wagner, zwei Zimmermeister und zahllose Landwirte ansässig. Des Weiteren gab es im Ort ein Kaffeehaus, ein Kino, die Firma Landwirtschftliche Maschinenfabrik und Motorenriffelwerk, eine Mühle samt Sägewerk, die Raffinerie Nowa der Oel- und Brennstoff AG („Creditul Minier“), eine Ziegelei und eine Überfuhr über die March.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1192 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1204 Einwohner, 1981 1195 und im Jahr 1971 1363 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister
  • bis 2005 Josef Duchkowitsch (ÖVP)
  • seit 2005 Josef Kohl (SPÖ)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Drösing
Filialkirche Waltersdorf an der March
Kellergasse in Waltersdorf an der March
  • Katholische Pfarrkirche Drösing hl. Laurentius
  • Katholische Filialkirche Waltersdorf an der March hl. Michael

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 34, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 53. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 506. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 43,45 Prozent.

Die Gemeinde ist Teil der RV March-Thaya-Auen.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Drösing befindet sich ein Kindergarten[8] und eine Volksschule.[9]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Altlasten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Drösing bestand westlich des Bahnhofes von 1899 bis 1937 die Petroleumraffinerie Drösing, die unter anderem Kerosin, Wundbenzin, Leicht-, Mittel- und Schwerbenzin sowie Petroleum herstellte. Auf einem großen Teil des ehemaligen Betriebsgeländes wurden Mineralölkontaminationen festgestellt, wobei der stark mit Mineralöl kontaminierte Untergrundbereich mit ca. 55.000 m² und mit ca. 100.000 m³ geschätzt wird. Säurehaltige hochviskose Mineralölkohlenwasserstoffe, die bei Produktion als Abfall anfielen, wurden in weiteren Prozessen nicht aufgespaltet und verwertet, sondern gelangten in eine Säureteergrube, die bis zum Ende der Produktionszeit 2.000 m³ fasste. Da die Ausbreitung der Schadstoffe im Grundwasser aktuell gering ist, wird auch in Zukunft mit keinen erheblichen Schadstoffemissionen in den Grundwasserabstrom zu rechnen werden. Der erheblich verunreinigte Bereich der Säureteergrube stellt jedoch eine erhebliche Gefahr für die Umwelt dar.[10]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde
  • Joseph Deckert (1843–1901), katholischer Geistlicher
  • Georg Gaß (1878–1944), Tierarzt, Heimatdichter, Mitglied der steirischen Landesregierung
Personen mit Bezug zur Gemeinde
  • Haimo L. Handl (1948–2019), Publizist und Verleger, lebte ab 2003 in Drösing

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Drösing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, S. 226.
  2. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Drösing. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 7. März 2020.
  3. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Drösing. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 7. März 2020.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Drösing. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 7. März 2020.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Drösing. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 7. März 2020.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Drösing. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 7. März 2020.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Drösing. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 7. März 2020.
  8. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 5. Oktober 2020.
  9. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 30. September 2020.
  10. Altlast N77: Petroleumfabrik Drösing auf altlasten.gv.at